ALFONSO Y ESTRELLA

 

 

 

Personajes

 

FROILA

MAUREGATO

ESTRELLA

ALFONSO

ADOLFO

EDWIGA

GUISTO

                    Legítimo rey de León  

               Usurpador del trono leonés

                      Hija de Mauregato


                         Hijo de Froila

                         Noble leonés

                  Una joven campesina

                   Un joven campesino

                          Barítono

                          Barítono


                          Soprano

                             
Tenor

                               Bajo

                Mezzosoprano

                              Tenor

 

La acción se desarrolla en el Reino de León, España, durante  la segunda mitad del siglo X.

Ouvertüre                                                                                              

ERSTER AKT



(Der Chor, geführt von Edwiga und Guisto, tritt
langsam und behutsam auf und schmückt während
des Gesanges die Hütte mit Blumen und Kränzen)

1. Einleitung

CHOR VON LANDLEUTE
Still, noch decket uns die Nacht.
Schaffethurtig, gehet leise,
daß der Vater nicht erwacht.
Es verdient der Gute, Weise,
daß ihm Glück und Wonne lacht.

EDWIGA
D'rum fröhlich und munter,
Das Fest zu bereiten,
Laßt reicher und bunter
Das Haus uns umkleiden
Mit Blumen und Grün
In dankbarem Sinn.

CHOR
D'rum fröhlich und munter,
Laßt reicher und bunter
Das Haus uns umkleiden
Mit Blumen und Grün.

GUISTO
Er war unser Lehrer
In männlicher Tugend,
Erzog seinen Sohn hier
Als Vorbild der Jugend,
D'rum bleib' er noch lange
Uns Führer und Freund.

CHOR
Er war unser Lehrer
In jeglicher Tugend,
D'rum bleib' er noch lange
Uns Führer und Freund.

GUISTO
Und wenn er erwachte
Und tritt auf die Schwelle,
So sichet er achtete
Was Liebe ihm brachte
Und freundecher Sinn.

(Indem der Chor den ersten Gesang wiederholt, geht
er leise wieder ab. Mittlerweile ist es heller geworden,
die Sonne geht auf. Froila kommt aus der Hütte.)

2. Arie

FROILA
Sei mir gegrüßt, o Sonne,
alltäglich neue Wonne
gießt du in dieses Herz.
Es saugen deine Strahlen
aus jeder Brust die Qualen
und heilen jeden Schmerz.
Sei mir gegrüßt, o Sonne,
alltäglich neue Wonne
gießt du in dieses Herz.
Einst schmückten wohl die Strahlen
der Krone dieses Haupt,
da ward von bittern Qualen
mir alle Ruh’ geraubt.
Hier in diesen stillen Gründen,
wo ich Ruh’ und Glück gefunden,
von der Sorgenlast entbunden,
mußten alle Schmerzen schwinden.
Doch soll mein kühner Sohn
in diesen Felsenmauern
sein Leben nicht vertrauen.
Ihm winkt der Väter Thron!
Der Taten sich bewußt,
ruht wohl das Alter gerne,
allein in weite Ferne
strebt rasche Jugendlust.
Ruht wohl das Alter gerne,
allein in weite Ferne
strebt rasche Jugendlust.

3. Chor und Ensemble

CHOR
Versammelt euch, Brüder,
singt fröhliche Lieder,
er kehret uns wieder,
der festliche Tag.
Laßt laut ihn zu feiern
die Hörner erschallen,
er hat uns ja allen
den Vater gebracht.

EIN JÜNGLING, EIN MÄDCHEN
Laß dir danken für die Gaben,
die man nicht vergelten kann,
was ich kann und was ich habe,
euch gehört es ewig an.
was wir können, was wir haben,
sieh es als das deine an.

FROILA
Schon zwanzig Jahre schwanden,
als ich dieses Tal erblickt,
und alle, alle fanden
durch euch mich hoch beglückt.
Ihr habt alles uns gegeben,
was micht hier so sehr erfreut.
Freunde, ju, mein ganzes Leben
sei in Liebe euch geweiht.

CHOR
Du hast alles uns gegeben,
was uns nun so sehr erfreut.
Vater, unser ganzes Leben
sei in Liebe euch geweiht.

FROILA
Ihr habt alles mir gegeben,
was mich hier so sehr erfreut,
Freunde, ja, mein ganzes Leben
sei in Liebe euch geweiht.

Rezitativ

EIN JÜNGLING
Es hat in allen Spielen
des Krieges und des Liedes
die du uns anbefohlen,
Alfons, dein Sohn, gesiegt.
D’rum gib der Herrschaft Zeichen,
die Macht in diesem Jahre,
uns allen zu gebieten,
gib sie in seine Hand.

FROILA
Empfang das Horn des Rufers!
das Beste zu beraten,
versammle du die Schar!
Empfang’ das Schwert des Königs,
zu lauter edlen Taten
führ deine Freunde an!

CHOR
Versammelt euch, Brüder,
singt fröhliche Lieder,
er kehret uns wieder,
der festliche Tag.

4. Duo

FROILA
Geschmückt von Glanz und Siegen
sinkt traurig doch dein Blick.

ALFONSO
Nie wird es mir genügen,
o Vater, dieses Glück.

FROILA
Was kann dir, Teurer, fehlen?
Von Lust bist du umringt.

ALFONSO
Dir kann ich nichts verhehlen,
dich lieb’ ich unbedingt.

FROILA
Durch freundliches Vertrauen
wird jeder Schmerz besiegt,
laß in dein Herz mich schauen,
und sehen was dich drückt.

ALFONSO
Durch freundliches Vertrauen
wird jeder Schmerz besiegt,
du sollst ins Herz mich schauen
und sehen was mich drückt.

5. Rezitative und Arie

Es dein streng Gebot,
daß ich aus diesem Tale
mich nicht entfernen soll.

FROILA
So lautet das Gesetz,
und noch muß es besteh’n

ALFONSO
Ach, länger kann ich nicht
die Schranken mehr ertragen,
es liegen diese Berge
mir lastend auf der Seele.

FROILA
Wohl fühl' ich deinen Schmerz,
doch darf ich ihn nicht lindern.

ALFONSO
Schon, wenn es beginnt zu tagen,
wird in mir die Sehnsucht wach,
Vögel fliegen, Wolken jagen,
und mein Herz will ihnen nach.
Mittags lieg’ ich an der Quelle
an dem hellen Silberbach,
Welle sendet er auf Welle,
und mein Herz eilt jeder nach.
Seh’ ich dann den Abend glühen
und das Licht stirbt allgemach,
möcht’ ich mit der Sonne ziehen,
ihren gold’nen Strahlen nach.
Nacht erglänzen tausend Sterne
an des Himmels blauem Dach,
mächtig zieht’s mich in die Ferne
ihrem süßen Schimmer nach.
Und dann lispl’ ich in die Saiten
still ein Schmerzerpreßtes Ach,
schnell entflieht’s in alle Weiten
und mein Herze will ihm nach.

6. Rezitative und Duo

FROILA
Du rührst mich, Teurer, sehr,
doch kann ich nichts verändern;
es herrscht in jenem Land,
das an das uns’re grenzt,
ein grausamer Tyrann.

ALFONSO
Doch lebten wir bisher
in ungestörter Ruhe.

FROILA
Vor seinem kühnen Schwert
schützt uns der Felsenwall
und unser stilles Leben.

ALFONSO
So laß mich zu ihm ziehen
und ihm zum Kampfe fordern.

FROILA
O zähme, lieber Sohn,
den Mut in kühner Brust,
noch ist die Zeit nicht da,
doch bald wird sie erscheinen.
Schon schleichen meine Späher
auf sich’rer Feindesspur,
die Rache schreitet näher
und dringt zur stillen Flur;
die Ketten werden fallen,
die dich so lang gedrückt,
im Lichte wirst du wallen,
bewundert und beglückt.

