DRITTER AUFZUG


Erste Szene

(In Sachsens Werkstatt. Im Hintergrunde
die halbgeöffnete Ladentüre, nach der
Straße führend. Rechts zur Seite eine
Kammertüre. Links das nach der Gasse
gehende Fenster, mit Blumenstöcken 
davor, zur Seite ein Werktisch. Sachs sitzt
auf einem großen Lehnstuhle an diesem
Fenster, durch welches die Morgensonne
hell auf ihn hereinscheint; er hat vor sich
auf dem Schosse einen großen Folianten
und ist im Lesen vertieft. - David zeigt 
sich, von der Straße kommend, unter der
Ladentüre; er lugt herein und, da er Sachs
gewahrt, fährt er zurück. Er versichert 
sich aber, daß Sachs ihn nicht bemerkt,
schlüpft herein, stellt seinen mitgebrachten
Handkorb auf den hinteren Werktisch beim
Laden und untersucht seinen Inhalt; er holt
Blumen und Bänder hervor und findet
endlich auf dem Grunde eine Wurst und
einen Kuchen; er läßt sich an, diese zu
verzehren, als Sachs, der ihn fortwährend
nicht beachtet, mit starkem Geräusch eines
der großen Blätter des Folianten
umwendet.)

DAVID 
(fährt zusammen, verbirgt 
das Essen und wendet sich zurück)
Gleich, Meister! Hier! ­
Die Schuh sind abgegeben
in Herrn Beckmessers Quartier. ­
Mir war's, als rieft Ihr mich eben?

(beiseite)

Er tut, als säh er mich nicht?
Da ist er bös, wenn er nicht spricht! ­

(Er nähert sich, sehr 
demütig, langsam Sachs.)

Ach, Meister! Wollt mir verzeihn;
kann ein Lehrbub vollkommen sein?
Kenntet Ihr die Lene wie ich,
dann vergäbt Ihr mir sicherlich.
Sie ist so gut, so sanft für mich,
und blickt mich oft an so innerlich.
Wenn Ihr mich schlagt, streichelt sie mich,
und lächelt dabei holdseliglich;
muß ich karieren, füttert sie mich,
und ist in allem gar liebelich!
Nur gestern, weil der Junker versungen,
hab ich den Korb ihr nicht abgerungen.
Das schmerzte mich: - und da ich fand,
daß nachts einer vor dem Fenster stand,
und sang zu ihr, und schrie wie toll, -
da hieb ich ihm den Buckel voll:
wie käm nun da was Großes drauf an?
Auch hat's unsrer Liebe gar wohl getan! ­
Die Lene hat mir eben alles erklärt,
und zum Fest Blumen und Bänder beschert. 

(Er bricht in größere Angst aus.)

Ach, Meister! Sprecht doch nur ein Wort! ­

(beiseite)

Hätt ich nur 
die Wurst und den Kuchen erst fort!

(Sachs hat unbeirrt immer weiter gelesen.
jetzt schlägt er den Folianten zu. Von dem
starken Geräusch erschrickt David so, daß
er strauchelt und unwillkürlich vor Sachs
auf die Knie fällt. Sachs sieht über das
Buch, das er noch auf dem Schosse behält,
hinweg, über David, welcher furchtsam
nach ihm aufblickt, hin und heftet seinen
Blick unwillkürlich auf den hinteren
Werktisch.) 

SACHS
Blumen und Bänder seh ich dort?
Schaut hold und jugendlich aus.
Wie kamen mir die ins Haus?

DAVID 
(verwundert über Sachsens Freundlichkeit)
Ei, Meister! 's ist heut festlicher Tag;
da putzt sich jeder so schön er mag.

SACHS
Wär heut Hochzeitsfest?

DAVID
Ja, käm's erst so weit,
daß David die Lene freit!

SACHS
's war Polterabend, dünkt mich doch?

DAVID 
(für sich)
Polterabend? ... 
Da krieg ich's wohl noch?

(laut)

Verzeiht das, Meister! 
Ich bitt, vergeßt!
Wir feiern ja heut Johannisfest.

SACHS
Johannisfest?

DAVID
Hört er heut schwer?

SACHS
Kannst du dein Sprüchlein, so sag es her!

DAVID 
(der allmählich wieder zu stehen gekommen 
Mein Sprüchlein? Denk, ich kann's gut - -

(für sich)

Setzt nichts! 
der Meister ist wohlgemut.

(stark und grob)

"Am Jordan Sankt Johannes stand...

(Er hat in der Zerstreuung die Worte mit
der Melodie von Beckmessers Werbelied
aus dem vorhergehenden Aufzuge
gesungen; Sachs macht eine verwunderte
Bewegung, worauf David sich unterbricht.)

SACHS
Wa ... was?

DAVID 
(lächelnd)
Verzeiht das Gewirr!
Mich machte der Polterabend irr'.

TERCER ACTO


Primera Escena

(En el taller de Sachs. En el foro, la
puerta de la tienda que da a la calle,
medio abierta. En el lateral derecho,
la puerta de una habitación. A la
izquierda, la ventana que da al
callejón, y en ella algunos tiestos 
con flores. A este lado, un banco de
zapatero. Está sentado en un gran
sillón, junto a la ventana, por la 
cual entra  el sol. Sobre las rodillas
sostiene un gran infolio, en el que lee
atentamente. David se deja ver en la
puerta de la tienda, viniendo de la
calle, mira dentro y, al advertir la
presencia de Sachs, retrocede. No
obstante, se asegura de que Sachs 
no le presta atención, entra, deja la
cesta que trae en la mesa  y busca en
su interior. Trae flores y cintas que
pone, sobre la mesa, hasta que en el
fondo encuentra una salchicha y una
torta, que se dispone a comer, cuando
Sachs, que sigue sin advertir su
presencia, pasa una de las grandes
hojas del infolio con un fuerte ruido)

DAVID
(se sobresalta, guarda la 
comida y se vuelve)
¡En seguida, maestro! ¡Aquí estoy!...
Los zapatos han sido entregados
en casa del señor Beckmesser...
¿No me llamabais a mí?

(Aparte)

¿Hace como si no me viera?
¡Cuando calla, es que está enfadado!

(Se acerca a Sachs con mucha
humildad)

¡Maestro, si quisierais perdonarme!
¿Puede ser perfecto un aprendiz?
Si conocierais a Lena como yo,
me perdonaríais con toda seguridad.
Es tan buena, tan dulce conmigo,
y su mirada me llega al corazón...
Cuando vos me pegáis, 
ella me acaricia y me sonríe. 
Cuando no tengo pasto, 
ella me da forraje,
y es en todo conmigo muy afectuosa.
Sólo ayer no tuve acceso a su cesta
pues el caballero fue suspendido.
Eso me dolió mucho, y cuando vi que
por la noche uno la rondaba, 
bajo su ventana, gritando como loco,
le molí a palos los lomos.
¿Cómo imaginar la que se armó?
Pero Lena ya me ha aclarado todo
y me ha regalado flores y cintas.

(Se expresa con creciente angustia)

¡Maestro, decid al menos una palabra!

(Aparte)

¡Si al menos hubiera podido 
comerme la salchicha y la torta!

