(Sie fängt an der Wand des Hauses,
seitwärts der Türschwelle, eifrig
zu graben an, lautlos wie ein Tier.
Hält inne, sieht sich um, gräbt

wieder. Sieht sich von neuem um
und lauscht, gräbt weiter.
Orest steht in der Hoftür, von der
letzten Helle sich schwarz
abhebend. Er tritt herein. Elektra
blickt auf ihn. Er dreht sich
langsam um, so daß sein Blick auf
sie fällt. Elektra fährt heftig

auf)

ELEKTRA
(Zitternd.)
Was willst du, fremder Mensch?
Was treibst du dich zur dunklen
Stunde hier herum, belauerst,
was andre tun!
Ich hab' hier ein Geschäft.
Was kümmert's dich?
Laß mich in Ruh'

OREST
Ich muß hier warten.

ELEKTRA
Warten?

OREST
Doch du bist hier aus dem Haus?
Bist eine von den Mägden
dieses Hauses?

ELEKTRA
Ja, ich diene hier im Haus.
Du aber hast hier
nichts zu schaffen
Freu' dich und geh.

OREST
Ich sagte dir, ich muß hier warten,
bis sie mich rufen.

ELEKTRA
Die da drinnen? Du lügst.
Weiß ich doch gut,
der Herr ist nicht zu Haus'.
Und sie, was sollte sie mit dir?

OREST
Ich und noch einer, der mit mir ist
wir haben einen Auftrag an die Frau
Wir sind an sie geschickt,
weil wir bezeugen können,
das ihr Sohn Orest gestorben
ist vor unsren Augen.
Denn ihn erschlugen
seine eignen Pferde.
Ich war so alt wie er, und sein
Gefährte bei Tag und Nacht.
(Comienza a escarbar en la tierra
junto al muro del palacio, a un
lado de la puerta, como un animal,con

empeño y sigilosamente. Se detiene,
mira en derredor, escarba de nuevo.
Trata de escuchar, escarba de nuevo.
Orestes permanece de pie junto a la
puerta del palacio. Su sombra se
recorta en la penumbra. Avanza.
Electra le mira. El se vuelve
hasta que su mirada se encuentra
con Electra. Esta se yergue con

altivez)

ELECTRA
(Temblando).
¿Qué quieres, tú, extranjero?
¿Qué te trae aquí,
en la hora del crepúsculo,
acechando lo que otros hacen?.
Tengo una misión que cumplir.
¿Qué te retiene aquí?.
¡Déjame en paz!.

ORESTES
Debo esperar aquí.

ELECTRA
¿Esperar?.

ORESTES
¿Acaso perteneces a esta casa?.
¿Eres una de las sirvientas
del palacio?.

ELECTRA
Sí, yo sirvo en el palacio.
Pero no tienes nada
que hacer aquí.
Vete contento por ello.

ORESTES
Te repito que debo esperar aquí,
hasta que me llamen.

ELECTRA
¿La gente de dentro?. No mientas.
Sé, a ciencia cierta,
que el señor de la casa no está.
Y ella, ¿qué va a querer de ti?.

ORESTES
Yo y otro que me acompaña
tenemos un asunto que tratar
con la señora.
Hemos sido enviados ante ella
porque podemos atestiguar
que vimos morir a Orestes.
Sus propios caballos
le dieron muerte.
Yo era de su misma edad
y le acompañaba día y noche.
ELEKTRA
Muß ich dich noch sehn?
Schleppst du dich hierher
in meinen traurigen Winkel,
Herold des Unglücks!
Kannst du nicht die Botschaft
austrompeten dort,
wo sie sich freu'n!
Dein Aug' da starrt mich an
und sein's ist Gallert.
Dein Mund geht auf und zu, und
seiner ist mit Erde vollgepfropft.
Du lebst und er,
der besser war als du,
und edler tausendmal,
und tausendmal so wichtig,
daß er lebte, er ist hin!

OREST
Laß den Orest.
Er freute sich zu sehr
an seinem Leben.
Die Götter droben vertragen nicht
den allzu hellen Laut der Lust.
So mußte er denn sterben.

ELEKTRA
Doch ich! Doch ich!
Da liegen und zu wissen,
daß das Kind nie wieder kommt,
nie wieder kommt,
daß das Kind da drunten in den
Klüften des Grausens lungert,
daß die da drinnen leben
und sich freuen, daß dies Gezücht
in seiner Höhle lebt und ißt
und trinkt und schläft und ich hier
droben, wie nicht das Tier des
Waldes einsam und gräßlich lebt ich
hier droben allein.

OREST
Wer bist denn du?

ELEKTRA
Was kümmert's dich, wer ich bin?

OREST
Du mußt verwandtes Blut
zu denen sein die starben,
Agamemnon und Orest.

ELEKTRA
Verwandt? Ich bin dies Blut!
Ich bin das hündisch vergossene
Blut des Königs Agamemnon!
Elektra heiß' ich.

OREST
Nein!

ELEKTRA
Er leugnet's ab.
Er bläst auf mich
und nimmt mir meinen Namen.

OREST
Elektra!

ELEKTRA
Weil ich nicht Vater hab',

OREST
Elektra!

