AKT  II                                           




CHOR DER FRIEDENSBOTEN
Ihr Römer,
hört die Kunde
des holden Friedens an:
Auf Romas heil'gem Grunde
wallt freudig jede Bahn!
In düstrer Felsen Schluchten
drang goldner Sonne Schein;       
in Meeres sichren Buchten
zieht froh die Segel ein!
Denn Friede ist gekommen,
der Freiheit 
Licht gewonnen!
Jauchzet, ihr Täler!
Frohlockt, ihr Berge! 
Jauchzet, ihr Berge!
Frohlockt, ihr Täler!


RIENZI                                                                                            
Du, Friedensbote, sage an,
hast deine Sendung du vollbracht?
Zogst du durchs 
ganze Römerland 
und bringest Frieden
du und Segen uns? 

ERSTER FRIEDENSBOTE
Ich sah die Städte, 
sah das Land,
ich zog entlang 
des Meeres Strand;
so weit das Land 
der Römer reicht,
trug mich mein Fuß
beschwingt und leicht.
Und Frieden fand ich überall,
froh tönt des Jubels Widerhall.
Frei treibt 
der Hirt die Herde hin,
reich prangt der Felder
Fruchtgewinn.
Der Burgen Wälle stürzen ein,
denn frei will jeder Römer sein. 

DER FRIEDENSBOTEN
So weit das Land der Römer reicht,
trug uns der Fuß
beschwingt und leicht,
und Frieden fand
ich überall,
froh tönt des Jubels Widerhall.
Frei treibt 
der Hirt die Herde hin,
reich prangt der Felder
Fruchtgewinn.
Der Burgen Wälle
stürzen ein,
denn frei will jeder
Römer sein.
 
RIENZI
Dir Preis und deiner hohen Macht!  
Durch dich, mein Gott,
hab' ich's vollbracht!

ALLE
Ehre dir!
Dir alles Glück
verdanken wir,
dem größten Römer,
Ehre dir!

RIENZI 
Geht, Friedensboten,
ziehet denn durch alle
Straßen Romas hin,
bringt jedem Römer eure Kunde! 

DER FRIEDENSBOTEN

Ihr Römer, hört die Kunde
des holden Friedens an:
Auf Romas heil'gem Grunde
wallt freudig jede Bahn!
In düstrer Felsen Schluchten
drang goldner Sonne Schein;
in Meeres sichren Buchten
zieht froh die Segel ein!
Denn Friede ist gekommen!
Der Freiheit Licht gewonnen! 
Jauchzet, ihr Täler!
Frohlockt, ihr Berge!
Jauchzet, ihr Berge!
Frohlockt, ihr Täler! usw.

(Colonna, Orsini und die Nobili,
treten auf und grüßen Rienzi mit
stolzer Unterwürfigkeit.)

COLONNA
Rienzi, 
nimm des Friedens Gruß! 

RIENZI
Heil euch!
Was fehlt noch Rom
zu seinem Glücke,
da seine mächt'gen,
stolzen Feinde 
jetzt zurückgekehrt
und Treue ihm geschworen!

COLONNA
Rienzi, ich bewundre dich;
zwar sucht' ich diese 
Größe nie in dir,
doch sei's darum!
Ich will sie anerkennen! 

RIENZI
Des Friedens,
des Gesetzes Größe nur,
nicht meine,
sollt ihr anerkennen!
Vergeßt es nie,
daß dieser Preis es war,
um den wir kämpften;
daß diese Tore sich euch öffneten,
nur da ihr Treu' ihm schwurt,
daß ihr ihm untertan sein sollt
wie der geringste der Plebejer!
Die Mauern eurer
Schlösser saht ihr fallen,
durch die ihr Rom
zum Räuberlager machtet.
Weh euch, wenn ihr drum
Groll noch nährt,
wenn euer Herz der neue Tag
noch nicht erwärmt!
Weh euch beim kleinsten Übertritt!
Denn ich vor allem schütze 
das Gesetz, ich, der Tribun.   

(Mit freundlicher Herablassung.) 

Ihr Herrn und Edlen,
ich erwarte euch zum Feste
in diesen Sälen! 

Szene 2

(Orsini, Colonna, Nobili.)

ORSINI
Colonna,
hörtest du
das freche Wort?
Sind wir verflucht,
zu dulden solche Schmach? 

COLONNA
Ha, wie ich knirsche!
Der Plebejer, er, den ich
zum Spott an meiner Tafel hielt! 

ORSINI
Was ist zu tun? Wir sind besiegt.
Und dieser Pöbel,
den mit Füßen wir
getreten, wie verwandelte er sich!
Die Masse ist bewaffnet,
Mut und Begeisterung
in jedem der Plebejer. 

COLONNA
Der Pöbel ...ha!
Rienzi ist's,
der ihn zu Rittern macht.
Nimm ihm Rienzi,
und er ist, was er war. 

