ANDERER HANDLUNG 


Erster Aufftritt. 

(Bauren Hütten. Ein Bauer eine Bäuerin zwey 
Bauren-Kinder zweene Bauren die auf Schallmeyen 
und Sackpfeiffen spielen)

Arie 

DIE ALTEN
Kleine Vöglein die ihr springet 
Zwitschert singet 
Auff den Sträuchen
Hie und da!

DIE KINDER
Kleine Vöglein dir ihr springet 
Zwitschert singet 
Auff den Sträuchen
Hie und da!

DIE ALTEN
Fliehet für des Vöglers Pfeiffen 
Euch zu greiffen 
Zu beschleichen
Ist er nah!

DIE KINDER
Fliehet für des Vöglers Pfeiffen 
Euch zu greiffen 
Zu beschleichen
Ist er nah! 

DIE ALTEN
Zarte Hinden die ihr graset 
Schertzet raset 
In den Gründen
Hie und da!

(Die Kinder wiederholen wie oben)

DIE ALTEN
Flieht der Jäger euch zu hetzen 
Ist mit Netzen 
Strick und Winden
Gar zu nah!

(Die Kinder wiederholen)

DIE ALTEN
Amor hälts mit selben Streichen 
Pflegt zu schleichen 
Als im Schertzen
Hie und da!

(Die Kinder wiederholen)

Ist mit Pfeiffen Netz und Stricken 
Zu berücken
Freye Hertzen 
Stets gar nah!

(Die Kinder repetiren)

ALLE
Amor hälts mit selben Streichen 
Pflegt zu schleichen 
Als im Schertzen
Hie und da!
Ist mit Pfeiffen Netz und Stricken 
Zu berücken
Freye Hertzen 
Stets gar nah!

Anderer Aufftritt. 

(Atis, Halimacus, Vorige welche in ihrer Arbeit
dieser nicht gewahr werden)

ATIS
Orsanes treuloß.

HALIMACUS
Ja und wie ein Strick
Nicht wird von einem Garn gemacht 
So fürcht ich daß er schon durch lose Tück'
Auff seine Seit' auch andre mehr gebracht.

ATIS
Untreue Diener... Das Heer geschlagen...
Der König selbst gefangen...
Ach Himmel must ich nur die Sprach' erlangen 
Mein Unglück zu beklagen! 

HALIMACUS
Des Königs Freyheit muß man kauffen
Und die zerstreute Schaaren
Nach Müglichkeit zusammen führen;
Das meiste ist noch zu befahren
Von dem treulosen Hauffen 
Die mit Orsan geneigt zum Rebelliren.
Indessen halt' ich nütz zu seyn 
Damit der Auffruhr nicht durch deine Sprach erwache 
Der jetzt noch schläfft in Sicherheit 
Daß man die Wohlthat noch zur Zeit
Nicht kundbar mache 
Die du vom Himmel hast genossen 
Daß dir der stumme Mund entschlossen.

ATIS
Sol ich die Gnad undanckbar dann verschweigen 
So mir die Götter zeigen?

HALIMACUS
Du kanst die Danckbarkeit im stillen Hertzen hegen 
Biß sich der Sturm des Auffruhrs erst wird legen.

ATIS
Ich folge deinem treuen Rath;
Ach aber ach!

HALIMACUS
Was dann?

ATIS
Meinstu daß Atis schweigen kan 
Um nicht Elmir die Zeitung selbst zu bringen 
Daß ihn der Himmel so beglücket hat?

HALIMACUS
Vernunfft muß diesen Liebes-Trieb bezwingen.

ATIS
Mir fället etwas ein 
Weil ich hier Land-Volck sehe.

HALIMACUS
Sag an was sol es seyn?

ATIS
Ich wil mich selbst verhüllen
In schlechte Bauren-Tracht 
Und sagen daß ich armer Knabe
Von Atis sey gefangen 
Der mich Elmiren schickt zur Gabe 
Weil die Natur mich ihm so gleich gemacht.
Es wird die Sprache den Betrug erfüllen 
Ich unbekandt dadurch erlangen
Elmir zu sehn und kan daneben
Auff den Rebellen Handel Achtung geben.

(Wenden sich zu den Bauren die erschrecken)

HALIMACUS
Glück zu ihr lieben Leut'!

BAUREN
Habt Danck Ihr Gnaden.

HALIMACUS
Ihr dürfft euch nicht entsetzen 
Wir wollen euch nicht schaden.
Wir suchen nur ein schlechtes Bauren-Kleid
Zu tauschen mit den reichen Schätzen 
Die ihr an diesem Kleide spühret.

BAUREN
Wir thun was uns gebühret.

(Gehen mit den Alten in die Bauren-Hütte)

Dritter Aufftritt. 

(Elcius in poßierlicher Persischer Kleidung)

BAUREN-KINDER
Seht wie Herr Elcius
Ist ein Politicus,
Und hängt umb sein Gelück zu schaffen 
Den Mantel nach dem Winde.
Da alles leider!
Ging übern Hauffen 
Und jeder fiel ans Lauffen 
War ich geschwinde 
Und stahl mir diese Kleider
Von einem todten Affen.
Dadurch ist Elcius gemetamorphofirt.
Daß er für einen Perser jetzt passirt.

ELCIUS
(Wird der Bauren-Kinder gewahr)
Was macht ihr lieben Kinder 
Darff wohl ein armer Schinder
Bey euch die matten Glieder
Zur Ruhe legen nieder?

KIND
Wiltu dich zu uns setzen 
So wollen wir in deiner Ruh
Mit einem Liedlein dich ergetzen.

ELCIUS
Thut das ich höre zu.

Arie 

KIND
Mein Kätgen
Ist ein Mädgen 
Der jede weichen muß 
Wenn ich sie bey den Schaafen
Offt finde ruhig schlaffen 
Geb ich ihr manchen Kuß.

BEYDE
Mein Kätgen
Ist ein Mädgen 
Der jede weichen muß.

KIND
Das Kindgen
Hat ein Mündgen
So süß wie eine Nuß 
Wann man das Mündgen lecket 
So schmecket ach! so schmecket
Wie Zucker jeder Kuß.

BEYDE
Mein Kätgen
Ist ein Mädgen 
Der jede weichen muß.

KIND
Es prangen
Ihre Wangen
In Schönheits-Überfluß 
Die geilen Lüfftlein spielen 
Dran ihre Brunst zu kühlen 
Und rauben manchen Kuß.

BEYDE
Mein Kätgen
Ist ein Mädgen 
Der jede weichen muß.

(Elcius singet zuletzt mit und tantzet)

ELCIUS
Ich solte schier mein Unglück gantz vergessen 
Da doch der leere Magen
Den Hunger nicht mehr kan ertragen 
Weil ich den gantzen Tag noch nicht gegessen.
Was fang ich armer Teuffel an 
Wo ich das Brodt nicht betteln kan 
So muß ich wohl von Hunger sterben 
Sonst weiß ich nichtes zu erwerben.

(Ballet von alten und jungen Bauren und Bäuerinnen)

Vierdter Aufftritt 

(Königlicher Vorhoff mit einem Fisch-Teiche. 
Clerida, Elmira)

Arie 

CLERIDA
Feindliche Liebe wie quälstu mein Hertz.