ELEKTRA
Noch Bruder,
bin ich der Spott der Buben!

OREST
Elektra! Elektra!
So seh' ich sie?
Ich seh' sie wirklich?
Du? So haben sie dich
darben lassen oder
sie haben dich geschlagen?

ELEKTRA
Laß mein Kleid,
wühl' nicht mit deinem Blick daran.

OREST
Was haben sie gemacht
mit deinen Nächten?
Furchtbar sind deine Augen.

ELEKTRA
Laß mich!

OREST
Hohl sind deine Wangen!

ELEKTRA
Geh' ins Haus,
drin hab' ich eine Schwester,
die bewahrt sich
für Freudenfeste auf!

OREST
Elektra, hör mich!

ELEKTRA
Ich will nicht wissen, wer du bist.
Ich will Niemand sehn!

OREST
Hör' mich an, ich hab' nicht Zeit.
Hör' zu: Orest lebt!

(Elektra wirft sich herum.)

Wenn du dich regst,
verrätst du ihn.

ELEKTRA
So ist er frei?
Wo ist er?

OREST
Er ist unversehrt wie ich.

ELEKTRA
So rett' ihn doch,
bevor sie ihn erwürgen.

OREST
Bei meines Vaters Leichnam!
Dazu kam ich her!

ELEKTRA
(Von seinem Ton getroffen.)
Wer bist denn du?

(Der alte finstre Diener stürzt
gefolgt von drei anderen Dienen aus
dem Hof lautlos herein, wirft sich
vor Orest nieder, küßt seine Füße,
die anderen Orests Hände und den
Saum seines Gewandes.)

ELEKTRA
(Kaum ihrer mächtig.)
Wer bist du denn?
Ich fürchte mich.

OREST
Die Hunde auf dem Hof erkennen
mich, und meine Schwester nicht?

ELEKTRA
Orest! Orest!
Orest! Orest!
Es rührt sich niemand!
O laß deine Augen mich sehn,
Traumbild,
mir geschenktes Traumbild,
schöner als alle Träume!
Hehres, unbegreifliches,
erhabenes Gesicht,
o bleib' bei mir!
Lös' nicht in Luft dich auf,
vergeh' mir nicht, er sei denn,
daß ich jetzt gleich sterben muß
und du dich anzeigst
und mich holen kommst:
dann sterbe ich seliger,
als ich gelebt!
Orest! Orest! Orest!

(Orest neigt sich zu ihr, sie zu
umarmen.)

Nein, du sollst mich nicht umarmen!
Tritt weg, ich schäme mich vor dir.
Ich weiß nicht,
wie du mich ansiehst.
Ich bin nur mehr der Leichnam
deiner Schwester, mein armes Kind!
Ich weiß, es schaudert dich vor mir
und war doch eines Königs Tochter!
Ich glaube, ich war schön:
wenn ich die Lampe ausblies
vor meinem Spiegel,
fühlt' ich es mir keuschem Schauer.
Ich fühlt' es wie der dünne Strahl
des Mondes in meines Körpers
weißer Nacktheit badete,
so wie in einem Weiher,
und mein Haar war solches Haar,
vor dem die Männer zittern,
dies Haar, versträhnt, beschmutzt,
erniedrigt. Verstehst du's, Bruder?
Ich habe Alles was ich war,
hingeben müssen. Meine Scham
hab' ich geopfert, die Scham,
die süßer als Alles ist, die Scham,
die wie der Silberdunst,
der milchige, des Monds um jedes
Weib herum ist und das Gräßliche
von ihr und ihrer Seele weghält.
Verstehst du's, Bruder?
Diese süßen Schauder hab' ich dem
Vater opfern müssen.
Meinst du, wenn ich an
meinem Leib mich freute,
drangen seine Seufzer,
drang nicht sein Stöhnen
an mein Bette?
Eifersüchtig sind die Töten:
und er schickte mir den Haß,
den hohläugigen Haß als Bräutigam.
So bin ich eine Prophetin immerfort
gewesen und habe nichts
hervorgebracht aus mir und meinem
Leib als Flüche und Verzweiflung!
Was schaust du ängstlich um dich?
Sprich zu mir! Sprich doch!
Du zitterst ja am ganzen Leib?

OREST
Laß zittern diesen Leib!
Er ahnt, welchen Weg ich ihn führe.

ELEKTRA
Du wirst es tun? Allein?
Du armes Kind.

OREST
Die diese Tat mir auferlegt,
die Götter werden da sein,
mir zu helfen. Ich will es tun,
ich will es eilig tun.
Ich werde es tun!
Ich werde es tun!

ELEKTRA
Dur wirst es tun! Der ist selig,
der tun darf.
Die tat ist wie ein Bette,
auf dem die Seele ausruht,
wie ein Bett von Balsam,
drauf die Seele ruhen kann,
die eine Wunde ist, ein Brand,
ein Eiter, eine Flamme!