ALFONSO
Noch kann ich nicht verstehen,
was deine Lippe spricht.

FROILA
Viel Dinge wirst du sehen,
noch ahntest du sie nicht.
Doch glaub’, daß ich dich rette
aus diesem düstern Ort,
empfange diese Kette
zum Pfände für mein Wort.

ALFONSO
O Vater, ja, errette
mich aus dem düstern Ort,
ich nehme diese Kette
zum Pfände für dein Wort.

FROILA
Es knüpft an dies Geschmeide
das Schicksal deine Bahn,
es sei in jedem Leide
dein Hort, dein Talisman.

ALFONSO
Es leuchte dies Geschmeide
als Stern auf meine Bahn,
es sei in jedem Leide
mein Hort, mein Talisman.

(Szenenwechsel)

7. Chor und Arie

CHOR DER FRAUEN
Zur Jagd, zur Jagd!
Die luftigen Räume,
die rauschenden Bäume
erfüllen die Brust mit seliger Lust!
Zur Jagd, zur Jagd!
Mit flüchtigen Pfeilen
das Wild zu ereilen,
bergauf und waldein,
wir holen es ein.

ESTRELLA
Es schmückt die weiten Säle
des Goldes eitle Pracht,
doch meine bange Seele
umhüllet düst’re Nacht,
umhüllet, umhüllet düst’re Nacht.

CHOR
Zur Jagd, zur Jagd!
Die frohe Jagd befreit die Brust.

ESTRELLA
Gitarrentdine hallen
Der Blumen Futle Lachs
Und Balzadüfte Wallen,
Mein Herz umhült die Nach,
Mein Herz umhült die Nach.

CHOR
Zur Jagd, zur Jagd!
Die frohe Jagd befreit die Brust.

ESTRELLA
Ach, was mein Herz begehret,
ist freundlich, zart und still,
nie wird es mir gewahret
im blendenden Gewühl.

CHOR
Zur Jagd, zur Jagd!
Die frohe Jagd befreit die Brust.

8. Rezitative und Arie

ADOLFO
Verweile, o Prinzessin!
Der König wird erscheinen,
daß ich der Morhen Fahnen
zu seinen Füßen lege,
denn aus dem Felde komm’ ich
mit Ruhm gekrönt zurück.

ESTRELLA
Sei, Feldherr, mir gegrüßt!

ADOLFO
Doch im Getümmel der Schlacht,
umrungen vom Greuel und Blut,
gab mir nicht Ehre und Macht
zu siegen den blitzenden Mut,
nur deine süße Gestalt,
die mir im Kampfe erschien,
zog mich mit Himmels Gewalt
durch die drohenden Feinde dahin.
Nur dein lächelnder Blick
gab mir die Stärke, den Sieg,
nur dein liebender Blick
gibt mir Belohnung und Glück.

9. Duo

Ja, gib, vernimm mein Flehen,
gib deine Liebe mir.
Ja, gib, vernimm mein Flehen,
gib deine Liebe mir.

ESTRELLA
O laß, Adolfo, ab,
mich freventlich zu kränken,
ich kann dir Achtung schenken,
doch Liebe ford’re nicht.

ADOLFO
So öffne dich, mein Grab,
verlösche, Lebenslicht!

(Adolfo und Estrella wiederholt die
vorhergehenden Verse wiederholt)

ADOLFO
So öffne dich, mein Grab,
verlösche, Lebenslicht!
Ha, du wirst es noch bereuen!

ESTRELLA
Nimmer, nimmer!

ADOLFO
O gewiß, du wirst es noch bereuen.
Was du mir in Huld geweigert,
werd ich mit Gewalt erringen!

ESTRELLA
So wird nur mein Haß gesteigert,
Liebe läßt sich nicht erzwingen.

ADOLFO
Liebe war ein kurzer Wahn,
deine Hand will ich besitzen.

ESTRELLA
Vor dir, frevelnder Tyrann,
wird main Vater mich beschützen.

ADOLFO
Mir verbürgt sein eig’ner Schwur
jede Gunst, die ich begehre.

ESTRELLA
O, so kann der Himmel nur
gütig mein Gebet erhören.
Ja, höre du mein Flehen,
nur du kannst mich erretten,
sonst muß ich untergehen
in diesen grausen Nöten.

ADOLFO
Du konntest mich verschmähen,
nun sollst die Macht du sehen,
und nichts kann dich erretten,
du konntest mich verschmähen,
als ich dich sanft gebeten.

10. Ende

CHOR DER KRIEGER
Glänzende Waffe den Krieger erfreut
glänzende Waffe und schimmerndes Kleid,
aber im Busen, den er umhüllt,
aber im Busen tobet er wild.
Die wilde Schlacht gibt Siegeslust.
Die Schlacht. Die Schlacht.
Die wilde Schlacht gibt Siegeslust.
Doch ihm entsprechet aus grouber und Blut,
Doch ihm entsprechet das hübchste Gut
Die Glänzende Ehre, und dauerhaft Ruhm,
Die Glänzende Ehre, sein sigentum.

(Kommt Mauregato)

ADOLFO
So werd’ ich jeden Feind
dir bald zu Füßen legen,
der mächtig und verwegen
dich zu verderben meint.
Schon schwingt kein Heide mehr
sein Schwert in diesem Lande,
zerbrochen sind die Bande,
zerschlagen ist ihr Heer.

MAUREGATO
Ich danke dir für deine Treue,
wie könnt’ ich würdig sie belohnen?

ADOLFO
Du kannst es, Herr.

ESTRELLA
Weh’ mir! Er wird nicht schonen.

MAUREGATO
Verlange frei!

ADOLFO
Darf sich der Knecht erkühnen?

MAUREGATO
Mein Schwur
ist der Erhörung Unterpfand.

ESTRELLA
Weh’ mir! Er schwur,
gefallen ist mein Los.

ADOLFO
O Herrscher, zürne nicht,
es ist die Bitte groß,
es ist Estrellens, deiner Tochter, Hand.

MAUREGATO
Estrella, sprich,
du hast sein Wort vernommen!

ESTRELLA
Die Stunde meines Unglücks ist gekommen.

ADOLFO
Nun wird der eitle Trotz ihr nicht mehr frommen.

MAUREGATO
So sprich, Estrella,

ESTRELLA
O, wenn ich je dir wert gewesen,
so fleh’ ich dich, dein armes Kind
von diesem Manne zu erlösen,
der schrecklich mir und rauh gesinnt;
gewohnt nur in den Streit zu gehen,
umrungen stets vom Kampfgewühl,
wird nie sein kaltes Herz verstehen,
was zarte Liebe wünscht und will.

MAUREGATO
Was werd’ ich nun beginnen,
wie schrecklich ist die Wahl,
will ich ihr dort entrinnen,
so faßt mich hier die Qual.

ESTRELLA
Was wird er nun beginnen,
wie lenkt er seine Wahl?
Es schwimmt vor meinen Sinnen,
mein Herz verzehrt die Qual.

ADOLFO
Das Zagen fahr von hinnen,
mein Herz umgürte Stahl,
sie kann mir nicht entrinnen,
es bleibt ihm keine Wahl.

FRAUEN, KRIEGER
O frevelndes Beginnen,
o grauenvolle Wahl!
O frevelndes Beginnen,
o grauenvolle Wahl!

MAUREGATO
Zu kühner Mann,
steh’ ab von dem Begehren!

ADOLFO
Du gabst den Königsschwur,
nun halte ihn!

MAUREGATO
Nimm alle Schätze, meine Krone hin,

(zeigt auf Estrella)

nur dieses Kleinod
kann ich nicht entbehren.

ADOLFO
Ich fordre nichts, als deiner Tochter Hand!

