Zweiter Bild
(Festlich geschmückter Säulensaal im Schlosse
des Lord von Davenaut)
Erster Auftritt
(Edgar Aubry allein, kommt von links über die Estrade)
MALWINA
(in heftiger Bewegung in seine Arme sinkend)
Edgar!
AUBRY
Malwina! - Du hast geweint!
MALWINA
Ach, umsonst habe ich meinen Vater mit Tränen
gebeten, den Gedanken an jene verhaßte
Verbindung aufzugeben; vergebens ihn beschworen,
mir nur Aufschub zu gewähren;
fest beharrt er auf seinem Sinn,
fühllos gegen meine Leiden.
Die Gäste sind versammelt, die Kapelle geschmückt,
nur die Rückkunft des Grafen wird erwartet,
um mein Unglück durch Priestersegen zu heiligen.
Sie wendet sich ab und weint bitterlich.
Vor der Kapelle steht der Wagen des Grafen,
um sogleich nach der Trauung -
AUBRY
Halt ein, ich kann es nicht ertragen,
Du bist verloren! Wehe dir!
Und wehe mir, ich muß verzagen,
Nur Wahnsinn bleibt, Verzweiflung mir!
O dürft' ich rasch mit eignen Händen
Dies martervolle Dasein enden!
MALWINA
O laß, Geliebter, dich beschwören,
Ersticke nicht den frohen Mut!
Noch lebt ein Gott, er kann uns hören,
Will er, so endet alles gut!
Laß uns mit kindlichem Vertrauen
Auf seine Vaterhilfe bauen.
AUBRY
Es drängt die Zeit, Malwina, laß dich warnen,
O zögre nur, bis der Tag erwacht;
Arglistig ist und groß der Hölle Macht,
Mit bösem Zauber weiß sie zu umgarnen.
MALWINA
Was redest du? Was hätt' ich zu befahren?
Ich fürchte nur des Vaters streng' Gebot!
Vor allem, was mir sonst Verderben droht,
Wird mich mein Herz, mein reiner Sinn bewahren!
in frommer Begeisterung
Wer Gottesfurcht im frommen Herzen trägt,
Im treuen Busen reine Liebe hegt,
Dem muß der Hölle dunkle Macht entweichen,
Kein böser Zauber kann ihn je erreichen!
AUBRY
(entzückt)
Sei mir gegrüßt, du schönes Himmelslicht,
Das prangend durch die Nacht des Zweifels bricht!
Mit lautem Jubel, wie aus lichten Sphären,
Jauchzt es mir zu mit tausend Engelchören!
BEIDE
Wer Gottesfurcht im frommen Herzen trägt,
Im treuen Busen reine Liebe hegt,
Dem muß der Hölle dunkle Macht entweichen,
Kein böser Zauber kann ihn je erreichen!
(Bauern und Bäuerinnen von Davenaut kommt)
Zweiter Auftritt
CHOR DER GÄSTE
Blumen und Blüten im Zephyrgekose,
Lieblich entfaltet dem schmeichelnden West,
Blume des Hochlands, du Davenaut-Rose,
Winden wir dir zu dem heutigen Fest.
DAVENAUT
Ihr Freunde, kommt, beginnt die Hochzeitsfeier
Mit frohem Sinn und heitrer Fröhlichkeit;
Mein einzig Kind, dem Vaterherzen teuer,
Vermähle ich dem edlen Gatten heut'!
MALWINA
(für sich)
Dein Wille, Herr im Himmel, mag geschehen,
In gläub'ger Demut unterwerf' ich mich;
O laß ein Zeichen deiner Huld mich sehen,
Ich bin ja dein Geschöpf, erbarme dich!
AUBRY
(für sich)
Schon senkte sich ein Engel tröstend nieder
Mit schöner Hoffnung ros'gem Dämmerschein;
Doch rasch durchbebt mich kaltes Grausen wieder,
Hohnlachend stürmt die Hölle auf mich ein!
O Herr, erbarme dich!
CHOR
Ja, Freunde, auf, beginnt die Hochzeitsfeier
Mit frohem Sinn und heitrer Fröhlichkeit;
Das einz'ge Kind, dem Vaterherzen teuer,
Vermählet er dem edlen Gatten heut'!