ELEKTRA
(Sehr schwungvoll.)
Der ist selig,
der seine Tat zu tun kommt,
selig der, der ihn ersehnt,
selig, der ihn erschaut.
Selig, wer ihn erkennt,
selig, wer ihn berührt.
Selig, wer ihm das Beil
aus der Erde gräbt,
selig, wer ihm die Fackel hält,
selig, selig,
wer ihm öffnet die Tür.
ELECTRA
¿No puedo perderte de vista?
¡Tú, heraldo de desventuras,
que te arrastras hasta
mi triste rincón!
¿Por qué no llevas
tus nuevas allí dentro,
donde las recibirán con alborozo?.
Tus ojos no me pierden de vista,
y los suyos se descomponen.
Tu boca no para de abrirse,
y la suya está repleta de tierra.
Tú vives, y él...,
que era mejor que tú,
mil veces más regio que tú
y mil veces más necesario
en esta vida, él ha muerto.

ORESTES
Olvídate de Orestes.
El disfrutó demasiado de su vida.
Los dioses no toleran
que el eco de los gozos
se eleve demasiado.
Por ese motivo murió.

ELECTRA
Pero, ¡y yo!, ¡y yo!.
Aquí espero postrada,
sabiendo que el niño
no regresará nunca más, nunca más.
Que el niño yace en la profundidad
de los abismos del horror.
Que quienes están dentro del palacio
viven gozosos y se regocijan.
Que esa camada vive en su guarida,
comiendo y bebiendo y durmiendo...,
mientras yo vivo mi existencia
rodeada de más soledad y odio
que cualquier bestia en los bosques.

ORESTES
Pero, ¿quién eres tú?.

ELECTRA
¿Acaso te importa?.

ORESTES
Tú pareces ser de la misma sangre
que aquellos dos que han muerto:
Agamenón y Orestes.

ELECTRA
¿De la misma?. ¡Yo soy esa sangre!
¡Yo soy la sangre del rey Agamenón,
derramada igual que la de un perro!
Electra es mi nombre.

ORESTES
¡No!.

ELECTRA
¡Me intimida!
¡Me desprecia
y me niega hasta el nombre!

ORESTES
¡Electra!

ELECTRA
Como no tengo padre...

ORESTES
¡Electra!

ELECTRA
... ni hermano,
soy la diversión de los jóvenes.

ORESTES
¡Electra, Electra! ¿Eres tú?
¿Acaso estás delante de mí?,
¿en verdad te contemplan mis ojos?,
¿Dime?
¿Te han hecho sufrir privaciones?
¿Te han azotado?

ELECTRA
¡Olvídate de mis vestidos
y deja de mirarlos!.

ORESTES
¿Qué te han hecho
por las noches?.
Tus ojos son espantosos.

ELECTRA
¡Déjame!.

ORESTES
¡Tus mejillas están hundidas!.

ELECTRA
Ve a palacio.
Dentro está mi hermana
que se reserva para
las celebraciones.

ORESTES
¡Electra, escúchame!.

ELECTRA
No quiero saber quién eres.
No quiero ver a nadie.

ORESTES
¡Escúchame!, no tengo tiempo.
Escucha: ¡Orestes está vivo!.

(Electra se gira)

Si te mueves,
le delatarás.

ELECTRA
¿De modo que está libre?
¿Dónde está?

ORESTES
Está indemne, como yo.

ELECTRA
Entonces sálvalo,
antes de que ellos lo estrangulen.

ORESTES
¡Por el cuerpo yaciente de mi padre!
¡por eso he venido!

ELECTRA
(Alertada por el tono de su voz).
Pero, ¿quién eres tú?.

(El anciano sirviente, seguido de
otros tres sirvientes, sale al patio
y se arrodilla ante Orestes, besa sus
pies. Los otros hacen lo propio con
las manos de Orestes y con el borde
de su túnica).

ELECTRA
(Apenas contenida).
¿Pero quién eres tú?.
Estoy asustada.

ORESTES
¿Los perros del patio me reconocen,
y mi hermana no es capaz?

ELECTRA
¡Orestes!, ¡Orestes!,
¡Orestes!, ¡Orestes!
¡Nadie se mueve!.
¡Permite que tus ojos me contemplen,
imagen soñada,
sueño que se me ofrece,
imagen soñada, más bella
que todos los sueños!.
Augusto, inalcanzable,
sublime rostro,
¡permanece junto a mí!.
No desaparezcas en el aire,
no me abandones, salvo que éste sea
el momento de mi muerte
y vengas a llevarme contigo:
en ese caso, moriré más dichosa
de lo que lo fui en vida.
¡Orestes!, ¡Orestes!, ¡Orestes!

(Orestes se agacha para tomarla
entre sus brazos).

