LA OBLIGACIÓN DEL PRIMER MANDAMIENTO K.35 (1767)

(Die Schuldigkeit des ersten Gebotes)

Música de Wolfgang Amadeus Mozart (1756 - 1791)

Texto de Ignatz Anton von Weiser (1701 - 1785)

 

Sinfonie

(Der Ort der Vorstellung ist eine anmutige Gegend  
an einem Garten und kleinen Wald. Der laue Christ
in einem Blumengesträuche schlafend )

Rezitativ

GERECHTIGKEIT
Die löblich' und gerechte Bitte,
die du dem Heil der Sterblichen zu gut
mitleidend mir hast vorgebracht,
ist mir zwar angenehm,
doch bin ich nicht bedacht,
den faulen Knechten zu verschonen:
du weißt, mein ist, die Frommen zu belohnen
und jene abzustrafen,
wenn sie durch Büßen und Bereuen
sich nicht der Schuld befreien;
und dies geschieht durch unverdiente Gnade,
die nur des Höchsten Güte allein gewähren kann,
so wie es ihr gefällt.

CHRISTGEIST
Wohlan! so sei mein wiederholtes Flehen
auf gleiche Weis' an dich gestellt,
o göttliches Erbarmen!

BARMHERZIGKEIT
Was je erwartest du?

CHRISTGEIST
Ach! Alles von deiner Huld
und deinen Helferarmen.

BARMHERZIGKEIT
Und was bekümmert dich so sehr?

CHRISTGEIST
Ach, der bedauernswerte Stand,
die Blindheit, die Gefahr
der lauen Menschensöhne,
die kleine Zahl, die sich bemüht, zu gehn
den schmalen Weg zum wahren Vaterland;
die Menge, die zum öffnen Hollenschlund
mit dem betörten Haufen
auf breiter Blumenstraße laufen.
Der schlaue Geist der Welt,
der unter Blendewerk verhüllt
die Sünden und Gefahren,
entführet ganze Scharen.

Nr. 1 - Arie

Mit Jammer muß ich schauen
unzählig teure Seelen
in meines Feindes Klauen
den Untergang erwählen,
wenn deine Wunderkraft
nicht Heil, nicht Rettung schafft.

Ihr zügelfreier Sinn,
gleich ausgebrochnen Flüssen,
die schäumend sich ergießen,
reißt nach den tausend hin.

Mit Jammer muß ich schauen usw.

Rezitativ

BARMHERZIGKEIT
So vieler Seelen Fall ist zwar mit allem Fug
beweinungswürdig anzusehn,
doch ist es selbst ihr Will',
daß sie zu Grunde gehn.
Das erste, größte, ja das wichtigste Gebot:
aus ganzer Seel', aus Herz und Kräften
zu lieben ihren Herrn und Gott,
scheint ihrem trägen Sinn
gleich einer Last zu sein,

GERECHTIGKEIT
Flößt ihnen der Verstand,
ja endlich die Natur
nicht diese Pflicht als Kindern ein,
weil er als Vater sie aus Nichts gebildet hat,
weil er sie schützet, liebet,
nähret und ewiglich belohriet?

BARMHERZIGKEIT
Ist er denn nicht das einzig wahre Gut,
mithin auch höchster Liebe wert?

GERECHTIGKEIT
Pracht, Wollust, Eigennutz
und eitler Ehre Schein
sind die gemeinen Götzen,
die sie dem Schöpfer gleich,
ja höher schätzen.

BARMHERZIGKEIT
Derselben Ausspruch
gilt viel mehr als Gottes Wort.

GERECHTIGKEIT
Sie wenden nur nach deren falschen Schimmer
die blöden Augenlichter,
und schauen doch sich selber nicht,
noch Himmel, Hölle, Tod und Richter.

BARMHERZIGKEIT
Sie lieben die Unwissenheit
der Lehre ihres Heils
und ihrer Schuldigkeit.

GERECHTIGKEIT
Wenn sie auf solche Weise
noch Beispiel der Belohnten,
noch der Bestraften wollen sehen,

BARMHERZIGKEIT
Wenn sie mein Rufen, mein Ermahnen
nicht wollen hören, noch verstehen,

GERECHTIGKEIT
So kann Gerechtigkeit
sie nicht der Schuld entbinden,

BARMHERZIGKEIT
so kann Barmherzigkeit
für sie kein Mitleid finden.

Nr. 2 - Arie

Ein ergrimmter Löwe brüllet,
der den Wald mit Forcht erfüllet,
rings herum nach Raube sieht.

Doch der Jäger will noch schlafen,
leget hin die Wehr, die Waffen,
achtet Schutz und Helfer nicht.

Ein ergrimmter Löwe brüllet, usw.

Rezitativ

Was glaubst du,
wird man wohl mit vielem Trauern
desselben schnöden Tod bedauern?

GERECHTIGKEIT
Anstatt ihn zu beklagen,
wird man von ihm ja billig sagen,
sein Eigensinn sei Schuld daran?

