DRITTER AUFZUG
(Im Gebiete des Grales. Freie, anmutige
Frühlingsgegend mit nach dem
Hintergrunde zu sanft ansteigender
Blumenaue. Den Vordergrund nimmt der
Saum des Waldes ein, der sich nach rechts
zu aufsteigendem Felsengrund ausdehnt. Im
Vordergrunde, an der Waldseite, ein Quell;
ihm gegenüber, etwas tiefer, eine schlichte
Einsiedlerhütte, an einen Felsblock gelehnt.
Frühester Morgen. Gurnemanz, zum hohen
Greise gealtert, als Einsiedler, nur in das
Hemd der Gralsritters gekleidet, tritt aus
der Hütte und lauscht)
GURNEMANZ:
Von dorther kam das Stöhnen.
So jammervoll klagt kein Wild,
und gewiß gar nicht
am heiligsten Morgen heut.
(Dumpfes Stöhnen von Kundrys Stimme)
Mich dünkt, ich kenne diese Klageruf.
(Er schreitet entschlossen einer
Dornenhecke auf der Seite zu; diese
ist gänzlich überwachsen; er reißt mit
Gewalt das Gestrüpp auseinander,
dann hält er plötzlich an.)
Ha! Sie! - wieder da?
Das winterlich rauhe Gedörn'
hielt sie verdeckt; wie lang schon?
Auf! Kundry! Auf!
Der Winter floh, und Lenz ist da!
(Er zieht Kundry, ganz erstarrt und leblos,
aus dem Gebüsch hervor und trägt
sie auf einen nahen Grabhügel.)
Erwache! Erwache dem Lenz!
Kalt und starr!
Diesmal hielt ich sie wohl für tot;
doch war's ihr Stöhnen, was ich vernahm.
(Gurnemanz bemüht sich in allem, die
Erstarrung von Kundry weichen zu machen.
Allmählich scheint das Leben in ihr zu
erwachen. Als sie die Augen endlich öffnet,
stößt sie einen Schrei aus. Kundry ist in
rauhem Büßergewande, ähnlich wie in
ersten Aufzuge; nur ist ihre Gesichtsfarbe
bleicher; aus Meine und Haltung ist die
Wildheit entschwunden. Sie starrt lange
Gurnemanz an. Dann erhebt sie sich,
ordnet sich Kleidung und läßt sich sofort
wie eine Magd zur Bedienung an.)
Du tolles Weib!
Hast du kein Wort für mich?
Ist dies der Dank,
daß dem Todesschlafe
noch einmal ich dich entweckt?
KUNDRY
(neigt langsam das Haupt; dann bringt
sie, rauh und abgebrochen, hervor)
Dienen... dienen!
GURNEMANZ:
(den Kopf schüttelnd)
Das wird dich wenig mühn!
Auf Botschaft sendet sich's nicht mehr;
Kräuter und Wurzeln
findet ein jeder sich selbst.
Wir lernten's im Walde vom Tier.
(Kundry hat sich währenddem umgesehen,
gewahrt die Hütte und geht hinein.
Gurnemanz blickt ihr verwundert nach.)
Wie anders schreitet sie als sonst!
Wirkte dies der heilige Tag?
Oh! Tag der Gnade ohnegleichen!
Gewiß zu ihrem Heile
durft' ich der Armen heut
den Todesschlaf verscheuchen.
(Kundry kommt wieder aus der Hütte; sie
trägt einen Wasserkrug und geht damit zur
Quelle. Sie gewahrt hier, nach dem Walde
blickend, in der Ferne einen Kommenden
und wendet sich zu Gurnemanz, um ihn
darauf hinzudeuten. Gurnemanz blickt
in den Wald. Während des folgenden
Auftretens des Parsifal entfernt sich
Kundry mit dem gefüllten Kruge in die
Hütte, wo sie sich zu schaffen macht.)
Wer nahet dort dem heil'gen Quell
in düstrem Waffenschmucke?
Das ist der Brüder keiner!
(Parsifal tritt aus dem Walde auf; er ist
ganz in schwarzer Waffenrüstung; mit
geschlossenem Helme und gesenktem
Speer schreitet er, gebeugten Hauptes,
träumerisch zögernd, langsam daher und
setzt sich auf dem kleinen Rasenhügel
am Quell nieder. Gurnemanz, nachdem
er Parsifal staunend lange betrachtet
hat, tritt nun näher zu ihm.)
Heil dir, mein Gast!
Bist du verirrt,
und soll ich dich weisen?
(Parsifal schüttelt sanft das Haupt.)
Entbietest du mir keinen Gruß?
(Parsifal neigt das Haupt.)
Hei? - Was?
Wenn dein Gelübde
dich bindet, mir zu schweigen,
so mahnt das meine mich,
daß ich dir sage, was sich ziemt.
Hier bist du an geweihtem Ort;
da zieht man nicht mit Waffen her,
geschlossenen Helmes, Schild und Speer;
und heute gar! Weißt du denn nicht,
welch heil'ger Tag heut ist?
(Parsifal schüttelt mit dem Kopfe.)
Ja! Woher kommst du denn?
Bei welchen Heiden weiltest du,
zu wissen nicht, daß heute
der allerheiligste Karfreitag ist?
(Parsifal senkt das Haupt noch tiefer.)
Schnell ab die Waffen!
Kränke nicht den Herrn, der heute,
bar jeder Wehr, sein heilig' Blut
der sündigen Welt zur Sühne bot!