Singet laut und jubelt froh!
(Lord Ruthven komm)
Dritter Auftritt
MALWINA
(für sich)
Allgerechter!
AUBRY
(für sich)
Weh, Entsetzen!
CHOR
Ha, willkommen!
DAVENAUT
Ha, willkommen!
RUTHVEN
(zu Davenaut)
Sir, entschuld'gen kann ich nicht,
Daß ich säumt' in meiner Pflicht,
Hab' ich doch mein Glück verschoben;
Meinen Fehler wollt' ich loben,
Preisen noch mein Mißgeschick,
(zärtlich zu Malwina)
Zürnte auch Myladys Blick
Auf den läss'gen Bräutigam,
Der so spät zur Hochzeit kam.
DAVENAUT
Spart die Worte, lieber Sohn,
Alles ist bereitet schon!
Auf denn, fort, hin zur Kapelle,
Dort will ich an heil'ger Stelle
Bei des Priesters frommem Segen
Ihre Hand in Eure legen.
MALWINA
Ach, mein Vater, habt Erbarmen!
DAVENAUT
Auf, Freunde, auf!
Mit heiterm Sang begleitet unsern Hochzeitsgang!
AUBRY
(für sich)
Starr und leblos steh' ich da! -
O Gott, wie wird das enden!
MALWINA
Wehe mir! ach, weh' mir Armen! -
Mein Vater!
RUTHVEN
(für sich)
Ha! Triumph! Das Ziel ist nah!
Sie ist in meinen Händen!
Triumph! Das Ziel ist nah!
CHOR
Möchte die Zukunft die heitersten Lose,
Rosen gleich, dir auf den Lebenspfad streun;
Blume des Hochlands, du Davenaut-Rose,
Wie wir heut' Blumen -
AUBRY
(tritt heftig zwischen Malwina und Ruthven)
Haltet ein! -
Nein, nimmermehr soll sie dein Opfer sein!
CHOR
Ha! was ist das?
Welch seltsames Beginnen!
DAVENAUT
Törichter Knabe!
Weiche schnell von hinnen!
Unsinniger, hinweg mit dir! zurück!
Zu weit treibt dich strafbare Leidenschaft.
AUBRY
Ha, nimmermehr! Es drängt der Augenblick!
(Er umschlingt Malwina)
Ich fühle Mut in mir und Kraft,
Ich will und muß die Heissgeliebte retten!
DAVENAUT
Ha, werft den Rasenden in Ketten!
CHOR
Ha! was ist das?
Welch seltsames Beginnen?
AUBRY
Fest will ich sie umklammern und umfassen
Und nur mit meinem Leben lassen!
DAVENAUT
Hinweg mit ihm!
Trennt sie, er ist von Sinnen!
AUBRY
Ha, nimmermehr!
Ach, habt Erbarmen!
Betrogner Vater, ach, Ihr wißt nicht, was Ihr thut!
Verloren Euer Kind, noch eh' der Morgen graut,
Bestimmt Ihr sie zu dieses Scheusals Braut.
DAVENAUT
Wie, Rasender!
Du wagst den Mann zu schmähen,
Den sich dein Lord zum Eidam ausersehen?
Ha, fürchte meines Zornes Wut!
RUTHVEN
(für sich)
Die Zeit vergeht!
Es wird zu spät! -
Grausen bebt durch meine Glieder!
MALWINA
(für sich)
Mut und Vertrauen verlassen mich,
Vater im Himmel, erbarme dich!
CHOR
(unter sich)
Wie die Sache auch sich wende,
Weh, das nimmt kein gutes Ende,
Was ich höre, was ich sehe,
Deutet mir des Unglücks Nähe!
AUBRY
Ha, trauet dem Verruchten nicht!
Seht das verworfne Angesicht!
Sein Auge flammet Höllenglut!
Er lechzet schon nach ihrem Blut!
Ihr seht sie niemals, niemals wieder!
CHOR
Weh! was war das?
Welch seltsames Beginnen?
RUTHVEN
Der hoffnungslosen Liebe Glut,
Sie tobt in ihm mit wilder Wut!