CHRISTGEIST
Daß sie zu sorgenlos
und wie betäubet sind,
ist leider allzu wahr.
Doch ist denn keine Art
von Mitteln zu ergründen?
Es würde des Verstandes Licht
vielleicht sich bald
in seiner Helle finden,
und der verkehrte Will'
sich bald ergeben,
wenn ihnen sichtbar sollte
vor ihren Augen schweben
das Pein- und Schreckenbild
des offnen Höllengrund,
wenn aus so vieler Tausend Mund
das gräßliche Geheul erschallte,
wenn ein Verdammter sich
aus seinem Grab erhebte,
sie durch sein' unbeglückten Fall
des großen Hauptgebot gemessne Schuldigkeit,
den Eifer, die Beflissenheit,
die Wissenschaft des Heils zu lehren.

BARMHERZIGKEIT
Sie können dich,
dein Beispiel und deine Wort'
durch ihrer Lehrer Stimme
genug beschauen, kennen, hören.

CHRISTGEIST
Ach, wenigest, laß ein förchtliches Ermahnen
in ihre lauen Herzen gehen.

BARMHERZIGKEIT
Wohlan, es soll nach deinem Wunsch geschehen.

GERECHTIGKEIT
Gerechtigkeit will dich hierin gewähren,
doch muß der Menschen Will'
mit mir beflissen sein,
der Auserwählten Zahl zu mehren.
Denn daß ich ihren Willen zwinge,
das kannst du nicht von mir begehren:
es bleibet ihnen freigestellt,
zu folgen meinem Ruf,
zu fliehen jenen Weg,
der führt zum weiten Höllenrachen.
Sieh', hier will ich dir Probe machen
an diesem Sterblichen,
den falsche Sicherheit
in tiefen Schlaf versenket hat.

CHRISTGEIST
O, daß doch jeden trägen Geist
dein heilsames Erschrecken
aus seinem Schlummer möcht' erwecken!

Nr. 3 - Arie

GERECHTIGKEIT
Erwache, fauler Knecht,
der du den edlen Preis
so vieler Zeit verloren,
und doch zu Müh' und Fleiß,
zur Arbeit bist geboren.
Erwache, fauler Knecht,
erwarte strenges Recht.

Es rufet Höll und Tod:
Du wirst von deinem Leben
genaue Rechnung geben
dem Richter, deinem Gott!

Erwache, fauler Knecht, usw.

Rezitativ

CHRISTGEIST
Er reget sich.

BARMHERZIGKEIT
Er scheinet zu erwachen.

GERECHTIGKEIT
Nun kannst du hier verborgen sehn,
ob meine Wort' erwünschte Würkung machen.

(Barrnherzigkeit und Gerechtigkeit begeben sich
auf den Wolken von hinnen.)

CHRISTGEIST
Ich will das Beste hoffen.

(Er verbirgt sich).

Rezitativ

CHRIST
Wie, wer erwecket mich?
Ich sehe niemand hier.
War dieses Blendewerk?
die Wahrheit oder Scherz?
Tod, Hölle, Rechenschaft,
ihr Sinne, saget mir...

WELTGEIST
Was Rechenschaft? was Tod? was Hölle?
was sollen diese Grillen sein?

CHRIST
Freund! wie erwünschlich triffst du ein!

CHRISTGEIST
Nun hört er meinen Feind, o Ungelücke!

CHRIST
Ach Trost, ach Rat in meiner Seelennot!

WELTGEIST
Was ist geschehn?

CHRIST
Ein ungewohnter Ruf,
der meinen Schlaf gestört
und Höllenstrafe droht,
hat mich so gar erschreckt,
daß ich vor banger Forcht ...

WELTGEIST
Ich hab'genug verstanden:
Ist dies nicht ein Betrug
von unsrer beiden Feind,
so war es nur ein eitler Traum,
ein Irrwisch, der erlöscht,
kaum da er uns erscheint:
ein buntes Nichts, ein Schattenwerk.
Darum beruhe dich,
leg' alle Sorge hin.

CHRIST
Es klingen aber noch in meinem Sinn die Wort':
Erwache, fauler Knecht!
du wirst von deinem Leben
genaue Rechnung geben.

WELTGEIST
Ich weiß nicht, was ich nun von dir gedenken soll.
Verläßt dich deine Witz?
Bist du denn außer dir?
Gewiß, du bist Verwirrung voll.
Ein Traum, ein' elende Geburt
des wallenden Geblüte
erschröcket dich, betöret dein Gemüte.
Ein Glückes Sohn wie du,
der sonst so wohl belebt,
bisher von klugen Geist,
von Umgang edel war,
von jedermann geehrt, verlieret sich sogar,
daß er, ich weiß nicht was,
auf Träumebilder hält.
Hätt' ich so manchen Träumen
geringsten Glauben zugestellt,
so hätt' ich mir vor Angst und Sorgen
schon längst das Leben müssen rauben;
du wirst nun besser mir
als Träumen glauben.

Nr. 4 - Arie

Hat der Schöpfer dieses Leben
samt der Erde uns gegeben,
o so jauchze, so lache, so scherze,
lasse Träume Träume sein.

Dein Ergötzen, deine Freude,
gehe durch Büsche, Feld und Heide,
und dein so beklemmtes Herze
räume sich der Wollust ein.

Hat der Schöpfer dieses Leben usw.