MAUREGATO
Doch kann ich sie nicht lassen,
ich fühl’ das Herz mir bangen,
doch muß ich bald mich fassen,
mich hält der Schwur gefangen.

ESTRELLA
In schwerem Todesbangen
so muß ich denn erblassen,
von allen ganz verlassen,
wo kann ich Heil erlangen?

ADOLFO
Schon seh’ ich sie erblassen,
es glühn des Königs Wangen,
doch muß er bald sich fassen,
ihn hält der Schwur gefangen.

ESTRELLA
Was mag der Vater sinnen?

ADOLFO, CHOR
Was mag der König sinnen?

MAUREGATO
Ein Mittel noch, es mag uns Heil gewinnen.
Dir sei die Hand Estrellens nicht versagt,
allein, ein heil’ger Spruch hat sie bedingt:
nur wer die Kette Eurichs wieder bringt,
die noch vom alten
Königsstamme fehlt,
wird mit Estrellen feierlich vermählt.

ESTRELLA
Der Hoffnung süß Gefühl
will mich auf’s neu beglücken.
Der Hoffnung Gefühl
will mich auf’s neu beglücken.

ADOLFO
Ich sehe, was er will
mit diesen argen Tücken,
die mir das nahe Ziel
in weite ferne rücken.

MAUREGATO
Zerstöret ist sein Spiel,
gescheitert seine Tücke.

ESTRELLA, MAUREGATO
O laß mich himmelwirts,
Den trunknen Geist erheben,
Es schwindet jeder Schmerz
Da ich dir neu gegeben.

Concertante

ADOLFO
Ihr busser mir den Schmerz,
Kürd werd’ ich mich ergeben
Vor Rache Glünt Herz,
Ihr soilt vor mir ergeben
Zur Schlacht! Das blanke Erz
wird neue Kraft mir geben!

CHOR DER KRIEGER
Zur Schlacht!
Die wilde Schlacht gibt Siegeslust!

ESTRELLA
Zur Jagd! Die soll mein Herz
mit neuer Lust beleben!

MAUREGATO
O, möge Freud’ und Scherz
die Ruhe wieder geben!

CHOR DER FRAUEN
Zur Jagd! Zur Jagd!
Die frohe Jagd befreit die Brust!



ZWEITER AKT


11. Rezitative und Arie

ALFONSO
O, sing’ mir, Vater, noch einmal
das schöne Lied vom Wolkenmädchen!

FROILA
Schon solltest du es selber singen.

ALFONSO
Wohl weiß ich es,
doch fehlt mir noch die Kraft
und deine seelenvollen Weise.

FROILA
So horche denn!

Der Jäger ruhte hingegossen
gedankenvoll im Wiesengrün,
da trat, vom Abendlicht umflossen,
das schönste Mädchen zu ihm hin.
Sie lockte ihn mit Schmeicheltönen
und lud ihn freundlich
zu sich ein:
Dir ist das schönste Glück erschienen,
willst du mein Freund, mein Diener sein?
Siehst du dort auf dem Berg sich heben
mein vielgetürmtes, gold’nes Schloß?
Siehst du dort in den Lüften schweben
den reichgeschmückten Jägertroß?
Die Sterne werden dich begrüßen,
die Stürme sind dir untertan,
und dämmernd liegt zu deinen Füßen
der Erdenqualen dumpfer Wahn.
Er folgte ihrer Stimme Rufen
und stieg den rauhen Pfad hinan,
sie tanzte über Felsenstufen
durch dunkle Schlünde leicht ihm vor.
Und als den Gipfel sie erreichen,
wo der Palast sich prachtvoll zeigt,
als mit der Ehrfurcht stummen Zeichen
der Diener Schwarm sich vor ihm neigt,
da will er selig sie umschließen,
doch angedonnert
bleibt er steh’n:
er sieht wie Nebel sie zerfließen
das Schloß in blaue Luft verweh’n.
Da fühlt die Sinne er vergehen,
sein Haupt umhüllet schwarze Nacht,
und trostlos von den steilen Höhen
entstürzt er in den Todesschacht.

12.  Rezitativ und Duo

ALFONSO
Wie rühret mich dein herrlicher Gesang,
und macht mir die gewöhnte Nähe,
die Felsenklüfte und den Wald
auf einmal neu und wunderbar.

FROILA
Doch nun, Alfonso, laß mich gehen,
schon harren meine Kranken,
daß ich den Armen Trost und Lind’rung reiche.

ALFONSO
Gott schenke Segen deinem frommen Wirken!
Ich kann noch nicht zur engen Hütte kehren;
zu voll ist dieses Herz,
und hier im Freien ist mir leicht und wohl.

(Estrella kommt verloren)

ESTRELLA
Von Fels und Wald umrungen
wer zeigt die Pfade mir?
wer zeigt die Pfade mir?
Von Fels und Wald umrungen.

ALFONSO
Was kühn das Lied gesungen,
seh’ ich verwirklicht hier!

ESTRELLA
Ein Jüngling? Soll ich fliehen?
doch scheint er sanft und mild.

ALFONSO
O, wolle nicht entfliehen,
du süßes Himmelsbild!

ESTRELLA
Es flößen seine Züge
mir Mut und Hoffnung ein.

ALFONSO
So kann ein Traumbild träuschen,
nein, das muß Wahrheit sein.

13.  Rezitative und Arie

Wer bist du, holdes Wesen,
das meine schwachen Augen
mit solchen Reizen blendet?

ESTRELLA
Auf allzu rascher Jagd
verlor ich im Gebirge
mein zögerndes Gefolge.
Durch Schlünde, über Felsen
den Weg mir mühsam suchend,
kam ich in dieses Tal.
O, zeige mir die Pfade
zur Königsstadt zurück!

ALFONSO
O nein, verbirg dich nicht!
Aus lichtumstrahlten Höhen
stiegst freundlich du hernieder.

ESTRELLA
Willst du der Armen spotten,
die, von den Ihren ferne,
in wüster Fremde schmachtet?

ALFONSO
Wenn ich dich, Holde, sehe,
so glaub’ ich keinen Schmerz,
schon deine bloße Nähe
beseligt dieses Herz.
Die Leiden sind zernommen,
die sonst die Brust gequält,
es leuchten tausend Sonnen
der lustentbrannten Welt;
und neue Kräfte blitzen
ins trunk’ne Herz hinein;
ja, ich will dich beschützen,
ich will dein Diener sein.

14.  Duo

ESTRELLA
Freundtich bist du mir erscghienen
Führst zur Heimat mich zurück.

ALFONSO
Dir zu helfen, dir zu dienen
Welche Wonne, Welcher Gluck.

ESTRELLA
Ach, wie kann ich es dir lohnen
Was du mild an mir getan!

ALFONSO
Gern entrag’ ich allen Kronen,
Blicket du mich so Freundtich un.

BEIDE
O, welch unbekanntes Leben
fühl’ ich in bewegter Brust
sich mit neuen Kräften heben,
welche nie gefühlte Lust!

ESTRELLA
Aber, Freund, nun laß uns eilen!

ALFONSO
Darfst du länger nicht verweilen?

ESTRELLA
Unten wird in banger Qual
schon der Vater meiner harren.

ALFONSO
Ach, dann wird das schöne Tal
schnell zur Wildnis mir erstarren.

BEIDE
O, welch unbekanntes Leben
fühl’ ich in bewegter Brust
sich mit neuen Kräften heben,
welche nie gefühlte Lust!

15.  Arie

ESTRELLA
Könnt’ ich ewig hier verweilen
in dem dunklen Waldesgrün,
ungetrübte Stunden eilen
selig euch und schnell dahin.
Freundlich schaut der Himmel nieder
auf die stille Waldesflur,
und der Vögel zarte Lieder
folgen eurer Wandelspur.
Aber in der Städte Mauern
wohnt die List und die Gewalt,
klagen muß ich dort und trauern,
und mein Herz bleibt stumm und kalt.
Ach, und dennoch muß ich scheiden
eure stillen Hütten flieh’n,
diese schönen Blumen meiden,
und zur Stadt in Trauer zieh’n!