Ha, fesselt seinen Ungestüm,
Ihr hört, der Wahnsinn spricht aus ihm!
DAVENAUT
Ja, fesselt seinen Ungestüm!
Man hört, der Wahnsinn spricht aus ihm!
Hinweg mit ihm, er ist von Sinnen!
Hinweg mit ihm!
RUTHVEN
Ja, hinweg mit ihm, er ist von Sinnen!
CHOR
Ha, fesselt seinen Ungestüm! - Ja! -
Man hört, der Wahnsinn - ja - spricht aus ihm!
Ja, hinweg mit ihm, er ist von Sinnen,
Hinweg mit ihm!
AUBRY
(außer sich)
Malwina, höre mich!
In Todesangst beschwör' ich dich!
Verderben droht dir diese Nacht!
O zögre nur, bis der Tag erwacht,
O zögre nur -
(Die beiden Diener schleppen Aubry nach links ab)
Vierter Auftritt
DAVENAUT
Hinweg!
RUTHVEN
(für sich)
Die Zeit vergeht,
es wird zu spät!
Grausen bebt durch meine Glieder!
MALWINA
(für sich)
Mut und Vertrauen verlassen mich,
Vater im Himmel, erbarme dich!
AUBRY STIMME
(außerhalb)
Malwina! - Malwina! -
CHOR
(für sich)
Hinweg! Wie die Sache auch sich wende,
Weh! das nimmt kein gutes Ende!
Was ich höre, was ich sehe,
Deutet mir des Unglücks Nähe!
RUTHVEN
(zu Davenaut)
Die Zeit vergeht, es wird zu spät,
Laßt uns rasch zum Werke schreiten.
DAVENAUT
Ihr Freunde, auf, mit heiterm Sang
Begleitet unsern Hochzeitsgang.
MALWINA
Vater! ach, Vater! laß mit Zähren dich beschwören!
Vater! ach, Vater! Hab' Erbarmen mit mir Armen!
Meine Kräfte fühl' ich schwinden,
O laß die Tochter Mitleid finden!
O gönn' mir Zeit, der Tag ist nicht mehr weit!
Ach, laß uns bis morgen weilen!
CHOR
O gönnt ihr Zeit, der Tag ist nicht mehr weit!
Warum so hastig eilen?
RUTHVEN
Mich drängt die Zeit!
DAVENAUT
Sprecht, kann es sein!
RUTHVEN
Ihr wißt, was Pflicht gebeut!
DAVENAUT
Ich will'ge gerne ein!
RUTHVEN
Ich darf nicht länger weilen!
DAVENAUT
Sir, laßt uns bis morgen weilen.
RUTHVEN
Nein! nimmermehr! Es kann und darf nicht sein.
Ihr gabt mir Euer Wort,
Wollt Ihr es ehrlos brechen?
DAVENAUT
(heftig)
Ha! Wer wagt es, so mit mir zu sprechen?
RUTHVEN
Wollt Ihr es ehrlos brechen?
DAVENAUT
Ha! Wer wagt es, so mit mir zu sprechen!
Auf! auf denn, zur Trauung fort!
MALWINA
Nein, nimmermehr!
DAVENAUT
Auf, zur Trauung fort!
MALWINA
(energisch)
Ich will'ge niemals ein!
Ha, nicht Liebe, nur Entsetzen
Fühle ich für diesen Mann.
DAVENAUT
Ha! wagst du's, dich zu widersetzen?
Ha! Verräterin! Wohlan!
So treffe dich - des Vaters Fluch!
MALWINA UND CHOR
Weh!
CHOR
Was ist geschehn!
DAVENAUT
Auf! beginnt den Hochzeitszug!
CHOR
Wie nach verderblichem Wettergetose
Lächelt die Freude mit heiterem Blick,
Blume des Hochlands, du Davenaut-Rose,
Wende sich jede Gefahr dir zum Glück!
AUBRY STIMME
(links außerhalb)
Vergebens hemmt ihr meines Wahnsinns Stärke,
Ich muß hinein!
Zertrümmern will ich dieses Dämons Werke.
RUTHVEN, DAVENAUT UND CHOR
Man muß den Eingang ihm verwehren!
Fünfter Auftritt
AUBRY
(in größter Erregung)
Haltet ein!
