NOCHE RADIANTE Op.4

(Verklärte Nacht)

Música de Arnold Schönberg (1874 - 1951)

Texto de Richard Fedor Leopold Dehmel (1863 - 1920)

 

Zwei Menschen gehn durch kahlen, kalten Hain;
der Mond läuft mit, sie schaun hinein.
Der Mond läuft über hohe Eichen,
kein Wölkchen trübt das Himmelslicht,
in das die schwarzen Zacken reichen.
Die Stimme eines Weibes spricht:

Ich trag ein Kind, und nit von Dir,
ich geh in Sünde neben Dir.
Ich hab mich schwer an mir vergangen.
Ich glaubte nicht mehr an ein Glück
und hatte doch ein schwer Verlangen
nach Lebensinhalt, nach Mutterglück
und Pflicht; da hab ich mich erfrecht,
da ließ ich schaudernd mein Geschlecht
von einem fremden Mann umfangen,
und hab mich noch dafür gesegnet.
Nun hat das Leben sich gerächt:
nun bin ich Dir, o Dir begegnet.

Sie geht mit ungelenkem Schritt.
Sie schaut empor; der Mond läuft mit.
Ihr dunkler Blick ertrinkt in Licht.
Die Stimme eines Mannes spricht:

Das Kind, das Du empfangen hast,
sei Deiner Seele keine Last,
o sieh, wie klar das Weltall schimmert!
Es ist ein Glanz um Alles her,
Du treibst mit mir auf kaltem Meer,
doch eine eigne Wärme flimmert
von Dir in mich, von mir in Dich.
Die wird das fremde Kind verklären,
Du wirst es mir, von mir gebären;
Du hast den Glanz in mich gebracht,
Du hast mich selbst zum Kind gemacht.

Er faßt sie um die starken Hüften.
Ihr Atem küßt sich in den Lüften.
Zwei Menschen gehn durch hohe, helle Nacht.



 
Dos seres caminan por la deshojada y fría arboleda;
la luna los acompaña y ellos la contemplan.
La luna camina sobre las altas encinas;
ni una nubecilla enturbia la luz del cielo
hacia las que se yerguen las negras copas.
La voz de una mujer dice:

Llevo un hijo, que no es tuyo,
y voy caminando a tu lado en pecado.
He faltado gravemente contra mí misma.
Había dejado de creer en la felicidad
pero estaba ansiosa por realizarme,
culminando la dicha y el deber de una madre.
Por eso me atreví.
Por eso, estremeciéndome, 
dejé abrazar mi sexo por un hombre extraño;
y por eso me he sentido bendita.
Ahora la vida se ha vengado:
te he encontrado a ti ¡oh, a ti!

Ella camina con paso torpe.
Alza la vista, la luna la acompaña.
Su oscura mirada se anega de luz.
La voz de un hombre dice:

Que el hijo que has concebido
no sea para tu alma una carga.
¡Oh, mira, cuán claro brilla el universo!
Todo alrededor es resplandor.
Flotas conmigo en un mar frío,
pero una tibia corriente va 
de ti a mí, de mí a ti.
Ella transfigurará al niño extraño.
Tú darás a luz para mí, de mí.
Tú has iluminado mi interior.
Tú has hecho de mí un niño.

Él la toma por las anchas caderas.
Sus alientos se besan en el aire.
Dos seres van por la inmensa y clara noche.



Escaneado por:
David Ruiz Gayo 2006