(Adriano tritt)

ORSINI
So wäre denn auf ihn allein
der Streich zu führen,
der uns frommt? 

COLONNA
Er ist der Götze dieses Volks,
das er durch Trug
verzaubert hält. 

ORSINI
Doch für Gewalt und offne Tat
sind wir zu schwach, 
vermögen nichts. 

COLONNA
Was bleibt uns übrig?
Tötet ihn inmitten
dieser Narrenbrut,
hin ist die Pracht
und uns der Preis!        

ORSINI 
Ha, du sprichst wahr!
Und diesen Stoß,
wer führt ihn sichrer 
wohl als ich?
Heut ist das Fest
in diesen Sälen,
schließt euch um mich,
ich fehle nie! 

COLONNA
Vierhundert Lanzen,
denen er die Stadt verschloß,
bring' ich herein,
besetze schnell das Kapitol,
und Rom gehört
von neuem uns. 

ORSINI, NOBILI
So sei's! 

ADRIANO
Ha, Meuchelmörder! Sprecht,
was habt ihr vor?
Was brütet ihr? 

ORSINI
Colonna, sprich,
sind wir verraten? 

COLONNA
Wer bist du? Sag,
bist du mein Sohn?
Ha, oder bist du mein Verräter? 

ADRIANO
Des ritterlichen Vaters Sohn,
der Ehre bis 
ins Alter liebte,
der fremd war jeder Bubentat,
Orsinis Feind und seiner Rotte. 

ORSINI
Verräter, frecher Knabe du! 

COLONNA
Lehrt solches Wort 
dich der Tribun?
Weh dir, erkenne ich für wahr,
wie ich sie ahne, deine Schmach! 

ADRIANO
Bist du noch immer blind,
mein Vater? 

COLONNA
Ha, schweig!
Du bist in seinen Händen,
und zum Verräter am eignen Vater
benutzt dich der Tribun! 
Fluch ihm!
Erschienen sei sein letzter Tag! 

ADRIANO
O Gott, 
so hört' ich wirklich recht?
Ihr brütet finstern Meuchelmord?
Laßt euch beschwören,
o beschimpft nicht so die Namen,
schon genug befleckt durch
Raubtat und Gewalt! 

ORSINI 
Hört den Treulosen...!
Wie, Colonna,
du züchtigst deinen Knaben nicht? 

COLONNA
(hart an Adriano)
So wisse! Heut, in diesen Sälen,
stirbt der Tribun von unsrer Hand.
Du weißt's, Verworfner!
Geh denn hin, verrate ihm mich,
deinen Vater! 

ADRIANO
Entsetzlich!
Ha, mein Schreckenslos! 
O hör der Ehre Hochgebot!
Hör deines Sohnes Jammer an!
Sieh mich in meiner Todesnot;
Verzweiflung faßt mich Ärmsten an! 
Mein Vater,
bleib und hör mich an! 
Sieh meine Angst, 
erhör mein Flehen! 
Sei gnädig und erbarm dich mein!

ORSINI, NOBILI
So sei's! Geschworen ist ihm Tod!
Für unsre Schmach sei's jetzt getan!
In diesen Hallen, 
blutigrot,
soll enden des Plebejers Bahn!
Komm fort,! Hör ihn nicht.

(Zu Colonna)

Wind sind nicht sicher hier,
auf, folge uns!
Geschworen ist ihm Tod!
Fliessen soll sein Blut!

COLONNA
So sei's!
Geschworen ist ihm Tod!
für unsre Schmach sei's jetzt getan!
Flieh meinen Fluch,
der dich bedroht,
den Vatermörder trifft er an!
Vergebens, Bube,
ich bin fest! 
Verräter bist du, 
nicht mein Sohn! 

(Colonna stößt Adriano)

ADRIANO
Ich will denn ein Verräter sein:
Irenes Bruder, Rienzi, lebe! 
Verräter! 
Ha, was willst du tun?
Mein Vater...er?
...sein graues Haupt 
dem Henkerbeil?
Ha, nimmermehr! 
Ihr Heil'gen,
schützt vor Wahnsinn mich!
 
(Er geht ab.)

Dritte Szene

(Voran die Senatoren, ihnen folgen
die Nobili und das Volk)

VOLK
Erschallet Feierklänge!
Stimmt Jubellieder an!
Ihn ehren die Gesänge,
der Freiheit uns gewann! 

(Rienzi tritt auf; mit ihm Irene.
Allgemeine Begrüßungen)

RIENZI
Seid mir gegrüßt, ihr Römer all!
Ha, welch ein Anblick beut
sich mir dar, vereint,
geschmückt zum Friedensfest! -
Der Friede hoch! Lang blühe Rom! 

VOLK
Der Friede hoch!
Lang blühe Rom! 