¡No, no debes abrazarme!.
Retrocede. Ante ti, siento vergüenza.
No sé qué puedes pensar de mi aspecto
No soy más que el cadáver
de tu hermana. ¡Mi pobre niño!
Sientes repulsión ante mi aspecto,
pero ¡yo fui la hija de un rey!
Hubo un tiempo en el que era bella:
cuando apagaba la luz del espejo,
lo percibía con un casto temblor.
Lo sentía como los rayos de la luna
sobre la blanca desnudez
de mi cuerpo,
como si estuviera en un lago,
y mi cabello era tal
que hacía estremecer a los hombres:
este cabello, sucio, envilecido.
¿Lo entiendes, hermano?
He tenido que abandonar
todo lo que yo era.
Tuve que sacrificar mi propio pudor.
El pudor, lo más dulce que tenía.
El pudor, que es cómo el aura
plateada y lechosa de la luna,
que cubre a toda mujer
y que mantiene apartado
todo horror de sí y de su alma.
¿Lo entiendes, hermano?
He sacrificado ese dulce escudo
en memoria de nuestro padre.
¿No comprendes que si yo hubiese
hallado placer en mi cuerpo,
sus suspiros y gemidos se habrían
abierto paso hasta mi lecho?.
Los muertos son celosos:
y él me envió el odio,
el odio de sus ojos hundidos,
como prometido.
¡Por eso me he convertido
en una profetisa,
y por eso nada ha salido de mí,
ni de mi cuerpo,
salvo maldiciones y desolación!
¿Por qué miras a tu alrededor?
¡Dime algo!, ¡háblame!
¿también tu cuerpo se estremece?

ORESTES
¡Deja que este cuerpo tiemble!
Presiente el destino al que lo llevo.

ELECTRA
¿Lo harás tú?, ¿tú solo?,
¿tú, pobre niño mío?.

ORESTES
Quienes me han encomendado
esta tarea - los dioses- sin duda,
me socorrerán.
Quiero hacerlo,
quiero hacerlo inmediatamente.
¡Lo haré!, ¡lo haré!.

ELECTRA
¡Tú lo harás!.
Dichoso quien pueda llevarla a cabo.
Esta tarea es como
un lecho de bálsamo
en el que reposa el alma,
cuando ésta se ha convertido
en una llaga, una brasa, una pústula,
¡en una llama!.

ELECTRA
(Vehementemente).
Sea dichoso,
dichoso, aquél que viene a ejecutar.
Dichoso, aquél que lo desea.
Dichoso, aquél que lo contempla.
Dichoso, aquél que lo reconoce.
Dichoso, aquél que le toca.
Dichoso, aquél que le da el hacha.
Dichoso, aquél que le da la antorcha.
Dichoso, dichoso,
aquél que...
le abre la puerta.
(Der Pfleger Orests steht in der
Hoftür, ein starker Greis mit
blitzenden Augen.)

DER PFLEGER
(Hastig auf sie zu.)
Seid ihr vor Sinnen, 
daß ihr euren Mund nicht bändigt,
wo ein Hauch, ein Laut, 
ein Nichts uns und das Werk
verderben kann.

(Zu Orest in fliegender Eile.)

Sie wartet drinnen, 
ihre Mägde suchen nach dir.
Es ist kein Mann im Haus, 
Orest!

(Orest reckt sich auf, seinen
Schauder bezwingend. Die Tür des
Hauses erhellt sich, und es 
erscheint eine Dienerin mit einer
Fackel, hinter ihr die Vertraute.
Elektra ist zurückgesprungen, steht
im Dunkel. Die Vertraute verneigt
sich gegen die beiden Fremden, 
winkt, ihr hinein zu folgen. Die
Dienerin befestigt die Fackel an
einem eisernen Ring im Türpfosten.
Orest und der Pfleger gehen hinein.
Orest schliesst einen Augenblick
schwindelnd die Augen, der Pfleger
ist dicht hinter ihm, sie tauschen
einen schnellen Blick. Die Tür
schliesst sich hinter ihnen. 
Elektra allein, in entsetzlicher
Spannung. Sie läuft auf einem 
Strich vor der Tür hin und her, 
mit gesenktem Kopf, wie das 
gefangene Tier im Käfig. 
Plötzlich steht sie still.)

ELEKTRA
Ich habe ihm das Beil 
nicht geben können!
Sie sind gegangen und ich habe ihm
das Beil nicht geben können. 
Es sind keine Götter im Himmel!

(Abermals ein furchtbares Warten.
Von ferne tönt drinnen, gellend, 
der Schrei Klytämnestras. Wie ein
Dämon.)

Triff noch einmal!

(Von drinnen ein zweiter Schrei. 
Aus dem Wohngebäude links kommen
Chrysothemis und eine Schar
Dienerinnen heraus. Elektra steht 
in der Tür, mit dem Rücken an die
Tür gepreßt.)

CHRYSOTHEMIS
Es muß etwas geschehn sein.

ERSTE MAGD
Sie schreit so aus dem Schlaf.

ZWEITE MAGD
Es müssen Männer drin sein. 
Ich habe Männer gehen hören.

DRITTE MAGD
Alle die Türen sind verriegelt.

VIERTE MAGD
Es sind Mörder! 
Es sind Mörder im Haus!

ERSTE MAGD
Oh!

ALLE
Was ist?

ERSTE MAGD
Seht ihr denn nicht: 
dort in der Tür steht einer!

CHRYSOTHEMIS
Das ist Elektra!
Das ist jaElektra, Elektra! 
warum sprichst du denn nichts?

ALLE
Elektra, Elektra!
Warum sprichst du denn nicht?

VIERTE MAGD
Ich will hinaus, Männer holen!

(Läuft rechts hinaus.)