(Sachs ha continuado leyendo
imperturbable. Ahora cierra el
infolio de un golpe. Tanto se asusta
David al oírlo, que da un traspiés y
cae de rodillas ante Sachs. Este mira
por encima del libro, que aún tiene en
el regazo, y ve a David, quien a su vez
observa a Sachs temerosamente,
fijando su atención involuntariamente
en la mesa de trabajo más interior)

SACHS
Veo ahí flores y cintas...
¡Qué bello y juvenil resulta a la vista!
¿Cómo han llegado a mi casa?

DAVID
(ante la buena disposición de Sachs)
¡Oh, maestro! ¡Hoy es día de fiesta
y cada uno se engalana como quiere!

SACHS
¿Acaso es hoy día de esponsales?

DAVID
¡Sí, ojalá fuera la ocasión
de que David desposase a Lena!

SACHS
¿Pero no fue ayer "víspera de bodas"? 

DAVID
(para sí)
¿Víspera de bodas?... 
¿Aún pagaré las consecuencias?

(En voz alta)

¡Disculpad esto, maestro! 
¡Os ruego que lo olvidéis!
Hoy celebramos la fiesta de San Juan.

SACHS
¿La fiesta de San Juan?

DAVID
¿Es que oirá hoy mal?

SACHS
¿Puedes cantar tu pregón? ¡Recítalo!

DAVID
(se ha puesto en pie)
¿Mi pregón? Claro que puedo...

(Aparte)

¡No hay problema! 
¡El maestro está de buen humor!

(Fuerte y recio)

"San Juan estaba en el Jordán..."

(canta distraídamente las palabras
con la melodía de la canción que
entonó Beckmesser en el acto
anterior; Sach hace un movimiento de
sorpresa y David se interrumpe.)

SACHS
¿Cómo? ¿Qué?

DAVID
(riendo)
Perdonad la confusión:
me ha aturdido la "vísperas de bodas"
(Er sammelt und stellt sich gehörig auf.)

"Am Jordan Sankt Johannes stand,
all Volk der Welt zu taufen;
kam auch ein Weib aus fernem Land,
aus Nürnberg gar gelaufen:
sein Söhnlein trug's zum Uferrand,
empfing da Tauf und Namen;
doch als sie dann sich heimgewandt,
nach Nürnberg wieder kamen,
in deutschem Land gar bald sich's fand,
daß wer am Ufer des Jordans
Johannes ward genannt,
an der Pegnitz hieß der Hans.-

(sich besinnend)

Hans? ... Hans! ...

(feurig)

Herr - Meister! 's ist heut Eu'r Namenstag!
Nein! Wie man so was vergessen mag!
Hier! hier die Blumen sind für Euch, -
die Bänder, und was nur Alles noch gleich?
Ja, hier, schaut! Meister, herrlicher Kuchen!
Möchtet Ihr nicht auch 
die Wurst versuchen? ­

SACHS 
(immer ruhig, ohne seine 
Stellung zu verändern)
Schön Dank, mein Jung! 
Behalt's für dich!
Doch heut auf die Wiese begleitest du mich;
mit Blumen und Bändern putz dich fein:
sollst mein stattlicher Herold sein!

DAVID
Sollt ich nicht lieber Brautführer sein?
Meister, ach! Meister, 
Ihr müßt wieder frei'n.

SACHS
Hätt'st wohl gern eine Meist'rin im Haus?

DAVID
Ich mein, es säh doch viel stattlicher aus.

SACHS
Wer weiß? Kommt Zeit, kommt Rat.

DAVID
's ist Zeit.

SACHS
Dann wär der Rat wohl auch nicht weit?

DAVID
Gewiß! 
Es gehn schon Reden hin und wieder;
den Beckmesser, denk ich, 
säng't Ihr doch nieder?
Ich mein, daß der heut 
sich nicht wichtig macht!

SACHS
Wohl möglich; 
hab mir's auch schon gedacht. ­
jetzt geh und stör mir den Junker nicht.
Komm wieder, wenn du schön gericht't!

(David küßt Sacbs gerührt die Hand.)

DAVID 
(für sich)
So war er noch nie, 
wenn sonst auch gut! ­
Kann mir gar nicht mehr denken, 
wie der Knieriemen tut!

(Er packt seine Sachen zusammen und geht
in die Kammer ab. - Sachs, immer noch den
Folianten auf dem Schosse, lehnt sich, mit
untergestütztem Arm, sinnend darauf. Nach
der Pause:)

SACHS
Wahn! Wahn!
Überall Wahn!
Wohin ich forschend blick
in Stadt- und Weltchronik,
den Grund mir aufzufinden,
warum gar bis aufs Blut
die Leut sich quälen und schinden
in unnütz toller Wut?
Hat keiner Lohn
noch Dank davon;
in Flucht geschlagen
wähnt er zu jagen;
hört nicht sein eigen
Schmerzgekreisch,
wenn er sich wühlt ins eigne Fleisch,
wähnt Lust sich zu erzeigen! ­
Wer gibt den Namen an? ­
's ist halt der alte Wahn,
ohn den nichts mag geschehen,
's mag gehen oder stehen!
Steht's wo im Lauf,
er schläft nur neue Kraft sich an:
gleich wacht er auf; -
dann schaut, wer ihn bemeistern kann! ...
Wie friedsam treuer Sitten,
getrost in Tat und Werk,
liegt nicht in Deutschlands Mitten
mein liebes Nüremberg! ­

(Er blickt mit freudiger 
Begeisterung ruhig vor sich hin.)

Doch eines Abends spat,
ein Unglück zu verhüten
bei jugendheißen Gemüten,
ein Mann weiß sich nicht Rat;
ein Schuster in seinem Laden
zieht an des Wahnes Faden;
wie bald auf Gassen und Straßen
fängt der dort an zu rasen!
Mann, Weib, Gesell und Kind
fällt sich da an wie toll und blind;
und will's der Wahn gesegnen,
nun muß es Prügel regnen,
mit Hieben, Stoß und Dreschen
den Wutesbrand zu löschen. ­
Gott weiß, wie das geschah? ­
Ein Kobold half wohl da: -
ein Glühwurm fand sein Weibchen nicht,
der hat den Schaden angericht't. ­
Der Flieder war's: - Johannisnacht! ­
Nun aber kam Johannistag! ­
Jetzt schaun wir, wie Hans Sachs es macht,
daß er den Wahn fein lenken kann,
ein edler Werk zu tun:
denn läßt er uns nicht ruhn,
selbst hier in Nüremberg,
so sei's um solche Werk,
die selten vor gemeinen Dingen
und nie ohne ein'gen Wahn gelingen.

(ahora canta con la melodía correcta)

"San Juan estaba en el Jordán
para bautizar a todos los hombres.
Vino una mujer de un lejano lugar,
pues era natural de Núremberg.
Para darle nombre, trabajo a su hijito 
a bautizar allí, hasta la misma ribera.
Pero cuando regresó a su tierra
y ambos estuvieron en Núremberg,
en tierra alemana, pronto hallaron
que quien a orillas del Jordán
recibió el nombre de Juan, aquí, 
junto al Pegnitz, se llamaba Hans."...

(Reflexionando)

¿Hans?... ¿Hans?

(vehemente)

¡Señor!... ¡Maestro! 
¡Hoy es vuestro santo!
¡No! ¿Cómo podía olvidársenos esto?
¡Aquí! ¡Las flores son para vos,
las cintas... y todo, todo lo que haya!
¡Mirad, maestro, una torta magnífica!
¿No querréis probar la salchicha?...