BARONCELLI
Es nahen die Gesandten sich,
die Nah und Fern dir zugesandt! 

(Der Gesandte Mailands, Neapels, 
Lombardei, Böhmens und Bayerns 
tritt auf mit einem glänzenden

Gefolge)

RIENZI
Im Namen Roms nehmt vollen Dank!
Nie ende Neid
den schönen Bund!
Ja, Gott, der Wunder schuf
durch mich, verlangt,
nicht jetzt schon stillzustehn.
So wißt,
nicht Rom allein sei frei...
nein, ganz Italien sei frei!
Heil dem ital'schen Bunde!
 
ALLE
Heil dem ital'schen Bunde! 

RIENZI 
Und weiter noch treibt
Gott mich an!
Im Namen dieses Volks von Rom
und kraft der mir
verliehnen Macht lad 
ich die Fürsten Deutschlands vor,
bevor ein Kaiser sei gewählt,
sein Recht den Römern darzutun,
mit dem er König Roms
sich nennt.
Auch Rom erwähle ihn so fort
denn Rom sei frei
und blühe lang! 

(Außerordentliche Sensation; der
Gesandten Böhmens und Bayerns)

ORSINI
(zu Colonna)
Der Übermüt'ge!
Ist er toll? 

COLONNA
(zu Orsini)
Ha, fast erspart
er dir den Stoß! 

RIENZI
Herold, beginnen mag das Fest! 

ADRIANO
(zu Rienzi)
Rienzi, sei auf deiner Hut! 

RIENZI
Droht mir Verrat? 

ADRIANO
Schütz dich! Nichts weiter! 

RIENZI
Verrat?
Von wem als diesen Edlen? 

ADRIANO
Nur meine Ahnung! 

RIENZI
Fürchte nichts!
Ein Panzerhemd deckt
meine Brust! 

(Er entfernt Baroncelli mit einem
heimlichen Auftrage.)

Ballett

Pantomime



Tanz

Kampf

die Jungfrauen

Allegorie

(Orsini hat sich während des 
Schlusses der Tänze immer dichter
an Rienzi gedrängt und führt jetzt
einen Dolchstoß nach dessen Brust.
Adriano, der ihn fest beobachtet
hat, fährt dazwischen, ohne jedoch
den Stoß zurückhalten zu können.
Die Säle sind plötzlich durch
Rienzis Trabanten besetzt und die
Nobili in einem Moment überwältigt)

VOLK
Rienzi! Auf!
Schützt den Tribun! 

RIENZI
(zu den Nobili)
Ihr staunt?
Begreift nicht das Mißlingen
der wohlberechnet
schönen Tat? 

(Er entblößt das Gewand auf seiner
Brust, die mit einem hellen Panzer
bedeckt ist)

So seht denn, 
wie ich mich gewahrt
vor eurer Liebe!
Meuchelmord!
Er galt nicht mir, nein,
er galt Rom,
galt seiner Freiheit,
seinem Gesetz!
Sie ekelte dies hohe Fest,
das Roms Erstehnung feierte!
Viel edler ist ein Meuchelmord
an dem, der Roma neu erschuf!
Zu End, ihr Römer, sind die Feste,
und das Gericht beginne! 

RIENZI
(zu den Senatoren)
Ihr saht, Signori,
das Verbrechen,
vor euren Augen ward's verübt. 

BARONCELLI
Noch mehr!
Colonnas Lanzenvolk
durchbrach das Tor
und suchte jetzt
in Eil' das Kapitol zu nehmen,
das deine Vorsicht schon besetzt. 

RIENZI
Ihr Edlen, leugnet ihr? 

COLONNA
Wer leugnet?
Auch deine Stunde ist nicht fern! 

RIENZI 
Was willst du,
düstre Mahnung, mir? 
So richtet sie nach dem Gesetz! 

CECCO
Und das Gesetz spricht: 

CECCO, SENATOREN
Tod durchs Beil! 

RIENZI
Nun denn, bereitet sie zum Tod! 

(Rienzi allein.)

Mein armer Bruder,
nicht durch mich,
durch Roma selbst wirst du gerächt! 

(Adriano und Irene stürzen herein.)

ADRIANO
Den Heil'gen Dank!
Er ist allein...
Rienzi! Gib mir meinen Vater! 

IRENE
Sein Vater! Sprich, 
was ist sein Los?

RIENZI
Des Hochverräters Los,
der Tod! 

ADRIANO
Ha, nimmermehr! Bedenk, Tribun,
ich warnte dich,
verriet den Vater!
Machst du zu seinem Mörder mich? 

RIENZI
Bedenke, daß du Römer bist
und nicht des Hochverräters Sohn!

ADRIANO
Willst du die
Bande der Natur
aufopfern deiner Freiheit Prunk?
Oh, Fluch dann ihr, Fluch dir,
Tribun! 

