CANCIÓN DE BODAS Op. 20.1 (1832)

(Hochzeitlied)

Música de Johann Karl Gottfried Löwe (1796 - 1869)

Letra de Johann Wolfgang von Goette (1749 - 1832)

 

Wir singen und sagen vom Grafen so gern,                             
Der hier in dem Schlösse gehauset,
Da wo ihr den Enkel des seligen Herrn,
Den heute Vermählten, beschmauset.
Nun hatte sich jener im heiligen Krieg 
Zu Ehren gestritten durch mannigen Sieg,
Und als er zu Hause vom Rößelein stieg,
Da fand er sein Schlösselein oben;
Doch Diener und Habe zerstoben.


Da bist du nun Gräflein, da bist du zu Haus,
Das Heimische findest du schlimmer!
Zum Fenster da ziehen die Winde hinaus,
Sie kommen durch alle die Zimmer.
Was wäre zu tun in der herbstlichen Nacht,
So hab' ich doch manche 
noch schlimmer vollbracht,
Der Morgen hat alles wohl besser gemacht.
Drum rasch bei der mondlichen Helle,
Ins Bett, in das Stroh, in's Gestelle.


Und als er im willigen Schlummer so lag,
Bewegt es sich unter dem Bette.
Die Ratte, die raschle so lange sie mag,
Ja wenn sie ein Bröselein hätte.
Doch siehe, da stehet ein winziger Wicht,
Ein Zwerglein, so zierlich, 
mit Ampelen Licht,
Mit Redner Geberden und Sprechergewicht,
Zum Fuß des ermüdeten Grafen,
Der, schläft er nicht, 
möcht' er doch schlafen.


Wir haben uns Feste hier oben erlaubt,
Seitdem du die Zimmer verlassen;
Und weil wir dich weit 
in der Ferne geglaubt,
So dachten wir eben zu prassen.
Und wenn du vergönnest 
und wenn dir nicht graut,
So schmausen wir Zwerge 
behaglich und laut
Zu Ehren der reichen, der niedlichen Braut.
Der Graf, im Behagen des Traumes,
Bedienet euch immer des Raumes.

Da kommen drei Reuter, sie reiten hervor,
Die unter dem Bette gehalten.
Dann folget ein singendes, klingendes Chor
Possierlicher kleiner Gestalten.
Und Wagen auf Wagen mit allem Gerät
Daß einem so Hören als Sehen vergeht,
Wie's nur in 
den Schlössern der Könige steht.
Zuletzt auf vergoldetem Wagen
Die Braut und die Gäste getragen.


So rennet nun alles in vollem Galopp,
Und kürt sich im Saale fein Plätzchen;
Zum Drehen und Walzen 
und lustigen Hopp
Erkieset sich jeder ein Schätzchen.
Da pfeift es und geigt es 
und klinget und klirrt,
Da ringelts und schleift es 
und rauschet und wirrt,
Und pisperts und knisterts 
und flisterts und schwirrt.
Das Gräflein, es blicket hinüber,
Es dünkt ihn als läg er im Fieber.


Nun dappelts und rappelts 
und klapperts im Saal
Von Bänken und Stühlen und Tischen,
Da will nun ein jeder am festlichen Mahl
Sich neben dem Liebchen erfrischen.
Sie tragen die Würste und Schinken, 
so klein,
Und Braten und Fisch und Geflügel herein.
Es kreiset beständig der köstlichste Wein.
Das toset und koset so lange,
Verschwindet zuletzt mit Gesange.


Und sollen wir singen was weiter geschehn,
So schweige das Toben und Tosen;
Denn was er so artig im Kleinen gesehn,
Erfuhr er, genoß er im Großen.
Trompeten und klingender, 
singender Schall,
Und Wagen und Reuter 
und bräutlicher Schwall,
Sie kommen und zeigen und neigen sich all,
Unzählige, selige Leute,
So ging es, so geht es noch heute.



Cantamos y hablamos, con agrado,
del conde que en el castillo moraba,
aquí, donde el nieto del difunto señor,
recién casado, os invita al banquete.
Pues ha luchado en la guerra sagrada,
obteniendo para su honra, victorias;
y cuando en casa, bajó del corcel,
allí arriba encontró su castillo,
pero disipados bienes y criados.


¡Aquí estás ahora, condesita, en casa,
pero encuentras el hogar en ruinas!
Hacia la ventana empujan los vientos,
entran por todas las habitaciones.
¿Qué harás en la noche otoñal?
Algunas peores he pasado yo.
Mañana, seguramente, hará mejor.
¡Por eso, rápido, 
con la claridad de la luna
a la cama, a la paja, al catre!


Y cuando él yace en relajado sueño,
algo se mueve bajo la cama:
¡la rata, que se desliza veloz!
¡Sí, como sí allí tuviera sus migajas!
Mas ahí está un duende diminuto,
un enanito con lámpara colgante,
con porte de orador 
e importancia de perorante,
a los pies del fatigado conde,
quien no duerme, 
aunque él dormir quisiera.


Nos hemos permitido una fiesta.
Desde que abandonaste la vivienda,
y porque te creíamos muy lejos,
pensábamos entregarnos 
a la francachela.
Y si tú lo consientes y no te asusta,
harán el festín los enanos, 
simpáticos y ruidosos,
para honrar 
a la rica y envidiable novia.
El conde, en la placidez del sueño:
"Servíos siempre de la pieza".

Aquí vienen tres jinetes, cabalgan 
delante los mantenidos bajo la cama.
Después sigue un coro sonoro,
de cómicas figuras pequeñas.
Y coche tras coche,
que pasan como visto y no visto,
como sólo ocurre 
en los palacios de los reyes;
llegan por último, en coche dorado,
la novia y los invitados.


Así corren todos a pleno galope
y eligen sus pequeños sitios en la sala,
para girar y bailar 
el alegre ¡upa!
Escoge cada uno a su tesorito.
Aquí pita y arpegia y suena y rasca,
aquí se da vueltas y arrastra 
y zumba y revuelve,
aquí chisporrotea y crepita 
y cruje y vibra.
La condesita mira al otro lado,
a ella le parece 
como si yaciera de fiebre.


Ahora se patea y se golpea 
y se dan palmas en la sala.
Desde bancos y sillas y mesas,
ahora todos quieren refrescarse 
en el ágape festivo junto al amorcito.
Los embutidos, los jamones y asados
los peces y aves traen ellas adentro.
No deja de circular el estupendo vino;
aquí se brama y se acaricia 
todo el tiempo, 
al final, todo se desvanece en cantos.


Y si debemos cantar lo sucedido,
calle el rugir y el bramar.
Pues lo que él viera 
de gracioso en lo pequeño,
supo disfrutarlo en lo grande.
Trompetas y ecos sonantes, 
cantantes y coches,
jinetes y avalancha nupcial,
vienen y se inclinan todos,
gente dichosa, incontable.
Así fue, y es todavía hoy.



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Simón Nevado 2000