16.  Duo

ALFONSO
Laß dir als Erinn’rung zeichen
an den schönsten Augenblick
diese Kette freundlich reichen.

ESTRELLA
Ja, ich will die Kette tragen
O, wie gerne blieb ich hier!
Ja, ich will sie treulich tragen,
und begegnet ihr mein Blick,
as entschwund’ne Glück beklagen
Doch nun komme

ALFONSO
Shon so schelle!

ESTRELLA
Sich mich bitten!

ALFONSO
Nein befehle!

ESTRELLA
Sich mich bitten!

ALFONSO
Nein befehle!

ESTRELLA
O, wie gerne blieb ich hier!

ALFONSO
O, wie gerne dien’ ich dir!
Das entschwund’ne Glück beklagen.

BEIDE
Plötzlich aus des Himmels Höhen
läßt das Glück sich freundlich sehen,
doch, bevor wir’s ganz empfunden,
ist’s entschwunden!
So die Wonne mir zu künden,
trat’st du still auf meine Bahn,
ach, so schnell willst du entschwinden,
süßer Wahn!
Werd ich je dich wieder finden?
Wann, ach wann werd ich
je dier wieder finden?

(Szenenwechsel)

17. Chor und Ensemble

CHOR
Stille, Freunde, seht euch vor!
Stille, Freunde, seht euch vor!
Furchtbar zum geheimer Stunde
sammelt euch in ernstem Bunde,
doch seid wachsam, schließt das Tor,
wahrt die Zunge, schärft das Ohr!
Hört das klopfenm wer mag’sein?
Wer ist außen?

VERSCHWORENE
(Extern - Von außen)
Freunde, Freunde.

VERSCHWORENE
(Von innen)
Eure Losung?

VERSCHWORENE
(extern)
Rache!

VERSCHWORENE
Es Sind Freunde, laßt sie ein.

CHOR
Stille, Freunde, seht euch vor!
Stille, Freunde, seht euch vor!
Furchtbar zum geheimer Stunde
sammelt euch in ernstem Bunde,
doch seid wachsam, schließt das Tor,
wahrt die Zunge, schärft das Ohr!
Nun fehlt Adolfo noch, wo mag er weilen?
Adolfo! Er erscheint!

ADOLFO
Ihr Treuen, sied ihr schon vereint,
seid ihr der Losung eingedenk?

VERSCHWORENE
Rache!

ADOLFO
Rache!
Ja, meine Rache will ich külen,
sie lod’re auf in blut’ge Tat!
Um deine Krone will ich spielen,
du stolzer, frecher Mauregat!
Und deinen Szepter will ich tragen
in dieser starken Siegerhand!
Und deiner Szepter will ich tragen
In dieses starken singerhand
Und du, Estrella, süße Schlage
Du höhntest als ich milte war
Nun schlepp’ ich dich mit Zwänge
Zu dem verdssten Brautaltar
O süße Schlange
Du höhntest als ich milte war
Rache! Ja, Rache!
Ja, meine Rache will ich külen,
Ihr, Freunde, ihr, mein Hort,
die ihr mir Hilfe beut,
vernehmet nun mein Wort,
das euch zur Rache weiht!

VERSCHWORENE
Wir horchen auf dein Wort,
das uns zur Rache Weiht!

ADOLFO
Auf eurem Thron sitzt ein Verräter,
er raubt‘ die Kron‘.
Dem guten Froila er sie nahm,
ihn hat kein Auge mehr geseh'n.
Er ruht wohl lange schon im Grabe,
ihn hat kein Auge mehr geseh’n.

VERSCHWORENE
Sieh’uns in stummer Rührung steh’n,
erzähle weiter, was gescheh’n!

ADOLFO
Und Mauregato stieg
auf Oviedos Thron,
zur Stunde war der Sieg
und alles Glück verlorn,
bis ich zu seinem Heil erschienen.

VERSCHWORENE
Zu unser’m Heil bist du erschienen.

ADOLFO
Wer führte seine Schlachten?

VERSCHWORENE
Du!

ADOLFO
Wer lenkte seinen Rat?

VERSCHWORENE
Du!

ADOLFO
Ja, mein ist alle Tat,
er schwelgt in feiger Ruh’.

VERSCHWORENE
Ja, dein ist alle Tat,
er schwelgt in feiger Ruh’.

ADOLFO
Und dennoch konnz er mich betrügen
Mit jenern gleisenrischen Spruck.
Und ich solt mich in Demuz schoniengen?
Ah nein! Ihn selber treffe Dluch!

VERSCHWORENE
Ihn selber treffe Dluch!

ADOLFO
Ihr könntet es gelassen schen
Die ich so oft zum Sieg gefühert!
Ich sollte schwachwalt untergehen,
Indess der Ztolze triumphieren!

VERSCHWORENE
Er falle! Er falle! Er falle!

ADOLFO
Ihr Tapfern, ihr Getreuen,
ihr seid Adolfos wert!
Der Rache euch zu weihen,
schwört mir auf dieses Schwert!

VERSCHWORENE
Wir schwören! Wir schwören!

ADOLFO
Der Bund ist nun geschlossen,
wir schreiten rasch zur Tat.
Es sei sein Blut vergossen,
es falle Mauregat!

VERSCHWORENE
Es falle Mauregat!

(Szenenwechsel)

18. Chor und Arie

MAUREGATO
Wo ist sie?
Was kommt ihr zu künden?

CHOR
Wir konnten sie nicht finden.

MAUREGATO
Zerstört ist mein blühendes Glück!

CHOR
Vertraue, sie kehret zurück!

MAUREGATO
O meine Tochter, o mein Glück,
o kehre dem Vater zurück.

(Es kommen einige)

O sagt, ist zurück sie gekommen?

CHOR
Kein Suchen wollte frommen.

MAUREGATO
So fühlt meines Zornes Gewicht!
So fühlt meines Zornes Gewicht!

CHOR
O König, zürne nicht!
Vertraue, sie kehrt dir zurück!

MAUREGATO
O meine Tochter, o mein Glück,
O kehre dem Vater zurück!
O meine Tochter, kehre zurück!
Nur bewundert von dem Neide
bin ich auf dem Thron gestellt,
ohne Freude
steh’ ich einsam in der Welt.
Weil ich diese Krone trage,
nennen alle mich beglückt,
ach, sie hören nicht die Klage,
die mein Herz im Stille drückt.
Feinde und Verräter heben
ihre Dolche fürchterlich,
nur von Trug und Haß umgeben,
blühet nie das Glück für mich.
Nur Estrellens sanftes Kosen
wehte mich erquickend an,
sie umstreute Liebesrosen
mild auf meinen Dornenbahn.
Doch die Rosen sind verschwunden,
und verschwunden ist mein Glück,
nimmer heilen diese Wunden,
o Estrella, komm zurück!

19.  Ensemble

CHOR
Die Prinzessin ist erschienen!

MAUREGATO
Die Prinzessin?

CHOR
Ya, Die Prinzessin

MAUREGATO
Sie ist erschieren? Sie ist erschieren?

CHOR
Ja, sie ist erschieren sie kommt zum Palast heron

MAUREGATO
Sie könnt...?

CHOR
Sie kommt zum Palast heron

MAUREGATO
…heran...?
Sie kommt heran

CHOR
Sie kommt heran

MAUREGATO
Bittres Leiden, fah von hinnen,
Freunde Glänzes neu heran
Bittres Leiden, fah von hinnen,
Wo Kann sie so tage welten?