CHRYSOTHEMIS
Mach uns doch die Tür auf,
Elektra!

MEHRERE DIENERINNEN
Elektra, laß uns ins Haus!

VIERTE MAGD
(Zurückkommend.)
Zurück! Aegisth! 
Zurück in unsre Kammern! Schnell!
Aegisth kommt durch den Hof!
Wenn er uns findet und wenn im
Hause was geschehen ist, 
läßt er uns töten.

CHRYSOTHEMIS
Zurück!

ALLE
Zurück! Zurück! Zurück!

(Sie verschwinden im Hause links.
Aegisth tritt rechts durch die 
Hoftür auf.)

AEGISTH
He! Lichter! Lichter!
Ist niemand da, zu leuchten? 
Rührt sich keiner 
von allen diesen Schuften? 
Kann das Volk keine 
Zucht annehmen?

(Elektra nimmt die Fackel von dem
Ring, läuft hinunter, ihm entgegen,
und neigt sich vor ihm. Aegisth,
erschrickt vor der wirren Gestalt 
im zuckenden Licht, weicht zurück)

Was ist das für ein 
unheimliches Weib? 
Ich hab' verboten, 
daß ein unbekanntes Gesicht 
mir in die Nähe kommt!

(Erkennt sie.)

Was, du? 
Wer heißt dich, 
mir entgegentreten?

ELEKTRA
Darf ich nicht leuchten?

AEGISTH
Nun, dich geht die Neuigkeit 
ja doch vor allen an. 
Wo find ich die fremden Männer,
die das von Orest uns melden?

ELEKTRA
Drinnen. 
Eine liebe Wirtin 
fanden sie vor, 
und sie ergötzen sich mit ihr.

AEGISTH
Und melden also wirklich, 
daß er gestorben ist, und melden so   
daß nicht zu zweifeln ist?

ELEKTRA
O Herr, 
sie melden's nicht mit Worten bloß,
nein, mit leibhaftigen Zeichen, 
an denen auch kein Zweifel 
möglich ist.

AEGISTH
Was hast du in der Stimme? 
Und was ist in dich gefahren, 
daß du nach dem Mund mir redest?
Was taumelst du so hin 
und her mit deinem Licht?

ELEKTRA
Es ist nichts andres, 
als daß ich endlich klug ward 
und zu denen mich halte, 
die die Stärkeren sind. 
Erlaubst du,
daß ich voran dir leuchte?

AEGISTH
Bis zur Tür. 
Was tanzest du? 
Gib Obacht.

ELEKTRA
(Indem sie ihn, wie in einem
unheimlichen Tanz, umkreist, sich
plötzlich tief bückend.)
Hier! 
Die Stufen, daß du nicht fällst.

AEGISTH
(An der Haustür.)
Warum ist hier kein Licht? 
Wer sind die dort?

ELEKTRA
Die sind's, die in Person dir
aufzuwarten wünschen, Herr. 
Und ich, die so oft durch freche
unbescheid'ne Näh' dich störte, 
will nun endlich lernen, 
mich im rechten Augenblick
zurückzuziehen.

AEGISTH
(Geht ins Haus. Stille. Dann Lärm
drinnen. Aegisth erscheint an 
einem kleinen Fenster, reißt den
Vorhang weg.)
Helft! Mörder! 
Helft dem Herren!
Mörder, Mörder, 
Sie morden mich!
Hört mich niemand? 
Hört mich niemand?

(Er wird weggezerrt.)

ELEKTRA
(Reckt sich auf.)
Agamemnon hört dich!

(Noch einmal erscheint Aegisth's
Gesicht am Fenster.)

AEGISTH
Weh mir!
(El tutor de Orestes, un anciano
fuerte con ojos centelleantes,
aparece ante la puerta del patio).

EL TUTOR DE ORESTES
(Precipitándose hacia ambos).
¿Tanto habéis enloquecido como
para que no seáis capaces 
de controlar vuestras lenguas,
cuando un simple suspiro, un ruido,
pueden ser nuestra perdición?

(A Orestes, apresuradamente)

Ella espera adentro. 
Sus sirvientas te buscan.
¡No hay hombres en el palacio, 
Orestes!

(Orestes se levanta,
sobreponiéndose a su temblor. La
puerta del palacio se ilumina,
apareciendo una sirvienta que lleva
una antorcha y, detrás, la dama de
confianza de Clitemnestra. Electra
vuelve sobre sus pasos y se oculta
en la obscuridad. La dama de
confianza hace una inclinación de
cabeza a los dos extranjeros y les
indica que la sigan. La sirvienta
coloca la antorcha dentro de un
anillo de hierro junto a la puerta.
Orestes y su tutor entran en el
palacio. Orestes, como atenazado
por el vértigo, cierra  sus ojos.
El tutor se aproxima a Orestes,
con quien intercambia una rápida
mirada. La puerta se cierra tras el
paso de ambos Electra se queda
sola, presa de una extraordinaria
ansiedad. Repentinamente, se detiene
y exclama:)

ELECTRA
¡No se la he dado!
¡No le he dado el hacha!
¡Han entrado sin que 
yo pudiera entregarle el hacha!
¡No hay dioses en el cielo!