SACHS
(siempre sosegado, sin 
cambiar de posición)
¡Muchas gracias, muchacho!
¡Guárdalo para ti!
Pero hoy me acompañarás a la pradera
y debes lucir flores y cintas,
pues habrás de ser mi heraldo.

DAVID
¿Y no sería mejor paje nupcial?
¡Maestro, ay, maestro! 
¡Tenéis que casaros de nuevo!

SACHS
¿Te gustaría una "maestra" en casa?

DAVID
Creo que todo iría mucho mejor.

SACHS
¡Quién sabe! ¡El tiempo lo dirá!

DAVID
¡Ya es tiempo!

SACHS
¿No tardará en reunirse el consejo?...

DAVID
¡Exacto! 
Por todas partes se habla ya de ello.
Pienso que cantaríais mucho mejor
que Beckmesser... ¿o no?
¡No creo que él esté hoy 
para muchos trotes!

SACHS
¡Bien pudiera ser! 
Ya lo he pensado...
Ahora vete y no molestes al caballero.
Vuelve cuando estés listo.

(David besa la mano a Sachs)

DAVID
(para sí)
¡Nunca lo había visto tan bondadoso
y de tan buen humor!...
¡Apenas puedo ya acordarme 
de lo bien que maneja el tirapié!

(Coge todas sus cosas y entra en 
la cámara. Sachs, sosteniendo
siempre el infolio sobre las rodillas,
se apoya en los brazos y medita. Tras
una pausa:)

SACHS
¡Ilusión! ¡Ilusión!
¡Por doquier la loca ilusión!
Adonde quiera que mire,
en la crónica del mundo y de la ciudad
me hago siempre la misma pregunta:
¿por qué las gentes disputan y llegan 
incluso a verter la sangre
con estúpido y absurdo encono?
Nadie halla en ello provecho
o agradecimiento.
Perseguidos todos,
todos imaginan perseguir a los demás.
¡Nadie presta atención 
a sus propias heridas cuando, 
al lacerar su propia carne, 
imagina que disfruta!...
¿Quién podría dar nombre a esto?
¡Es, sin duda, la vieja ilusión,
sin la cual nada sucede,
ni existe ni marcha!
Está siempre en movimiento y sólo
descansa para recuperar fuerzas:
¡En seguida despierta,
para ver de quién puede apoderarse!
¡Cuán pacífica y fiel a sus costumbres,
contenta con sus actos y sus obras,
está en el centro de Alemania
mi querida Núremberg!

(Mira en torno a sí, con 
profunda e interior alegría)

Pero una noche, ya muy tarde,
para evitar una desgracia,
provocada por el ardor juvenil,
un hombre no sabe qué hacer...
Un zapatero, en su tienda,
estira el hilo de la ilusión,
¡y qué pronto cunde el furor
por calles y callejas!
Hombres, mujeres, amigos y niños
se acometen allí como ciegos y locos;
y si se quiere que la ilusión cese,
tiene que caer una granizada
de golpes, patadas y pescozones
para aplacar el ardor de esa furia...
¡Dios sabrá por qué sucedió!
Seguro que rondaba un duende...
Un gusanillo de luz que buscaba 
a su hembra organizó ese lío...
O fue el sauce... ¡noche de San Juan!
¡Mas ya ha venido el día de San Juan!
Veremos cómo se las ingeniará 
Hans Sachs para inclinar a la ilusión 
a realizar una buena obra.
Pues ya que tampoco nos deja en paz
aquí, en Núremberg,
al menos que sirva a esta acción,
que se aparta de lo común y sólo se
logrará invocando a la propia ilusión.
Zweite Szene 

(Walther tritt unter der Kammertür ein. Er
bleibt einen Augenblick dort stehen und
blickt auf Sachs. Dieser wendet sich und
läßt den Folianten auf den Boden gleiten)

SACHS
Grüß Gott, mein Junker! 
Ruhtet Ihr noch?
Ihr wachtet lang, 
nun schlieft Ihr doch?

WALTHER
Ein wenig, aber fest und gut.

SACHS
So ist Euch jetzt wohl blaß zumut?

WALTHER
Ich hatt einen wunderschönen Traum.

SACHS
Das deutet Gut's: erzählt mir den!

WALTHER
Ihn selbst zu denken wag ich kaum:
ich fürcht ihn mir vergehn zu sehn. ­

SACHS
Mein Freund! 
Das grad ist Dichters Werk
daß er sein Träumen deut und merk.
Glaubt mir, 
des Menschen wahrster Wahn
wird ihm im Traume aufgetan:
all Dichtkunst und Poeterei
ist nichts als Wahrtraumdeuterei.
Was gilt's, es gab der Traum Euch ein,
wie heut Ihr wolltet Meister sein?

WALTHER
Nein, von der Zunft und ihren Meistern
wollt sich mein Traumbild nicht begeistern.

SACHS
Doch lehrt es wohl den Zauberspruch,
mit dem Ihr sie gewännet?

WALTHER
Wie wähnt Ihr doch nach solchem Bruch,
wenn Ihr noch Hoffnung kennet!

SACHS
Die Hoffnung laß ich mir nicht mindern,
nichts stieß sie noch übern Haufen;
wär's nicht, glaubt, 
statt Eure Flucht zu hindern,
wär ich selbst mit Euch fortgelaufen!
Drum bitt ich, laßt den Groll jetzt ruhn!
Ihr habt's mit Ehrenmännern zu tun;
die irren sich, und sind bequem,
daß man auf ihre Weise sie nähm. ­
Wer Preise erkennt und Preise stellt,
der will am End auch, daß man ihm gefällt.
Eu'r Lied, das hat ihnen bang gemacht;
und das mit Recht: denn wohlbedacht,
mit solchem Dicht-
und Liebesfeuer
verführt man wohl Töchter zu Abenteuer;
doch für liebseligen Ehestand
man andre Wort' und Weisen fand.

WALTHER 
(lächelnd)
Die kenn ich nun auch seit dieser Nacht:
es hat viel Lärm auf der Gasse gemacht.

SACHS (lachend)
Ja, ja! Schon gut! 
Den Takt dazu
hörtet Ihr auch! ­ 
Doch laßt dem Ruh,
und folgt meinem Rate, kurz und gut:
faßt zu einem Meisterliede Mut!

WALTHER
Ein schönes Lied - ein Meisterlied:
wie faß ich da den Unterschied?

SACHS
Mein Freund, in holder Jugendzeit,
wenn uns von mächt'gen Trieben
zum sel'gen ersten Lieben
die Brust sich schwellet 
hoch und weit,
ein schönes Lied zu singen
mocht vielen da gelingen:
der Lenz, der sang für sie.
Kam Sommer, 
Herbst und Winterszeit
viel Not und Sorg im Leben,
manch ehlich Glück daneben:
Kindtauf, Geschäfte, Zwist und Streit: -
wem's dann noch will gelingen
ein schönes Lied zu singen,
seht: Meister nennt man die!

WALTHER
Ich lieb ein Weib, und will es frein,
mein dauernd Ehgemahl zu sein. ­

SACHS
Die Meisterregeln lernt beizeiten,
daß sie getreulich Euch geleiten
und helfen wohl bewahren
was in der Jugend Jahren
mit holdem Triebe
Lenz und Liebe
Euch unbewußt ins Herz gelegt,
daß Ihr das unverloren hegt!