CHOR
Ich seh’ sie eilen

MAUREGATO
Wo Kann sie so tage welten?
Alle Wanden werder ketlen,
Wenn mein Aug’ die Teure seh

CHOR
Sie ist shon nah Ich seh’ sie eilen

ESTRELLA
O Vater!

MAUREGATO
O Estrella!

20.  Duo

ESTRELLA
Darf dich dein Kind umarmen?

MAUREGATO
Komm an die Vaterbrust!

ESTRELLA
O laß mich frah erwärmen
An deiner Vaterbrust!

MAUREGATO
Du, Himmel hutst ergarman
Und sendest neue Lust!

ESTRELLA
O laß mich frah erwärmen
An deiner Vaterbrust!

MAUREGATO
Du, Himmel hutst ergarman
Und sendest neue Lust!

CHOR
Wie frah sie sich unarmen!
O süße Vaterbrust, o Vaterbrust"
Wie frah sie sich unarmen!

ESTRELLA
Wie faß’ ich nur das Glück,
daß ich dich wieder habe,
daß ich mich wieder labe
an deinem Vaterblick!

MAUREGATO
Wie faß’ ich nur das Glück,
daß ich dich wieder habe,
daß ich mich wieder labe
an deinem holden Blick!

ESTRELLA
Wie hast du mir gefelt!

MAUREGATO
Wie Angst hat mich gequält.

ESTRELLA
Ach, wirst du mir verzeihn?

MAUREGATO
Du bist ja wieder mein!
Wie faß ich nur das Glück,
daß ich dich wieder habe,
daß ich mich wieder labe
an deinem holden Blick?
Doch was ist das?
Welche Kette fühl ich hier in meiner Hand?

ESTRELLA
Diese Kette, warum fragst du?

MAUREGATO
Es ist Eurichs heil’ge Kette,
die mit ihm verschwunden,
und die jener sollte bringen,
der dein Gatte heißen will.

ESTRELLA
O welche Hoffnung, welche Freude!
Würde doch der Spruch erfüllt!

MAUREGATO
Wie wird doch durch dies Geschmiede
mein Gewissen aufgewühlt!
O Tochter, gib mir Licht,
sag’ mir unverhüllt:
wer gab die Kette dir?

ESTRELLA
Den Namen weiß ich nicht,
allein, sein schönes Bild,
es lebet stets in mir.

21.  Arie

Herrlich auf des Berges Höhen
seh’ ich ihn im Licht prangen,
seine gold’nen Haare wehen,
lieblich glühen seine Wangen.
Auf der Stirne thronte Mut,
Zuversicht in seinen Blicken,
seines Mundes Liebesglut
hauchte seliges Entzücken.
Wenn mit himmlischer Gewalt
Seine süßen Lieder klangen
Harchte stillt der dankle Wald
Und die starren Felsen klangen.
Selt ich Glück gefühlt,
Muß ich der Erinnerung leben.
Überall seh’ ich sein Bild
Lichsun flossen zu mir schweben.

22.  Ende

MAUREGATO
Sag’, wo ist er hinge kommen,
Den dein Mund so feurig preis?

ESTRELLA
Auf des Berges hohen Rücken
Mußt’ er trauring von mir schelden
Denn ihn binder sin Gesetz
Daß nicht das Tal verlasse.

ANFÜHRER DER LEIBWACHE
(Coming ohne Vorwarnung)
O fliehe, großer König!
Es tobet der Verrat
nach deinem teuren Leben,
die wütende Empörung
stürmt durch Oviedos Straßen
zu deinem Palast heran.
Adolfo ist ihr Haupt!

MAUREGATO
Adolfo? Nimmermehr!
Du lügst! Es kann nicht sein!

ANFÜHRER
Glaube mir, daß es Wahrheit sei!

MAUREGATO
Du, Adolfo, ungetreu?

ESTRELLA, CHOR DER MÄNNER
Schändliche Verräterei!

MAUREGATO
Du, Adolfo, ungetreu?
Den ich aus dem nied’ren Staube
hob an meinem Thron heran!
Fahre hin, du schnöder Glaube,
Treue ist ein leerer Wahn.

ESTRELLA, ANFÜHRER
Vater / König, gib dich nicht zum Raube
diesem fürchterlichen Wahn!

CHOR DER MÄNNER
Ewig bleiben wir dir treu!

CHOR DER FRAUEN
Ach, wer steht uns Armen bei?

ESTRELLA
Vater, ja an deiner Seite
will ich dir zum Schutze stehn!

MAUREGATO
Nein, du wirst des Todes Beute,
in den Streit darfst du nicht geh’n!

ESTRELLA
Liebe gibt uns Kraft sun Streite,
teurer Vater, laß mich geh’n!

MAUREGATO
Wolle nicht zum Streite gehn!

VERSCHWORENEN
(von außen)
Rache! Rache!

MAUREGATO
Freunde, ja, ich will euch führen!
Hört ihr die Verräter nah’n?
Ja, wir werden triumphieren,
Mut und Liebe weht uns an!

VERSCHWORENEN
(von außen)
Rache! Rache!

CHOR
(auf der Bünhe)
Unser König wird uns führen!
Ja, wir werden triumphieren,
Mut und Liebe weht uns an!

CHOR DER FRAUEN
Männer schreien,
Schwerter klirren,
ach, wer nimmt sich unser an?

ESTRELLA, MAUREGATO
Euer König wird euch führen,
Ja, ihr werdet triumphieren!
Mut und Liebe weht uns an!



AKT III


(In wilden und felsigen Orten in Nachbarländern
der Stadt Oviedo)

23.  Introduktion

24.  Duo

EIN MÄDCHEN
Hörst du rufen, hörst du lärmen?

EIN JÜNGLING
Siehst du wilde Haufen schwärmen!

BEIDE
Weh’, das Unglück bricht herein!

MÄDCHEN
Gräßlich über jenen Höhen
sah’ ich das Getümmel zieh’n.
Blut und Waffen mußt’ ich sehen,
schnelle sucht’ ich zu entfliehen.

DER JÜNGLING
Einen Haufen sah’ ich fliehen,
wütend drang ein and’rer vor!
Alles ist bedeckt mit Leichen,
Klageschreien dringt empor!

DAS MÄDCHEN
Könnt’ ich’s doch
den Schwestern sagen!

DER JÜNGLING
Könnt’ ich’s den Gefährten sagen!

BEIDE
Aber, ach, wie sind allein!

DAS MÄDCHEN
Hast du keinen denn gesehen?
Furchtsam bin ich und versagt.

DER JÜNGLING
Alle sind auf jenen Höhen,
weil Alfonso droben jagt.

BEIDE
Weh’, das Unglück bricht herein
und wir Armen sind allein!

CHOR DER FRAUEN
Weh’ uns! Fliehet!

(Adolfo kommt Estrella jagen)

25.  Duo

ADOLFO
Du wirst mir nicht entrinnen!

ESTRELLA
Was willst du mit mir beginnen?

ADOLFO
Willst du noch nicht mir ergeben?

ESTRELLA
Nimm dies qualenvolle Leben,
nimm es und befreie mich.

ADOLFO
Sieh’, noch einmal bitt’ ich dich,
ja, vertraue meinen Schwüren,
stille meiner Liebe Glut!
Du nur kannst mein Herz regieren,
nur vor dir beugt sich mein Mut!

ESTRELLA
Wage nicht, mich zu berühren,
deine Hand, sie raucht vom Blut.
Spiele, Frevler, nicht mit Schwüren,
Hemme deine blinde Wut!

ADOLFO
Sieh’, dein Vater ist geschlagen,
mein ist seine Herrlichkeit,
seine Krone sollst du tragen,
die der Sieger mild dir beut.

ESTRELLA
O mein Vater! Sieh’ mich beben!
Ach, wo ist der Teure hin?
Wüt’rich, nimm dies arme Leben,
nimm es, und befreie ihn!