RUTHVEN
(für sich)
Ich bin verloren! Wehe mir!
AUBRY
(auf Ruthven weisend)
Wißt, dieses Scheusal der Natur -
RUTHVEN
Aubry! Gedenk' an deinen Schwur -
Verderben drohet dir!
CHOR
Weh'!
AUBRY
Nicht zag' ich vor des Ew'gen Grimme -
Laut ruf' ich es mit Donnerstimme:
RUTHVEN
(zu Aubry)
Verderben drohet dir!
CHOR
Weh', was werd' ich hören?
(Donner)
AUBRY
Dieses Scheusal hier -
(Donner)
RUTHVEN
(für sich)
Zermalmung bebt durch meine Glieder!
Gottes Donner wirft mich nieder! Wehe mir!
AUBRY
(mit größter Kraft)
Dieses Scheusal hier,
Ist ein Vampyr!
ALLE
(mit dem Ausruf des Entsetzens)
Weh'!
(Ein Blitz zerstöre zu Ruthven)
CHOR
Ha! Was war das?
Was ist geschehen hier?
DAVENAUT
Gott, mein Kind, welch Unglück drohte dir!
MALWINA
Wer Gottesfurcht im frommen Herzen trägt,
Im treuen Busen reine Liebe hegt,
Dem muß der Hölle dunkle Macht entweichen,
Kein böser Zauber kann ihn je erreichen!
AUBRY, MALWINA, CHOR
Wer Gottesfurcht im frommen Herzen trägt,
Im treuen Busen reine Liebe hegt,
Dem muß der Hölle dunkle Macht entweichen,
Kein böser Zauber kann ihn je erreichen!
DAVENAUT
Verloren hab' ich meine Vaterrechte!
Geliebte Tochter, kannst du mir verzeihen?
Auf daß ich sie zurückgewinnen möchte,
Will ich mit heißem Vatersegen
Jetzt diese Hand in deine legen!
(zu Aubry)
Du sollst mein Sohn und meines Namens Erbe sein!
(Er vereinigt die Liebenden)
MALWINA
Tief im innersten Gemüte
Fühl' ich dankbar deine Güte,
Vater, Worte hab ich nicht.
AUBRY
Darf ich's glauben, darf ich's hoffen?
Ach, den Himmel seh' ich offen!
Diese Wonne trag' ich nicht.
CHOR
Prangend aus des Verderbens Schoß
Erblühte euch das schönste Los;
So steiget aus der finstern Nacht
Der Tag empor mit Strahlenpracht;
Dem Ewigen sei Preis und Dank!
Ihm schalle unser Lobgesang!
|
Segundo Cuadro
(Sala del castillo Davenaut, como
en el primer acto)
Escena Primera
(Aubry está sentado solo, luego entra Malwina)
MALWINA
(vestida de boda, cae en brazos de Aubry)
¡Edgar!
AUBRY
¡Malwina!... ¡Estás llorado!
MALWINA
¡Ay, con los ojos arrasados en lágrimas
le he suplicado a mi padre
que consienta en un aplazamiento!
Todo ha sido inútil...
Él se mantiene inflexible.
La iglesia está adornada, los invitados reunidos,
sólo falta la llegada del conde
para que el sacerdote santifique mi desdicha
con su bendición.
A la puerta de la iglesia
ya está preparado el coche del conde
para partir inmediatamente tras la ceremonia...
AUBRY
¡Calla, no puedo soportar seguir oyéndote!
¡No tienes escapatoria!...
¡Ay de nosotros!
¡Sólo me queda el odio y la desesperación!
¡Oh, si tuviera el valor de poner fin
a mi desgraciada vida con mis propias manos!
MALWINA
¡Oh, querido, manténte fuerte,
no perdamos la esperanza!
¡Aún existe un Dios que puede oírnos!
¡Si Él así lo desea, todo acabará bien!
¡Con confianza infantil
no perdamos la esperanza del auxilio del Padre!
AUBRY
¡Ya casi no queda tiempo, Malwina!
¡Manténte fuerte hasta que llegue el nuevo día!
La magia negra del infierno tiende sus redes
durante la noche.