Rezitativ

CHRIST
Daß Träume Träume sind,
gesteh' ich willig ein,
doch war es eine Stimme,
die mich hat mit Gewalt
aus meiner Ruh gebracht,
und die ein bloßer Traum
unmöglich könnte sein.
Ich weiß noch deutlich alle Worte,
denn, sie noch hörend, wacht' ich auf!
Ich fühle noch des matten Herzen Schläge,
das kalte Blut hemmt annoch seinen Lauf
und macht die zagen Glieder beben,
ich spüre fast nur halbes Leben.

Nr. 5 - Arie

CHRIST
Jener Donnerworte Kraft,
die mir in die Seele dringen,
fordern meine Rechenschaft.

Ja mit ihrem Widerhall
hört mein banges Ohr erklingen
annoch den Posaunenschall.

Jener Donnerworte Kraft, usw.

Rezitativ

WELTGEIST
ist dieses, o so zweifle nimmermehr,
daß diesen Streich hat jener Feind getan,
der dich und mich zu quälen
zu keiner Zeit vergessen kann.

CHRIST
Wer ist wohl, der mich haßt,
und zwar ohn' meiner Schuld,
da ich noch ihn, noch seinen Namen kenne?

WELTGEIST
Er haßt dich meinetwegen;
jedoch verlange nicht, daß ich ihn nenne;
dir sei genug, daß ich dir seine Lebensgroße
mit wenig Worten zeige.

CHRISTGEIST
(beiseite )
Ist's möglich, daß ich länger schweige?

WELTGEIST
Er ist ein Mückenfänger,
der andern, wie ihm selbst,
fast keine Freude gönnt,
der allen Unterhalt und das Gespräche flieht
der weltbelebten Leute,
der jede Grille des Gewissen
mißt nach der Länge, Tiefe, Breite,
der seine Sittenlehre
sucht allen aufzudringen,
die voll der dummen Einfalt ist,
dabei sehr unbequem und hart;
sein Reden, Denken, Tun,
ist eitel Pfaffenwerk:
mit einem Wort,
er ist von ganz besondrer Art.

CHRISTGEIST
O unverschämtes Lügen!

(beiseite )

Wie wahr hingegen spricht der göttlich' Mund,
der niemals kann betrügen:
Ihr seid nicht von der Welt,
deswegen haßt sie euch!
Was soll ich tun?
Will ich mein Ziel erhalten,
so muß ich mich verstalten.

(geht ab )

Nr. 6 - Arie

WELTGEIST
Schildre einen Philosophen
mit betrübten Augenlichtern,
von Gebärden herb und schüchtern,
in dem Angesicht erbleicht.
Dann hast du ein Bild getroffen,
das nur ihm alleine gleicht.

Rezitativ

WELTGEIST
Wen hör' ich nun hier in der Nähe?
Es ist gewiß nur eben der,
so dir den Possen spielte,
und, da er dich durch seine Stimm' erschreckte,
hier im Gebüsche sich verhüllte.

(Der Christgeist läßt sich im nächsten
Wald als ein Arzt sehen)

Doch nein: es ist jemand,
der, wie es scheinet,
hier bewährte Kräuter sucht.

CHRIST
Ist er ein Arzt,
so sprech' ich ihn um Mittel an,
wodurch ich mein so liebes Leben
noch viele Jahr gesund erhalten kann.

WELTGEIST
Sieh da, er geht bedachtsam hier vorbei.

CHRIST
Erlaube, unbekannter Freund,
ein' nicht unnütze Frage:
Ist deine Wissenschaft vielleicht die Arzenei?

CHRISTGEIST
Ja! diese ist mein Tun,
die Kranken heile ich,
Gesunde weiß ich zu erhalten.

CHRIST
Mein Wünschen ist,
erst nach sehr späten Jahren
vergnügt, gesund, gemächlich zu eralten.
Ach, daß der Tod nicht gar vermeidlich ist!
Doch ist ein Mittel dir bekannt,
entfernte Fälle zu verhüten?

CHRISTGEIST
Ich bin dem allergrößten Arzt,
den je die Welt gesehn,
sehr nahe anverwandt.
Dies mein besonders Glücke
gab mir Gelegenheit,
in seinem besten Buch
das erste und das größte
aus den Genesungsmitteln
zu finden, zu entdecken.
Das Mittel, außer dem
der andern Geist und Kraft
zur Heilung nicht erklecken.

CHRIST
Ach, könntest du mir doch
für Kummer, Angst und Forcht,
die mich viel mehr als jede Krankheit quälen,
erwünschte Hilfe schaffen.
Wie gerne wollt' ich dich belohnen!

CHRISTGEIST
Es soll an mir nicht fehlen,
jedoch sehr Vieles liegt bei dir.

WELTGEIST
Mein Freund! Dein Arzeneigespräch
will mir nunmehr zu lange sein,
denn mir fällt nichts von Tod
und Krankheit ein,
wohl aber die gewohnte Stunde,
die allgemach zum Frühstück ruft.
Du wirst darauf ja nicht vergessen?

CHRIST
Geh' hin, dasselbe zu bereiten.

WELTGEIST
Dies soll mit aller Eil'
und besten Fleiß geschehn.
Ich hab' alsdann die Ehre,
dazu dich zu begleiten.