(De nuevo, la angustiosa espera.
Lejos, en el interior del palacio,
resuena el grito desgarrador de 
Clitemnestra. Electra grita:)

¡Golpéala una vez más!

(Del interior del palacio llega un
segundo grito. Desde las 
habitaciones de la casa, aparece
Crisotemis seguida por un grupo de
sirvientes. Electra, de pie, apoya
su espalda contra la puerta)

CRISOTEMIS
Algo ha ocurrido.

PRIMERA SIRVIENTA
Grita como si estuviera soñando.

SEGUNDA SIRVIENTA
Hay hombres dentro del palacio. 
Les he oído entrar.

TERCERA SIRVIENTA
Todas las puertas están cerradas.

CUARTA SIRVIENTA
¡Son asesinos!.
¡Hay asesinos en la casa!.

PRIMERA SIRVIENTA
¡Ah!.

TODAS
¿Qué está pasando?.

PRIMERA SIRVIENTA
¿No veis?. 
Uno de ellos está junto a la puerta.

CRISOTEMIS
¡Es Electra!, 
¡Sí, es Electra, Electra!
¿Porqué no habla?

TODAS
¡Electra!, ¡Electra!.
¿Por qué no dirá nada?

CUARTA SIRVIENTA
¡Voy a buscar a los hombres!

(Sale corriendo)

CRISOTEMIS
¡Electra, ábrenos la puerta!
¡Electra!.

MAS SIRVIENTAS
¡Electra, déjanos entrar en la casa!

CUARTA SIRVIENTA
(Regresando).
¡Atrás!, ¡es Egisto!
¡Volved a vuestras habitaciones!
¡Rápido!
¡Egisto regresa por el patio!
Si nos encuentra y algo ha ocurrido
hará que nos maten.

CRISOTEMIS
¡Atrás!.

TODAS
¡Atrás!, ¡atrás!, ¡atrás!.

(Desaparecen, en un ruidoso
tumulto, dentro de la casa.
Egisto entra)

EGISTO
¡Eh!, ¡antorchas!, ¡antorchas!.
¿No hay nadie aquí para iluminarme?
¿Es que toda la canalla
está durmiendo?
¿No aprenderá nunca esta chusma
a obedecer?.

(Electra coge la antorcha, va a su
encuentro y se inclina ante él.
Egisto, sorprendido ante la 
aparición de esta figura salvaje,
da un paso atrás)

¿Quién es esta mujer 
que estaba escondida? 
¡He prohibido 
que se me acerque 
cualquier desconocido!

(La reconoce)

Pero, ¿tú?. 
¿Quién te dijo que
salieras a mi encuentro?

ELECTRA
¿Es que no puedo iluminarte?.

EGISTO
Bien. Las noticias que traigo 
te conciernen más que a nadie. 
¿Dónde están los extranjeros 
que nos informarán sobre Orestes?.

ELECTRA
Dentro. 
Una encantadora anfitriona 
les está dando la bienvenida, 
y se están divirtiendo con ella.

EGISTO
¿Realmente vienen a decirnos 
que él ha muerto, 
y que no hay ninguna duda?

ELECTRA
Oh, mi señor, 
no solamente lo expresan 
con palabras, no,
sino que incluso utilizan gestos 
que eliminan toda duda.

EGISTO
¿Qué te pasa en la voz?, 
y ¿qué te ocurre para que, 
por una vez, me dirijas la palabra?
¿Por qué te mueves de aquí para allá
con tu antorcha?.

ELECTRA
No es otra cosa sino que, finalmente,
me he vuelto sensata 
y he decidido unirme 
a los poderosos.
¿Me permites ahora 
que vaya por delante y te ilumine?

EGISTO
Hasta la puerta.
¿Qué estás bailando?
Ten cuidado.

ELECTRA
(Dando vueltas alrededor de Egisto.
De repente, se inclina ante él 
exageradamente)
¡Por aquí!
No te tropieces con los escalones.

EGISTO
(Ante la puerta).
¿Por qué no hay luz aquí? 
¿Quiénes son esas personas?.

ELECTRA
Son los hombres que te esperan,
mi señor. 
Y yo, que con frecuencia
te he molestado 
con mi inoportuna presencia, 
he aprendido, por fin, 
a retirarme en el momento oportuno.

EGISTO
(Entra en el palacio. Silencio. De
pronto, se oyen ruidos en el 
interior. Egisto grita desde una
pequeña ventana, tirando la cortina)
¡Ayuda!, ¡asesinos!, 
¡ayudad a vuestro señor!,
¡asesinos!, ¡asesinos!
¡Me matan!. 
¿Es que nadie me escucha?
¿nadie puede oírme?

(Egisto es apartado de la ventana)

ELECTRA
(Elevando la vista).
¡Agamenón te escucha!

(Todavía el rostro de Egisto aparece
 una vez más en la ventana)

EGISTO
¡A mí!.
(Er wird fortgerissen. Elektra 
steht, furchtbar atmend, gegen das
Haus gekehrt. Die Frauen kommen von
links herausgelaufen, Chrysothemis
unter ihnen. Wie besinnungslos
laufen sie gegen die Hoftür. Dort
machen sie plötzlich Halt, wenden
sich)

CHRYSOTHEMIS
Elektra! Schwester! 
Komm mit uns!
O komm mit uns! 
Es ist der Bruder im Haus! 
Es ist Orest, der es getan hat!
Komm!