(Parsifal erhebt sich nach einem
abermaligen Schweigen, stößt den
Speer vor sich in den Boden, legt Schild
und Schwert davor nieder, öffnet den
Helm, nimmt ihm vom Haupte, und legt
ihn zu den anderen Waffen, worauf er
dann zu stummem Gebete vor dem Speer
niederkniet. Gurnemanz betrachtet Parsifal
mit Staunen und Rührung. Er winkt Kundry
herbei, welche soeben wieder aus der Hütte
getreten ist. Parsifal erhebt jetzt seinen
Blick andachtsvoll zu der Lanzenspitze auf.)
Erkennst du ihn?
Der ist's, der einst den Schwan erlegt.
(Kundry bestätigt mit einem
leisen Kopfnicken.)
Gewiß, s' ist er,
der Tor, den ich zürnend von uns wies.
(Kundry blickt starr, doch
ruhig auf Parsifal.)
Ha! Welche Pfade fand er?
Der Speer - ich kenne ihn.
(In großer Ergriffenheit)
Oh Heiligster Tag,
an dem ich heut erwachen sollt'!
(Kundry hat ihr Gesicht abgewendet.
Parsifal erhebt sich langsam vom Gebete,
blickt ruhig um sich, erkennt Gurnemanz
und reicht diesem sanft die Hand zum
Gruß)
|
ACTO TERCERO
(En los dominios del Grial. Paisaje
primaveral. Hacia el fondo, prados
de flores que ascienden en suave
pendiente. En primer término,
entrada de un bosque. En el
proscenio una fuente, en la parte
opuesta y un poco más abajo una
simple cabaña adosada a una roca.
Amanece. Gurnemanz, que ha
envejecido, aparece por la puerta de
la cabaña y escucha. Viste ropas de
ermitaño y sólo lleva la túnica de los
caballeros del Grial.)
GURNEMANZ
De allí vino el gemido.
Así no gimen las bestias
y menos hoy,
en esta mañana sacrosanta.
(Se percibe el gemido de Kundry.)
Creo reconocer ese lamento.
(Se dirige resueltamente a un
matorral de zarzas que hay a
un lado. Es muy espeso. Arranca
vigorosamente algunas ramas
y se detiene de súbito.)
¡Ah! ¡Ella aquí!
Encontró su escondite entre las zarzas.
¿Desde cuándo? ¡Ven, Kundry, ven!
¡El invierno se ha ido;
llegó la primavera!
(Arrastra a Kundry, tiesa y casi sin
vida, fuera del matorral y la deja
sobre un repecho cubierto de césped.)
¡Despierta! ¡Despierta a la primavera!
¡Frío está su cuerpo!
Esta vez parece muerta, pero...
¿No fue su gemido el que escuché?
(Hace lo posible para que recobre el
conocimiento. Finalmente Kundry
parece dar señales de vida. Despierta
del todo, abre los ojos y lanza un
grito. Viste como en el acto primero,
con una indumentaria salvaje,
pero su rostro es más pálido y sus
movimientos han perdido aquella
rudeza anterior. Mira fijamente a
Gurnemanz, luego se levanta. Arregla
su vestimenta y sus cabellos y se
dispone a actuar como una sirvienta)
¡Oh, loco espíritu!
¿No tienes nada que decirme?
¿Así me agradeces
el haberte despertado nuevamente
de tu sueño letal?
KUNDRY
(Baja lentamente su cabeza y
responde con voz ronca y rota.)
¡Servir!... ¡Servir!
GURNEMANZ
(Sacudiendo la cabeza.)
Será fácil tu tarea.
Ya no enviamos rápidos mensajeros.
Hierbas y raíces
busca cada uno de por sí;
lo hemos aprendido de los animales.
(Kundry mira a su alrededor y ve la
cabaña. Penetra en ella y Gurnemanz
la sigue con mirada sorprendida.)
¡Qué manera tan distinta de andar!
¿Será a causa del día sacrosanto?
¡Oh, día de gracia incomparable!
Seguro que, para salvarla,
hoy saqué a esta infeliz
de su sueño mortal.
(Kundry sale de la cabaña con un
cántaro y se dirige a la fuente. Desde
allí, mientras se llena el cántaro,
divisa a alguien que se acerca por el
bosque. Gira hacia Gurnemanz para
indicárselo. Gurnemanz mira el
bosque a su vez. En tanto que se
aproxima Parsifal, Kundry se aleja
con lentos pasos con el cántaro
lleno y entra de nuevo en la cabaña)
¿Quién se acerca al arroyo sagrado?
¡Va vestido con oscura armadura!
No es ninguno de nuestros hermanos
(Parsifal sale del bosque. Avanza
con su armadura negra, con el yelmo
bajo y la lanza con la punta hacia
abajo. Camina pausadamente, con
la cabeza baja, abstraído y soñador
y se sienta sobre el pequeño
montículo de césped. Gurnemanz,
después de haberlo contemplado
durante largo rato, se le aproxima.)
¡Bien venido, huésped!
¿Te has extraviado?
¿Quieres que te guíe?
(Parsifal baja suavemente la cabeza.)
¿No merezco tu saludo?
(Parsifal inclina la frente.)
¡Ea! ¡Qué!
Si un juramento te impone tal silencio,
obedeciendo al mío, debo decirte
lo que te conviene.
Estás en lugar sagrado.
Nadie puede entrar aquí con armas,
con el yelmo bajado,
con escudo y lanza... y menos hoy.