ELMIRA
Freundliche Liebe wie freustu mein Hertz.

CLERIDA
Ich muß ertragen
Tödtliche Plagen 
Eyfer und Schmertz.

ELMIRA
Ferne vom Leiden
Leb' ich in Freuden 
Lachen und Schertz.

CLERIDA
Feindliche Liebe wie quälstu

ELMIRA
Freundliche Liebe wie freustu mein Hertz. 

(Elmira setzet sich zu fischen mit einem Angel)

Fünffter Aufftritt 

(Orsanes, Clerida, Elmira die fischet)

CLERIDA
Kan meine Treu Orsanen nicht bewegen?

ORSANES
Ich komm' hier.
Um Elmir,
Nicht deinetwegen. 

(Wendet sich zu Elmira)

Arie 

Mein Elmir,
Meine Sonne 
Meiner Seelen Freud und Wonne 
Ist bey dir
Für mich Armen
Kein Erbarmen?
Mein Elmir,
Meine Sonne!

CLERIDA
Nimm Clerida, und laß Elmir.

ORSANES
Ich rede nicht mit dir.

ELMIRA
Ich höre nicht nach dir.

CLERIDA
Lieb doch Orsanes, die dich liebet.

ELMIRA
Sie ist ja mehr als Liebens-werth 
Und ich bin dir vom Himmel nicht beschehrt.

ORSANES
Werd ich so hart betrübet?

ELMIRA, CLERIDA
Lieb doch Orsanes, die dich liebet.

(Orsanes und Elmira treten ab)

Arie 

CLERIDA
Sol dann so großer Hohn
Seyn meiner Liebe Lohn?
Ach Clerida, bestreite
Die blinde Liebes-Macht 
Damit Vernunfft dich leite 
Zu fliehen den der dich verlacht! 
Ich Unglückselge! ach!
Mein Hertze ist zu schwach 
Und die Vernunfft muß weichen;
Ich werde noch erreichen
Das was mein Hertz hält Liebens-werth!

Sechster Aufftritt 

(Königliche Zimmer.Eliates, Orsanes)

ELIATES
So bald ich ward erhöht zu dieser Würde 
Bin ich von Sorgen eingenommen 
Und dadurch in Erfahrung kommen 
Daß große Ehr' hat große Bürde.
Indem des Zepters Pracht die Hand zwar schmückt 
Und doch den Geist mit schwerem Kummer drückt.

Arie 
Die Regierungs-Last zu tragen
Schickt sich nicht für jeden Rücken 
Atlas ist allein der Held 
Der die Welt
Stützt und hält 
Solts ein andrer wollen wagen 
Würd ihn gleich die Bürd' erdrücken.

ELIATES, ORSANES
Die Regierungs-Last zu tragen
Schickt sich nicht für jeden Rücken.

ORSANES
Recht zu führen Phoebus Wagen
Wil sich jede Hand nicht schicken 
Selbst der Sonnen kühner Sohn 
Phaëton,
Kriegt den Lohn 
Daß er irrt in vollen Jagen 
Ward gestürtzt und must ersticken.

ELIATES, ORSANES
Die Regierungs-Last zu tragen
Schickt sich nicht für jeden Rücken.

CHOR 
(von innen)
Waffen Hülffe Hülffe Waffen!

ELIATES
Was für ein Mord-Geschrey
Läst sich hie hören?
Wil sich die gantze Stadt empören?
Ihr Götter steht mir bey!
Wo sol ich Hülffe schaffen?

CHOR 
(von innen)
Waffen Hülffe Hülffe Waffen!

Siebender Aufftritt 

(Halimacus, Olisius, Elmira, Clerida, Trigesta,
Eliates, Orsanes)

HALIMACUS, ELIATES
Wir sind verlohrn! der Perser hat den Sieg.

OLISIUS
O unglückselger Krieg!

HALIMACUS
Das Heer geschlagen und zerstreut.

HALIMACUS, OLISIUS
ELMIRA, CLERIDA
O Hertzeleid!

HALIMACUS
Der König selbst gefangen.
Die besten Leute todt.

HALIMACUS, ELIATES
ELMIRA, CLERIDA

O große Noth!
HALIMACUS
Der Feind naht unsren Thoren 
Und wo wir sonst kein Hülff erlangen 
Ist unser Untergang nicht ferne.

HALIMACUS, ELIATES
ELMIRA, CLERIDA
Ach helfft ihr Sterne!
Wer kan sonst Hülffe schaffen?

CHOR 
(von innen)
Waffen Hülffe Hülffe Waffen!

ELIATES
Was ist dem Printzen widerfahren?

HALIMACUS
Der ist noch unverletzt und jetzt bemüht 
Daß er die so zerstreute Scharen
Zusammen sucht und wieder an sich zieht.

ELIATES, OLISIUS
O gütiges Geschick!
O Trost!

ORSANES
O Ungelück!

HALIMACUS
Zu erst erfodert unsre Treu 
Daß man beflissen sey
Den König loß zu machen.

ELIATES
Bey so gestalten Sachen
Steht noch das äußerste zu wagen.
Ein jeder waffne sich in Eil 
Wer nur kan Waffen tragen.
Man greiff' indessen zu den Schätzen 
Zu unsers Königs Heyl 
Um ihn in Freyheit wiederum zu setzen
So muß Uns Gold und Eisen
Die letzte Hülff' erweisen.

HALIMACUS
So recht der zeigt daß er den König liebt 
Der für ihm alles thut und giebt.

ALLE
Der zeigt daß er den König liebt 
Der für ihm alles thut und giebt.

Achter Aufftritt 

(Halimacus, Elmira, Trigesta)

HALIMACUS
Holdseligste Elmir,
Printz Atis schicket ihr
Zu einer schlechten Gabe 
Was er gefangen in der Schlacht.
Es ist ein Bauren-Knabe 
Den die Natur ihm selbst so gleich gemacht 
Daß keiner nicht noch selbst wir beyden 
Die Sprach' allein nur ausgenommen 
Sie würden können unterscheiden.

ELMIRA
Wo ist er?

HALIMACUS
Hie!

ELMIRA
Geh! laß ihn kommen.

Arie 

Amor, sag was fängstu an?
Soll mein Hertz an diesem Knaben 
Drin ich Atis sehen kan 
Schmertzen oder Freude haben?
Amor, sag was fängstu an?

Neunter Aufftritt 

(Halimacus, Atis, in Bauren-Kleidung Elmira, Trigesta)

HALIMACUS
Hier bring' ich Atis Ebenbild.

ELMIRA
Ich muß es gern gestehen 
Ist solche Gleichheit je gesehen!

ATIS
(Für sich)
Nun ist mein Wunsch erfüllt.

HALIMACUS
Diß ist das Fräulein der du dienen must.

ATIS
Der Dienst ist mir nur eine Lust.

TRIGESTA
Solt' es nicht Atis selber seyn?

ELMIRA, TRIGESTA
Die Augen sagen ja die Ohren nein.

HALIMACUS
Ich gehe hin zum Gouverneur,
Sie woll' indessen sich bequemen 
Des Sclaven Dienst in Gnaden anzunehmen 
Als wann es Atis selber wär.

(Gehet ab)

ELMIRA
Wie ist dein Nahm?

ATIS
Ermin.

ELMIRA
Dein Vaterland?