ADOLFO
Laß das Weinen, laß das Klagen,
deine Liebe schenke mir!

ESTRELLA
Wie, Verräter, kannst du’s wagen?
Haß und Fluch nur geb’ ich dir!

ADOLFO
Meine Langmut fährt von hinnen!

ESTRELLA
Weh’, was willst du nun beginnen?

ADOLFO
(zieht einen Dolch)
Wähle, Leben oder Tod!

ESTRELLA
Himmel, blick’ auf meine Not,
steh’ mir Armen gnädig bei!

ADOLFO
Wähle Leben oder Tod.
Niemand höret dein Geschrei,
weiche meinem wilden Grimme!

ESTRELLA
Hülfe, Hülfe!

26.  Terzett und Chor

ESTRELLA
Hülfe!

ALFONSO
(Anzeige Einer Klippe)
Welche Stimme?

(zu Adolfo)

Ungeheuer, ha, zurück!
Sieh’ den Stahl der Rache blitzen,
dich erreichte das Geschick!

ADOLFO
Mehr als eurer Spitzen
Lähmt mich dein gewah’ger Blick.

CHOR DER JÄGER
(Wer in der Zwischenzeit eingetroffen)
Büße nun das Buhenstrück!

ESTRELLA
Die Begrängte zu beschützen
Sandte dich das gute Glück.

ALFONSO
Holde.
Dich konnt’ ich beschützen,
O wie segnet mich das Glück!

ADOLFO
Ha, du, ungetreues Glück,
Ha, du, ungetreues Glück!

CHOR DER JÄGER
Büße nun,
Büße nun das Buhenstrück!

ALFONSO
(Alle Jäger, die Adolf erobert)
Schlaget ihn in enge Bande,
ihn umfange Kerkersnacht!

CHOR DER JÄGER
Treu sei er von uns bewacht!

ESTRELLA
Himmel, der mir Rettung sandte,
Dankbar preis ich deine Macht.

ALFONSO
Schlaget ihn in enge Bande,
ihn umfange Kerkersnacht!

ADOLFO
Von des Glückes glattem Rande
stürzt‘ ich in des Jammers Nacht.

CHOR DER JÄGER
Treu sei er von uns bewacht!

27.  Duo

ALFONSO
Doch nun werde deinem Retter
deine Freude offenbar,
sieh’, zerstreuet sind die Wetter
und der Himmel lächelt klar.

ESTRELLA
Ach, nun bebt vor schwerem Leide
dieses tief bewegte Herz,
mit dem reinen Trank der Freude
mischet sich der herbe Schmerz.

ALFONSO
O, ergieße deine Klagen,
was umdüstert dein Gemüt?

ESTRELLA
Ja, dir kann ich alles sagen,
dich erkannte mein Gemüt.

BEIDE
Das Geheimnis schöner Seelen
ahnet nur ein liebend Herz,
durch der Liebe Macht vermählen
sich die Wonne und der Schmerz.

28.  Rezitative und Duo

ESTRELLA
Ja, ich bin gerettet, allein
mein Vater, o mein Vater!

ALFONSO
O, nenne mir den Glücklichen,
der solcher Tochter Vater ist!

ESTRELLA
Es ist der König von León.

ALFONSO
Dein Vater König, du Prinzessin,
o, weh’ mir Unglückseligem!
Sich, Herrin, hier im Staube
Verehr’ ich deine Würde.

ESTRELLA
Gedenke dieser Würde nicht,
sie ist die Quelle meiner Leiden,
der Leiden meines Vaters.

ALFONSO
Sprich, wo weilt der königliche Herr?

ESTRELLA
O wüßt’ ich selbst! Mich riß
der wilde Mann, den du gefangen,
hinweg von seiner teuren Seite,
umrungen von Schlacht und Tod,
verlor ich ihn im Schlachtgemenge.
Vielleicht, ach, fiel er schon
den Streichen der Verräter,
vielleicht erhielt ihn das Geschick.

ALFONSO
Welch neuer Hoffnungsstrahl!
Ich will es, ja, ich will es wagen!
Schön und herrlich seh’ ich tagen
deiner Liebe werd’ ich wert.

ESTRELLA
Was will seine Miene sagen?
Freudig ist sie und verklärt.

ALFONSO
Hülf’ und Rettung will ich bringen
deinem Vater in der Schlacht.

ESTRELLA
Nimmer wird es dir gelingen,
dich umfängt des Todes Nacht.

ALFONSO
Wenn ich auch im Kampfe bliebe,
gibt es wohl ein schön’res Los,
als für seine reine Liebe
sinken in des Grabes Schoß.

ESTRELLA
Ja, ich seh’ dich im Getümmel
schreiten in der Hoheit Glanz.

ALFONSO
Aber sicher im Getümmel
schreit’ ich in der Hoffnung Glanz.

BEIDE
Für die Liebe flicht der Himmel
gnadenreich den Siegeskranz.

29.  Duo mit Chor

ESTRELLA
Wehe, meines Vaters Scharen
seh’ ich dort herüber flieh’n!

ALFONSO
Wenn die Hülfe sie gewahren,
wird sie neue Mut durchglüh’n

CHOR DER FLIEHENDEN KRIEGER
(Anfahrt)
Teure Brüder, laßt uns fliehen!
Teure Brüder, laßt uns fliehen!

ALFONSO
Haltet inne! Seid ihr Krieger,
warum nehmt ihr feig die Flucht?

CHOR
Uns verfolgt der wilde Sieger,
hemme nicht die bange Flucht!

ALFONSO
Seht, noch haltern eure Brüdee
Mutig, kehrt zum Kumpfe wieder
Ich will euer Führer eis

CHOR
Der fein ist stark
Du bist allein?

ALFONSO
Seht, Adolfo ist gefangen,
seid mit neuem Mut erfüllt!
Auch bin ich nicht allein.
Ich lasse dies Horn nur erklingen,
die schallenden Töne, sie bringen
mir schnell die Gefährten herbei.

CHOR
Lauschet, ob es Wahrheit sei!

(Alfonso stößt ins Horn. Hörner antworten
in der Ferne)

30. Ensemble

CHOR DER KRIEGER
Sie haben das Rufen vernommen,
die Hülfe erscheint uns’rer Not!

CHOR DER JÄGER
(hinter der Szene)
Wir kommen! Wir kommen!
Wir kommen!

ALFONSO
Sie haben das Rufen vernommen.

CHOR DER JÄGER
Was heischet
Des Führers Gebat?

ALFONSO
Seht ihre des Führers Speer
Erkennt ihr seine mach?
Er Glänze vor euch her
Er Führe euch zur Schlacht

CHOR DER JÄGER
Wir folgen dir bis in den Tod,
Bis in den Tod!

ALFONSO, CHOR DER JÄGER
die Hülfe erscheint uns’rer Not!

CHOR DER JÄGER
Wir folgen dir bis in den Tod,
Bis in den Tod!

31.  Rezitative und Ensemble

FROILA
(nähert sich der Gruppe)
Was geht hier vor,
was wollet ihr beginnen?

ALFONSO
O, mein Vater, der Himmel sandte dich.
In deine Hände kann ich nur die Geliebte geben,
bis ich den Vater ihr befreit.

FROILA
Wer ist die schöne Unbekannte,
die du mir anvertraut?

ALFONSO
Es ist die Königstochter von León.

FROILA
Von Leon?
Die liebtest du?

ALFONSO
Mit allen kräften Seele

FROILA
Und kämpfst für ihren Vater?

ALFONSO
Ich half ihr zu er retten.

FROILA
Halt sin!

(fur sich)

Doch still, mein Herz.
Bestche fest den letzten Kampf!

(zu Estrella)

Das wärzt Mauregatos Tochter
Du sanfte Engelsbild?