(abseits im Hinweggehen )

Ich weiß für ihn viel bessre Arzeneien,
ein holder Blick von seiner Schönen,
gut Essen, Trinken, Spielen, Jagen,
wird alles Kummers ihn befreien.

CHRISTGEIST
(beiseite)
Dem Himmel sei gedankt,
mein Feind entfernet sich,
nun kann ich freier mich erklären.

(laut )

Ich gebe dir mein teures Wort,
dich meiner Hilfe zu gewähren:
Du sollst Gesundheit und Vergnügen

(beiseite )

der Seele Heil und Ruh',

(laut)

forthin genießen.
Allein wirst du dich wohl entschließen,
zu folgen meinem treuen Rat?
zu flieh'n die kalte Luft,

(beiseite )

den lauen Geist der Weit,

(laut)

so dir das Aug' verdirbt,
die Brust erkältet hat?

CHRIST
Wie, meine Brust, mein Aug'
erkältet und verderbt?
Du irrest dich, an beiden fehlt mir nicht.
Du siehest mir vielleicht in meinem Angesicht
den ungemein erlittnen Schrecken an,
der kürzlich mir das Herze machte beben.

CHRISTGEIST
Glaub' mir, je mehr sich die Gefahr
dem Kranken hält verborgen,
je mehr hat er zu sorgen.

Nr. 7 - Arie

CHRISTGEIST
Manches Übel will zuweilen,
eh' es kann der Balsam heilen,
erstlich Messer, Scher' und Glut.

Jener Ruf, der dich erweckte,
jene Stimme, die dich schreckte,
war dir nötig, war dir gut.

Manches Übel will zuweilen, usw.

Rezitativ

CHRIST
(beiseile )
Er hält mich einem Kranken gleich,
er weiß, was mir begegnet ist,
was soll ich wohl von ihm gedenken?

(zum Christgeist )

Wer du nun immer bist,
erhalte mich gesund,
wenn ich es bin gewesen,
und bin ich krank,
so mache mich genesen.

CHRISTGEIST
Nimm dies verschlossne Blatt
als eine Schenkung hin,
ich weiß gewiß, du wirst darin
für dich ein solches Mittel finden,
dem keines aus all' andern gleicht.

CHRIST
Ist es vielleicht sehrt hart zu nehmen?

CHRISTGEIST
Wer sich dazu mit Ernst entschließt,
dem ist es lieblich, süß und leicht.

CHRIST
Und was ist dessen Eigenschaft?

CHRISTGEIST
Es wärmet, muntert auf

(beiseite)

den lauen trägen Geist,

(laut)

erheitert den Verstand
durch seine Wunderkraft,

(beiseite)

die Christenpflicht zu fassen,

(laut )

es schärft das Aug'

(beiseite)

den schlauen Feind zu sehn,

(laut )

verschafft ein gut Gehör,

(beiseite)

zu hören Gottes Wort,

(laut)

es bringet Mut und Stärke,

(beiseite)

der Höllenmacht zu widerstehn,

(laut)

für Schwindel in dem Haupt.

WELTGEIST
Freund! Alles ist bereit,
und eine ganze Reihe der fröhlichen Gemüter
von beiderlei Geschlechte erwarten dich.

CHRIST
(zum Christgeist)
Verzeihe,
der Wohlstand heißt mich eilend gehen.
Hält dieses Mittel seine Probe,
so lohn' ich dich bei unseren, Wiedersehen.

(geht ab)

WELTGEIST
(im Hinweggehen)
So end' ich ihr Gespräche,
denn dieser Arzt will mir
so wie verdächtig sein.

CHRISTGEIST
(allein)
Ach! Also stellt die eitle Lust der Welt
des Geistes besten Fortgang ein.
Man eilt, man lauft, wohin?
Ach! An die Orte,
wo nur der Sinnen Freiheit ruft:
Man höret meine Worte
von wahrer Tugendlehre nicht
und folget lieber meinem Feind,
der alles Gute unterbricht.

Rezitativ

BARMHERZIGKEIT
Hast du nunmehr erfahren,
was unser beiden Hilf'
an diesem Menschen nützt?
Wenn er verloren geht,
wer ist wohl endlich schuld?

CHRISTGEIST
Ach! Er allein,
doch habt mit ihm Geduld.
Wie könnt' ein laues Herze,
das von dem Geist der Welt
mit Schnee bedecket ist,
sogleich von Gottes Liebe brennen?
Der Anfang gibt mir doch bei ihm
den Schein der Hoffnung zu erkennen.

GERECHTIGKEIT
Der Mensch bereite sich
zu Strafe oder Lohn,
bleibt doch dem Höchsten Lob und Preis.
Denn hört er dich, o Güte, nicht,
so dient er wenigst mir zur Ehre.

CHRISTGEIST
Ich will mich dann dahin bestreben,
damit er sich bekehre,
und diene so zu beider Ruhm,
daß ihn Gerechtigkeit belehrte,
Barmherzigkeit verschone.

Interludien

Nr. 8 - Terzett

CHRISTGEIST
Laßt mir eurer Gnade Schein
niemals fehlen,
so erhol' ich neuen Mut.