ATIS
Ist Phrygien.

ELMIRA
Dich schmertzt der Sclavenstand?

ATIS
Gar nicht wann ich ihr Diener heiss'.

ELMIRA
Was hoffestu von mir? die Freyheit?

ATIS
Nein.

ELMIRA
Warum nicht?

ATIS
Der ihr dient verlangt nicht frey zu seyn.

ELMIRA
Glaubstu das?

ATIS
Ja.

ELMIRA
Woher?

ATIS
Weil ichs von Atis weiß.

ELMIRA
Der ist ja stumm.

ATIS
Ich nahme den Bericht
Aus seinem Angesicht.

ELMIRA
Liebt er mich recht von Hertzen?

ATIS
Solt' ein so kaltes Hertz wohl seyn zu finden 
Das ihrer Augen güldne Kertzen
In Liebe nicht entzünden?

ELMIRA
Redt man so bey den Pflügen?

ATIS
Ich bin im Holtze zwar gebohren 
Gesäugt von einer Ziegen 
Drumb hab' ich menschlich Fleisch und Blut doch
nicht verlohren.
Und wann man ein so schönes Mädgen findt 
Ist auch ein Baur nicht blind.

ELMIRA
Wie artig spricht der Baur! Solt' es auch Atis seyn?

ELMIRA, TRIGESTA
Die Augen sagen ja die Ohren nein.

ELMIRA
Bleib stets bey mir und diene nur getreu 
So mach' ich dich von aller Arbeit frey.

ATIS
Ich sage Danck der hohen Ehr 
Und bin getreu als wann ich Atis wär.

(Elmira, Trigesta treten ab)

Arie 

ATIS
Alle Freude leicht verstiebet 
Für der höchst-vergnügten Lust 
Wann man liebt und wird geliebet.
Ich empfind' in meiner Brust
Alle Wollust die auff Erden
Jemahls kan empfunden werden.

Zehender Aufftritt 

(Eliates, Olisius, Halimacus, Orsanes, Atis)

ORSANES
Was seh' ich!

ELIATES
Atis.

ELIATES, OLISIUS, ORSANES
Herr!

ATIS
Ich bin es nicht 
Es gleicht ihm nur mein Angesicht.

HALIMACUS
Es ist ein Baur gefangen in der Schlacht 
Und weil es Atis hat befohlen 
Hab' ich ihn zu Elmir gebracht.

ORSANES
(Heimlich)
So kriegt ihr Liebes-Feuer neue Kohlen. 

HALIMACUS
Er heist Ermin, und zeigt daß er nicht Atis sey 
Weil seine Zunge spricht.

ELIATES, OLISIUS, ORSANES
Man schwür' es sey der Printz hätt' er die Sprache nicht.

HALIMACUS
Doch Herr was hat der Rath beschlossen 
Daß man den König mache frey?

ELIATES
Den halben Schatz will man
Für seine Freyheit bieten.

ATIS
Warum dann
Den gantzen nicht?

ORSANES
Schweig Baur mit deinen Possen 
Es scheint daß du freygebig bist 
Mit dem was nicht das Deine ist.

ATIS
Euch hat der Geitz bethöret 
In dem das euch nicht zugehöret.

ORSANES
Soll Croesus dann ein Bettel-König werden?

ATIS
Er lässet diesen Schatz gar gerne fahren 
Wird man den andern nur bewahren.

ORSANES
Wer ist der?

ATIS
Treu der gröste Schatz auff Erden.

ORSANES
Sag was bekümmert dich der Lidier König?
Sein Heyl rührt dich ja wenig.

ATIS
Ich schätz euch nur nach meinem Sinn 
Für meinen König geb' ich alles hin.

ORSANES
Was hastu?

ATIS
Mehr als ihr das glaubet frey 
Ich habe Lieb' und Treu.

ORSANES
Seit wann hat doch die arme Treu
Sich bey den Bauren retiriret?

ATIS
Seither daß Eigen-Nutz Betrug und Heucheley
Zu Hoff allein regiert.

ELIATES
Wir müssen hie mit vielem disputiren
Nicht unsre Zeit verliehren.
Olisius, er weiß daß ihm der große Raht
Heut auffgetragen hat 
Daß als Gesandter er soll hin zu Cirus gehn.
Er wolle dann auffs beste eilen 
Und sich bemühn es gleich dahin zu bringen 
Daß wir den König bald bey uns in Freyheit sehn.

OLISIUS
Ich folge dem Befehl und werde nicht verweilen.

ALLE
Ihr Götter lasset es gelingen!

(Treten ab)

Eilffter Aufftritt

(Elmira, nachmahls Atis)

Arie 

ELMIRA
Ich lieb' und bin geliebet 
Und weiß nicht was es sey 
Wann Amors Tyranney
Offt andre so betrübet 
Ich schmeckt' auch nie die Frucht
Der bittern Eifersucht.
So leb' ich höchst vergnüget 
Hat gleich der Perser Macht
Vom Reiche mich gebracht 
Auch Croesus schon besieget 
Bleibt Atis nur getreu 
Bin ich von Kummer frey.

(Atis kommt)

ATIS
Printzeßin darff ein Sclav sie anzusprechen
Die Kühnheit nehmen?

ELMIRA
Möcht es Atis selber seyn!

ATIS
Es steht bey ihr sie bilde sich nur ein
Ob wär' ers selbst.

ELMIRA
Was ist denn dein Gebrechen?

ATIS
Daß in den heißen Flammen 
Die ihrer Augen Blitz schlägt über mich zusammen 
Ich wie ein Salamander lebe.

ELMIRA
Wie!

ATIS
Und wie ein' Sonnen-Blum
Ich stets nach ihr mein Haupt erhebe.

ELMIRA
Baur was für Tollheit ficht dich an 
Mir solche Reden für zu tragen?

ATIS
Könt' Atis reden würd' er dieses sagen.

ELMIRA
Wohl dir daß ich es so verstehen kan!

Arie 

ATIS
Ist niemand bewust 
Wie lieblich die Lust 
Wie süß das Verlangen 
Gefangen
In Ketten und Banden Elmiren zu leben 
Dem kan meine Brust
Die Nachricht bald geben 
Der eintzig bewust 
Wie lieblich die Lust 
Wie süße das Leben.

ELMIRA
Wie! darffstu nochmahls solche Reden wagen?

ATIS
Wird sie hiedurch zum Zorn erweckt 
Da meine Meinung ich schon gnug entdeckt 
Daß wo der Printz nur sprechen könt' 
Er dieses würde sagen.

ELMIRA
Meinstu es so so ist es dir vergönnt 
Und kan ichs wohl verstehen.

(Tritt ab)

ATIS
O Hertzens-Lust so treuen Sinn zu sehen!

Zwölffter Aufftritt 

(Orsanes, Atis)

ORSANES
Was deucht Ermin beym Hofe-Leben?
Solt' ihm der Bauren-Stand wol mehr 
Vergnügung geben?

ATIS
Ich müste blind und närrisch seyn 
Wo mich des Hofes Pracht und Schein
Nicht höchst erfreuen solte.

ORSANES
(Heimlich)
So find' ich was ich wolte 

ATIS
Mir deucht daß mich der Himmel liebt 
Und Hoffnung mir zu grössern Glücke giebt.