ESTRELLA
Ich bin es!
Kennst du meinen Vater?

FROILA
Wohl kenn’ ich ihn!
O, könnt’ ich ihn vergessen!
Doch besinne dich:
Der schönste Sieg ist,
seinen Feinden zu verzeihen.

(zu Alfonso)

Ja, kämpfe du für ihn,
ich will die Tochter hüten!

(fur sich)

Nun wird mir alles Klar
Der Himmel tassel Segen
O Herr, auf deinen Wegen
Wie bist du wunderbar

ESTRELLA
Nun ziehen sie zum streit
Bald muß es sich enthüllen
Mein Herz, mein Herz erbebt in stillen
Vor lust, vor lust un Bangigkeit.

ALFONSO
Mit diesen Stahlgeschmeid
Will ich das Haupt umhüllen
Nun wird ich es erfüllen
Zum Kampf, zum Kampf bin ich bereit.

FROILA
In königüches Kleid
Will ich die Glieder hüllen
Nun muß es sich enthüllen
Gekommen, gekommen ist die Zeit.

CHOR
Nun wird es sich enthüllen
Zum Kampf bind wir bereit.

ESTRELLA
Es wird in deinen Zügen
Des Mutes Flamme wach
Du wirst zum Kampfe fliegen
Mein Hoffen eilt die nach.

ALFONSO
Zum Kumpfe werd ich fliegen
Mir folgt dein Segen nach
Die Liebe lehrt mich siegen
Trotz jeden Ungemach.

FROILA
Den Haß will ich besiegen
Es wird die Liebe wach
Due Huld soll überwiegen
Was seine Schuld verbrach.

CHOR
Zum Kampf, wir werden siegen
Der hebe Mut ist wach.

(Szenenwechsel)

32.  Arie

MAUREGATO
Wo find’ ich nur den Ort,
main Haupt zur Ruh’ zu legen?
Es treibt und reißt mich fort
und rings der Schmach entgegen.
In den weiten Königshallen
stand ich wie des Himmels Baum,
Freudenlieder hört’ ich schallen,
ach, es war ein schöner Traum.
Denn die ernste Rache winket,
und der Baum, es steht entlaubt,
und die gold’ne Krone sinket
klingend mir vom matten Haupt.
Und es öffnen sich die Grüfte
und die Geister heben sich,
kreischend hallen durch die Lüfte
ihre Flüche her auf mich!
O Froila, o mein Herr,
an dir hab’ ich’s verbrochen,
die Rache lastet schwer,
sieh’ her, du bist gerochen.

(Erscheint Froila, der von einem
Geist ergriffen Mauregato)

Weh’ mir! Wer ist’s? Ah! Sein Geist!
Verschone! Die Krone!
Die dir geraubte Krone! Laß ab!
Ich gib sie dir zurück!

33.  Duo

FROILA
Kein Geist, ich bin am Leben!
Bleib hier und hör mich an!
Ich komme zu vergeben,
der Haß ist abgetan.

MAUREGATO
Wie faß’ ich dein Gemüt,
du bist so groß und gut!

FROILA
Die Liebe ist erblüht, o, fasse neuen Mut!
Ich bin genug gerächt,
du hast genug gebüßt.

BEIDE
Es ist die höchste Lust,
die uns die Erbe beut,
wenn man an Feindes Brust
sich liebevoll verzeiht.

34.  Terzett und Ende

FROILA
Empfange nun aus meiner Hand
des neuen Bundes Unterpfand!

(führt Estrella aus der Hütte)

Nimm deine Tochter hin!

MAUREGATO
Täuscht mich mein trunk’ner Sinn!

ESTRELLA
Hab’ ich dich, Vater, wieder!
Die Engel schauen nieder
und singen Freudenlieder
auf unser Glück herab.

MAUREGATO
Hab’ ich dich, Teure, wieder!
Die Engel schauen nieder
und singen Freudenlieder
auf unser Glück herab.

FROILA
Er hat die Teure wieder
Die Engel schauen nieder
und singen Freudenlieder
auf unser Glück herab.

MAUREGATO
Was hör’ ich, welche Klänge?

ESTRELLA
Alfonso Triumphiert!

CHOR DER JÄGER UND KRIEGER
Die Schwerter hoch geschwungen,
der Sieg, er ist errungen,
die Feinde sind bezwungen,
und unser ist das Feld!
Und der die Schlacht geschlagen
mit jugendlichem Wagen,
wir bringen ihn getragen!
Es lebe unser Held!

ALFONSO
O König! Diesen sieg leg’ ich zu deinen Füßen!

MAUREGATO
(Zeigt auf Froila)
Nicht ich, der ist dein König!

ESTRELLA
Du, König?

ALFONSO, ADOLFO, CHOR
König?

FROILA
Ja, ich bin der König Froila!

ALFONSO
Ja, es ist Froila!

ADOLFO
(Immer noch gefangen)
Ja, es ist Froila!

CHOR DER KRIEGER
Es lebe der König!

LANDLEUTE, JÄGER
Wirst du uns nun verlassen.

FROILA
Nie werd’ ich euch verlassen,
Ich bleib’ euch immer nah!

CHOR DER LANDLEUTE
Er wird uns nie verlassen!

CHOR DER KRIEGER
Es lebe Froila, es lebe Froila!

ADOLFO
Dich neinte ich zu rächen!

FROILA
(zeigt auf Mauregato)
Dein Urteil auszusprechen
Geziemet dister hier.

MAUREGATO
(zu Adolfo)
Die Freieheit schenk’ ich dir

ADOLFO
Wie trag’ ich diese Huld?

CHOR
Die Gnade silgt die Schuld.

ESTRELLA
(zeigt auf Alfonso)
Laß, Vater dir enthüllen
Der gab die kette mir

MAUREGATO
Die Versich waltet hier,
Laß mich den Pruch erfüllen.

(Alfonso Adressierung)

Empfange, lieber Sohn,
mein schönstes Eigentum,
es sei des Siegers Lohn.

FROILA
Und ich verleihe dir
der Väter heil’gen Thron,
sei deiner Väter wert, Alfonso von León.

ALFONSO
Wie schnell bin ich erhoben,
es blendet mich der Schein.

ESTRELLA
Mein Herz, es strebt nach oben,
der Teure ist nun mein.

FROILA, MAUREGATO
Die Huld des Herrn zu loben
nimmt alle Herzen ein.

ADOLFO
Wann endet dieses Toben,
wann werd’ ich ruhig sein?

EIN MÄDCHEN UND EIN JUNGE
Nach wildem Sturmestoben
folgt milder Sonnenschein.

ESTRELLA, ALFONSO
FROILA, MAUREGATO
Die Huld des Herrn zu loben
nimmt alle Herzen ein.

ADOLFO
Ich will es fest geloben,
der Treue mich zu weihn.

ALLE
Die Huld des Herrn zu loben
nimmt alle Herzen ein.

SCHLUßCHOR
Liebe hat den Friedensbogen
über diese Welt gezogen,
aller Schmerz ist aufgewogen,
wenn ihr Hauch den Busen hebt.
Heil dem jungen Paare, Heil!
An des milden Königs Throne
blüht die gold’ne Gnadensonne,
Leben, Herrlichkeit und Wonne,
strahlt sie in die weite Welt.
Heil dem jungen König, Heil!
Heil dem jungen Paare, Heil!



Obertura

PRIMER ACTO



(El coro, encabezado por Edwiga y Guisto,
entra lentamente y adorna la cabaña de Froila
con flores y guirnaldas)

1. Introducción

CORO DE CAMPESINOS
Todavía nos cubre la noche.
Tened cuidado, id despacio
para que el padre no se despierte.
Merece el bondadoso y sabio anciano,
que el placer y la delicia le sonrían.