BARMHERZIGKEIT, GERECHTIGKEIT
Es soll an der Gnade Schein
niemals fehlen,
wenn der Mensch das Seine tut.

CHRISTGEIST
Allzeit will ich trachten, sinnen,
teure Seelen meinem Schöpfer zu gewinnen,
dies soll mein Geschäfte sein.

Laßt mir eurer Gnade Schein usw.

BARMHERZIGKEIT, GERECHTIGKEIT
Es soll an der Gnade Schein, usw.



Sinfonía

(La escena representa un hermoso paraje con
un jardín y un pequeño bosque. El cristiano
tibio sueña dormido entre unos arbustos floridos

Recitativo

LA JUSTICIA DIVINA
La loable y justa plegaria que me has dirigido,
afligido por la salvación de los mortales,
me resulta muy grata,
pero no tengo intención
de que se salven los siervos indolentes.
Sabes que me corresponde recompensar
al piadoso y castigar a aquél que no se libera
del pecado por medio de la expiación
y el arrepentimiento.
Todo eso se produce solamente
por una gracia inmerecida,
que únicamente la bondad del Altísimo
puede conceder según le plazca.

EL ESPÍRITU DE LA CRISTIANDAD
¡Sigamos adelante! Que mi reiterada súplica
del mismo modo se dirija a ti,
¡oh Misericordia Divina!

LA MISERICORDIA DIVINA
¿Qué es lo que esperas?

EL ESPÍRITU DE LA CRISTIANDAD
¡Oh, todo el favor
y el auxilio de tus manos!

LA MISERICORDIA
Y entonces, ¿qué es lo que te preocupa tanto?

EL ESPÍRITU DE LA CRISTIANDAD
¡Oh, el estado lastimoso,
la ceguera, el peligro de los indiferentes,
el reducido número de los que se esfuerzan
por recorrer el estrecho camino
de la verdadera virtud;
los muchos que hacia
las enormes fauces infernales
corren por floridos senderos;
el astuto espíritu mundano
que oculta pecados y peligros
bajo la apariencia de una ilusión
y seduce a multitudes enteras!

No. 1 -Aria

Con dolor tendré que ver
innumerables almas amadas
que caen perdidas
en las garras de mi enemigo,
a menos que tu poder milagroso
los salve y los libere

Sus pasiones desenfrenadas,
como ríos que se desbordan incontrolables,
llenos de espuma,
los arrastra por miles.

Con dolor tendré que ver, etc.

Recitativo

LA MISERICORDIA
La caída de tantas almas se considera,
con toda razón, como algo deplorable,
pero es siempre su propia voluntad
la que los hace hundirse.
El primero,
el mayor y más importante mandamiento:
"Amarás al tu Dios y Señor,
con toda tu alma, tu corazón y tus fuerzas",
es, para sus mentes indolentes, una pesada carga.

LA JUSTICIA
¿Pero la razón y la naturaleza,
no les inculcó esta obligación
desde que eran niños?
Al fin y al cabo el Padre los ha creado de la nada,
los protege, los ama, los alimenta
y los recompensa eternamente.

LA MISERICORDIA
¿No es Él, el único Dios verdadero?
¿Y digno por lo tanto de un amor supremo?

LA JUSTICIA
El esplendor del mundo, el libertinaje, el egoísmo,
y el vano resplandor de la gloria
son los ídolos perversos
que pretenden ser iguales al Creador,
o incluso superiores a Él.

LA MISERICORDIA
Las palabras vanas se escuchan más atentamente
que la palabra divina.

LA JUSTICIA
Sólo ven ante sus ojos
los falsos resplandores
y no se ven a sí mismos, ni ven el cielo,
ni el infierno, ni la muerte, ni a sus jueces.

LA MISERICORDIA
Sí, les encanta ignorar
la doctrina de la salvación
y el cumplimiento de sus deberes.

LA JUSTICIA
Y tampoco ven
como se premia el buen ejemplo,
y se castiga el error...

LA MISERICORDIA
Así es, y mis recriminaciones y amonestaciones
no quieren ni oír, ni comprender...

LA JUSTICIA
La Justicia Divina no puede
absolverlos de sus pecados.

LA MISERICORDIA
La misericordia de Dios
no encuentra compasión para ellos.

No. 2 - Aria

Un león ruge enfurecido
llenando el bosque de temor,
y observa en derredor en busca de su presa.

Sin embargo, el cazador aún quiere dormir,
abandona el rastro de su presa y, dejando su arma,
desdeña toda protección y auxilio.

Un león ruge enfurecido… etc.

Recitativo

¿Crees que alguien lamentará
si ese cazador
sufre una muerte vil?

LA JUSTICIA
O que en vez de llorarlo,
se dirá simplemente que su obstinación
fue la causa de su deceso.

EL ESPÍRITU DE LA CRISTIANDAD
Es realmente cierto
que son despreocupados
y están como aturdidos,
pero ¿no hay ningún modo
de encontrar un remedio?
Quizás, la luz de la razón
llegaría pronto
a su mayor esplendor
y la errónea voluntad
rápidamente se redimiría
si tuvieran visible ante sus ojos
la imagen tenebrosa y horrenda
del abismo infernal.
Si resonaran los terribles aullidos
salidos de innumerables bocas.
Si un condenado se levantara
desde su tumba para mostrar
por medio de su funesta caída
el deber de respetar
el gran y supremo mandamiento,
el celo hacia él, la dedicación del aprendizaje
y la ciencia de la salvación.

