CANCIONES GITANAS Op. 103

(Zigeunerlieder)

Música Johannes Brahms (1833 - 1897)

Texto Hugo Conrat

 

1
He Zigeuner, greife in die Saiten ein!
Spiel das Lied vom ungetreuen Mägdelein!
Laß die Saiten weinen, klagen, traurig bange,
Bis die heiße Träne netzet diese Wange!

2
Hochgetürmte Rimaflut,
Wie bist du so trüb,
Ah dem Ufer klag ich 
Laut nach, dir, mein Lieb!

Wellen fliehen, Wellen strömen, 
Rauschen an den Strand heran zu mir;
An dem Rimaufer laß mich
Ewig weinen nach ihr!

3
Wißt ihr, wann mein Kindchen am allerschönsten ist?
Wenn ihr süßes Mündchen scherzt und lacht und küßt,
Mägdelein, du bist mein, inniglich küß ich dich,
Dich erschuf der liebe Himmel einzig nur für mich!

Wißt ihr, wann mein Liebster am besten mir gefällt?
Wenn in seinen Armen er mich umschlungen halt,
Schätzelein, du bist mein, inniglich küß ich dich,
Dich erschuf der liebe Himmel einzig nur für mich!

4
Lieber Gott, du weißt, wie oft bereut ich hab,
Daß ich meinen Liebsten einst ein Küßchen gab
Herz gebot, daß ich ihn küssen muß,
Denk solang ich leb, an diesen ersten Kuß.

Lieber Gott, du weist, wie oft in stiller Nacht,
Ich in Lust und Leid an meinen Schatz gedacht.
Lieb ist süß, wenn bitter auch die Reu,
Armes Herze bleibt ihm ewig, ewig treu!

5
Brauner Bursche führt zum Tanze
Sein blauäugig schönes Kind,
Schlägt die Sporen keck zusammen,
Csardasmelodie beginnt.

Küßt und herzt sein süßes Täubchen,
Dreht sie, führt sie, jauchzt und springt;
Wirft drei blanke Silbergulden
Auf das Zimbal, daß es klingt.

6
Röslein dreie in der Reihe blühn so rot,
Daß der Bursch zum Mädel geht, ist kein Verbot!
Lieber Gott, wenn das verboten wär,
Ständ die schöne, weite Welt schon längst nicht mehr,
Ledig bleiben Sünde wär!

Schönstes Städtchen in Alföld ist Ketschkemet,
Dort gibt es gar viele Mädchen schmuck und nett!
Freunde, sucht euch dort ein Bräutchen aus,
Freit um ihre Hand und gründet euer Haus,
Freudenbecher leeret aus!

7
Kommt dir manchmal in den Sinn, mein süßes Lieb,
War du einst mit heil'gem Eide mir gebot?
Täusch mich nicht, verlaß mich nicht,
Du weißt nicht, wie lieb ich dich hab,
Lieb du mich, wie ich dich,
Dann strömt Gottes Huld auf dich herab!

8
Rote Abendwolken ziehn am Firmament,
Sehnsuchtsvoll nach dir, 
Mein Lieb, das Herze brennt,
Himmel strahlt in glühnder Pracht,
Und ich träum bei Tag und Nacht
Nur allein von dem süßen Liebchen mein!



1
¡Eh, gitano! Tañe las cuerdas 
y canta la canción de la doncella infiel.
Que las cuerdas sollocen y giman apesadumbradas 
hasta que las lágrimas calientes ¡humedezcan mi mejilla!

2
Rima,
torrente rodeado de altas torres.
¡Cuán turbulento pasas!
¡En tu ribera clamo por mi amor! 

Las olas braman y llegan hasta mí.
Fragorosas, se estrellan en la ribera.
¡Dejadme llorarla eternamente, 
en la orilla del Rima!

3
¿Sabes cuando mi pequeña está más hermosa? 
Cuando su dulce y diminuta boca ríe, me besa y bromea. 
¡Amada, eres mía y te beso ardorosamente!
¡El cielo bendito, te hizo sólo para mí! 

¿Sabes cuando me gusta más mi amado? 
Cuando me sostiene con firmeza entre sus brazos. 
¡Amado, eres mío y te beso ardorosamente!
¡El cielo bendito, te hizo sólo para mí! 

4
Dios amado, Tú sabes cuánto lamenté 
haber besado fugazmente a mi amor. 
Mi corazón me dijo que lo besara
y mientras viva, pensaré en ese primer beso.

Amado Dios, Tú sabes cuán a menudo, en el silencio de la noche,
he pensado con alegría y tristeza en mi amado. 
El amor es dulce, y aunque el dolor sea amargo,
¡mi corazón le será siempre fiel!

5
Un joven moreno invita a bailar 
a su muchacha de ojos azules; 
taconea de manera audaz
y comienzan las czardas. 

Besa y abraza a su dulce paloma, 
haciéndola girar en un torbellino; 
Arroja tres monedas de plata sobre el címbalo 
para que no se detenga. 

6
Tres diminutas rosas han florecido apiñadas, tan rojas, 
que no se prohíbe a un joven regalárselas a una doncella.
¡Dios amado! Si estuviera prohibido, 
el hermoso y ancho mundo hubiera perecido hace tiempo.
¡Debería ser pecado permanecer soltero!

El pueblo más bello de Alföld es Kesdkemet,
¡allí hay pulcras y hermosas muchachas!
Amigos, id a buscar novias allí, 
pedid su mano y conducidlas a vuestro hogar.
¡Bebed de vuestras copas con alegría!

7
¿Recuerdas alguna vez, dulce amor mío, 
aquello que me prometiste 
con un juramento sagrado? 
No me engañes ni me abandones; 
quiéreme como yo a ti, 
y la gracia divina descenderá sobre ti 

8
En el ocaso,
rojas nubes surcan el firmamento.
Amor mío, mi corazón arde añorándote.
El cielo resplandece ardiente, en todo su esplendor.
Mientras yo sólo sueño, día y noche, 
con mi dulce amado. 



Traducido y Escaneado por:
Lucia de San Juan 2009