¿Ignoras que hoy estamos
en un día santo?
(Parsifal niega con la cabeza.)
¡Bah! ¿De dónde vienes, pues?
¿Con qué paganos vivías para ignorar
que hoy, sacratísimo día,
es Viernes Santo?
(Parsifal inclina aún más la cabeza.)
¡Despójate de las armas!
No ofendas a Dios, que hoy,
sin defensa alguna, vertió su sangre
¡para expiar los pecados del mundo!
(Parsifal se levanta finalmente,
deja su lanza en tierra cerca de él,
abandona espada y escudo, abre el
yelmo, quita el casco de su cabeza y
lo deja con las otras armas. Hecho
esto y siempre en silencio se arrodilla
y reza ante la lanza. Gurnemanz lo
contempla con sorpresa emocionado.
Hace un signo a Kundry,
que sale nuevamente de la cabaña.
Parsifal, con fervorosa plegaria,
levanta los ojos hacia la lanza.)
¿Le reconoces?
Éste es el que un día mató al cisne.
(Kundry asiente con un ligero
gesto de cabeza.)
Verdaderamente, es él,
el loco al que yo, irritado, expulsé.
(Kundry mira a Parsifal fijamente,
pero con tranquilidad.)
¡Ah! ¿Qué senda encontró al fin?
Esa lanza... la reconozco.
(Con la más viva emoción.)
¡Oh día sacrosanto en que he
tenido la dicha de despertar!
(Kundry ha girado el rostro. Parsifal
se levanta pausadamente después
de la plegaria, lanza a su alrededor
una mirada tranquila, reconoce a
Gurnemanz y le tiende la mano)
|
PARSIFAL
Heil mir, daß ich dich wiederfinde!
GURNEMANZ:
So kennst auch du mir noch?
Erkennst mich wieder,
den Gram und Not so tief gebeugt?
Wie kamst du heut? Woher?
PARSIFAL
Der Irrnis und der Leiden Pfade kam ich;
soll ich mich denen jetzt
entwunden wähnen,
da dieses Waldes Rauschen
wieder ich vernehme,
dich guten Greisen neu begrüße?
Oder - irr' ich wieder?
Verändert dünkt mich alles.
GURNEMANZ
So sag',
zu wem den Weg du suchtest?
PARSIFAL
Zu ihm, des tiefe Klagen
ich törig staunend einst vernahm,
dem nun ich Heil zu bringen
mich auserlesen wähnen darf.
Doch - ach! -
den Weg des Heiles nie zu finden,
in pfadlosen Irren
trieb ein wilder Fluch mich umher;
zahllose Nöte,
Kämpfe und Streite
zwangen mich ab vom Pfade,
wähnt' ich ihn recht schon erkannt.
Da mußte mich Verzweiflung fassen,
das Heiltum heil mir zu bergen,
um das zu hüten, das zu wahren
ich Wunden jeder Wehr mir gewann;
denn nicht ihn selber
durft' ich führen im Streite;
unentweiht
für ich ihn mir zur Seite,
den ich nun heim geleite,
der dort dir schimmert heil und hehr;
des Grales heil'gen Speer.
GURNEMANZ
(in höchstes Entzücken ausbrechend)
O Gnade! Höchstes Heil!
O Wunder! Heilig hehrstes Wunder!
(nachdem er sich etwas gefaßt, zu Parsifal)
O Herr! War es ein Fluch,
der dich von rechten Pfad vertrieb,
so glaub', er ist gewichen.
Hier bist du; dies des Grals Gebiet,
dein harret seiner Ritterschaft.
Ach, sie bedarf des Heiles,
des Heiles, das du bringst!
Seit dem Tage, den du hier geweilt,
die Trauer, so da kund dir ward,
das Bangen - wuchs zur höchsten Not.
Amfortas, gegen seiner Wunde,
seiner Seele Qual sich wehrend,
begehrt' in wütendem Trotze nur den Tod.
Kein Flehn, kein Elend seiner Ritter
bewog ihn mehr,
des heil'gen Amts zu walten.
Im Schrein verschlossen bleibt
seit lang' der Gral;
so hofft sein sündenreu'ger Hüter,
da er nicht sterben kann,
wann je er ihn erschaut,
sein Ende zu erzwingen
und mit dem Leben seine Qual zu enden.
Die heil'ge Speisung bleibt uns nun versagt,
gemeine Atzung muß uns nähren;
darob versiegte uns'rer Helden Kraft.
Nie kommt uns Botschaft mehr,
noch Ruf zu heil'gen Kämpfen
aus der Ferne;
bleich und elend wankt umher
die mut - und führerlose Ritterschaft.
In dieser Waldeck' barg ich selber mich,
des Todes still gewärtig,
dem schon mein alter Waffenherr verfiel.
Denn Titurel, mein heil'ger Held,
den nun des Grales Anblick
nicht mehr labte,
er starb - ein Mensch wie alle!
PARSIFAL
(vor großen Schmerz sich aufbäumend)
Und ich, ich bin's,
der all dies Elend schuf!
Ha! Welcher Sünden,
welches Frevels Schuld
muß dieses Torenhaupt
seit Ewigkeit belasten,
da keine Busse, keine Sühne
der Blindheit mich entwindet,
zur Rettung selbst ich auserkoren,
in Irrnis wild verloren
der Rettung letzter Pfad mir schwindet!
|
PARSIFAL
Grato es encontrarte de nuevo.
GURNEMANZ
¿Me reconoces, pues?