MALWINA
¿Qué?... ¿De qué he temer?
¡Sólo temo la inflexibilidad de mi padre!
De los peligros del infierno
me protegerá mi corazón, puro y limpio.
¡Quien lleva el temor de Dios en el corazón,
está protegido contra
el oscuro poder del Infierno!
¡Ninguna magia negra
podrá alcanzarme nunca!
AUBRY
(con pasión)
¡Dichosa tú, que mediante la luz del cielo
iluminas la noche de la duda!
El coro de los ángeles te saluda jubiloso
desde sus esferas resplandecientes.
AUBRY, MALWINA
¡Quien lleva el temor de Dios en el corazón,
está protegido contra el oscuro poder del Infierno!
¡Ninguna magia negra
podrá alcanzarle nunca!
(Entran Davenaut y sus invitados)
Escena Segunda
INVITADOS
Traemos capullos nacidos bajo el suave céfiro
y flores de tierras lejanas,
para que resplandezcas en la fiesta,
¡tú, rosa de los Davenaut!
DAVENAUT
¡Amigos, venid!...
¡Alegres y joviales comencemos la fiesta!
¡Mi única y querida niña,
se casa hoy con un noble esposo!
MALWINA
(para sí)
¡Hágase tu voluntad, Señor de los cielos!
Humildemente me someto...
¡Oh, dame una señal de tu clemencia,
soy hija tuya, ten compasión de mí!
AUBRY
(para sí)
¡Ojalá descienda del cielo un ángel consolador,
con el rosado brillo de la dulce esperanza!
Pero de nuevo me hace temblar el frío del horror.
¡Me parece oír la risa sarcástica del Infierno!
¡Oh, Señor, ten compasión de mí!
CORO
¡Sí, amigos, vayamos!...
¡Alegres y joviales comencemos la fiesta!
¡Su única y querida niña,
se casa hoy con un noble esposo!
¡Cantemos jubiloso y alegres!
(lord Ruthven entra deprisa)
Escena Tercera
MALWINA
(para sí)
¡Dios todopoderoso!
AUBRY
(para sí)
¡Ay, qué espantoso!
CORO
¡Ah, sed bienvenido!
DAVENAUT
¡Ah, sed bienvenido!
RUTHVEN
(a Davenaut)
Sir, debo pediros que me perdonéis,
mis obligaciones me han retenido.
Pero aunque he aplazado mi felicidad,
quisiera disculpar mi falta
debido a mi mala suerte.
(cariñoso, a Malwina)
Veo que "milady" mira enojada
al descortés novio,
que llega tarde a la boda.
DAVENAUT
¡Ahorrad palabras, querido hijo,
todo está ya preparado!
Vamos a la iglesia y allí,
en ese lugar sagrado,
el sacerdote bendecirá
la unión de vuestras manos.
MALWINA
¡Ay, padre mío, ten compasión!
DAVENAUT
¡Vamos, amigos, vamos!
¡Entonemos alegres canciones de boda!
AUBRY
(para sí)
¡Rígida y como muerta camina ella!
¡Oh Dios, cómo acabará esto!
MALWINA
¡Ay de mí! ¡Ay, ay de mí, desgraciada!
¡Padre mío!
RUTHVEN
(aparte)
¡Ah, triunfo! ¡La meta ya está cerca!
¡Ella está ya casi en mis manos!
¡Triunfo! ¡La meta ya está cerca!
CORO
¡Que el futuro te reserve alegres días!
¡Que tu vida sea un camino de rosas!
Hoy derramamos pétalos de flores sobre ti,
¡Rosa de los Davenaut!...
AUBRY
(interponiéndose entre Malwina y Ruthven)
¡Deteneos!...
¡Ella nunca será tu víctima!
CORO
¡Ah! ¿Qué significa esto?
¡Qué extraño comportamiento!
DAVENAUT
¡Muchacho impertinente!
¡Márchate inmediatamente de aquí!
¡Insensato! ¡Fuera de aquí! ¡Atrás!
¡Tu insensato comportamiento te perderá!
AUBRY
¡Ah, jamás! ¡No lo conseguiréis!
(abrazando a Malwina)
¡Tengo el valor y la fuerza suficientes
como para salvar a mi amada!