WALTHER
Stehn sie nun in so hohem Ruf,
wer war es, der die Regeln schuf?

SACHS
Das waren hochbedürft'ge Meister,
von Lebensmüh bedrängte Geister:
in ihrer Nöten Wildnis
sie schufen sich ein Bildnis,
daß ihnen bliebe
der Jugendliebe
ein Angedenken, klar und fest,
dran sich der Lenz erkennen läßt.

WALTHER
Doch, wem der Lenz 
schon lang entronnen,
wie wird er dem im Bild gewonnen?

SACHS
Er frischt es an, so gut er kann:
drum möcht ich, als bedürft'ger Mann,
will ich die Regeln Euch lehren,
sollt Ihr sie mir neu erklären. -
Seht, hier ist Tinte, Feder, Papier:
ich schreib's Euch auf, diktiert Ihr mir!

WALTHER
Wie ich's begänne, wüßt ich kaum.

SACHS
Erzählt mit Euren Morgentraum.

WALTHER
Durch Eurer Regeln gute Lehr
ist mir's, als ob verwischt er wär.

SACHS
Grad nehmt die Dichtkunst jetzt zur Hand:
mancher durch 
sie das Verlor'ne fand.

WALTHER
So wär's nicht Traum, 
doch Dichterei?

SACHS
's sind Freunde beid, stehn gern sich bei.

Segunda Escena

(Walther aparece en la puerta de la
cámara. Se queda allí un instante y
mira a Sachs. Este se vuelve y deja el
infolio en el suelo)

SACHS
¡Dios sea con vos, mi caballero!
¿Descansasteis?
Muy tarde os acostasteis... 
¿Habéis dormido?

WALTHER
Poco, pero profundamente.

SACHS
¿Entonces os sentís mejor?

WALTHER
Tuve un sueño maravilloso.

SACHS
¡Buen augurio! Contádmelo.

WALTHER
Apenas me atrevo a pensar en él,
pues temo que se desvanezca...

SACHS
Amigo mío, ésa es la labor del poeta,
prestar atención a sus sueños, 
e interpretarlos.
La ilusión más verdadera del hombre
se le manifiesta en sus sueños:
toda poética no es otra cosa
que la interpretación de la verdad
oculta en el soñar.
¿Acaso vuestro sueño os ha revelado
que hoy llegaríais a ser maestro?

WALTHER
No. Mi sueño no tiene nada que ver
con los maestros ni su corporación.

SACHS
¿No os ha sugerido el mágico discurso
con el que poder conseguirlo?

WALTHER
¿Cómo podéis imaginar que aún 
haya esperanza tras lo sucedido?

SACHS
Procuro que la esperanza no se agote
en mí y así nada podrá disiparla.
Si no fuera así, en lugar de impedir
vuestra huida, creedme, 
habría yo escapado lejos con vos.
Os ruego que acalléis todo rencor.
Estáis entre hombres honrados,
que se equivocan, pero que son felices
si se les acepta tal como son.
Quien establece un premio 
también quiere al fin que le den gusto.
Vuestra canción les ha asustado,
y con razón: pues, bien pensado,
ese fuego amoroso y esa poesía
sirven para que le seduzcáis 
a uno de ellos la hija;
pero para el feliz estado matrimonial
se necesitan otras palabras y melodía.

WALTHER
(Sonriendo)
Lo sé también desde anoche:
hubo un gran alboroto en el callejón.

SACHS
(riendo)
¡Sí, sí! ¡Es verdad! 
¡También oísteis el ritmo que tenía!
Pero, dejemos esto, y seguid 
mi humilde consejo: atreveos a
componer una "canción magistral".

WALTHER
Una canción hermosa y magistral...
¿Cómo podría yo diferenciarlas?

SACHS
¡Amigo mío! En la feliz edad juvenil,
cuando llevados del poderoso impulso
del primer y divino amor 
notamos que nuestro pecho se eleva,
muchos pueden conseguir
cantar una canción hermosa:
por ellos la canta la primavera.
Pero después vienen 
el verano y el otoño y el invierno,
y desdicha y trabajos en la vida,
también de vez en cuando 
la alegría en el matrimonio, bautizos,
negocios, discordias y peleas;
y los que después de todo esto
aún logran cantar una canción bella,
vedlo: ¡esos son los maestros!

WALTHER
Amo a una mujer y pretendo
que sea mi esposa para siempre.

SACHS
Aprended las reglas de los maestros
para que os acompañen fielmente
y os ayuden a conservar aquello 
que en los años juveniles,
con su divina fuerza vital,
depositaron en vuestro corazón
Primavera y Amor:
¡así nunca lo olvidareis!

WALTHER
¿Y quién creó esas reglas
que están en tan alta estima y precio?

SACHS
Fueron maestros muy desdichados,
almas maltratadas por la vida.
En el desierto de sus penas
crearon la imagen
que conservaba en ellos 
el amor juvenil,
como recuerdo, claro y firme,
de la primavera perdida.

WALTHER
Pero aquel de quien huyó 
hace ya tiempo la primavera,
¿cómo podrá volver a imaginarla?

SACHS
Porque la reaviva siempre que puede.
Precisamente por esto quisiera yo, 
hombre desdichado, enseñaros 
las reglas para que las renovéis...
Ved, he aquí tinta, pluma y papel.
¡Dictadme y yo escribiré por vos!

WALTHER
Apenas sabría cómo comenzar.

SACHS
Contadme vuestro sueño.

WALTHER
Parece como si se hubiera esfumado
en presencia de vuestras reglas.

SACHS
Ahí tenéis a mano el arte poética;
gracias a ella muchos 
encontraron lo perdido.

WALTHER
¿No sería entonces un sueño, 
sino inspiración poética?

SACHS
Ambos son amigos y caminan juntos.
WALTHER
Wie fang ich nach der Regel an?

SACHS
Ihr stellt sie selbst 
und folgt ihr dann.
Gedenkt des schönen 
Traums am Morgen:
fürs Andre laßt 
Hans Sachs nur sorgen.

WALTHER 
(sich zu Hans Sachs am Werktisch 
setzend, wo dieser das Gedicht 
Walthers nachschreibt)
"Morgendlich leuchtend in rosigem Schein,
von Blüt und Duft
geschwellt die Luft,
voll aller Wonnen
nie ersonnen,
ein Garten lud mich ein,
Gast ihm zu sein."

SACHS
Das war ein "Stollen"; nun achtet wohl,
daß ganz ein gleicher ihm folgen soll.

WALTHER
Warum ganz gleich?

SACHS
Damit man seh,
Ihr wähltet Euch gleich ein Weib zur Eh'.

WALTHER
"Wonnig entragend dem seligen Raum,
bot goldner Frucht
heilsaft'ge Wucht,
mit holdem Prangen
dem Verlangen,
an duft'ger Zweige Saum,
herrlich ein Baum." 

SACHS
Ihr schlosset nicht im gleichen Ton:
das macht den Meistern Pein,
doch nimmt Hans Sachs die Lehr davon,
im Lenz wohl müßt es so sein. -
Nun stellt mir einen "Abgesang".

WALTHER
Was soll nun der?