LA MISERICORDIA
Por medio de la voz de los maestros
tu ejemplo y tus palabras
pueden contemplar, conocer
y oír suficientemente.

EL ESPÍRITU DE LA CRISTIANDAD
¡Ah, permite que al menos llegue una severa
exhortación a sus tibios corazones!

LA MISERICORDIA
Muy bien, se hará según tu deseo.

LA JUSTICIA
La justicia quiere concederte lo que pides,
sin embargo, para ello, la voluntad
de los hombres debe serme propicia.
Para poder aumentar
el número de los elegidos
no puedes reclamarme que me pliegue
a sus deseos incondicionalmente.
Sigue estando en sus manos oír mi llamada
o apresurarse por el camino
que conduce a las anchas fauces del infierno.
Mira, ahora voy a hacer la prueba
con ese mortal,
a quien la falsa seguridad
ha sumido en un profundo sueño.

EL ESPÍRITU DE LA CRISTIANDAD
¡Ojalá que tu terror curativo
pueda despertar de su sueño
a todos los espíritus inertes!

No. 3 - Aria

LA JUSTICIA
Despierta, siervo perezoso,
que durante mucho tiempo has perdido
la noble recompensa, cuando por otra parte,
naciste para el esfuerzo,
la diligencia y el trabajo
¡Despierta siervo indolente,
te aguarda un severo juicio!

¡El infierno y la muerte te están llamando!
¡De tu vida habrás de dar
cuenta precisa
al juez, tu Dios!

Despierta, siervo perezoso, etc.,

Recitativo

EL ESPÍRITU DE LA CRISTIANDAD
Se mueve.

LA MISERICORDIA
Parece despertar.

LA JUSTICIA
Ahora podrás observar escondido aquí
si mis palabras producen el efecto deseado.

(La Justicia y la Misericordia suben
al cielo, entre las nubes.)

EL ESPÍRITU DE LA CRISTIANDAD
Esperemos lo mejor.

(se esconde)

Recitativo

EL CRISTIANO
¿Qué? ¿Quién me despierta?
No veo a nadie por aquí.
¿Ha sido una ilusión?
¿Es realidad o fue una broma?
La muerte, el infierno, el juicio,
el espíritu, decidme..

EL ESPÍRITU MUNDANO
¿Qué juicio? ¿Qué muerte? ¿Qué infierno?
¡Tonterías!

EL CRISTIANO
¡Amigo! ¡Qué oportunamente llegas!

EL ESPÍRITU DE LA CRISTIANDAD
Ahora escucha a mi enemigo, ¡qué desgracia!

EL CRISTIANO
¡Oh, solaz! ¡Oh, consejo para mi alma angustiada!

EL ESPÍRITU MUNDANO
¿Qué ha sucedido?

EL CRISTIANO
Una extraña llamada,
perturbó mi sueño
amenazándome con el castigo infernal.
Me ha asustado de tal manera,
que estoy lleno de temor...

EL ESPÍRITU MUNDANO
Es suficiente, he comprendido.
No es más que un engaño
de nuestro enemigo,
sólo fue un sueño vano,
una idiotez que se desvanece
apenas nos despertamos,
una sombra insignificante.
¡Olvídala,
no hay de qué preocuparse!

EL CRISTIANO
Pero sin embargo, aún resuenan
en mi mente las palabras:
"Despierta, siervo indolente,
de tu vida habrás de dar precisa cuenta".

EL ESPÍRITU MUNDANO
No sé qué pensar ahora de ti.
¿Perdiste tu ingenio?
¿Acaso está fuera de ti mismo?
Por cierto, estás desconcertado.
Un sueño es sólo el miserable resultado
de la sangre que fluye
y golpea el cerebro.
Un hijo de la felicidad como tú,
que vive tan bien,
alejado hasta el momento
de de toda mentalidad siniestra,
no entiendo como puede ahora
asustarse por las imágenes
de un simple sueño.
Si yo hubiese creído mínimamente
en tantos sueños como he tenido,
hace mucho que habría perdido la vida,
por miedo y preocupación.
Mejor harías en creer en mí,
que en tus sueños.

No. 4 - Aria

Si el Creador nos puso
sobre en esta tierra;
¡alégrate, ríe, bromea,
y deja que los sueños sean sólo sueños!

Que tu dicha y tu alegría vaguen
por los bosques, campos y praderas;
y que tu oprimido corazón
se abandone a la voluptuosidad.

Si el Creador nos puso... etc.

Recitativo

EL CRISTIANO
En que los sueños son sueños,
estoy de acuerdo;
sin embargo, hubo una voz
que me sacó
con fuerza de mi reposo
y es imposible que pudiera
ser un mero sueño.
¡Aún recuerdo claramente todas las palabras,
porque al despertar seguía oyéndolas!
¡Aún siento los latidos de mi angustiado corazón!
¡Cómo la sangre avanza a duras penas
y hace temblar mis abatidos miembros!
¡Siento como si sólo tuviese media vida!