Me conoces a pesar de estar
doblado por los años y las penas.
¿Cómo llegaste aquí y por dónde?
PARSIFAL
Vine por senderos de penas y errores.
¿Puedo creer que estoy libre de ellos
pues de nuevo vuelvo a oír
el murmullo del bosque
y nuevamente puedo saludarte a ti ,
anciano?
¿O acaso vuelvo a equivocarme?
Me parece que todo ha cambiado.
GURNEMANZ
Dime pues, ¿A dónde conduce
el camino que buscas?
PARSIFAL
A aquel, cuyos profundos gemidos
yo, necio, percibí un día.
Creo haber sido elegido
para traerle la salvación.
Pero ¡ay!...
Nunca encontré el buen sendero
y en el errar de mis caminos
me alcanzó la maldición.
Penas sin número,
luchas, batallas,
me apartaban del camino
cuando creía haberlo alcanzado.
Sentí la terrible angustia
de no guardar intacta la reliquia.
Para defenderla, para guardarla,
sufrí toda clase de heridas
pues jamás debía servirme de ella
en la lucha.
Sin mancillarla,
siempre estuvo en mi flanco
hasta devolverla al santo lugar.
El arma que allí ves, radiante,
¡es la sagrada lanza del Grial!
GURNEMANZ
(En pleno entusiasmo.)
¡Oh, gracias! ¡Bien supremo!
¡Milagro! ¡Santo y augusto milagro!
(A Parsifal, más calmado)
¡Maestro! La maldición
que un día te apartó del buen camino
ha perdido ya su fuerza.
Estás en los dominios del Grial
y allí te espera
la hueste de los caballeros.
¡Ah! ¡Cuánto necesitan de la gracia,
la gracia que tú les traes!
Desde el día en que aquí llegaste
y pudiste contemplar nuestras penas,
el temor se volvió desesperación.
Amfortas, luchando contra la herida
y contra las torturas de su corazón
sólo ansía la muerte pérfida.
Ni aún los ruegos de sus hermanos
le obligaron a celebrar el santo Oficio.
Hace tiempo que el Grial
está encerrado en su arqueta
y así su compungido guardián que,
la muerte evitaría si lo contemplara,
espera llegar su fin, para que,
con su vida, acaben sus tormentos.
El santo alimento nos está vedado
y comemos vulgares comidas.
De ahí que decline
el valor de los fuertes.
Ya no hay mensajes como antes,
ya no resuenan voces
para acudir a la guerra santa.
Pálidos, míseros y errantes,
sin fuerza y sin caudillo
vagan los de la hueste piadosa.
Yo me refugié en este bosque
para esperar, tranquilo, la muerte.
Mi antiguo señor, mi caudillo,
me ha precedido: Titurel,
el héroe augusto, al verse privado
del consuelo del Grial, falleció.
PARSIFAL
(Con dolor violento.)
¡Soy yo, soy yo,
quien tanto daño hizo!
¡Ah, cuántas culpas,
mis pecados estarán eternamente
suspendidos sobre mi loca cabeza
para que ninguna penitencia,
ninguna enmienda evite mi ceguera
y, habiendo sido elegido
para la redención,
pierda el recto camino
y no halle la senda!
|
(Parsifal droht ohnmächtig umzusinken.
Gurnemanz hält ihn aufrecht und senkt
ihn zum Sitze auf den Rasenhügel nieder.
Kundry holt hastig ein Becken mit
Wasser, Parsifal damit zu besprengen.)
GURNEMANZ:
(Kundry sanft abweisend)
Nicht so!
Die heil'ge Quelle selbst
erquicke unsres Pilgers Bad.
Mir ahnt, ein hohes Werk
hab' er noch heut zu wirken,
zu walten eines heil'gen Amtes;
so sei er fleckenrein,
und langer Irrfahrt Staub
soll nun von ihm gewaschen sein.
(Parsifal wird von den beiden sanft zum
Rande des Quelles gewendet. Unter
dem Folgenden löst ihm Kundry die
Beinschienen, Gurnemanz aber nimmt
ihm den Brustharnisch ab.)
PARSIFAL
Werd' heut zu Amfortas ich noch geleitet?
GURNEMANZ:
(während der Beschäftigung)
Gewisslich; unsrer harrt die hehre Burg;
die Totenfeier meines lieben Herrn,
sie ruft mich selbst dahin.
Den Gral noch einmal uns du zu enthüllen,
des lang versäumten Amtes
noch einmal heut zu walten -
zur Heiligung des hehren Vaters,
der seines Sohnes Schuld erlag,
die der nun, also büßen will -
gelobt' Amfortas uns.
(Kundry badet Parsifal mit demutsvollem
Eifer die Fuße. Parsifal blickt mit
stiller Verwunderung auf sie.)
PARSIFAL
(zu Kundry)
Du wuschest mir die Füße,
nun netze mir das Haupt der Freund.
(Gurnemanz schöpft mit der Hand aus dem
Quell und besprengt Parsifals Haupt.)
GURNEMANZ:
Gesegnet sei, du Reiner, durch das Reine!
So weiche jeder Schuld
Bekümmernis von dir!
(Während Gurnemanz feierlich das
Wasser sprengt, zieht Kundry ein
Goldenes Fläschchen aus ihren Busen
und gießt seinen Inhalt auf Parsifals
Füße aus; jetzt trocknet sie diese mit
ihren schnell aufgelösten Haaren.)