(Getümmel im Hause, Stimmengewirr,
aus dem sich ab und zu die Rufe des
Chors, "Orest" bestimmter abheben)

Er steht im Vorsaal, 
alle sind um ihn, 
und küssen seine Füße. 
Alle, die Aegisth 
von Herzen haßten, 
haben sich geworfen auf die andern,
überall in allen Höfen liegen Tote,
alle, die leben, sind mit Blut
bespritzt und haben selbst Wunden,
und doch strahlen alle, 
alle umarmen sich und jauchzen,
tausend Fackeln sind angezündet.
Hörst du nicht? 
So hörst du denn nicht?

(Das Kampfgetöse, der tödliche
Kampf zwischen den zu Orest
haltenden Sklaven und den
Angehörigen des Aegisth, hat sich
allmählich in die innern Höfe
gezogen, mit denen die Hoftür
rechts kommuniziert. Draußen
wachsender Lärm, der sich jedoch,
wenn Elektra beginnt, mehr und
mehr nach den Äußeren Höfen
rechts und im Hintergrunde
verzogen hat. Die Frauen sind
hinausgelaufen, Chrysothemis
allein, von draußen fällt Licht
herein.)

ELEKTRA
(Auf der Schwelle kauernd)
Ob ich nicht höre? 
Ob ich die Musik nicht höre?
Sie kommt doch aus mir. 
Die Tausende, 
die Fackeln tragen und deren Tritte,
deren uferlose 
Myriaden Tritte überall die Erde
dumpf dröhnen machen, 
alle warten auf mich: 
ich weiß doch, daß sie alle warten,
weil ich den Reigen führen muß,
und ich kann nicht, der Ozean, 
der ungeheure, der zwanzigfache
Ozean begräbt mir jedes Glied 
mit seiner Wucht, 
ich kann mich nicht heben!

CHRYSOTHEMIS
Hörst du denn nicht, sie tragen ihn,
sie tragen ihn auf ihren Händen.

ELEKTRA
(Spring auf, vor sich hin, ohne 
auf Chrysothemis zu achten.)
Wir sind bei den Göttern, 
wir Vollbringenden. 
Sie fahren dahin wie die Schärfe 
des Schwerts durch uns, die Götter,
aber ihre Herrlichkeit 
ist nicht zuviel für uns! 
Ich habe Finsternis gesät 
und ernte Lust über Lust. 
Ich war ein schwarzer Leichnam 
unter Lebenden, 
und diese Stunde bin ich 
das Feuer des Lebens, 
und meine Flamme verbrennt 
die Finsternis der Welt. 
Mein Gesicht muß weißer 
sein als das weißglühende 
Gesicht des Monds. 
Wenn einer auf mich sieht, 
muß er den Tod empfangen oder 
muß vergehen vor Lust.

CHRYSOTHEMIS
Allen sind die Gesichter verwandelt,
allen schimmern die Augen und die
alten Wangen vor Tränen! 
Alle weinen, hörst du's nicht? 
Gut sind die Götter! Gut! 
Es fängt ein Leben für dich 
und mich und alle Menschen an. 
Die überschwenglich 
guten Götter sind's, 
die das gegeben haben. 
Wer hat uns je geliebt? 
Wer hat uns je geliebt?

ELEKTRA
Seht ihr denn mein Gesicht? 
Seht ihr das Licht, 
das von mir ausgeht?

CHRYSOTHEMIS
Nun ist der Bruder da und Liebe
fließt über uns wie Öl und Myrrhen,
Liebe ist Alles! 
Wer kann leben ohne Liebe?

ELEKTRA
Ai! Liebe tötet! 
Aber keiner fährt dahin und hat 
die Liebe nicht gekannt!

CHRYSOTHEMIS
Elektra! 
Ich muß bei meinem Bruder stehn!

(Chrysothemis läuft hinaus, Elektra
schreitet von der Schwelle herunter.
Sie hat den Kopf zurückgeworfen
wie eine Mänade. Sie wirft die Knie,
sie reckt die Arme aus, es ist ein
namenloser Tanz, in welchem sie
nach vorwärts schreitet.)

CHRYSOTHEMIS
(Erscheint wieder an der Tür, hinter
ihr Fackeln, Gedräng, Gesichter
von Männern und Frauen.)
Elektra!

ELEKTRA
(Bleibt stehen, sieht starr auf
sie hin)
Schweig, und tanze. 
Alle müssen herbei! 
Hier schliesst euch an! 
Ich trage die Last des Glückes, 
und ich tanze vor euch her. 
Wer glücklich ist wie wir, 
dem ziemt nur eins: 
schweigen und tanzen!

(Sie tut noch einige Schritte des
angespanntesten Triumphes und
stürzt zusammen)

CHRYSOTHEMIS
(Zu ihr. Elektra liegt starr.
Chrysothemis läuft an die Tür 
des Hauses, schlägt daran)

Orest! Orest!