No. 5 - Aria

EL CRISTIANO
La fuerza de las solemnes palabras
que penetraron en mi alma,
exige que rinda cuentas.

Sí. Y con su eco,
mi temeroso oído vuelve a oír
la llamada de las trompetas

La fuerza de las solmenes palabras... etc.

Recitativo

EL ESPÍRITU MUNDANO
Si esto es así, no lo dudes más:
te ha gastado una broma pesada
ese enemigo que en ningún momento olvida
atormentarte a ti y a mí.

EL CRISTIANO
¿Quién es el que me odia,
sin incurrir yo en culpa?
¡No lo conozco y ni siquiera sé su nombre!

EL ESPÍRITU MUNDANO
Te odia por mi causa,
pero no me pidas que te diga su nombre.
Ha de bastarte que con pocas palabras
te lo describa fielmente.

EL ESPÍRITU DE LA CRISTIANDAD
(aparte e indignado)
¿Es posible seguir callado más tiempo?

EL ESPÍRITU MUNDANO
Es un espantamoscas
que a los demás y a mí mismo
no concede apenas una sola dicha;
que huye de toda diversión y conversación
con la gente animosa de este mundo.
Que mide cada capricho de conciencia
según su propia longitud, ancho y profundidad.
Que busca imponer a todos su moral,
que está colmado de estúpidas simplezas,
y es al mismo tiempo
muy intransigente y riguroso.
Sus palabras, sus ideas y sus obras
son pura retórica clerical.
En una palabra:
es un tipo muy especial.

EL ESPÍRITU DE LA CRISTIANDAD
¡Oh, qué desfachatada mentira!

(Para sí mismo)

¡Cuán cierto es en cambio lo que dice
la boca de Dios, que no es capaz de engañarnos:
"Vosotros no sois de este mundo"!
¡Por eso los odia!
¿Qué voy a hacer ahora?
Si quiero lograr mis propósitos
debo disfrazarme

(Sale)

No. 6 - Aria

EL ESPÍRITU MUNDANO
Imagínate a un filósofo,
de mirada sombría, gestos parcos y tímidos,
con el rostro muy pálido...
Ése es el retrato
que solo a él
se le parece.

Recitativo

EL ESPÍRITU MUNDANO
¿A quién oigo por ahí?
Sin dudas es el mismo
que te ha jugado una mala pasada
aterrorizándote con sus palabras
y que ahora se esconde entre los arbustos.

(El Espíritu de la Cristiandad sale del bosque,
aparentando ser un médico)

Sin embargo, parece que no es así.
Es alguien que aparentemente
busca por aquí hierbas medicinales.

EL CRISTIANO
Si es un médico,
le preguntaré por un remedio mediante el cual
pueda mantener saludable mi querida vida
durante muchos años más.

EL ESPÍRITU MUNDANO
Mira, ahí va sumido en sus pensamientos.

EL CRISTIANO
Amigo desconocido,
permíteme una pregunta que no es ociosa.
¿Es tu ciencia acaso la medicina?

EL ESPÍRITU DE LA CRISTIANDAD
¡Sí, ésa es mi profesión!
Curo a los enfermos y sé mantener saludables
a las personas sanas.

CRISTIANO
Mi deseo es, después de muchos años,
poder envejecer
con alegría, salud y tranquilidad.
¡Ah, sé que la muerte no puede evitarse!
¿Conoces algún remedio
para prevenir los achaques venideros?

EL ESPÍRITU DE LA CRISTIANDAD
Del médico más grande
que haya conocido el mundo,
soy un familiar muy cercano.
Mi suerte es tan particular
que me dio la posibilidad
de encontrar y descubrir
en su mejor libro
el primero y más grande
de los medios de sanación.
Este medio de sanación,
además del cuerpo,
es capaz de curar el espíritu

EL CRISTIANO
¡Oh, ojalá pudieras brindarme
la ayuda que deseo, para la preocupación,
el temor y la angustia que me torturan
más que cualquier enfermedad!
¡Con gusto te recompensaría si lo hicieras!

EL ESPÍRITU DE LA CRISTIANDAD
Nada fallará de mi parte,
sin embargo mucho es lo que depende de ti.

EL ESPÍRITU MUNDANO
¡Amigo mío! Tu cháchara sobre medicina
me resulta ya demasiado extensa,
porque no pienso por ahora para nada
en la muerte ni en la enfermedad,
sino en la hora que se acerca,
en que acostumbro a tomar el desayuno.
¡No querrás que me olvide de él!

EL CRISTIANO
Ve a preparártelo.

EL ESPÍRITU MUNDANO
Lo haré de prisa
y con la mayor diligencia.
Luego, tendré el honor
de acompañarte.

(para sí, mientras sale)

Conozco una medicina mucho mejor para él.
La dulce visión de su hermosa amada,
buenas comidas, bebidas, juego y cacería
lo liberarán de todas sus preocupaciones.

EL ESPÍRITU DE LA CRISTIANDAD
(para sí)
Agradezco al cielo,
que mi enemigo se aleje,
ahora puedo explayarme más libremente.

(en voz alta),

Te doy mi solemne palabra,
de concederte mi ayuda:
Salud y dicha...