RIENZI
Betörter!
Ward nicht die Natur,
ja, Gott selbst 
freventlich verletzt!
Meineid und Mord!
Colonna stirbt!

ADRIANO
Ha, wag es,
blut'ger Freiheitsknecht!
Gib mir verwandtes Blut
zu rächen.

RIENZI 
Unsel'ger!
Woran mahnst du mich? 

(Man hört aus dem verhängten Saale
den dumpfen Gesang der Mönche,
welche die Nobili 
zum Tode vorbereiten.)


MÖNCHE
Misereat Dominum
vestrorum peccatorum! 

ADRIANO
Entsetzlich!
Welche dumpfe Töne! 

(zu Rienzi)

Errege Mordlust
nicht in mir. 

IRENE
O blick zu Gott, sei gnädig, Bruder,
und schone, o schone,
seines Vaters Haupt! 

VOLK
Tod der Verräterbrut! 

RIENZI
Hört diesen Ruf! Er spricht zu mir!
Ach, meine Gnade wird
zum Verbrechen! 

VOLK
Tod der Verräterbrut! 

ADRIANO, IRENE
(Irene und Adriano beschwören 
Rienzi auf den Knien.) 

Zu deinen Füßen flehen wir:
sei gnädig,
rette meinen/seinen Vater! 

RIENZI
Wohlan!
Vernehmt denn Rienzis Entschluß!

VOLK
Tod den Nobili!
Tod den Verrätern! 
Die Verräter sterben!
Sie sterben! 

RIENZI
(dem Volke entgegentretend)
Höret mich! Verschworen hatten sich
die Nobili zum Mord an mir... 

VOLK
Sie sterben drum! 

RIENZI
Hört, Römer, mich!
Begnadigt seien sie durch euch!

CECCO 
Tribun, du rasest! 

VOLK
Nie, Rienzi!
Tod treffe die Verräter!
Tod treffe sie!

RIENZI
Muß ich euch
um Gnade flehn für meine Mörder?
Wohlan! So fleh' ich euch denn an:
wenn ihr mich liebt, begnadigt sie! 

BARONCELLI
Er raset! Hört ihn nicht an! 

RIENZI
Ihr Römer!
Ich macht' euch groß und frei;
den Frieden,
oh, erhaltet ihn! Vermeidet Blut!
Seid gnädig,
flehe ich, der Tribun! 

VOLK
Dich, unsren Retter,
unsren Befreier,
bedrohte Tod
von ihrer Hand! 

RIENZI
Begnadigt sie und laßt von neuem
sie das Gesetz beschwören;
nie können je sie's wieder brechen!
Ihr Nobili, könnt ihr dies schwören? 

COLONNA, ORSINI, NOBILI
Wir schwören! 

CECCO
Du wirst's bereun! 

RIENZI
O laßt der Gnade Himmelslicht
noch einmal dringen in das Herz!
Wer euch, begnadigt,
Treu verspricht,
fühlt auch der Reue
bittern Schmerz!
Doch dreifach
Wehe treffe sie,
verletzen sie auch diesen Eid!
Den Frevlern dann verzeihet nie,
verflucht sei'n sie in Ewigkeit! 

ADRIANO, IRENE
Wie Sonne schön durch
Wolken bricht,
löst diese Gnade
jeden Schmerz;
ja, seiner Milde Himmelslicht
dringt segnend
in ihr reuig Herz!

BARONCELLI, CECCO 
Unzeit'ge Gnade, die er übt!
Bereun wird er
der Straf' Erlaß.
Wer diesen Stolzen je vergibt,
erweckt aufs 
neue ihren Haß! 

COLONNA, ORSINI,NOBILI
Ha, stolze Gnade, die er übt!
Erniedrigung
und Straferlaß!
Die Schmach der Edle nie vergibt,
bis in den Tod 
trifft dich sein Haß! 

VOLK
In deine Hände, o Tribun,
sei der Verbrecher Los vertraut!
Du darfst nach
deinem Willen tun,
da fest auf dich der Römer baut.

RIENZI
Euch Edlen dieses Volk verzeiht,
seid frei, die besten
Bürger Roms! 

ADRIANO, IRENE
Rienzi, dir sei Preis,
dein Name hochgeehrt;
dich schmücke Lorbeerreis,
gesegnet sei dein Herd!
So lang als Roma steht,
ans Ende aller Welt,
dein Name nie vergeht,
du hoher Friedensheld! 

BARONCELLI, CECCO
Bald schwört Verrat aufs neu
die stolze Räuberbrut,
wer baut auf ihre Treu?
Uns frommt allein ihr Blut! 

COLONNA, ORSINI, NOBILI
Ha, dieser Gnade Schmach
erdrückt mein stolzes Herz!
Es räche bald ein Tag
der Schande blut'gen Schmerz! 