ORSANES
So strebstu dann nach grössern Glücke?

ATIS
Ja wo mirs ist beschehrt.

ORSANES
Dir wird dein Hoffen bald gewährt.
So du verschwiegen bist und mir getreu.

ATIS
(Heimlich)
Verräther welche Tücke 

ORSANES
Was sagstu?

ATIS
Daß er kan auf meine Treue bauen 
Und sein Geheimnüs mir gar sicher anvertrauen.

ORSANES
Hör dann diß ist der Dienst den ich begehr':
Weil du dem Printzen so gar ähnlich bist 
So stell dich stumm und mach durch diese List 
Daß man dich für den Printzen selber halte.

ATIS
Das fällt mir gar nicht schwer.

ORSANES
Zeig dann hernach daß weil du kanst verspüren 
Wie daß dein stummer Mund nicht tüchtig zum
Regieren 
Du wollest daß an deiner statt
Ich dieses Reichs Regierung stets verwalte.

ATIS
Ists dieses nur was er verlanget hat?

ORSANES
Durch Hülffe meiner Bund-Genossen 
Die mir zu dienen unverdrossen 
Wird man mich drauff zum Landes-Herren wählen.

ATIS
Der Anschlag kan nicht fehlen...
Doch dieses fällt mir ein 
Der Printz wird heute selber kommen 
Und sein Concept dadurch verrücket seyn.

ORSANES
Wie weistus?

ATIS
Weil ichs von Halimacus vernommen.

ORSANES
So muß man Atis erst ums Leben bringen 
Eh' ich zum Zwecke kommen kan.
Gib Rath Ermin, wie fang' ichs an...
Hör dieses deucht mir solte wohl gelingen;
Weil er dich gerne bey sich sieht 
So bitt' ich sey dahin bemüht 
Zu Nacht in sein Gemach zu schleichen;
Da wird es dir gar leichte glücken 
Daß du ihn kanst im Schlaff ersticken.
Den Cörper wirff hernach
Zum Fenster aus ins Meer 
So kanstu gleich den andern Tag 
Mit seinen Kleidern angethan 
Bestärcken jeden in dem Wahn 
Du seyst der Printz und ich dadurch erreichen 
Was ich von dir begehr.

ATIS
(Heimlich)
Verfluchter Bösewicht du forderst dein Verderben.

ORSANES
Was sagstu?

ATIS
Daß der Printz von meiner Hand sol sterben;
Ich sag' es zu er kan sich drauff verlassen.

ORSANES
Getreuster Freund ach laß mich dich umfassen.

Dreyzehender Aufftritt 

(Persisches Lager)

ELCIUS
(mit einem Taflit-Krahm Hecheln und Mäuse-Fallen)
Brill Brill Feder und Dinte 
Hechel und Mäußfall.
Brill Brill Balsam Sulphuris 
Taback en Poudre, Brill Brill.
Hier! Wey jn nich dat neye Leet 
Vam olden künstlicken Secret,
Tho macken Gold uth Buren-Schweet?
Brill Brill.

Arie 

Kommt ihr Herren kommt zu kauffen 
Kaufft um ein geringes Geld 
Was euch von dem Krahm gefällt 
Oder ich muß weiter lauffen.
Kauffe wer was kauffen wil 
Messer Scheeren Kamm und Bürste 
Gute Bolognesche Würste 
Pflaster Balsam Glaß und Brill 
Hechel Ratz- und Mäuse-Fallen 
Zahne-Pulver Flecken-Ballen 
Federn Dinte Siegel-Lack 
Nadeln Mouches, Schminck und Seiffen 
Tabacks-Puder Büchs und Pfeiffen 
Neue Lieder Allmanacq 
Alles hab' ich Hüll und Füll' 
Kauffe wer was kauffen wil.
Seht doch wozu die Noth 
Die Kost nur zu erwerben 
Den Menschen bringen kan.
Weil ich verdürstet matt und mager 
Hie in der Perser Lager
So must herum peregriniren
Und noch kein Mittel funde 
In Sicherheit zu echappiren
Fing ich vorerst zu betteln an.
Ich suchte nur das truckne Brodt 
Für Hunger nicht zu sterben;
Doch es bekam mir wie das Graß dem Hunde.
Ich mochte bitten oder weinen 
Von Großen und von Kleinen 
Von Reichen und von Armen 
Wolt' über mich sich keiner nicht erbarmen.
Ich kriegte kaum ein gutes Wort 
Du Bärenhäuter troll dich fort 
Schämt sich der starcke Flegel nicht 
Daß er die Leut um Geld anspricht;
Du Esel kanst wohl Arbeit thun 
Und suchen sonsten noch Fortun,
Wirstu dich nicht geschwinde packen 
So leg' ich dir beym Element 
Den Prügel in den Nacken;
Das hatt' ich stets zum Compliment.
Indessen zeigte sich mein Glückstern wieder;
Ich fand am Ufer einen alten Schmauß 
Der setzte diesen Krahm beym Flusse nieder 
Dem gab ich einen Posterianus-Stoß 
Daß er ins Wasser schoß 
Da ist der Schelm ersoffen 
Und ich bin mit dem Krahm davon geloffen.
Da habt ihr meinen Lebens-Lauff 
Nun wollt ihr kauffen guten Kauff 
So sagts und machts nicht lange 
Ich darff mich hie nicht sicher wagen 
Weil mir ist bange 
Es möchten die Meister den Bönhafen jagen.
Brill Brill Feder und Dinte 
Hechel und Mäußfall Brill Brill

(Gehet ab)

Vierzehender Aufftritt

(Cirus auf einem Thron in seinem Gezelte Croesus
gefesselt und von Soldaten begleitet ein Hauptmann 
und viele andere Kriegs-Bediente)

Arie 

CROESUS
Niemand kan aus diesen Ketten 
Wo es nicht der Himmel thut 
Den verlaß'nen Croesus retten.
Wozu nützt mein großes Gut?
Was hab' ich von allen Schätzen?
Die mich nicht in Freyheit setzen!

(Nahet sich zu Cirus)

CIRUS
Knie nieder und wirff dich zur Erden 
Wo du von mir gehört wilst werden.

CROESUS.
Ein König beugt die Knie für Jupiter allein.

CIRUS
Du bist nicht König mehr.

CROESUS.
Ich bins und wil es seyn;
Verliehr' ich schon mein Reich mein' Ehr und großes 
Gut Behalt' ich doch dennoch mein Königliches Blut.

CIRUS
Es sollen dir die Flammen 
Wozu man dich wird bald verdammen 
Den stoltzen Hochmuth besser beugen.

CROESUS.
Thu' was du wilt du wirst nur mehr bezeigen 
Daß du ein Wütrich bist.

CIRUS
Du hast die Straffe wohl verdienet 
Weil du ohn Ursach dich erkühnet 
Mit deiner Macht und falschen List 
Den Auffruhr Babylons zu stärcken 
Drum lässt dir jetzt der Himmel mercken 
Daß meine Rache keine Tyranney 
Vielmehr Gerechtigkeit und Gottes Straffe sey.

HAUPTMANN
Es hat der Feind Gesandten abgeschickt 
Die suchen Audientz. 

CROESUS.
Da wird mein Geist erquickt.