SACHS
Ob Euch gelang,
ein rechtes Paar zu finden,
das zeigt sich an den Kinden;
den Stollen ähnlich, doch nicht gleich,
an eignen Reim und Tönen reich;
daß man's recht schlank und selbstig find,
das freut die Eltern an dem Kind;
und Euren Stollen gibt's den Schluß,
daß nichts davon abfallen muß. -

WALTHER
"Sei euch vertraut,
welch hehres Wunder mir geschehn:
an meiner Seite stand ein Weib,
so hold und schön ich nie gesehn:
gleich einer Braut
umfaßte sie sanft meinen Leib;
mit Augen winkend,
die Hand wies blinkend,
was ich verlangend begehrt,
die Frucht so hold und wert
vom Lebensbaum."

SACHS 
(gerührt)
Das nenn ich mir einen Abgesang!
Seht, wie der ganze Bar gelang!
Nur mit der Melodei
seid Ihr ein wenig frei;
doch sag ich nicht, daß das ein Fehler sei;
nur ist's nicht leicht zu behalten, 
und das ärgert unsre Alten.
Jetzt richtet mir noch einen zweiten Bar,
damit man merk, welch der erste war.
Auch weiß ich noch nicht, 
so gut Ihr's gereimt,
was Ihr gedichtet, was Ihr geträumt.

WALTHER
"Abendlich glühend in himmlischer Pracht
verschied der Tag,
wie dort ich lag:
aus ihren Augen
Wonne saugen,
Verlangen einz'ger Macht
in mir nur wacht.
Nächtlich umdämmert 
der Blick mir sich bricht:
wie weit so nah,
beschienen da
zwei lichte Sterne
aus der Ferne,
durch schlanker Zweige Licht,
hehr mein Gesicht.
Lieblich ein Quell
auf stiller Höhe dort mir rauscht;
jetzt schwellt er an sein hold Getön,
so stark und süß ich's nie erlauscht:
leuchtend und hell,
wie strahlten die Sterne da schön!
Zu Tanz und Reigen
in Laub und Zweigen
der goldnen sammeln sich mehr,
statt Frucht ein Sternenheer
im Lorbeerbaum."

SACHS 
(sehr gerührt)
Freund, Euer Traumbild wies Euch wahr:
gelungen ist auch der zweite Bar.
Wolltet Ihr noch einen dritten dichten,
des Traumes Deutung würd' er berichten. -

WALTHER 
(schnell aufstehend)
Wo fänd ich die? 
Genug der Wort!

SACHS 
(sich ebenfalls erhebend und mit
freundlicher Entschiedenheit zu 
Walther tretend)
Dann Tat und Wort
am rechten Ort! 
Drum bitt ich, merkt mir wohl die Weise:
gar lieblich drin sich's dichten läßt.
Und singt Ihr sie in weitrem Kreise,
so haltet mir auch das Traumbild fest.

WALTHER
Was habt Ihr vor?

SACHS
Eu'r treuer Knecht
fand sich mit Sack und Tasch zurecht:
die Kleider, drin am Hochzeitsfest
daheim Sie wollten prangen,
die ließ er her zu mir gelangen:
ein Täubchen zeigt ihm wohl das Nest,
darin sein Junker träumt.
Drum folgt mir jetzt ins Kämmerlein:
mit Kleidern, wohl gesäumt,
sollen beide wir gezieret sein,
wenn's Stattliches zu wagen gilt.
Drum kommt, seid Ihr gleich mir gesinnt.

(Walther schlägt in Sachsens Hand ein; so
geleitet ihn dieser ruhig festen Schrittes
zur Kammer, deren Türe er ihm ehrerbietig
öffnet und dann ihm folgt.)

WALTHER
¿Cómo empezaré según las reglas?

SACHS
Como más os plazca 
y seguid luego por ese camino.
Pensad sólo 
en el hermoso sueño que tuvisteis:
¡y dejad que Hans Sachs
se ocupe del resto!

WALTHER
(se ha sentado al lado 
de Sachs; éste irá escribiendo 
el poema de Walther)
"Iluminado por la rosada aurora,
inundando el aire
del aroma de sus flores,
pleno de delicias
jamás imaginadas,
un jardín me invitaba
a ser huésped de sus esplendores."

SACHS
Esto ha sido una estrofa, ahora pensad
que debe ir otra exactamente igual.

WALTHER
¿Por qué exactamente igual?

SACHS
Para que se vea con ello
que estáis buscando esposa...

WALTHER
"Dominando deliciosamente 
el divino espacio,
un árbol magnífico
ofrecía al impaciente,
el delicado y grato peso
de los áureos frutos, perfumados,
en las ramas del frondoso tronco."

SACHS
No termináis con el mismo tono,
eso no agradará a los maestros;
pero Hans Sachs aprende de ello
que así habrá de ser en la primavera...
Ahora componedme una "tornada".

WALTHER
¿Cómo ha de ser?

SACHS
Si vos acertáis
a encontrar una buena pareja,
se comprobará en el hijo.
Semejante a la estrofa, pero no igual,
rica en tonos y rimas propios
de forma que sea válida por sí misma:
así se alegran los padres al ver el hijo.
Por lo tanto dad a vuestras estrofas
un final donde nada de esto falte.

WALTHER
"Séaos expresado ahora el maravilloso
prodigio que me sucedió.
A mi lado estaba una mujer tan bella 
y divina como nunca había visto.
Al igual que una novia
ciñó dulcemente mi cuerpo,
y con insinuantes ojos,
me mostró resplandeciente en su mano
aquello que mi deseo anhelaba:
el incomparable y preciado fruto
del árbol de la vida."

SACHS
(conmovido)
¡Esto es lo que yo llamo una tornada!
¡Ved cómo ya está logrado el periodo!
Sólo en la melodía sois un tanto libre,
más no diré yo que esto sea una falta;
pero sucede que no es fácil de retener
y esto molestará a nuestros viejos...
Componed pues, un segundo período,
para que pueda advertirse mejor 
cómo es el primero.
Rimáis tan bien que yo no distingo 
lo que habéis poetizado 
de lo que habéis soñado.

WALTHER
"Hermosos tonos de soberbio ocaso
vistió al marchar el día.
Allí yaciente,
en mí despertaba
un único deseo:
beber de sus ojos
aquella divina delicia...
Cubrió la noche mi mirada:
lejanas y al tiempo próximas brillaron
dos resplandecientes estrellas
remotas,
y su luz parpadeante
besó mi rostro.
El sonido de una fuente rumorosa
llegó hasta mí en la colina silenciosa.
Crece ahora su divino sonido;
jamás oí nada tan vigoroso 
y a la vez tan bello.
¡Cuán claras y rutilantes
brillaron en la altura las estrellas!
En danza y corros,
a través del follaje y de las ramas,
cada vez en mayor número agrupadas,
un ejército de estrellas 
pendía del laurel, 
y no su fruto."

SACHS
(muy conmovido)
¡Amigo! Bien narráis vuestra visión.
El segundo período está muy logrado,
¿pero podríais componer un tercero?
Así sería más comprensible el sueño.

WALTHER
(se pone en pie, rápido)
¿Donde hallarlo? 
¡Ya basta de palabras!

SACHS
(se levanta también y avanza 
hacia Walther con amistosa 
deferencia)
¡Entonces, dejemos que palabra y obra
se expresen en su sitio!...
Os ruego que recordéis la melodía 
que tan bien se adapta al poema.
Y si cantáis ante numerosos oyentes
tened bien presentes vuestros sueños.