VOLK
Rienzi, dir sei Preis,
dein Name hochgeehrt;
dich schmücke Lorbeerreis,
gesegnet sei dein Herd!
So lang als Roma steht,
ans Ende aller Welt,
dein Name nie vergeht,
du hoher Friedensheld!
ACTO II


(Gran sala del Capitolio)

MENSAJEROS DE LA PAZ
¡Romanos, escuchad el mensaje
de la paz placentera!
¡Al suelo santo de Roma
conducen alegremente
todos los caminos!
En los sombríos barrancos rocosos
penetra el rayo dorado del sol.    
En la seguras bahías de la mar
se hincha blanca la vela.
Pues ha llegado la paz
y se ha alcanzado 
la luz de la libertad.
¡Alegraos valles!
¡Regocijaos, montañas!
¡Alegraos, montañas!
¡Regocijaos, valles!


RIENZI                                                               
Tú, mensajero de la paz, di,
¿has cumplido tu misión?
¿Has caminado por toda
la patria de los romanos
llevándoles la paz 
y las bendiciones?

UN MENSAJERO DE PAZ
Visité las ciudades y el campo
y caminé a lo largo de las playas.
Mis pies, veloz y firmemente,
me llevaron hasta 
donde acaba el país de los romanos.
En todos los lugares hayé la paz,
resonando por doquier 
alegres ecos jubilosos.
Libre apacienta 
el pastor al rebaño
y ricamente resplandece
el fruto de los campos.
Las murallas de las ciudades
se desmoronan,
pues todos los romanos
quieren ser libres.

MENSAJEROS DE PAZ
Mis pies, veloz y firmemente,
me llevaron hasta 
donde acaba el país de los romanos.
En todos los lugares hayé la paz,
resonando por doquier 
alegres ecos jubilosos.
Libre apacienta 
el pastor al rebaño
y ricamente resplandece
el fruto de los campos.
Las murallas de las ciudades
se desmoronan,
pues todos los romanos
quieren ser libres.

RlENZI
¡Gloria a Ti y a tu poder supremo!
¡Por Ti, Dios mío,
he podido realizarlo!

TODOS
¡Honor a ti!
¡A ti te debemos
toda nuestra felicidad,
al más grande de los romanos,
honor a ti!

RIENZI
¡Id, mensajeros de la paz, caminad
por todas las calles de Roma
llevando vuestro mensaje
a todos los romanos!

MENSAJEROS DE PAZ
(abandonan la escena cantando)
¡Romanos, escuchad el mensaje
de la paz placentera!
¡Al suelo santo de Roma
conducen alegremente
todos los caminos!
En los sombríos y rocosos barrancos
penetra el rayo
dorado del sol.
¡En las seguras bahías de la mar
se hincha gozosa la vela!
¡Alegraos, valles!
¡Regocijaos, montañas!
¡Alegraos, montañas!
¡Regocijaos, valles! etc.

(Colonna, Orsini y demás nobles,
aparecen y se inclinan con falsa
sumisión)

COLONNA
¡Rienzi, 
recibe el saludo de la paz!

RIENZI
¡Salud!
¿Qué es lo que le faltaba 
a Roma para su felicidad,
sino que sus 
poderosos y altivos enemigos
regresaran ahora y 
le juraran fidelidad?

COLONNA
Rienzi, te admiro:
es cierto que nunca hallé
esa grandeza en ti.
¡Pero ahí está!
¡Quiero reconocerla!

RIENZI
La paz sólo es obra
de la grandeza de la ley,
no mía,
¡a ella debéis reconocerla!
¡Nunca olvidéis que éste era el
precio por el que luchamos,
que estas puertas se os abren
solamente si le juráis fidelidad,
si os sometéis a ella
como el más humilde
de los plebeyos!
He visto caer los muros
de vuestros palacios
en los que hicisteis que
Roma fuera un nido de ladrones.
¡Ay de vosotros si el rencor
aún os alimenta,
si vuestro corazón con el nuevo día
aún no se apasiona!
¡Ay de vosotros al menor desliz!
Pues ante todo yo protejo la ley,
yo, el Tribuno.

(En amigable tono campechano)       

¡Señores y nobles,
en estos salones os espero
para la fiesta!

Escena 2

(Orsini, Colonna, Nobles)

ORSINI
Colonna,
¿has oído esas
palabras impertinentes?
¿Estamos condenados
a soportar tal ultraje?

COLONNA
¡Ah, qué desasosiego!
¡Ese plebeyo,
a quien por burla senté a mi mesa!

ORSINI
¿Qué hacer? Estamos vencidos.
Y esa plebe que pisoteamos
con nuestros pies,
¡cómo se ha transformado!
La masa está armada,
hay valor y entusiasmo
en cada plebeyo.