(Stille, Vorhang.)



(Es arrastrado. Electra permanece
de pie mirando al palacio,
jadeando. Las mujeres, Crisotemis
entre ellas, aparecen. Despavoridas,
se precipitan hacia el palacio,
entrando por la puerta. Allí,
repentinamente, se detienen y
regresan)

CRISOTEMIS
¡Electra!, ¡hermana!, 
¡ven con nosotras!, 
¡oh, ven con nosotras!.
¡Nuestro hermano está en casa!.
¡Orestes es quien lo ha hecho!,
¡ven!.

(Tumulto en el palacio. Confusión
de voces, entre las que es posible
distinguir al coro gritando ¡Orestes!)

El está en la antecámara, 
todos le rodean 
y le besan los pies.
Todos los que odiaban a Egisto 
con toda su alma se han abalanzado
sobre los otros. 
En todas las habitaciones hay muertos.
Los que sobreviven están cubiertos
de sangre y llenos de heridas,
pero ahora están exultantes de gozo
y se abrazan unos a otros.
Miles de antorchas se han encendido.
¿No los oyes?, 
¿de verdad no los oyes?

(En el fragor del combate, la lucha
a muerte entre los esclavos que
toman el partido de Orestes y los
seguidores de Egisto, se extiende
paulatinamente hacia los patios
interiores que están comunicados
con la puerta de la derecha. Fuera,
el tumulto va ganando en intensidad
a la vez que se propaga por todos
los rincones, cuando Electra
comienza a hablar. Las mujeres
han huido con precipitación,
dejando sola a Crisotemis. 
La luz entra tenuemente desde el
exterior).

ELECTRA
(Acurrucada en el umbral).
¿Que si no oigo?, 
¿me preguntas si no oigo la música?
¡Ella surge de mí!
Los millares que portan antorchas,
cuyos pasos, 
cuyas incontables miríadas de pasos
retumban por doquier, 
todos ellos, me están esperando:
sé que todos aguardan
porque debo encabezar el cortejo.
Pero no puedo. 
El océano, el monstruoso océano 
que se ha multiplicado por veinte,
ha sepultado cada uno de mis
miembros con su fuerza salvaje. 
¡No puedo ponerme en pie!

CRISOTEMIS
¡No les oyes!
Le traen en volandas.

ELECTRA
(Levantándose ante Crisotemis,
pero sin prestarle atención)
Estamos con los dioses, 
estamos completamente justificadas.
Ellos hacen lo que les place,
nos atraviesan con el filo 
de la espada ..., los dioses,
¡pero su majestad no es
suficiente para nosotras!
Yo he sembrado tinieblas 
y no hago sino recoger 
gozo sobre gozo. 
No fui más que un negro cadáver,
y ahora me he convertido
en el fuego de la vida, 
y mi llama consume 
la obscuridad del mundo.
Mi rostro ha de tornarse 
más pálido que la cara de la luna.
Si alguien me mira, 
deberá encontrar la muerte, 
o debe perecer de placer.

CRISOTEMIS
¡Todas las caras están demudadas,
todos los ojos y las mejillas 
brillan bajo las lágrimas!
Todos lloran, ¿no los oyes?
¡Los dioses son bondadosos!
¡son bondadosos!
Una nueva vida comienza para ti,
para mí y para todos. 
La infinita bondad de los dioses
nos lo ha concedido.
¿Quién nos ha premiado con su amor?
¿Quién nos ha premiado con su amor?

ELECTRA
¿Podéis ver mi rostro?
¿Podéis ver la luz 
que mana de mí? 

CRISOTEMIS
Nuestro hermano está aquí y el amor
fluye como el aceite y la mirra. 
¡Todo es amor!.
¿Quién es capaz de vivir sin amor? 

ELECTRA
¡Ah!. ¡El amor mata!
¡Pero nadie muere 
sin haberlo conocido antes! 

CRISOTEMIS
¡Electra!
¡Debo ir junto a mi hermano!.

(Sale corriendo. Electra desciende
del umbral. Como desolada, echa la
cabeza hacia atrás, inclina las
rodillas hacia delante, estira sus
brazos y se abandona a una extraña
danza que la lleva hacia la parte
delantera del escenario) 

CRISOTEMIS
(Aparece una vez más. Tras de ella,
antorchas, un gentío, rostros de
hombres y mujeres).
¡Electra!.

ELECTRA
(Permanece de pie, inmóvil, con la
mirada fija hacia delante).
¡Callad y bailad!
¡Aproximaos todos! 
¡uníos a mí!. 
Yo llevo la alegría 
y bailo ante vosotros. 
¡A quien sea tan dichoso 
como nosotros, 
sólo le queda callar y bailar!

(Avanza unos pocos pasos con
ademán de triunfo y éxtasis, y se
derrumba)

CRISOTEMIS
(Se dirige hacia ella. Electra yace
inmóvil. Crisotemis corre a la 
puerta del palacio, golpeándola)

¡Orestes!, ¡Orestes!

(Silencio. Telón)



Escaneado y Traducido por:
Jaime Goyena 1999