WALTHER
¿Qué os proponéis?

SACHS
Vuestro fiel criado se vino para acá 
con vuestro equipaje;
y me ha entregado las ropas
que vos hubierais deseado lucir 
con ocasión de vuestra boda...
Una palomita le habrá mostrado 
el nido con el que sueña 
su joven caballero...
¡Seguidme, pues, a la cámara!
Os vestiréis con las mejores ropas 
para afrontar tan solemne empresa.
¡Vamos, venid, si sois de mi parecer!

(Walther estrecha la mano de Sachs 
y éste le lleva hasta la cámara, cuya
puerta abre para cederle el paso,
siguiéndole después)
Dritte Szene

(Man gewahrt Beckmesser, welcher
draußen vor dem Laden erscheint, in
großer Aufgeregtheit hereinlugt und, da er
die Werkstatt leer findet, hastig hereintritt.
Er ist sehr aufgeputzt, aber in sehr
leidendem Zustande. Er hinkt und streicht
sich den Rücken und die Knie. Er setzt sich
auf den Schusterschemel, fährt aber schnell
schmerzhaft wieder auf. Er hinkt immer
lebhafter umher. Wie um nicht umzusinken,
hält er sich an dem Werktisch an und starrt
vor sich hin, - sein Blick fällt durch das
Fenster auf Pogners Haus. Ärgerliche
Gedanken entstehen ihm dadurch. Die
Eifersucht übermannt ihn; er schlägt sich
vor den Kopf. Er wendet sich mechanisch
wieder dem Werktische zu. Sein Blick 
fällt auf das von Sachs zuvor beschriebene
Papier, das auf dem Werktisch
zurückgeblieben war; er nimmt es neugierig
auf, überfliegt es mit wachsender
Aufregung und bricht endlich wütend aus.

BECKMESSER
Ein Werbelied! 
Von Sachs! - Ist's wahr?
Ha! jetzt wird mir alles klar! ­

(Da er die Kammertüre gehen hört, fährt er
zusammen und steckt das Papier eilig in die
Tasche. - Sachs, im Festgewande, tritt ein
und hält an, als er Beckmesser gewahrt.)

SACHS
Sieh da, 
Herr Schreiber: auch am Morgen?
Euch machen die Schuh 
doch nicht mehr Sorgen?

BECKMESSER
Zum Teufel! 
So dünn war ich noch nie beschuht;
fühl durch die Sohl 
den kleinsten Kies!

SACHS
Mein Merkersprüchlein wirkte dies,
trieb sie mit Merkerzeichen so weich.

BECKMESSER
Schon gut der Witz, und genug der Streich!
Glaubt mir, Freund Sachs: 
jetzt kenn ich Euch!
Der Spaß von dieser Nacht,
der wird Euch noch gedacht.
Daß ich Euch nur nicht im Wege sei,
schuft Ihr gar Aufruhr und Meuterei!

SACHS
's war Polterabend, laßt Euch bedeuten;
Eure Hochzeit spukte 
unter den Leuten:
je toller es da hergeh,
je besser bekommt's der Eh'!

BECKMESSER 
(wütend)
Oh, Schuster voll von Ränken
und pöbelhaften Schwänken!
Du warst mein Feind von je:
nur hör, ob hell ich seh! 
Die ich mir auserkoren,
die ganz für mich geboren,
zu aller Witwer Schmach
der Jungfer stellst du nach.
Daß sich Herr Sachs erwerbe
des Goldschmieds reiches Erbe,
im Meisterrat zur Hand
auf Klauseln er bestand,
ein Mägdlein zu betören,
das nur auf ihn sollt hören,
und Andren abgewandt
zu ihm allein sich fand.
Darum! Darum! 
Wär ich so dumm? 
Mit Schreien und mit Klopfen
wollt er mein Lied zustopfen,
daß nicht dem Kind werd kund,
wie auch ein Andrer bestund.
Ja, ja! Haha!
Hab ich dich da? -
Aus seiner Schusterstuben
hetzt endlich er den Buben
mit Knüppeln auf mich her,
daß meiner los er wär!
Au, au! Au, au!
Wohl grün und blau
zum Spott der allerliebsten Frau,
zerschlagen und zerprügelt,
daß kein Schneider mich aufbügelt!
Gar auf mein Leben
war's angegeben.
Doch kam ich noch so davon,
daß ich die Tat Euch lohn:
zieht heut nur aus zum Singen,
merkt auf, wie's mag gelingen!
Bin ich gezwackt
auch und zerhackt,
Euch bring ich doch sicher aus dem Takt.

SACHS
Gut Freund, Ihr seid in argem Wahn;
glaubt was Ihr wollt, was ich getan;
gebt Eure Eifersucht nur hin;
zu werben kommt mir nicht in Sinn.

BECKMESSER
Lug und Trug! Ich kenn es besser.

SACHS
Was fällt Euch nur ein, 
Meister Beckmesser?
Was ich sonst im Sinn, 
geht Euch nichts an; doch, glaubt, 
ob der Werbung seid Ihr im Wahn.

BECKMESSER
Ihr sängt heut nicht?

SACHS
Nicht zur Wette.

BECKMESSER
Kein Werbelied?

SACHS
Gewisslich, nein!

BECKMESSER
Wenn ich aber drob ein Zeugnis hätte?

(Er greift in die Tasche.)

SACHS 
(auf den Werktisch blickend)
Das Gedicht? hier ließ ich's. 
Stecktet Ihr's ein?

BECKMESSER 
(das Blatt hervorziehend)
Ist das Eure Hand?

SACHS
Ja, war es das?

BECKMESSER
Ganz frisch noch die Schrift?

SACHS
Und die Tinte noch naß?

BECKMESSER
's wär wohl gar ein biblisches Lied?

SACHS
Der fehlte wohl, wer darauf riet!

BECKMESSER
Nun denn?

Tercera Escena

(Aparece Beckmesser en el exterior 
de la tienda, fisga dentro y entra
presuroso al encontrar vacío el taller.
Va ricamente vestido, pero con
aspecto doliente. Se acaricia y rasca
espalda y rodillas. Se sienta en el
taburete del zapatero, pero vuelve a
ponerse de pie con ademán dolorido.
Da  vueltas por todas partes, mirando
aquí y allá. Para no caer, se agarra
al banco de trabajo y mira fijamente
hacia delante. Su mirada cae sobre la
casa de Pogner a través de la
ventana. Se apoderan de él amargos
recuerdos, que intenta vencer con
ademanes muy dignos. Se golpea en
la cabeza. Muy alterado se vuelve
hacia el banco de trabajo. Su 
mirada cae sobre el papel escrito
anteriormente por Sachs; lo coge 
con curiosidad, lo lee con creciente
precipitación y enfado)

BECKMESSER
¡Una canción de concurso! 
¡De Sachs! ¿Es verdad?
¡Ah! ¡Ahora lo veo todo claro!...

(Como oye la puerta, se aparta y
guarda en su bolso a toda prisa la
hoja. Sachs, vestido de fiesta, entra 
y se detiene al ver a Beckmesser)

SACHS
¡Vaya! ¡Señor escribano! 
¿También por la mañana?
¡Creía que no os preocupaban ya 
vuestros zapatos!...