COLONNA
La plebe... ¡bah!
Rienzi es quien los convierte
en caballeros.
Apresad a Rienzi
y se convertirá en lo que era.

(entra Adriano sin ser visto.)

ORSINI
¿Entonces solamente contra él
tenemos que dirigir el ataque
para salir airosos?

COLONNA
Es el ídolo del pueblo,
al que mantiene hechizado
con mentiras.

ORSINI
Pero para actuar violenta y
libremente somos demasiado
débiles, nada poseemos.

COLONNA
¿Qué hacer?
¡Matarle en medio de esa
horda de locos,
a él la pompa y a nosotros
la recompensa!

ORSINI
¡Tienes razón!
Y ese golpe, 
¿quién lo dará de forma más
certera que yo?.
Hoy se celebra la fiesta
en estos salones,
conjuraos conmigo,
¡no fallaré!

COLONNA
Cuatrocientos lanceros,
a los que él cerró la ciudad,
traeré conmigo.
Ocuparemos rápidamente
el Capitolio y Roma
nos pertenecerá de nuevo.

ORSINI, NOBLES
¡Así sea!

ADRIANO
¡Asesinos! Hablad,
¿qué os proponéis?
¿Qué incubáis?

ORSINI
Colonna, dime,
¿estamos traicionados?

COLONNA
¿Quién eres tú? Di, 
¿eres mi hijo?
Ah, ¿o eres quien me traiciona?

ADRIANO
El hijo de un padre caballeroso,
que amó el honor
hasta la ancianidad,
contrario a toda mala acción,
enemigo de Orsini y su gente

ORSINI
¡Delator, joven desvergonzado!

COLONNA
¿Te enseña el Tribuno 
esas palabras?
¡Ay de ti! Ahora me doy cuenta
de lo que sospechaba, ¡tu felonía!

ADRIANO
¿Aún permaneces ciego,
padre mío?

COLONNA
¡Ah, calla! 
¡Estás en sus manos
y como traidor a tu propio padre
te utiliza el Tribuno! 
¡Huye con él!
¡Ha llegado su último día!

ADRIANO
Dios mío,
¿entonces oí bien?
¿Incubáis un oscuro asesinato?
Os conjuráis, ¡oh, no manchéis
más aún vuestros nombres
ya bastante sucios por el
robo y la violencia!

ORSINI
¡Oid al traidor...!
¿Es que tú, Colonna, no supiste
educar a tu hijo?

COLONNA
(a Adriano)
Sabe que hoy en esta estancia
morirá el Tribuno a nuestras manos.
¡Ya lo sabes, depravado! 
¡Vete pues!
¡Delátame, a mí, a tu padre!

ADRIANO
¡Qué espanto! 
¡Ah, temerario!
¡Oye el supremo mandato del honor!
¡Escucha el lamento de tu hijo!
¡Contémplame en esta mortal necesidad
¡La duda me embarga!
¡Quédate, padre mío!
¡Oyeme! ¡Contempla mi angustia,
escucha mi ruego!
¡Sé clemente! 
¡Apiádate de mí!

ORSINI, NOBLES
¡Sea pues! ¡Hemos jurado matarte!
¡Cumplámoslo para vengar el ultraje!
¡En esta sala, 
teñido en roja sangre,
debe acabar la vida del plebeyo!
¡Vayámonos, no escuches!

(a Colonna)

Aquí no estamos seguros,
Vamos, ¡síguenos!
¡Hemos jurado matarle!
¡Debe correr su sangre!

COLONNA
¡Sea pues! ¡Hemos jurado matarte!
¡Cumplámoslo para vengar el ultraje!
¡Huye a mi maldición 
que te amenaza,
él se encontrará con tu padre
convertido en asesino!
¡Inútilmente, muchacho!
¡Estoy decidido!
¡Tú eres un traidor 
y no un hijo mío!

(Salen todos menos Adriano)

ADRIANO
Quiero ser un traidor:
¡Viva Rienzi, hermano de Irene!
¡Traidor, Ah!, 
¿qué pretenden hacer?
¿Mi padre...él?
¿... su encanecida cabeza
al hacha del verdugo?
¡Ah, jamás!
¡Corte celestial,
libradme de la locura!

(sale.)

Escena Tercera

(Entra el cortejo de los senadores
y pueblo romano)


PUEBLO
¡Resuenen sones festivos!
¡Entonad cantos de júbilo!
¡A él le honran los cánticos,
porque obtuvo nuestra libertad!

(Aparece Rienzi con Irene.
Les preceden los líctores)

RIENZI
¡Saludo a todos los romanos!
¡Ah, qué espectáculo se me ofrece,
unidos, engalanados para la fiesta!
¡Viva la paz!
¡Larga prosperidad a Roma!

PUEBLO
¡Viva la paz!
¡Larga prosperidad a Roma!