CIRUS
Gesandten! sind sie noch so keck?
Führt sie herein und diesen weg.

(Croesus wird abgeführet)

Fünffzehender Aufftritt 

(Olisius, mit vielen Lidiern Cirus, und seine Bediente)

OLISIUS
Großmächtigster Monarch Glückseligster der Helden 
Die Feinde müssen selbst den großen Ruhm vermelden 
Den deine Tapfferkeit und Tugend dir erwirbt.
Wir hoffen festiglich daß bey so großen Gaben
Du auch wirst Gütigkeit und Gnad' im Hertzen haben 
Und nicht verhängen daß gantz Lidien verdirbt.
Wir bitten Frieden und erbieten uns daneben 
Für Croesus Freyheit dir den halben Schatz zu geben.

CIRUS
Den halben Schatz... zu geben... Ich muß lachen 
Da ihr ja selbst genugsam wißt 
Daß Croesus gantzer Schatz mein eigen ist 
Woran ich euch nicht wil theilhafftig machen.
Ihr könnet denen wieder sagen 
Die euch zu mir gesandt 
Daß ich der Waffen Stille-Stand
Noch halten wil in zweyen Tagen.
Als morgen kan um Croesus selbst zu sehn 
Ein jeder ohn Gefahr in dieses Lager gehn 
Find ich den andern Tag nicht Sardis Pforten offen 
So ist am dritten kein' Erbarmung mehr zu hoffen.

(Steiget von Thron)

OLISIUS
Genade großer Fürst!

CIRUS
Nein schweiget gehet 
Die Rosen wachsen nicht wo man nur Dörner säet.

(Die Lidier treten ab)

Arie 

CIRUS
Ihr tapfern Soldaten frolocket nun wieder 
Wir haben gesieget 
Gantz Lidien lieget
Zu unseren Füßen schon nieder.
Vertreibet die finstere Nacht
In Lachen und Schertzen 
Entzündet des Freuden-Feurs Kertzen
Das Cirus zu Ehren gemacht.

(Ritornello mit Trompeten und Paucken. Es wird
Nacht und præsentiret sich eine Illumination
worunter einige Feuerwercker tantzen)
 
SEGUNDO ACTO 


Escena Primera 

(Chozas de campesinos. Se ven campesinos 
de todas las edades tocando instrumentos 
musicales)

Aria

ANCIANOS
Pequeños pajarillos que saltáis,
¡trinad y cantad
en los arbustos,
aquí y allá!

NIÑOS
Pequeños pajarillos que saltáis,
¡trinad y cantad
en los arbustos,
aquí y allá!

ANCIANOS
¡Huid del cazador con sus reclamos!
Quiere apresaros,
ya se acerca cauteloso,
¡ya está cerca!

NIÑOS
¡Huid del cazador con sus reclamos!
Quiere apresaros,
ya se acerca cauteloso,
¡ya está cerca!

ANCIANOS
Jóvenes venados que pastáis,
¡jugad y corred,
por todas partes,
aquí y allá!

(Los niños repiten el refrán) 

ANCIANOS
¡Huid del cazador que os persigue!
Redes, cuerdas 
y trampas.
¡ya cerca está!

(Los niños repiten el refrán) 

ANCIANOS
El amor usa los mismos trucos.
Acostumbra a acercarse con cautela,
como si estuviera jugando,
¡por aquí y por allá! 

(Los niños repiten) 

Con reclamos, redes y cuerdas
se acerca.
A los corazones libres,
¡siempre cercano acecha! 

(Los niños repiten) 

TODOS
El amor usa los mismos trucos.
Acostumbra a acercarse cauteloso,
como jugando,
por aquí y por allá.
Con reclamos, redes y cuerdas
acecha
a los corazones libres.
¡Siempre cercano!

Escena Segunda

(Atis, Halímacus y los anteriores, que no prestan
atención ensimismados en su trabajo) 

ATIS
¡Orsanes, desleal!

HALÍMACUS
¡Sí, y como una soga!
No todos están hechos del mismo hilo.
Me temo que con su perfidia
ha ganado a otros para su causa.

ATIS
Servidores desleales, el ejercito vencido...
El propio rey prisionero...
¡Oh, cielo! ¡Parece que he recobrado el habla
sólo para lamentar mi desgracia!

HALÍMACUS
La libertad del rey puede comprarse;
los guerreros dispersos,
hay que intentar reunirlos.
Todo está bajo la influencia
de ese montón de desleales que junto a Orsanes, 
están dispuestos a rebelarse.
Mientras tanto, pienso que sería mejor 
que no se divulgue que has recobrado el habla.
Hoy duerme tranquilo y,
llegado el momento oportuno, 
todos sabrán 
que el cielo 
devolvió la palabra a tu boca.

ATIS
¿Debo callar, cual ingrato, 
este regalo de los dioses?

HALÍMACUS
Expresar tu gratitud en el silencio de tu corazón
hasta que se calme la tormenta de la rebelión.

ATIS
Seguiré tu valioso consejo.
¡Oh, pero no será fácil!

HALÍMACUS
¿Y después?

ATIS
¿Crees que Atis podrá callar
y no decirle a Elmira 
el regalo que le ha hecho el cielo?

HALÍMACUS
La razón deberá vencer el deseo del amor.

ATIS
Se me ocurre algo,
ahora que veo a los campesinos.

HALÍMACUS
Dime ¿qué pretendes?

ATIS
Me disfrazaré
con un humilde traje campesino
y diré que soy un pobre muchacho
apresado por Atis
el cual me envía a Elmira como obsequio,
porque la naturaleza me hizo parecido a él.
Mi habla confirmará el engaño,
y sin que nadie lo sepa,
lograré llegar hasta Elmira, y además
podré observar lo que hacen los rebeldes. 

(Se dirige hacia los campesinos, que se asustan) 

HALÍMACUS
¡Os deseo felicidad, buena gente!

CAMPESINOS
¡Gracias por vuestra gentileza!

HALÍMACUS
No temáis,
no queremos haceros daño.
Buscamos una simple vestimenta campesina,
a cambio de los valiosos tesoros
que veis en la nuestra.

CAMPESINOS
Haremos lo que nos corresponde. 

(Acompañan a los viejos a la choza) 

Escena Tercera 

(Elcius, en bella vestimenta persa)

NIÑOS CAMPESINOS
¡Mirad, el señor Elcius
parece un espantapájaros!
Para que no lo descubran,
se cubre con un amplio abrigo,
pues lamentablemente 
todo lo ha perdido.
Todos tuvimos que despabilarnos y,
a todo correr,
robar las vestimentas
a los muertos persas.
Así fue que Elcius se transformó,
y ahora pasa por persa.

ELCIUS
(Nota la presencia de los niños campesinos)
¿Qué hacéis, pequeños?
¿Puede un pobre caminante
encontrar descanso para sus pies
y recostarse?

UN NIÑO
¿Quieres sentarte junto a nosotros?
Si es así, alegraremos tu descanso
con una canción.

ELCIUS
¡De acuerdo, os escucho!

Aria 

UN NIÑO
Catalina
es mi chica,
la más bella de todas.
Cuando la encuentro dormida
junto a las ovejas,
le doy un beso.

NIÑOS
Mi Catalina
es mi chica,
la más bella de todas.