BECKMESSER
¡Iros al diablo! Jamás he llevado 
unos zapatos tan delgados.
¡A través de las suelas noto 
hasta la piedrecilla más pequeña!

SACHS
Será obra de mi trabajo de marcador.
Se ablandarían... con tantos golpes.

BECKMESSER
¡Ya está bien de bromitas! 
¡Y basta ya de meterse conmigo!
¡Ahora os conozco, amigo Sachs! 
Tendréis que acordaros 
de la burla de esta noche.
¡Organizasteis el tumulto y zarabanda
sólo para quitarme de vuestro camino!

SACHS
Recordad que era "víspera de bodas",
La noticia de vuestra boda 
provocó el alboroto. 
Ya sabéis que cuanto mayor es la locura,
mejor resulta también el matrimonio.

BECKMESSER
(furioso)
¡Oh, intrigante remendón
dedicado a groseras chanzas,
siempre has sido mi enemigo!
¡oye cuán claro lo veo ahora!
Para vergüenza de todos los viudos
tú persigues a la doncella
para mí predestinada,
para mí únicamente nacida.
Como el señor Sachs aspira
a la rica herencia del orfebre,
en el consejo de maestros
ha insistido en mantener cláusulas
que aturdan a la muchachita,
para que sólo oiga hablar de él
y, apartada de los demás,
a él por fuerza haya de volverse.
¡Por esto! ¡Por esto fue!
¿Me creéis tan tonto?
¡Con gritos y golpes
querías ahogar mi canción,
para que a la niña no llegasen nuevas
de que también existe otro!
¡Sí, sí! ¡Ja, ja!
¿No te tengo cogido?
¡Y por último azuzaste al aprendiz
desde tu taller de zapatero,
para que con un garrote
me propinase una paliza!
¡Ay! ¡Ay! ¡Ay! ¡Ay!
Todo morado de cardenales,
ridiculizado ante la mujer más amada,
y golpeado y de tal modo tundido,
¡que no hay sastre 
que pueda plancharme!
¡Hasta la vida querían quitarme!
¡Pero he escapado vivo
para daros vuestro merecido!
¡Probad a cantar hoy
y veréis lo que conseguís!
Pues, aunque estoy molido
y también mareado,
os voy a hacer perder el compás.

SACHS
¡Buen amigo, veo que deliráis!
Creed lo que queráis.
Pero no os sintáis celoso:
no he pensado en ser pretendiente.

BECKMESSER
¡Mentira y falsedad! ¡Lo sé muy bien!

SACHS
¿De dónde os viene esta idea, 
maestro Beckmesser?
Lo que yo piense no os importa.
Creedme; mi pretensión, 
es ilusión vuestra.

BECKMESSER
¿No cantaréis hoy?

SACHS
En el concurso, desde luego que no.

BECKMESSER
¿Ninguna canción de pretendiente?

SACHS
¡Por supuesto que no!

BECKMESSER
¿Y si yo tuviera la prueba?

(Busca en su bolsillo)

SACHS
(mira hacia la mesa)
¿El poema? Aquí lo dejé... 
¿Lo tenéis vos?

BECKMESSER
(mostrando la hoja)
¿Es esta vuestra letra?

SACHS
Sí... ¿Era esto?

BECKMESSER
¿No es reciente lo escrito?

SACHS
¡La tinta aún está fresca!

BECKMESSER
¿Se trata de una canción bíblica?

SACHS
Se equivocaría quien así lo creyese.

BECKMESSER
¿Pues, entonces?
SACHS
Wie doch?

BECKMESSER
Ihr fragt?

SACHS
Was noch?

BECKMESSER
Daß Ihr mit aller Biederkeit
der ärgste aller Spitzbuben seid.

SACHS
Mag sein; doch hab ich noch nie entwandt,
was ich auf fremden Tischen fand:
und daß man von Euch 
auch nicht Übles denkt,
behaltet das Blatt, es sei Euch geschenkt.

BECKMESSER 
(in freudigem Schreck aufspringend)
Herr Gott! - 
Ein Gedicht? Ein Gedicht von Sachs?
Doch halt - 
daß kein neuer Schad mir erwachs!
Ihr habt's wohl schon recht gut memoriert?

SACHS
Seid meinethalb doch nur unbeirrt!

BECKMESSER
Ihr laßt mir das Blatt?

SACHS
Damit Ihr kein Dieb.

BECKMESSER
Und macht' ich Gebrauch?

SACHS
Wie's Euch belieb.

BECKMESSER
Und sing ich das Lied?

SACHS
Wenn's nicht zu schwer.

BECKMESSER
Und wenn ich gefiel?

SACHS
Das - wunderte mich sehr.

BECKMESSER 
(ganz zutraulich)
Da seid Ihr nun wieder zu bescheiden;
ein Lied von Sachs, 
das will was bedeuten. -
Und seht nur, wie mir's ergeht,
wie's mit mir Ärmsten steht!
Ersch ich doch mit Schmerzen,
das Lied, das nachts ich sang 
Dank Euren lust'gen Scherzen! 
es machte der Pognerin bang. 
Wie schaff ich mir nun zur Stelle
ein neues Lied herzu?
Ich armer, zerschlagner Geselle,
wie fänd ich heut dazu Ruh.
Werbung und ehlich Leben,
ob das mir Gott beschied,
muß ich nun grad aufgeben,
hab ich kein neues Lied. 
Ein Lied von Euch, 
des bin ich gewiß,
mit dem besieg ich jed' Hindernis;
soll ich das heute haben,
ergessen, begraben
sei Zwist, Hader und Streit,
und was uns je entzweit!

(Er blickt seitwärts in das Blatt: 
plötzlich runzelt sich seine Stirne.)

Und doch! Wenn's nur eine Falle wär? 
Noch gestern wart Ihr mein Feind: 
wie käm's, daß nach so großer Beschwer
Ihr's freundlich heut mit mir meint?

SACHS
Ich macht Euch Schuh in später Nacht:
hat man je so einen Feind bedacht?

BECKMESSER
Ja, ja! Recht gut! Doch eines schwört:
wo und wie Ihr das Lied auch hört,
daß nie Ihr Euch beikommen laßt,
zu sagen, das Lied sei von Euch verfaßt.

SACHS
Das schwör ich, und gelob euch hier
nie mich zu rühmen, das Lied sei von mir.

BECKMESSER 
(sich vergnügt die Hände reibend)
Was will ich mehr? 
Ich bin geborgen:
jetzt braucht sich Beckmesser 
nicht mehr zu sorgen.

SACHS
Doch, Freund, ich führ's Euch zu Gemüte,
und tat es Euch in aller Güte:
studiert mir recht das Lied;
sein Vortrag ist nicht leicht;
ob Euch die Weise geriet,
und Ihr den Ton erreicht.

