¡AY, QUÉ FUGAZ Y QUÉ VANA! BWV. 26 (1724)

(Ach wie flüchtig, ach wie nichtig)

Música de Juan Sebastián Bach (1685 - 1750)

Texto de Michael Franck

 

1. Chor
Ach wie flüchtig, ach wie nichtig
Ist der Menschen Leben!
Wie ein Nebel bald entstehet
Und auch wieder bald vergehet,
So ist unser Leben, sehet!

2. Arie (Tenor)
So schnell ein rauschend Wasser schießt, 
So eilen unser Lebenstage.
Die Zeit vergeht, die Stunden eilen,
Wie sich die Tropfen plötzlich teilen,
Wenn alles in den Abgrund schießt.

3. Rezitativ (Alt)
Die Freude wird zur Traurigkeit,
Die Schönheit fällt als eine Blume,
Die größte Stärke wird geschwächt,
Es ändert sich das Glücke mit der Zeit,
Bald ist es aus mit Ehr und Ruhme,
Die Wissenschaft und was ein Mensch dichtet,
Wird endlich durch das Grab vernichtet.

4. Arie (Baß)
An irdische Schätze das Herze zu hängen,
Ist eine Verführung der törichten Welt.
Wie leichtlich entstehen verzehrende Gluten,
Wie rauschen und reißen die wallenden Fluten,
Bis alles zerschmettert in Trümmern zerfällt.

5. Rezitativ (Sopran)
Die höchste Herrlichkeit und Pracht
Umhüllt zuletzt des Todes Nacht.
Wer gleichsam als ein Gott gesessen,
Entgeht dem Staub und Asche nicht,
Und wenn die letzte Stunde schläget,
Daß man ihn zu der Erde träget,
Und seiner Hoheit Grund zerbricht,
Wird seiner ganz vergessen.

6. Choral
Ach wie flüchtig, ach wie nichtig
Sind der Menschen Sachen!
Alles, alles, was wir sehen,
Das muß fallen und vergehen.
Wer Gott fürcht', bleibt ewig stehen.



1. Coro
¡Ay, qué fugaz y vana
es la vida humana!
¡Tan rápido como se cierne la niebla
y así como tan pronto se disipa,
así es nuestra vida, fijaos!

2. Aria, (Tenor)
Tan rápido como cae el agua de la cascada,
así de rápidos son los días de nuestra vida.
El tiempo pasa, las horas vuelan,
al igual que las gotas de agua
cuando caen en la sima.

3. Recitativo (Contralto)
La alegría se vuelve tristeza,
la belleza se marchita cual flor,
el fuerte decae,
la felicidad se muda,
el honor y la fama se olvidan,
la ciencia y la creación humana
serán destruidos en la tumba.

4. Aria (Bajo)
Atar el corazón a las riquezas mundanas
es una estúpida pasión del mundo.
Qué rápido emerge el fuego devorador,
cómo truenan y se alzan las olas,
todo se estrella y se abate en ruinas.

5. Recitativo (Soprano)
La majestad y magnificencia
son engullidas por la noche de la muerte.
Aún el que cree ser un dios,
no se libra del polvo y las cenizas,
y cuando llega su última hora,
sepultándolo en la tierra,
su grandeza se rompe
para ser completamente olvidada.

6. Coral
¡Ay qué fugaz y vana
es la condición humana!
Todo, todo lo que existe,
deberá caer y pasar,
pero el que teme a Dios, permanece eternamente.



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Elías Coronado 2003