DAVENAUT
¡Ah, apresad a este loco!
CORO
¡Ah! ¿Qué significa esto?
¡Qué extraño comportamiento!
AUBRY
¡La tomo y la abrazo!...
¡Sólo me separaréis de ella a costa de mi vida!
DAVENAUT
¡Echadlo de aquí!
¡Separadlos, está loco!
AUBRY
¡Ah, jamás!...
¡Ay, tened piedad!...
¡Estáis en un error!... ¡No sabéis lo que hacéis!
¡Vuestra hija morirá antes de que amanezca,
si la condenáis a ser la novia de este monstruo!
DAVENAUT
¿Cómo?...
¿Te atreves a injuriar al hombre
que tu señor ha elegido como yerno?
¡Ah, teme la furia de mi cólera!
RUTHVEN
(para sí)
¡El tiempo pasa!...
¡Se está haciendo demasiado tarde!...
¡El ansia de sangre agita mis miembros!
MALWINA
(para sí)
¡El valor y las fuerzas me abandonan!...
¡Padre celestial, ten compasión de mí!
CORO
(para sí)
¡Ay, cómo se enreda la situación!...
¡Todo esto no presagia un final feliz!...
¡Lo que oigo, lo que veo,
todo augura una desgracia!
AUBRY
¡Ah, no se la confiéis a ese malvado!
¡Mirad su degenerado rostro!
¡Las llamas del infierno se asoman a sus ojos!
¡Está ávido de sangre!
¡No la volveréis a ver nunca, nunca!
CORO
¡Ay! ¿Qué significa esto?
¡Qué extraño comportamiento!
RUTHVEN
¡Su boca escupe el odio
de un amor sin esperanza!
¡Ah, encadenadlo!
¡Sois testigos de que está loco!
DAVENAUT
¡Sí, encadenadlo!
¡La locura se ha apoderado de él!
¡Echadlo fuera, ha perdido el juicio!
¡Echadlo!...
RUTHVEN
¡Sí, echadlo fuera, ha perdido el juicio!
CORO
¡Ah, encadenadlo!
¡La locura se ha apoderado de él!
¡Echadlo fuera, ha perdido el juicio!
¡Echadlo!...
AUBRY
(fuera de sí)
¡Malwina, óyeme!
¡Te lo juro por lo más sagrado!
¡La muerte te amenaza esta noche!
¡Oh, no titubees!
¡Manténte firme hasta que nazca el día!...
(los criados se lo llevan)
Escena Cuarta
DAVENAUT
¡Fuera!
RUTHVEN
(para sí)
¡El tiempo pasa!...
¡Se está haciendo demasiado tarde!
¡El ansia de sangre agita mis miembros!
MALWINA
(para sí)
¡El valor y las fuerzas me abandonan!...
¡Padre celestial, ten compasión de mí!
VOZ DE AUBRY
(fuera de escena)
¡Malwina!... ¡Malwina!...
CORO
(para sí)
¡Ay, cómo se enreda la situación!...
¡Todo esto no presagia un final feliz!...
¡Lo que oigo, lo que veo,
todo augura una desgracia!
RUTHVEN
(a Davenaut)
El tiempo pasa. Se ha hecho muy tarde...
¡Comencemos la ceremonia!
DAVENAUT
¡Vamos, amigos, vamos!
¡Entonemos alegres canciones de boda!
MALWINA
¡Padre, ay, padre!
¡Que mis lágrimas te apiaden!
¡Padre, ay, padre! ¡Ten compasión de mí!
Siento que las fuerzas me abandonan.
¡Oh, dame tiempo, el día se acaba ya!
¡Ay, aguarda a mañana!
CORO
¡Oh, dale tiempo, el día se acaba ya!
¿Por qué apresurarse?
RUTHVEN
¡No hay tiempo!
DAVENAUT
Acaso... ¿podremos demorarnos?
RUTHVEN
¡Habéis empeñado vuestra palabra!
DAVENAUT
No veo inconveniente en aguardar hasta mañana.
RUTHVEN
¡No puedo demorarme más!
DAVENAUT
Sir, se ha hecho tarde, esperemos hasta mañana.