BARONCELLI
¡Se acercan los legados enviados
desde todos los confines!

(Entran los legados de Lombardía,
Nápoles, Baviera y Bohemia.
Todos van acompañados
de magníficos séquitos)

RIENZI
¡Os saludo en nombre de Roma!
¡Jamás la envidia acaba
con las buenas alianzas!
Sí, Dios hizo el milagro
a través de mí, pero ahora exige
que no descansemos.
Así sabed,
no sólo Roma debe ser libre...
¡No, toda Italia debe ser libre!
¡Viva la unión italiana!

CORO GENERAL
¡Viva la unión italiana!

RIENZI
¡Y Dios me mueve a ir
aún mas lejos!
En el nombre del pueblo de Roma
y en virtud del poder
a mí concedido,
emplazo a los príncipes alemanes,
antes de que sea elegido
un nuevo emperador,
a que ofrezcan a los romanos
su derecho de nombrar su propio rey.
¡Roma lo elegirá pronto,
pues Roma es libre
y prosperará eternamente!

(movimiento convulsivo entre los
legados de Bohemia y Baviera)

ORSINI
(a Colonna)
¡Insolente!
¿Está loco?

COLONNA
(a Orsini)
¡Ah, casi te ahorra
él mismo el golpe!

RIENZI
¡Heraldo que comience la fiesta!

ADRIANO
(a Rienzi)
¡Rienzi, ve con cuidado!

RIENZI
¿Me amenaza una traición?

ADRIANO
¡Guárdate! ¡Nada más!

RIENZI
¿Traición?
¿De cual de los nobles?

ADRIANO
¡Sólo es una suposición mía!

RIENZI
¡No temas!
¡Una cota de mallas
protege mi pecho!

(Despide a Boroncelli
con una misión secreta)

Ballet

Introducción
(Desfile de soldados vestidos
como legionarios romanos)

Danza Guerrera

Lucha de Gladiadores

Entrada de las Vírgenes

Danza Solemne

(Durante el final de la danza,
Orsini con algunos nobles se ha
colocado junto a Rienzi.
En ese momento, intenta hundir un
puñal en el pecho de Rienzi.
Adriano que le ha observado, trata
de impedirlo sin conseguirlo.
En unos instantes, el salón es
ocupado por la guardia de Rienzi y
se domina a los nobles)

PUEBLO
¡Rienzi! ¡Adelante!
¡Proteged al Tribuno!

RIENZI
(A los nobles)
¿Os extrañáis?
¿No comprendéis el fallo
de vuestra hermosa acción
tan bien calculada?

(Aparta su túnica del pecho y les
muestra la cota de mallas oculta
bajo ella)

¡Ved cómo me protejo
de vuestro amor! ¡Asesinos!
¡No iba dirigido contra mí, no;
iba contra Roma!
¡Iba dirigido contra su libertad,
contra su ley!
¡Repugna a esta gran fiesta
en donde se celebra
el resurgimiento de Roma!
¡Más noble hubiera sido 
el asesinato de quien 
creó de nuevo a Roma!
¡Romanos, se ha acabado la fiesta
y comienza el juicio!

RIENZI
(A los senadores)
Visteis, señores, el delito;
todo se desarrolló
ante vuestros ojos.

BARONCELLI
¡Más aún!
Los lanceros de Colonna
derribaron las puertas de la ciudad e
intentan ahora, a toda prisa,
tomar el Capitolio que mandaste
custodiar en previsión.

RIENZI
Nobles, ¿lo negáis?

COLONNA
¿Quién niega?
¡También tu hora se aproxima!

RIENZI
¿Qué pretendes con esa
sombría advertencia?
¡Refiérete a la ley!

CECCO
¡Y la ley dice!

CECCO, SENADORES
¡Muere decapitado por el hacha!

RIENZI
¡Así pues, prepárate a morir!

(salen todos menos Rienzi)

¡Mi pobre hermano,
no por mí,
sino por Roma serás vengado!

(Adriano e Irene entran)

ADRIANO
¡Gracias a la corte celestial!
Está solo...
¡Rienzi! ¡Entrégame a mi padre!

IRENE
¡Su padre! Habla, 
¿cuál es su suerte?

RIENZI
La suerte de un gran traidor:
¡la muerte!

ADRIANO
¡Ah, jamás! Reflexiona, tribuno,
te lo advierto, 
¡traicioné a mi padre!
¿Me conviertes en un asesino?

RIENZI
¡Piensa que eres un romano
y no el hijo de un gran traidor!

ADRIANO
¿Quieres sacrificar
los lazos naturales
para que resplandezca la libertad?
¡Oh maldita sea, maldito seas tú,
tribuno!

RIENZI
¡Loco! 
¡No ha sido herida
criminalmente la naturaleza,
sino el mismo Dios!
¡Perjurio y muerte!
¡Muera Colonna!