PARSIFAL
(nimmt Kundry sanft das Fläschchen
ab und reicht es Gurnemanz)
Du salbtest mir die Füße,
das Haupt nun salbe Titurels Genoß,
daß heut noch als König er mich grüße!
(Gurnemanz schüttelt mit dem Folgenden
das Fläschchen vollends auf Parsifals
Haupt aus, reibt dieses sanft und faltet
dann die Hände darüber.)
GURNEMANZ:
So ward es uns verhießen;
so segne ich dein Haupt,
als König dich zu grüßen.
Du - Reiner! -
Mitleidvoll Duldender,
heiltatvoll Wissender!
Wie des Erlösten Leiden zu gelitten,
die letzte Last entnimm nun seinem Haupt!
(Parsifal schöpft unvermerkt Wasser
aus dem Quell.)
PARSIFAL
Mein erstes Amt verricht' ich so;
(er neigt sich zu der vor ihm noch
knienden Kundry und netzt ihr das
Haupt.)
Die Taufe nimm
und glaub' an den Erlöser!
(Kundry senkt das Haupt tief zur Erde;
sie schient heftig zu weinen. Parsifal
wendet sich um und blickt mit sanfter
Entzückung auf Wald und Wiese, welche
jetzt im Vormittagslichte leuchten.)
Wie dünkt mich doch
die Aue heut so schön!
Wohl traf ich Wunderblumen an,
die bis zum Haupte süchtig
mich umrankten;
doch sah ich nie so mild und zart
die Halme, Blüten und Blumen,
noch duftet' all so kindisch hold
und sprach so lieblich traut zu mir.
GURNEMANZ:
Das ist ...Karfreitagszauber,
Herr!
PARSIFAL
O wehe des höchsten Schmerzentags!
Da sollte, wähn' ich, was da blüht,
was atmet, lebt und wieder lebt,
nur trauern, ach! und weinen!
GURNEMANZ:
Du siehst, das ist nicht so.
Des Sünders Reuetränen sind es,
die heut mit heil'gem Tau
beträufet Flur und Au';
der ließ sie so gedeihen.
Nun freut sich alle Kreatur
auf des Erlösers holder Spur,
will ihr Gebet ihm weihen.
Ihn selbst am Kreuze kann
sie nicht erschauen;
da blickt sie zum erlösten Menschen auf;
der fühlt sich frei
von Sündenlast und Grauen,
durch Gottes Liebesopfer rein und heil.
Das merkt nun Halm und Blume
auf den Auen,
daß heut des Menschen
Fuß sie nicht zertritt,
doch wohl,
wie Gott mit himmlischer Geduld
sich sein erbarmt' und für ihn litt,
der Mensch auch heut in frommer Huld
sie schont mit sanftem Schritt.
Das dankt dann alle Kreatur,
was all da blüht und bald erstirbt
da die entsündigte Natur
heut ihren Unschuldstag erwirbt.
|
(Parsifal está apunto de
desmayarse. Gurnemanz le
induce a sentarse en el césped.
Kundry se apresura a recoger
agua para rociar a Parsifal)
GURNEMANZ
(Apartando suavemente a Kundry.)
Así, no.
En la santa fuente
bañaremos al peregrino.
Creo que hoy debe llevar a cabo
una gran misión:
celebrar en el augusto oficio.
Para que esté limpio de afrentas
vamos a lavarle el polvo
de ese largo camino de errores.
(Gurnemanz y Kundry conducen
suavemente a Parsifal cerca del
manantial. Kundry le desata las
polainas y Gurnemanz le quita la
coraza.)
PARSIFAL
¿Puedo acudir ya hasta Amfortas?
GURNEMANZ
(Mientras se ocupa de su tarea)
Sí, nos esperan en el santo castillo.
Además, debo acudir a las exequias
de mi amado maestro.
Todavía el Grial será mostrado,
una vez más, para nosotros
y el ya olvidado Oficio
hoy se celebrará de nuevo.
Para mayor gloria del padre
que murió por los pecados del hijo,
Amfortas lo quiere así expiar.
(Parsifal contempla, con tierna
sorpresa, cómo Kundry lava
sus pies.)
PARSIFAL
(A Kundry.)
Tú has querido lavarme los pies,
que ahora el amigo me rocíe la cabeza.
(Gurnemanz coge agua de la fuente
con sus manos y le rocía la cabeza)
GURNEMANZ
¡Que el agua pura te bendiga, casto!
¡Así, de todo pecado,
quede lejos la angustia!
(En tanto que Gurnemanz asperja
solemnemente a Parsifal con el agua
de la fuente, Kundry extrae del
seno una redoma de oro y vierte su
contenido sobre los pies de Parsifal.
Luego los seca con su cabellera.)
PARSIFAL
(Coge la redoma de las manos de
Kundry y la ofrece a Gurnemanz.)
Puesto que me has ungido los pies,
únjame la cabeza el amigo de Titurel
que hoy mismo me loará como su rey.
(Gurnemanz vierte sobre la cabeza
de Parsifal lo que queda de la
redoma, imponiendo después sus
manos para consagrarle.)
GURNEMANZ
Tal fue la profecía.
Así consagro tu cabeza
saludándote como rey...
¡Tú, el puro, el paciente y compasivo!
Así como sufriste las penas
de los pecadores
¡quita ahora de su frente
el último peso que le agobia!
(Parsifal, sin que Gurnemanz lo
advierta, coge agua de la fuente.)