(para sí)

... la salvación y la paz de tu alma,

(en voz alta),

Disfrutarás, a partir de ahora.
¿Te decides a seguir
fielmente mis consejos?
¿A huir del aire frío...

(para sí)

... del tibio espíritu mundano,

(en voz alta)

que tanto a pervertido tus ojos
y enfriado tu pecho?

EL CRISTIANO
¿Enfriado mi pecho
y pervertido mis ojos?
Te equivocas, ambos están bien,
Quizás ves en mi rostro
los enormes temores sufridos
que hace poco estremecieron mi corazón.

EL ESPÍRITU DE LA CRISTIANDAD
Créeme que cuanto más oculto
se mantiene el peligro del enfermo,
más tiene de qué preocuparse.

No. 7 - Aria

EL ESPÍRITU DE LA CRISTIANDAD
Algunas veces muchos males
antes de que el bálsamo pueda curarlos,
requieren cuchillo, tijeras y fuego.

Esa llamada que te despierta,
esa voz que te asustó,
te era necesaria, fue para tu bien.

Algunas veces, muchos males... etc.

Recitativo

EL CRISTIANO
(para sí)
Me compara con un enfermo
y sabe lo que me ha sucedido
¿qué debo que pensar de él?

(al Espíritu de la Cristiandad)

Quienquiera que seas
mantenme sano
si es que ya lo estoy,
y si estoy enfermo,
sáname.

EL ESPÍRITU DE LA CRISTIANDAD
Toma este sobre lacrado,
como un gran regalo.
Sí, con seguridad encontrarás en él
un remedio que no puede
compararse con ningún otro.

EL CRISTIANO
¿Es muy difícil de tomar?

EL ESPÍRITU DE LA CRISTIANDAD
Quienquiera que decida tomarlo
le resultará delicioso, dulce y fácil.

CRISTIANO
¿Y cuál es su propiedad?

EL ESPÍRITU DE LA CRISTIANDAD
Alienta y reconforta

(para sí)

al espíritu indolente,

(en voz alta)

regocija el entendimiento
y gracias a su milagroso poder,

(para sí)

para comprender el deber del cristiano,

(en voz alta)

aguza la vista,

(para sí)

para ver al astuto enemigo,

(en voz alta)

otorga una audición perfecta,

(para sí)

para oír la palabra de Dios,

(en voz alta)

y otorga valor y fuerza,

(para sí)

para resistirse al poder del infierno,

(en voz alta)

para acabar con el vértigo.

EL ESPÍRITU MUNDANO
¡Amigo, todo está ya listo!
Un grupo de espíritus felices,
de ambos sexos, te espera.

EL CRISTIANO
(al Espíritu de la Cristiandad)
Perdona,
pero el placer me obliga a apresurarme.
Si este remedio supera la prueba,
te recompensaré cuando volvamos a vernos.

(Se marcha)

EL ESPÍRITU MUNDANO
(reflexivo)
Así pongo fin a su conversación,
pues la verdad es que este medico
me resulta muy sospechoso.

EL ESPÍRITU DE LA CRISTIANDAD
(solo)
¡Oh, el vano deseo de los placeres mundanos
suspende la mejor de las reflexiones del espíritu!
¡Se apresuran, corren!... ¿Adónde?
¡Oh, al lugar donde sólo impera
el libertinaje de los sentidos!
Nadie oye mis palabras
virtuosas y sabias,
prefieren seguir a mi enemigo,
destructor de todo bien.

Recitativo

LA MISERICORDIA
Ya has comprobado
de qué le sirve al hombre
la ayuda de nuestro Dios,
si anda perdido... ¿de quién es
al fin y al cabo la responsabilidad?

EL ESPÍRITU DE LA CRISTIANDAD
¡Oh, sin duda sólo de él mismo,
pero ten paciencia con él!
¿Cómo podría un tibio corazón
que ha vivido cubierto de nieve
por el espíritu mundano,
arder de repente de amos por Dios?
Sin embargo, la meta me permite
vislumbrar un rayo de esperanza.

LA JUSTICIA
Aunque los seres humanos se preparan
para el castigo o la recompensa, el Altísimo
es siempre merecedor de alabanza y loa.
Si no te escuchan ¡oh, bondad!
sirve al menos a su honor.

EL ESPÍRITU DE LA CRISTIANDAD
Entonces me esforzaré
a fin de que se convierta
y sirva a la fama de las dos;
de este modo la Justicia Divina lo recompensará
y la Misericordia lo liberará.

Interludio

No. 8 - Trío

EL ESPÍRITU DE LA CRISTIANDAD
Permitid que el fulgor de la Misericordia
nunca me abandone,
para que me revista de un nuevo valor.

LA MISERICORDIA, LA JUSTICIA
Si el hombre cumple con su deber,
nunca deberá pensar
que la Gracia lo abandone.

EL ESPÍRITU DE LA CRISTIANDAD
Siempre me esforzaré y me preocuparé
por ganar almas para mi Creador;
¡ésta será mi tarea!

Permitid que el fulgor de la Misericordia... etc.

LA MISERICORDIA Y LA JUSTICIA,
Nunca deberá pensar... etc.,



Digitalizado y traducido por:
José Luis Roviaro 2012