ADRIANO
¡Ah, cómo te atreves,
siervo sangriento de la libertad!
¡Entrégame la sangre de mi familia
para vengarla!

RIENZI
¡Desgraciado!
¿Por qué me amenazas?

(desde la sala contigua se oye el
canto fúnebre de los monjes 
que preparan a los nobles
para la muerte)


MONJES
Misereat dominum vestrorum
peccatorum!

ADRIANO
¡Horror!
¡Qué cantos más lúgubres!

(A Rienzi)

¡Que no te domine
el goce de la muerte!

IRENE
¡Pon tus ojos en Dios,
se clemente, hermano,
y perdona ay, a su padre!

PUEBLO
¡Muerte a los traidores!

RIENZI
¿Oís ese grito? Me habla a mí.
¡Ay, mi gracia se convertiría
en un delito!

PUEBLO
¡Muerte a los traidores!

ADRIANO, IRENE
(arrodillándosea los pies
de Rienzi)
A tus pies suplicamos:
¡Sé clemente,
salva a mi/su padre!

RIENZI
¡Pues bien,
ved la decisión de Rienzi!

PUEBLO
¡Muerte a los nobles!
¡Muerte a los traidores!
¡Que les llegue la muerte!
¡Que mueran!

RIENZI
(al pueblo)
¡Oidme! Se han conjurado
los nobles para matarme...

PUEBLO
¡Mueran por ello!

RIENZI
¡Oidme romanos!
¡Sean perdonados por vosotros!

CECCO
¡Tribuno, tú deliras!

PUEBLO
¡Jamás, Rienzi!
¡Muerte a los traidores!
¡Que mueran!

RIENZI
¿Debo suplicaros gracia
para mis asesinos?
Pues bien, os la suplico.
¡Si me amáis, perdonadlos!

BARONCELLI
¡Delira! ¡No le escuchéis!

RIENZI
¡Romanos, esa acción
os hará grandes y libres!
¡Conservad la paz!
¡Evitad la sangre!
¡Sed clementes,
os lo suplica el tribuno!

PUEBLO
¡A ti, a nuestro salvador,
a nuestro libertador,
amenazaron de muerte
por su propia mano!

RIENZI
Perdonadles y hacedles
que de nuevo juren la ley.
¡Que no la quebranten jamás!
Nobles, ¿podéis jurarlo?

COLONNA, ORSINI, NOBLES
¡Juramos!

CECCO
¡Te arrepentirás!

RIENZI
¡Oh, deja que la gracia
de la luz celestial
penetre de nuevo en el corazón!
¡Quien os perdona,
os promete fidelidad
y siente también la aflicción
de un amargo dolor!
¡Mas si por tercera vez
incumplís este juramento,
nunca se perdonará a los malvados
y serán maldecidos eternamente!

ADRIANO, IRENE
¡Como el sol penetra
a través de las nubes,
así la gracia diluye
todo padecimiento.
¡Sí, la dulzura de la luz celestial
penetra bendiciendo
su corazón arrepentido!

BARONCELLI, CECCO
¡Ejerce una gracia inoportuna!
Se lamentará de haber
sustituido el castigo.
¡Quien perdona a estos orgullosos
despierta de nuevo 
en ellos el odio!

COLONNA, ORSINI, NOBLES
¡Ah, orgulloso joven!
¡Nos has humillado
al indultarnos!
¡No olvidaremos nunca este ultraje,
y no hallarás descanso 
ni en la muerte!

PUEBLO
¡En tus manos, oh tribuno,
está la suerte de estos malhechores!
Obra según tus deseos,
pues los romanos confían
firmemente en ti.

RIENZI
¡Nobles a los que este pueblo
perdona, sed libres y los mejores
ciudadanos de Roma!

ADRIANO, IRENE
Rienzi, que seas loado y tu nombre
por siempre reverenciado:
te adornan coronas de laurel.
¡Bendito sea tu linaje!
Siempre que exista Roma,
hasta el fin del mundo,
jamás será olvidado tu nombre.
¡Supremo héroe de la paz!

BARONCELLI, CECCO
¡Nuevamente vuelve a jurar traición
esta orgullosa camada de ladrones!
¿Quién confía en su fidelidad?
¡Sólo nos convencerá su sangre!

COLONNA, ORSINI, NOBLES
¡Ah, esta gracia ultrajante
oprime mi orgulloso corazón!
¡Pronto vendrá el día en que
vengaré esta afrenta sangrante!

PUEBLO
Rienzi, seas loado y tu nombre
por siempre reverenciado:
te adornan coronas de laurel.
¡bendito sea tu linaje!
Siempre que exista Roma,
hasta el fin del mundo,
jamás será olvidado tu nombre.
¡Supremo héroe de la paz!

Acto III