PARSIFAL
Mi primera obra será ésta:
(Se inclina hacia Kundry, arrodillada
a sus pies, y vierte sobre su cabeza el
agua recogida.)
¡Recibe el bautismo
y cree en el Redentor!
(Kundry inclina su cabeza hasta el
suelo y llora. Parsifal da la vuelta
y contempla, con arrobamiento, el
bosque y el prado, que resplandecen
ahora con la luz de la mañana.)
¡Cuán hermosa está hoy la pradera!
Encontré muchas y admirables flores
que trepaban, ardientes,
hasta mi frente,
pero jamás hallé un conjunto igual
de plantas, tallos y renuevos,
ni jamás fue tan dulce su perfume,
ni nunca me dijeron palabras
tan amables.
GURNEMANZ
¡Son los encantos del Viernes Santo,
maestro!
PARSIFAL
¡Ay de mí! ¡Día de supremo dolor!
¿No debiera llorar y afligirse
todo cuanto vive, respira y florece
y todo lo que renace?
GURNEMANZ
Ya ves, no ocurre así.
El contrito llanto del pecador
es el que hoy,
convertido en rocío,
riega el campo y lo vuelve fructífero.
Todos los seres siguen con alegría
los pasos del Redentor
para ofrendarle una oración.
Y como no pueden verle en la Cruz,
dirigen su mirada
hacia el hombre redimido,
al cual,
libre ya de culpas y desvaríos,
el amor de Dios ha perdonado.
Así sienten las flores del prado que
las pisadas del hombre
no pueden marchitar.
Así como Dios,
con su celestial bondad,
de Él se compadeció,
viéndole sufrir en la Cruz,
así el hombre camina
con paso piadoso, hacia Él.
Todos, pues, se apresuran a festejar
lo que florece y pronto muere
pues la naturaleza
recobra en este día su virginidad.
|
(Kundry hat langsam wieder das Haupt
erhoben und blickt feuchten Auges,
ernst und ruhig bittend, zu Parsifal.)
PARSIFAL
Ich sah sie welken, die einst mir lachten;
ob heut sie nach Erlösung schmachten?
Auch deine Träne ward zum Segenstaue;
du weinest! Sieh! Es lacht die Aue.
(Er küßt sie sanft auf die Stirne.
Glockengeläute aus weiter Ferne.)
GURNEMANZ:
Mittag.
Die Stund' ist da.
Gestatte, Herr,
das dein Knecht dich geleite!
(Gurnemanz hat seinen Gralsrittermantel
herbeigeholt; er und Kundry bekleiden
Parsifal damit. Parsifal ergreift feierlich
den Speer und folgt mit Kundry dem
langsam geleitenden Gurnemanz. Die
Gegend verwandelt sich sehr allmählich,
ähnlicherweise wie im ersten Aufzuge,
nur von rechts nach links. Nachdem die
drei eine Zeitlang sichtbar geblieben,
verschwinden sie gänzlich, als der Wald
sich immer mehr verliert und dagegen
Felsengewölbe näher rücken. In
gewölbten Gängen stets anwachsend
vernehmbares Geläute. Es öffnen sich
die Felsenwände, und die große
Gralshalle, wie im ersten Aufzuge,
nur ohne die Speisetafeln, stellt sich
wieder dar. Düstere Beleuchtung. Von
der ersten Seite ziehen die Titurels
Leiche im Sarge tragenden Ritter herein,
von der anderen Seite die Amfortas im
Siechbette geleitenden, vor diesem der
verhüllte Schrein mit dem Grale.)
ERSTER ZUG DER RITTER
(mit Amfortas)
Geleiten wir im bergenden Schrein
den Gral zum heiligen Amte,
wen berget ihr in düstren Schrein
und führt ihr trauernd daher?
ERSTER ZUG DER RITTER
(mit Titurel Leiche)
Es birgt den Helden der Trauerschrein,
er birgt die heilige Kraft,
der Gott einst selbst zur Pflege sich gab;
Titurel führen wir hier.
ZUG I
Wer hat ihn gefällt,
der, in Gottes Hut,
Gott selbst einst beschirmte?
ZUG II
Ihn fällte des Alters siegende Last,
da den Gral er nicht mehr erschaute.
ZUG I
Wer wehrt ihm des Grales
Huld zu erschauen?
ZUG II
Den dort ihr geleitest,
der sündige Hüter.
ZUG I
Wir geleiten ihn heut,
weil heut noch einmal -
zum letzten Male -
will des Amtes er walten.
Ach, zum letzten Mal!
(Amfortas ist jetzt auf das Ruhebett
hinter dem Gralstische niedergelassen,
der Sarg davor niedergesetzt worden;
die Ritter wenden sich an ihn.)
ZUG II
Wehe! Wehe! Der Hüter des Grals!
Ach, zum letzten Mal,
sie deines Amtes gemahnt!
Zum letzten Mal! Zum letzten Mal!
AMFORTAS
(sich matt ein wenig aufrichtend)
Ja, wehe, wehe! Weh' über mich!
So ruf' ich willig mit euch,
williger nähm' ich von euch den Tod,
der Sünde mildeste Sühne!
(Der Sarg wird geöffnet - Beim Anblick
der Leiche Titurels bricht alles in
einen jähen Wehruf aus. Amfortas richtet
sich hoch von seinem Lager und wendet
sich zur Leiche.)
Mein Vater!
Hochgesegneter der Helden!
Du Reinster,
dem einst die Engel sich neigten;
der einzig ich sterben sollt',
dir - gab ich den Tod!