UN NIÑO
La niña
tiene una boquita,
tan dulce como una nuez.
Cuando se besa su boquita,
cada beso tiene sabor
¡oh, del azúcar!

NIÑOS
Catalina
es mi chica,
la más bella de todas.

UN NIÑO
En sus mejillas
resplandece
una fragante belleza.
El pícaro aire 
juega con ellas 
y enfría el calor del acalorado beso.

NIÑOS
Catalina
es mi chica,
la más bella de todas.

(Elcius canta con ellos y baila) 

ELCIUS
No debería olvidarme de mi desgracia,
puesto que tengo el estómago vacío
y apenas puedo soportar el hambre.
No he comido nada en todo el día, ¿qué haré?.
Soy un pobre diablo,
que no es capaz de mendigar por pan.
Tendré que morir de hambre,
pues nada sé hacer para ganarme el sustento.

(Ballet de los campesinos)

Escena Cuarta 

(Antesala real con un estanque de peces.
Clérida, Elmira)

Aria 

CLÉRIDA
Amor enemigo, ¡cómo castigas mi corazón!

ELMIRA
Amor anhelado ¡cómo alegras mi corazón!

CLÉRIDA
Debo soportar
el fatal sufrimiento
el deseo y el dolor.

ELMIRA
Lejos del sufrimiento,
vivo en la alegría
con risas y bromas.

CLÉRIDA
Amor enemigo ¡cómo castigas!

ELMIRA
Amor anhelado ¡cómo alegras mi corazón!

(Elmira se sienta junto al estanque)

Escena Quinta 

(Orsanes, Clérida, Elmira pescando)

CLÉRIDA
¿Acaso no comprende Orsanes mi fidelidad?

ORSANES
He venido hasta aquí
por Elmira,
y no por ti.

(Se dirige a Elmira)

Aria 

Elmira mía,
sol, alegría y placer 
del alma mía.
¿No sientes
compasión 
por este desgraciado?
¡Elmira mía,
mi sol!

CLÉRIDA
Toma a Clérida y olvida a Elmira.

ORSANES
¡No hablo contigo!

ELMIRA
No tengo oídos para tu amor.

CLÉRIDA
Debes amar, Orsanes, a quien te ama.

ELMIRA
Ella es más digna de tu amor que yo.
El cielo no ha dispuesto nuestra unión.

ORSANES
¿Seré siempre tan duramente castigado?

ELMIRA, CLÉRIDA
Ama, Orsanes, a quien te ama.

(Orsanes y Elmira se retiran)

Aria 

CLÉRIDA
¿Deberá ser tan la burla
el premio de mi amor?
¡Oh Clérida, lucha contra
el ciego poder del amor,
para que la razón te guíe
y logres huir de quien de ti se burla!
¡Desgraciada de mí!
Mi corazón es demasiado débil
y la razón no se impone;
pues abrigo la esperanza de conseguir aún
lo que mi corazón tanto ansía!

Escena Sexta 

(Aposento real. Eliates, Orsanes) 

ELIATES
Desde que fui elevado a este cargo,
los problemas se han adueñado de mí.
La experiencia me ha enseñado que,
gran honor, gran peso implica.
El cetro le otorga esplendor a la mano,
pero carga el alma con profundo pesar.

Aria 

El peso de gobernar
no lo soporta cualquier espalda.
Solo Atlas es el héroe
que logra sostener al mundo.
Si otro se atreviera a intentarlo,
sería aplastado por el peso.

ELIATES, ORSANES
El peso de gobernar,
no lo soporta cualquier espalda.

ORSANES
Manejar bien el carruaje de Febo,
no está al alcance de cualquier mano.
Incluso el osado hijo del Sol, 
Faetón,
recibió como pago
de su hazaña,
caer y morir asfixiado.

ELIATES, ORSANES.
El peso de gobernar,
no lo soporta cualquier espalda.

CORO
(interior)
¡A las armas, socorro, socorro, a las armas!

ELIATES.
¿Qué griterío tan grande
se escucha ahí?
¿Acaso quiere quejarse toda la ciudad?
¡Dioses, acudid en mi ayuda!
¿Quien me ayuda?

CORO
(del interior)
¡A las armas, socorro, socorro, a las armas!

Escena Séptima 

(Halímacus, Olisius, Elmira, Clérida, Trigesta,
Eliates, Orsanes) 

HALÍMACUS, ELIATES
¡Estamos perdidos! ¡El persa ha vencido!

OLISIUS
¡Oh, desventurada guerra!

HALÍMACUS
¡El ejercito ha sido vencido y está disperso!

HALÍMACUS, OLISIUS
ELMIRA, CLÉRIDA
¡Oh, pesar!

HALÍMACUS
¡El rey ha sido hecho prisionero!
¡Los mejores guerreros han muerto!

HALÍMACUS, ELIATES
ELMIRA, CLÉRIDA
¡Oh gran desgracia!

HALÍMACUS
El enemigo se acerca a nuestras puertas,
y no podremos recibir ayuda.
¡Nuestro fin no está lejos!

HALÍMACUS, ELIATES
ELMIRA, CLÉRIDA
¡Astros, ayudadnos!
¿Quién, si no, podría hacerlo?

CORO
(desde el interior)
¡A las armas, socorro, socorro, a las armas!

ELIATES
¿Qué ha pasado con el príncipe?

HALÍMACUS
Está ileso, y ahora se esfuerza
en reunir a los guerreros dispersos
en torno a él. 

ELIATES, OLISIUS
¡Oh, gracias al destino!
¡Es un consuelo!

ORSANES
¡Oh, desgracia!

HALÍMACUS
Lo primero que exige 
nuestra lealtad,
es intentar liberar al rey.

ELIATES
Tal y como están las cosas,
debemos arriesgar lo máximo.
¡Que todo el que sea capaz,
se apresure a armarse!
Disponemos de oro
para intentar salvar a nuestro rey.
Para devolverle la libertad
el oro y el hierro
serán la ultima opción.

HALÍMACUS
¡Que cada uno demuestre que ama a su rey!
¡Mostrémosle a lo que estamos dispuestos!

TODOS
¡Que cada uno demuestre que ama a su rey!
¡Mostrémosle a lo que estamos dispuestos!

Escena Octava 

(Halímacus, Elmira, Trigesta) 

HALÍMACUS
¡Honorable Elmira!
El príncipe Atis os envía 
como modesto obsequio
algo que ha ganado en la lucha.
Se trata de un niño campesino,
que la naturaleza hizo igual a él.
Ni siquiera nosotros dos,
seríamos capaces de diferenciarlos,
salvo por la capacidad de hablar.

ELMIRA
¿Dónde está?

HALÍMACUS
¡Aquí!

ELMIRA
¡Pues déjalo entrar!

Aria  

Amor, dime, ¿qué debo hacer?
¿Deberá mi corazón 
al ver a ese niño igual a Atis,
sentir dolor o sentir alegría?
Amor, dime, ¿qué debo hacer? 

Escena Novena 

(Halímacus, Elmira, Trigesta y Atis disfrazado) 

HALÍMACUS
Aquí te traigo al que es igual a Atis.

ELMIRA
¡Debo reconocer,
que nunca he visto un parecido igual!

ATIS
(Para sí)
Se ha cumplido mi deseo.

HALÍMACUS
Esta es la joven a la que servirás.