RUTHVEN
¡No! ¡Jamás!... ¡No puede ser!
¡Me disteis vuestra palabra!
¿Queréis romperla deshonrosamente?
DAVENAUT
(vehemente)
¡Ah! ¿Cómo osáis dudar de mí?
RUTHVEN
¿Queréis romperla deshonrosamente?
DAVENAUT
¡Ah! ¿Cómo osáis dudar de mí?
¡Vamos!... ¡Vayamos, pues, a la boda!
MALWINA
¡No, jamás!
DAVENAUT
¡Vayamos pues a la boda!
MALWINA
(enérgica)
¡No lo consentiré jamás!
¡Ah, por este hombre
no siento amor, sólo horror!
DAVENAUT
¡Ah! ¿Te niegas a obedecerme?
¡Ah! ¡Degenerada! ¡Está bien!...
¡Que caiga sobre ti la maldición de tu padre!
MALWINA, CORO
¡Horror!...
CORO
¿Qué está ocurriendo?
DAVENAUT
¡Vamos! ¡Que comience el cortejo nupcial!
CORO
Que como la calma llega tras la tormenta,
así te sonría la alegría,
a ti, rosa de los Davenaut.
¡Que la preocupación se torne en felicidad!
VOZ DE AUBRY
(fuera de escena)
¡En vano os oponéis a mí!
¡He de entrar ahí dentro!...
¡Debo destruir la obra de ese demonio!
RUTHVEN, DAVENAUT, CORO
¡No dejéis entrar a ese hombre!
Escena Quinta
AUBRY
(entra corriendo)
¡Deteneos!
RUTHVEN
(para sí)
¡Estoy perdido!... ¡Ay de mí!...
AUBRY
(señalando a Ruthven)
Sabed que este monstruo de la naturaleza...
RUTHVEN
¡Aubry!... ¡Piensa en tu juramento!
¡La condenación eterna te amenaza!
CORO
¡Horror!
AUBRY
¡Ni el temor a la cólera del Eterno me detendrá!...
¡Mi voz resonará como el trueno!
RUTHVEN
(a Aubry)
¡La condenación te amenaza!
CORO
¡Ay! ¿Qué oigo?
(se oye un trueno)
AUBRY
Este monstruo, es...
(otro trueno)
RUTHVEN
(para sí)
¡Noto la destrucción correr por mis miembros!...
¡El rayo celestial me abatirá!... ¡Ay de mí!
AUBRY
(con gran fuerza)
¡Este monstruo, es...
¡un vampiro!
TODOS
(con una exclamación de espanto)
¡Ay!
(Un rayo aniquila a Ruthven)
CORO
¡Ah! ¿Qué ha sido eso?
¿Qué ha ocurrido aquí?
DAVENAUT
¡Dios, niña mía, qué peligro te amenazaba!
MALWINA
¡Quien lleva el temor de Dios en el corazón,
está protegido contra
el oscuro poder del Infierno!
¡Ninguna magia negra podrá alcanzarle nunca!
AUBRY, MALWINA, CORO
¡Quien lleva el temor de Dios en el corazón,
está protegido contra
el oscuro poder del Infierno!
¡Ninguna magia negra podrá alcanzarle nunca!
DAVENAUT
¡He fracasado como padre!
Querida hija... ¿podrás perdonarme?
Para que de nuevo pueda recuperarte,
y con la total bendición paterna,
¡quiero poner esta mano en la tuya!
(a Aubry)
¡Tú serás mi hijo y el heredero de mi nombre!
(une a los dos enamorados)
MALWINA
La gratitud por tu bondad,
nace desde lo más profundo de mi alma.
Padre, me faltan palabras para agradecértelo...
AUBRY
¿Es cierto lo que veo?... ¿Estoy soñando?
¡Ay, por fin el cielo se ha abierto para mí!
¡Aún no puedo creer en tanta dicha!
CORO
Un esplendoroso destino ha surgido
desde la más profunda desesperación.
El día amanece, tras la oscura noche,
con deslumbrantes rayos.
¡Loas y gracias sean dados al Eterno!
¡Dirijamos a Él nuestros cantos de alabanza!
Escaneado y Traducido por:
Eduardo Almagro 2005
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