O! Der du jetzt in göttlichen Glanz
den Erlöser selbst erschaust,
erflehe von ihm, daß sein heiliges Blut,
wenn noch einmal heut sein Segen
die Brüder soll erquicken,
wie ihnen neues Leben
mir endlich spende - den Tod!
Tod! Sterben!
Einz'ge Gnade!
Die schreckliche Wunde, das Gift, ersterbe,
das es zernagt, erstarre das Herz!
Mein Vater! Dich - ruf' ich,
rufe du ihm es zu;
Erlöser, gib meinem Sohne Ruh'!
RITTER
(sich näher an Amfortas herandrängend)
Enthüllte den Gral!
Walte des Amtes!
Dich mahnet dein Vater;
du muß! Du muß!
(Amfortas springt in wütender
Verzweiflung auf und stürzt
sich unter die zurückweichenden Ritter)
AMFORTAS
Nein! Nicht mehr! Ha!
Schon fühl' ich den Tod mich umnachten
und noch einmal sollt' ich
ins Leben zurück?
Wahnsinnige!
Wer will mich zwingen zu leben?
Könnt ihr doch Tod mir nur geben!
(Er reicht sich das Gewand auf)
Hier bin ich - die offne Wunde hier!
Das mich vergiftet, hier fließt mein Blut.
Heraus die Waffe! Taucht eure Schwerter,
tief - tief, bis ans Heft!
Auf! Ihr Helden!
Tötet den Sünder mit seiner Qual,
von selbst dann leuchtet
euch wohl der Gral!
(Alles ist scheu vor Amfortas gewichen.
Parsifal ist, von Gurnemanz und Kundry
begleitet, unvermerkt unter den Rittern
erschienen, tritt hervor und streckt den
Speer aus, mit dessen Spitze er Amfortas
Seite berührt.)
PARSIFAL
Nur eine Waffe taugt -
die Wunde schliess
der Speer nur, der sie schlug.
(Amfortas' Miene leuchtet in heiliger
Entzückung auf; er schient vor größer
Ergriffenheit zu schwanken; Gurnemanz
stützt ihn.)
Sei heil, entsündigt und gesühnt!
Denn ich verwalte nun dein Amt.
Gesegnet sei dein Leiden,
das Mittleids höchste Kraft,
und reinsten Wissens Macht
dem zagen Toren gab!
(Parsifal schreitet nach der Mitte,
den Speer hoch vor sich erhebend.)
Den heil'gen Speer -
ich bring' ihn euch zurück!
(Alles blickt in höchster Entzückung
auf den emporgehaltenen Speer, zu
dessen Spitze aufschauend Parsifal
in Begeisterung fortfährt.)
O! Welchen Wunders höchstes Gluck!
Der deine Wunde durfte schließen,
ihm seh' ich heil'ges Blut entfließen
in Sehnsucht nach dem verwandten Quelle,
der dort fließt in des Grales Welle.
Nicht soll der mehr verschlossen sein;
Enthüllet den Gral, öffnet den Schrein!
(Parsifal besteigt die Stufen des
Weihtisches, entnimmt dem von den Knaben
geöffneten Schrein den Gral und versenkt
sich, unter stummem Gebet, kniend in
seinen Anblick. Allmähliche sanfte
Erleuchtung des Grales. Zunehmende
Dämmerung in der Tiefe, bei
wachsendem Lichtschein aus der Höhe.)
KNABEN, JÜNGLINGE, RITTER
(mit stimmen aus der mittleren sowie der
obersten Höhe kaum hörbar leise)
Höchsten Heiles Wunder!
Erlösung dem Erlöser!
(Lichtstrahl; hellstes Erglühen des Grales.
Aus der Kuppel schwebt eine weiße
Taube herab und verweilt über Parsifals
Haupt. Kundry sinkt, mit dem Blicke zu
ihm auf, langsam vor Parsifal entseelt
zu Boden. Amfortas und Gurnemanz
huldigen kniend Parsifal, welcher den Gral
segnend über die anbetende Ritterschaft
schwingt.)
|
(Kundry ha levantado la cabeza y
con los ojos húmedos dirige a
Parsifal una mirada suplicante.)
PARSIFAL
He visto marchitarse muchas flores,
¿necesitan diariamente redención?
Las lágrimas son como el rocío.
Tú lloras... y ¡mira!... sonríe el prado.
(La besa dulcemente en la frente.
Se oyen campanas a lo lejos.)
GURNEMANZ
Mediodía.
Llegó el momento.
¡Permite, señor,
que tu vasallo te guíe!
(Gurnemanz le pone su manto de
caballero del Grial a Parsifal.
Éste recoge la lanza y, seguido
por Kundry, va con Gurnemanz,
que les precede con paso lento. El
panorama se transforma igual
que en el acto primero. Los tres
personajes permanecen visibles por
unos momentos y luego desaparecen,
mientras el bosque se desvanece para
dejar paso a galerías abiertas entre
las rocas. A través de las bóvedas
rocosas se oyen toques de campanas,
cada vez más perceptibles.
Finalmente ceden las murallas de
roca y aparece la gran sala del Grial,
como en el primer acto, sólo que sin
las mesas para la celebración del
ágape. Está iluminada por una
media luz. Por un lateral entran los
caballeros que escoltan a Amfortas,
tendido sobre su litera. Le precede la
arqueta tapada que contiene el Grial)
CORTEJO PRIMERO
(Con Amfortas.)