BECKMESSER
Freund Sachs, Ihr seid ein guter Poet;
doch was Ton und Weise betrifft, gesteht,
da tut mir's keiner vor.
Drum spitzt nur fein das Ohr -
und: "Beckmesser!
Keiner besser!" 
darauf macht Euch gefaßt,
wenn Ihr mich ruhig singen laßt. 
Doch nun memorieren,
schnell nach Haus:
ohne Zeit zu verlieren
richt ich das aus. 
Hans Sachs, mein Teurer,
ich hab Euch verkannt;
durch den Abenteurer
ward ich verrannt:
so einer fehlte uns bloß!
Den wurden wir Meister doch los!
Doch mein Besinnen
läuft mir von hinnen!
Bin ich verwirrt
und ganz verirrt? 
Die Silben, die Reime,
die Worte, die Verse!
Ich kleb wie am Leime,
und brennt doch die Ferse.
Ade! Ich muß fort:
an andrem Ort
dank ich Euch inniglich,
weil Ihr so minniglich;
für Euch nur stimme ich,
kauf Eure Werke gleich,
mache zum Merker Euch, 
doch fein mit Kreide weich,
nicht mit dem Hammerstreich! 
Merker! Merker! Merker Hans Sachs!
Daß Nürnberg schusterlich blüh und wachs!

(Beckmesser nimmt von Sachs Abschied,
taumelt und poltert der Ladentüre zu;
plötzlich glaubt er das Gedicht vergessen zu
haben, läuft wieder vor, sucht ängstlich auf
dem Werktische, bis er es in der eigenen
Hand gewahr wird: darüber scherzhaft
erfreut, umarmt er Sachs nochmals voll
feurigen Dankes und stürzt dann, hinkend
und strauchelnd, geräuschvoll durch die
Ladentür ab.)

SACHS 
(Beckmesser gedankenvoll 
lächelnd nachsehend)
So ganz boshaft doch keinen ich fand;
er hält's auf die Länge nicht aus:
vergeudet mancher oft viel Verstand,
doch hält er auch damit Haus:
die schwache Stunde kommt für jeden, 
da wird er dumm, und läßt mit sich reden.
Daß hier Herr Beckmesser ward zum Dieb,
ist mir für meinen Plan gar lieb. 

(Eva nähert sich auf der Straße 
der Ladentür. Sachs wendet sich 
und gewahrt Eva.)

Sieh, Evchen! 
Dacht ich's doch, wo sie blieb! 
SACHS
¿Qué?

BECKMESSER
¿Aún preguntáis?

SACHS
¿Qué más?

BECKMESSER
¡Que dicho sea con toda sinceridad,
sois el más malicioso de los pícaros!

SACHS
Quizás, pero aún no me he apoderado
de lo que encontré en mesa ajena.
Para que no se piense tampoco 
nada malo de vos, guardad la hoja:
¡Os la regalo!

BECKMESSER
(preso de alegre sorpresa)
¡Dios del cielo! ¡Un poema! 
¡Un poema de Sachs!
¡Pero, cuidado!...
No sea que aquí haya gato encerrado.
¿Lo habéis aprendido de memoria?

SACHS
¡Estad tranquilo en lo que a mí afecta!

BECKMESSER
¿Me dejáis la hoja?

SACHS
Así no la tendréis que sustraer.

BECKMESSER
¿Y puedo hacer uso de ella?

SACHS
El que os plazca.

BECKMESSER
¿Incluso cantarla?

SACHS
Si no os es muy difícil...

BECKMESSER
¿Y si tengo éxito?

SACHS
Eso... me asombraría mucho.

BECKMESSER
(totalmente confiado)
¡Sois de nuevo demasiado modesto!
Una canción de Sachs es importante.
¡Pero ved también cómo de nuevo
se me muestra propicia la suerte
aún cuando soy el más desdichado!
He advertido con dolor
que la canción que entoné ayer noche,
¡gracias a vuestras burlas!...
asustó a la hija de Pogner.
¿Cómo podría ahora componer 
otra nueva de prisa y corriendo?
¿Cómo podría, golpeado y maltrecho,
encontrar la tranquilidad necesaria?
De la boda y vida matrimonial,
a las que me llama Dios,
habré de despedirme
si no tengo una canción nueva...
¡Con una canción vuestra, 
de esto estoy bien seguro,
superaré cualquier obstáculo!
Y si esto consigo hoy,
olvidados y enterrados
sean pleitos, rencillas y peleas
y todo lo que siempre nos separó.

(Mira la hoja; una arruga aparece 
de repente en su frente)

Pero... ¿y si fuera una trampa?
Aún ayer erais mi enemigo:
¿cómo es que os mostráis ahora amigo
después de tan gran impertinencia?

SACHS
Trabajé en los zapatos hasta tarde.
¿Hubiera hecho esto un enemigo?

BECKMESSER
¡Sí, de acuerdo! Pero prometedme
que dónde y cómo oigáis la canción
no se os ocurrirá decir 
que está escrita por vos!

SACHS
Os juro y prometo no vanagloriarme
de ser el autor de la canción.

BECKMESSER
(frotándose de gusto las manos)
¿Qué más puedo querer? 
¡Estoy salvado!
¡Ahora Beckmesser 
ya no habrá de pasar más fatigas!

SACHS
Pero quiero daros algunos consejos
y recomendaciones por vuestro bien:
¡estudiad bien la canción!
Su declamación no es fácil,
aun cuando encontréis el modo
y fijéis el tono adecuado.

BECKMESSER
¡Amigo Sachs, sois un buen poeta,
pero por lo que se refiere 
a tonos y a modos, estad tranquilo,
nadie me supera!
Aguzad vuestros oídos, y puesto que:
"¡Como Beckmesser no hay otro!",
estad seguro de mi triunfo,
siempre que pueda cantar tranquilo.
¡Pero, ahora, voy a casa, rápido,
a aprendérmela de memoria!
He de prepararla sin perder tiempo.
Hans Sachs, mi querido amigo,
no os conocía tal cual sois.
Ese aventurero me tenía obcecado.
¡Sólo nos faltaba un tipo como ese!
¡Pero nosotros, los maestros, 
nos hemos librado de él!
Mas veo que me embrollo
y divago de un lado para otro.
¿Acaso con estos líos
me estoy volviendo loco?
¡Las sílabas, las rimas,
las palabras, los versos!
¡Aunque me queman los pies,
estoy como pegado con cola!
¡Adiós, tengo que irme!
En otro lugar
os agradeceré de corazón
que halláis sido tan galante.
¡Votaré sólo por vos
y os compraré vuestros zapatos...
os haré marcador!
¡Pero con fina y blanda tiza,
no con los golpes de vuestro martillo!
¡Marcador! ¡Marcador Hans Sachs!
¡Que crezca y florezca 
una zapateril Núremberg!

(Beckmesser se despide de Sachs,
danzando, se da un golpe contra 
la puerta; de repente cree haberse
olvidado del poema, retrocede, busca
angustiosamente en la mesa, hasta
que lo descubre en la propia mano;
alegre por ello, abraza una vez más 
a Sachs con agradecimiento y se
precipita por la puerta  renqueando y
dando traspiés, con mucho alboroto)

SACHS
(sigue a Beckmesser con la mirada,
sonriente y meditabundo)
No he conocido a otro tan malicioso,
pero no tardará en estrellarse.
Quien prodiga con exceso su astucia
llega a no tener ninguna.
A cada uno le llega la hora baja,
y se vuelve tonto y a nada atiende.
Que Beckmesser hiciera aquí de pillo
viene que ni pintado para mis planes.

(Eva viene por la calle hacia la
puerta de la tienda, Sachs se
vuelve y la ve)

¡Vaya, Evita! 
¡Estaba pensando por dónde estarías!

Acto III (Continuación)