ATIS
Servirla será un placer.

TRIGESTA
¿No será el mismo Atis?

ELMIRA, TRIGESTA
Los ojos dicen que sí, los oídos que no.

HALÍMACUS
Debo ir a ver al Gobernador.
Dígnate, señora, de aceptar 
los servicios de este esclavo
como si fueran los del mismo Atis.

(Se retira) 

ELMIRA
¿Cual es tu nombre?

ATIS
Ermin.

ELMIRA
¿Y tu patria?

ATIS
Frigia.

ELMIRA
¿Te duele tu estado de esclavo?

ATIS
En absoluto, si estoy a vuestro servicio.

ELMIRA
¿Qué esperas de mí?... ¿Acaso la libertad?

ATIS
No.

ELMIRA
¿Y por qué no?

ATIS
Quien te sirve, no ansía ser libre.

ELMIRA
¿Eso piensas?

ATIS
Sí.

ELMIRA
¿Y eso?

ATIS
Lo sé por Atis.

ELMIRA
Pero él es mudo.

ATIS
Yo comprendo 
lo que su rostro dice.

ELMIRA
¿Me ama con todo su corazón?

ATIS
¿Podría encontrarse corazón tan frío,
incapaz de arder de amor 
al ver el fuego de vuestros ojos?

ELMIRA
¿Así habla un campesino?

ATIS
Yo nací en el campo
y fui amamantado por cabras,
pero no por ello mi carne y mi sangre
han perdido sus rasgos humanos.
Cuando una bella joven tiene frente a sí,
el campesino no es ciego.

ELMIRA
¡Qué bien hablas campesino! ¿Serás acaso Atis?

ELMIRA, TRIGESTA.
Los ojos dicen que sí, los oídos que no. 

ELMIRA
Quédate siempre a mi lado, sírveme con lealtad,
y te liberaré te todo trabajo.

ATIS
Os lo agradezco y lo sabré apreciar.
Os seré tan leal, como si fuera el propio Atis.

(Elmira, Trigesta se retiran)

Aria 

ATIS
Toda alegría se oscurece
ante el resplandor del placer supremo,
amar y ser amado.
Siento en mi pecho
la alegría más grande
que alguien pueda sentir.

Escena Décima 

(Eliates, Olisius, Halímacus, Orsanes, Atis) 

ORSANES
¡Qué veo! 

ELIATES
Atis.

ELIATES, OLISIUS, ORSANES
¡Señor!

ATIS
No soy él,
sólo tengo el mismo rostro.

HALÍMACUS
Es un campesino prisionero de guerra.
Y porque Atis así lo ordenó,
lo he traído para que sirva a Elmira.

ORSANES
(Para sí)
Así el fuego de amor, tendrá nueva leña.

HALÍMACUS
Se llama Ermin, y está claro que no es Atis,
pues su lengua es capaz de hablar.

ELIATES, OLISIUS, ORSANES
Juraría que es el príncipe, si no fuera por el habla.

HALÍMACUS
Señor, ¿qué ha decidido el Consejo?...
¿Se liberará al rey?

ELIATES
Podremos ofrecer 
la mitad del tesoro por su libertad.

ATIS
¿Y por qué no 
todo el tesoro?

ORSANES
¡Calla campesino!
Se nota que eres generoso
con lo que no te pertenece.

ATIS
La avaricia también os vence a vos,
cuando se trata de lo que es vuestro.

ORSANES
¿Debe convertirse Creso en un rey mendigo?

ATIS
Gustoso perdería ese tesoro,
para conservar el otro.

ORSANES
¿A cual te refieres?

ATIS
Al de la lealtad, ¡el tesoro más grande del mundo!

ORSANES
Di, ¿qué te importa a ti el rey de Lidia?
Poco debería importarte su suerte.

ATIS
Sólo os digo lo que yo mismo haría,
daría todo para salvar a mi rey.

ORSANES
¿Y qué posees?

ATIS
Más que vosotros, que os consideráis libres...
Tengo amor y fidelidad.

ORSANES
¿Desde cuándo la fidelidad se ha instalado 
en el corazón de un campesino?

ATIS
Desde que el interés personal, el engaño 
y la adulación rigen en esta corte. 

ELIATES
No deberíamos perder el tiempo
con largas disputas.
A Olisius, 
el alto consejo le ha ordenado
acudir como embajador ante Ciro.
Debe darse prisa y esforzarse
para que pronto podamos ver 
a nuestro rey en libertad.

OLISIUS
¡Cumpliré la orden, y no me demoraré!

TODOS
¡Oh dioses, que tenga éxito!

(Se retiran)

Escena Undécima 

(Elmira, nuevamente Atis)

Aria 

ELMIRA
Amo y soy amada.
No comprendo como a otros, 
la tiranía del amor
los apena.
Tampoco conozco el sabor 
de la fruta de los celos amargos.
Por todo ello vivo feliz.
Aunque el poder persa
me alejó del reino
y Creso fue vencido,
me queda la fidelidad de Atis,
y estoy libre de pena.

(Viene Atis) 

ATIS
Princesa, ¿puede atreverse un esclavo
a dirigiros la palabra?

ELMIRA
¡Cómo quisiera que fueras el mismo Atis!

ATIS
De ti depende. 
Imagina por un momento que soy él.

ELMIRA
¿Qué te aqueja?

ATIS
Las calientes llamas que tus ojos 
tienden sobre mí.
Vivo cual salamandra.

ELMIRA
¿Cómo?

ATIS
Y cual el girasol,
mi cabeza siempre hacia ti se eleva.

ELMIRA
Campesino, 
¿cómo te atreves a hablarme de ese modo?

ATIS
Si Atis pudiera hablar, sería lo que te diría.

ELMIRA
¡Por tú bien, así lo entenderé!

Aria 

ATIS
¿Es que nadie es consciente
cuál amoroso es el placer,
cuál dulce el desear,
al ser prisionero de las cadenas de Elmira, 
y vivir atado a ellas?
Mi pecho 
le trasmitirá,
sólo a ella,
cuál amoroso es el placer,
cuál dulce la vida.

ELMIRA
¡Cómo! ¿Nuevamente te atreves a hablarme así?

ATIS
¿Acaso despierta tu ira el descubrir 
que si el príncipe hablar pudiera,
las mismas palabra que yo 
te diría?

ELMIRA
Si ésa es la intención, te perdono,
y lo puedo comprender.

(Se retira) 

ATIS
¡Oh, placer del corazón, ver tal lealtad! 

Escena Duodécima 

(Orsanes, Atis) 

ORSANES
¿Cómo te sienta, Ermin, la vida en la corte?
¿O acaso la vida del campesino 
es más placentera?

ATIS
Tendría que ser ciego y loco,
si el lujo y el resplandor de la corte
no me gustaran.

ORSANES
(Para sí)
Descubro lo que esperaba.

ATIS
Tengo la impresión de que el cielo me ama,
y tengo la esperanza de que no me abandonará.

ORSANES
¿Esperas aún una mayor dicha?

ATIS
Sí, si es que se me otorga.

ORSANES
Tu esperanza será pronto recompensada,
si eres discreto y me eres leal.

ATIS
(Para sí)
¡Traidor, qué perfidia!

ORSANES
¿Qué respondes?