Conducimos, encerrado en su arqueta,
el Grial para el santo Oficio.
¿Qué lleváis en ese féretro vosotros,
que estáis llenos de tristeza?
CORTEJO SEGUNDO
(Con el féretro de Titurel.)
Este féretro encierra a un noble héroe,
encierra el sacro valor
que el propio Dios consagró:
conducimos a Titurel.
CORTEJO PRIMERO
¿Quién pudo abatirlo,
si era el propio Dios
el que le amparaba?
CORTEJO SEGUNDO
Le abatió el peso de los años
cuando dejó de ver el Grial.
CORTEJO PRIMERO
¿Quién le impidió contemplar
la gracia del Grial?
CORTEJO SEGUNDO
El conducido por vosotros,
el culpable guardián.
CORTEJO PRIMERO
Le conducimos hoy porque de nuevo,
y por última vez,
quiere ser el sacerdote
y celebrar el Oficio...
¡Por última vez!
(depositan a Amfortas sobre la cama
situada detrás del altar del Grial.
Ante él, depositan el féretro. Los
caballeros se dirigen a Amfortas.)
CORTEJO SEGUNDO
¡Ay! ¡Tú, guardián del Grial! ¡Ay!
¡Por última vez
celebra el sagrado Oficio!
¡Por última vez!
AMFORTAS
(Incorporándose a medias)
¡Sí! ¡Ay! ¡Vergüenza sobre mí!
¡De corazón lo digo, como vosotros!
Pero de buen grado recibiría la muerte
como dulce expiación de mis culpas.
(Abren el féretro. Al contemplar
el cadáver de Titurel, los presentes
lanzan desgarradores gritos de dolor.
Amfortas se levanta del todo en su
lecho y se gira hacia el cadáver.)
¡Padre mío!
¡Tú, el héroe augusto! ¡Tú, el puro,
que viste a los ángeles volar!
Yo, que quería morir por ti,
te he dado la muerte.
¡Oh! Tú, que en celeste resplandor
ves hoy la faz del Salvador,
implórale que si su augusta sangre
piensa dar de nuevo aún
como bálsamo a los hermanos
para darles nueva vida,
me proporcione a mí la muerte.
¡La muerte! ¡Tránsito!
¡Única gracia!
Que cesen ya la horrible herida
y el veneno; que cese de latir
mi carcomido corazón.
¡Padre mío! Te estoy implorando,
transmite por mí este ruego:
"¡Redentor, dale la paz a mi hijo!"
CABALLEROS DEL GRIAL
(acercándose más a Amfortas)
¡Descubrid el Grial!
¡Oficia!
¡Tu padre te lo ordena!
¡Tienes que hacerlo!
(Amfortas salta con furiosa
desesperación y se lanza hacia
los caballeros que retroceden)
AMFORTAS
¡No! ¡Ya no más!
Estoy en los brazos de la muerte
y... ¿acaso queréis
que vuelva a la vida?
¡Insensatos!
¿Quién quiere obligarme a vivir?
Si sólo podéis darme la muerte
(se arranca la vestimenta)
¡He aquí la herida abierta!
¡Mirad cómo mana sangre pútrida!
¡Desenvainad vuestras armas!
¡Hundid aquí vuestras espadas,
profundamente, hasta el puño!
¡Loados sean los héroes!
¡Matad al pecador y veréis como
el Grial arroja su luz sobre vosotros!
(todos se alejan con espanto. Parsifal
acompañado por Gurnemanz
y Kundry, sale inadvertido de
entre los caballeros, se adelanta
y tiende la lanza, tocando con
su punta el costado de Amfortas)
PARSIFAL
Sólo hay un arma que pueda servirte,
la lanza que abrió la herida
podrá cerrarla.
(la cara de Amfortas brilla
iluminada por celestial entusiasmo.
Parece vacilar debido a la gran
emoción. Gurnemanz le sostiene)
¡Redímete y sálvate!
Ahora oficiaré yo en tu lugar.
¡Benditos sean tus sufrimientos,
que dieron al necio la fuerza
suprema de la compasión
y el poder de la sabiduría!
(Parsifal va hacia el centro
con la lanza en alto)
¡Os devuelvo
la lanza sagrada!
(todos miran respetuosos la lanza
levantada, mientras que Parsifal,
mirando la punta de la misma,
continúa diciendo:)
¡Milagro del Supremo Bien!
Tu herida se cerrará pues
veo manar de ella
la sangre divina
igual a la que mana del Grial.
Éste no se volverá a cerrar nunca.
¡Destapad el Grial! ¡Abrid el cofre!
(Parsifal sube los escalones del altar
de la consagración, saca el Grial del
cofre que ha sido abierto por los
muchachos y, a su vista, se arrodilla
rezando en silencio. El Grial se
ilumina cada vez más, mientras la
oscuridad invade la sala. Una luz
creciente desciende de la altura)
MUCHACHOS, CABALLEROS
(con voces apenas perceptibles desde
la parte superior y media de la sala)
¡Milagro de la salvación suprema!
¡Gloria al Redentor!
(un rayo de luz ilumina, aún más,
al Grial. De lo alto de la cúpula
desciende una paloma blanca que
se posa sobre la cabeza de Parsifal.
Kundry, mirando a Parsifal, cae
lentamente a sus pies. Amfortas y
Gurnemanz se arrodillan ante
Parsifal que levanta sobre todos el
Grial)
Escaneado y Traducido por:
Carlos Harraiz 1999
|