ATIS
Que podéis confiar en mí
y revelarme vuestro secreto.

ORSANES
Pues escucha, este es el servicio que deseo.
Porque te pareces tanto al príncipe,
quiero que te hagas el mudo, para pasar por él.
Así todos creerán que eres el príncipe.

ATIS
Eso no me será difícil.

ORSANES
Deberás indicar por señas que, 
al no ser capaz de hablar
no puedes gobernar,
y que deseas que sea yo quien, en tu lugar, 
deba hacerse cargo del gobierno del reino.

ATIS
¿Sólo es eso lo que esperas de mí?

ORSANES
Con la ayuda de mis camaradas,
que me apoyarán gustosos,
se me elegirá Gobernador.

ATIS
El engaño no puede fallar...
Pero se me acaba de ocurrir
que el príncipe mismo vendrá hoy,
y vuestro plan podría fracasar.

ORSANES
¿Cómo lo sabes?

ATIS
Escuché que Halímacus lo dijo.

ORSANES
En ese caso, habrá que matar a Atis
para luego concretar mi plan.
He pensado, Ermin, como hacerlo...
Seguro que el plan podría tener éxito.
A él le gusta tenerte cerca,
por eso te pido que te arriesgues
y entres por la noche en su habitación.
Una vez dentro, será cosa fácil
asfixiarlo mientras duerme.
Su cuerpo lo tirarás después
por la ventana, al mar.
Al día siguiente 
te pondrás su vestimenta
y todos creerán 
que eres el príncipe, 
y yo conseguiré lo que tanto ansío.

ATIS
(Para sí)
¡Maldito malvado, fomentas tu propia perdición!

ORSANES
¿Qué dices?

ATIS
Que el príncipe morirá por mi mano.
Te aseguro que puedes confiar en mí.

ORSANES
¡Amigo fiel, deja que te abrace!

Escena Decimotercera 

(Campamento persa) 

ELCIUS
(con varios artefactos y trampas para ratones)
¡Lentes, lentes, pluma y tinta,
rastrillos y ratoneras!
¡Aquí traigo bálsamos sulfúricos,
tabaco y talco, todo lo tengo aquí!
¡Venid acá! 
¿De qué os sirve el oro si no compráis 
estas mercancías tan útiles?
¡Lentes, aquí traigo!

Aria 

¡Vengan señores, vengan y compren!
¡Compren por poco dinero
lo que les apetezca!
De lo contrario, tendré que seguir caminando.
¡Que compre, quien algo comprar quiera!
¡Cuchillos, tijeras, peines y cepillos,
chorizos boloñeses,
parches, bálsamos, vidrios, lentes,
rastrillos, trampas para ratas y ratones,
polvos para dientes, telas,
plumas, tinta, laca,
agujas, pañuelos, maquillaje y jabones,
tabacos, cajas y pipas,
canciones y almanaques!
¡Que compre el que algo comprar quiera!
De todo hay acá, no os privéis de nada.
Con lo que venda,
podré alimentar a mi gente.
Vengo sediento, débil y flaco
al campamento persa.
Sólo me queda peregrinar,
no hay otra posibilidad
de lograr seguridad.
Empecé mendigando
por un pan seco,
para no morir de hambre;
pero me gustó tanto 
como la hierba al perro.
Quiero pedirles o llorarles
a grandes y a pequeños,
a los ricos y a los pobres.
¿No quiere nadie compadecerse de mí?
¿No hay ni una sola palabra de consuelo?
"¡Hombre aléjate!
¿No se avergüenza ese tipo,
de pedir dinero a la gente?
El asno debería trabajar, 
o buscar otra posibilidad.
¡Si no desapareces pronto,
te daré un par de golpes
para que aprendas de una vez!"
Mientras tanto, volvió mi suerte
y en la costa encontré a alguien que 
guardaba estos viejos trastos.
Le di un empujón 
hasta que en el agua terminó...
¡y se ahogó!
Entonces me escapé con sus cosas.
Esa es la historia de mi vida, y ahora:
¡compren buena mercancía!
¡No os lo penséis demasiado!
No puedo quedarme mucho tiempo,
no me siento seguro aquí
pues la justicia 
podría perseguirme.
¡Lentes, lentes, plumas y tinta,
rastrillos y ratoneras, lentes, lentes!

(Sale)

Escena Decimocuarta 

(Ciro en su tienda sentado en un trono. Creso 
encadenado y acompañado de soldados. Un 
comandante y muchos guerreros)

Aria 

CRESO
Nadie puede, salvo el cielo,
librar de estas cadenas
al odiado Creso.
¿De qué me sirve mi gran fortuna?
¿De qué valen todos mis tesoros,
si no me devuelven la libertad? 

(Se acerca a Ciro) 

CIRO
¡Arrodíllate y póstrate en la tierra,
si quieres que te escuche!

CRESO
¡Un rey sólo se arrodilla frente a Júpiter!

CIRO
Tú ya no eres rey.

CRESO
¡Lo soy y siempre lo seré!
Aunque pierda mi reino, mi honor 
y mi gran fortuna, mantengo mi sangre real.

CIRO
Frente las llamas,
a las que pronto se te condenará,
inclinarás tu orgullosa arrogancia.

CRESO
Haz lo que quieras; 
con ello sólo probarás que eres un salvaje.

CIRO
Te mereces el castigo porque 
te has atrevido 
a apoyar con tu poder 
el levantamiento de Babilonia.
Por eso el cielo te demuestra ahora 
que mi venganza no es tiranía,
sino justicia y el castigo de los dioses. 

COMANDANTE
El enemigo envía un delegado,
que solicita audiencia.

CRESO
¡Mi alma se alegra!

CIRO
¿Un delegado? ¿Tan osados son?
¡Que entre, y que éste salga!

(Creso sale escoltado) 

Escena Decimoquinta 

(Entra Olisius con su embajada) 

OLISIUS
¡Poderoso y feliz entre todos los héroes!
¡Tus enemigos proclaman tu valentía y virtud!
Abrigamos la esperanza de que,
entre todas tus virtudes,
se encuentre la de poseer un corazón bondadoso.
¡No permitas la perdición de Lidia!
A cambio de la libertad de Creso, 
te ofrecemos la mitad de su tesoro.

CIRO
¿La mitad de su tesoro? ¡Me hacéis reír!
Como bien sabéis, 
el tesoro de Creso me pertenece,
y no es mi intención compartirlo con vosotros.
Podéis decir a quienes os han enviado,
que mantendré el armisticio dos días más.
Mañana todos podrán venir 
libremente al campamento 
y hasta a Creso podrán ver.
Pero si pasado mañana no encuentro
abiertas la puertas de Sardes,
no habrá compasión al tercer día.

(Desciende del trono) 

OLISIUS
¡Compasión, poderoso señor!

CIRO
¡No, callad, partid!
Donde se siembra el trueno, no crecen rosas.

(Los lidios se retiran)

Aria

CIRO
Valientes soldados, ¡victoria!
¡Hemos vencido!
Toda Lidia está
a nuestros pies.
Ahuyentad la noche oscura
con risas y bromas,
encended fuegos nocturnos 
en honor de Ciro.

(Trompetas y bombos. Anochece y aparece el 
campamento iluminado con algunos fuegos 
artificiales)
 

Acto  III