EDWIGA
Daros prisa, con mucha alegría
hay que preparar la fiesta.
Vamos a adornar la casa;
con riqueza y color,
con plantas y flores.
¡Engalanémosla!

CORO
Daros prisa, con mucha alegría
hay que preparar la fiesta.
Engalanemos la casa
con plantas y flores.

GUISTO
Él fue nuestro maestro
por su hombría y virtud,
y crió a su hijo
como un modelo para la juventud.
Él ha sido siempre
nuestro guía y amigo.

CORO
Él fue nuestro maestro
por su hombría y virtud.
Él ha sido siempre
nuestro guía y amigo.

GUISTO
Y cuando él despierte
y llegue al umbral de su puerta,
verá de inmediato
lo que el amor le brinda
de manera tan afable.

(El coro repite la canción, luego permanece en
silencio. Amanece, el sol se levanta luminoso.
Froila sale de la cabaña.)

2. Aria

FROILA
¡Salve, oh sol,
todos los días derramas nuevas alegrías
sobre este corazón!
Tus rayos alivian
el dolor de cada pecho,
y curan las penas.
¡Salve, oh sol,
todos los días derramas nuevas alegrías
sobre este corazón!
Una vez iluminaron tus rayos
la corona que llevé en mi cabeza;
hasta que víctima de amargas angustias
toda paz me fue robada.
Aquí, en este paraje tranquilo,
donde encontré descanso y felicidad,
alivié el peso de mis penas.
¡Todo el dolor ha desaparecido!
Pero mi querido hijo,
encerrado entre estas paredes rocosas,
pasa tristemente su vida
añorando el trono de su padre.
Cumplida su obligación,
descansa tranquilo el anciano,
pero el juvenil deseo aspira
impulsivamente al distante futuro.
Descansa tranquilo el anciano
buscando sólo dejar lejos
el deseo de la juventud.

3. Coro y Conjunto

CORO
¡Reuníos, hermanos,
y cantad alegres canciones!
Que regrese a nosotros nuevamente
el gozo del día festivo.
Vamos a celebrarlo
con alegre sones de trompetas,
pues el día de hoy nos ha traído
un padre para todos nosotros.

UNA MUCHACHA, UN JOVEN
Gracias te damos
por esos dones inapreciables.
Todo lo nuestro, todo lo que hagamos,
acéptalo como si fuera tuyo.
Todo lo nuestro, todo lo que hagamos,
acéptalo como si fuera tuyo.

FROILA
Veinte años han pasado
desde que descubrí este valle y todos,
todos los he vivido, gracias a vosotros,
profundamente feliz.
Me habéis dado todo lo necesario
para proporcionarme felicidad.
¡Amigos, que toda mi vida
os la dedique con amor!

CORO
Tú nos diste todo lo necesario
para proporcionarnos alegría.
¡Padre, que toda nuestra vida
te sea dedicada con amor!

FROILA
Me habéis dado todo lo necesario
para proporcionarme felicidad.
¡Amigos, que toda mi vida
os la dedique con amor!

Recitativo

UN JOVEN
En todos los concursos
de gestas caballerescas y canto
que hemos organizado,
Alfonso, tu hijo, ha sido el vencedor.
Dadle por lo tanto los símbolos del poder,
el poder ostentado por ti
durante todos estos años,
todos te rogamos que los pongas en sus manos.

FROILA
¡Dejad que sea la trompeta del heraldo
la que decida lo que mejor convenga!
Reúne a la multitud,
recibe la espada de rey,
y hacia gloriosas gestas
conduce a tus amigos.

CORO
¡Reuníos, hermanos,
y cantad alegres canciones!
¡Que de nuevo regresen
los gozosos días festivos!

4. Dúo

FROILA
Ornada por el esplendor y las victorias
bajas la mirada con tristeza.

ALFONSO
Nunca será suficiente
¡oh Padre! tanta felicidad.

FROILA
¿Qué puede faltarte, querido hijo,
cuando el placer te rodea por doquier?

ALFONSO
A ti nada puedo ocultarte,
a ti, a quien amo sobre todo.

FROILA
A través de una sincera confianza
el dolor siempre puede ser derrotado.
Déjame mirar en tu corazón
y ver lo que te está corroyendo.

ALFONSO
A través de una sincera confianza
el dolor siempre puede ser derrotado.
Mira en mi corazón
y ve lo que le atormenta:

5. Recitativo y Aria

Es tu orden más severa
la que dicta que yo, de este valle,
no debo alejarme.

FROILA
Así lo establece la ley
y tú debes cumplirla.

ALFONSO
¡No puedo ya por más tiempo
soportar las barreras!
Las montañas que me rodean
pesan sobre mi alma.

FROILA
Comprendo perfectamente tu dolor,
pero no puedo aliviarlo.

ALFONSO
Cuando empieza a despuntar el día,
ya en mí comienza la añoranza.
Los pájaros vuelan, las nubes se desplazan,
y mi corazón quiere ir tras ellos.
Al mediodía me acuesto junto al manantial
cerca del claro arroyo de cristalinas aguas,
donde una ola desplaza a la otra,
y mi corazón anhela seguirlas.
Veo luego llegar la noche...
poco a poco, la luz muere,
¡cómo deseo entonces alejarme con el sol,
siguiendo sus rayos dorados!
Por la noche brillan miles de estrellas
en la bóveda azul del cielo,
y me siento atraído hacia allá, lejos,
por su mágico fulgor.
Cuando arranco de mi lira, como en un susurro,
un ¡ay!, que es apenas una contenida queja
que vuela veloz hacia la lejanía
¡cómo anhela seguirla mi corazón!

6. Recitativo y Dúo

FROILA
Mucho me conmueven tus palabras, querido hijo,
pero nada puedo cambiar.
Reina en aquel país,
lindante con el nuestro,
un cruel tirano.

ALFONSO
Pero hemos vivido hasta ahora en paz,
sin ser amenazados.

FROILA
De su cruel espada
nos protege una muralla de rocas,
a nosotros, y a nuestra tranquila vida.

ALFONSO
Entonces, autorízame que hasta allí vaya
y lo rete a combate singular.

FROILA
¡Oh, hijo querido e inocente,
a la audacia de tu valiente pecho
no le ha llegado aún el momento!
Pronto, muy pronto, será tu tiempo.
Mis rastreadores siguen de cerca
las huellas de los enemigos.
La venganza está cercana,
pronto desaparecerá la amenaza sobre el valle.
Las cadenas,
tanto tiempo opresoras, caerán,
y bajo la luz que nos invada,
caminarás maravillado y feliz.

ALFONSO
Todavía no puedo entender
lo que dicen tus labios.

FROILA
Muchas cosas verás
de las que hasta ahora no tienes ni idea.
Pero debes creerme,
yo te libraré de este sombrío lugar.
Guarda contigo esta cadena
como prenda de mi palabra.

ALFONSO
¡Oh, padre, sí,
sálvame de este funesto lugar!
Acepto esta cadena
en prenda de tu palabra.

FROILA
El rumbo de tu destino
está ligado a esta joya.
Es un talismán que te aliviará
en todas tus aflicciones.

ALFONSO
Luzca esta cadena
como una estrella en mi camino;
que sea en todas mis aflicciones
mi refugio y talismán.

(Cambio de escena)

7. Coro y Aria

CORO FEMENINO
¡A la caza, a la caza!
Los espacios abiertos,
los árboles rumorosos
llenan el pecho de venturosa alegría.
¡A la caza, a la caza!
Con vertiginosas flechas
cazaremos la presa,
por montañas y bosques;
la buscaremos.

ESTRELLA
Adorna las amplias salas
la vana pompa del oro,
pero mi alma atemorizada
se halla envuelta en tinieblas.
¡Envuelta por completo en tinieblas!.

CORO
¡A la caza, a la caza!
La alegre cacería el pecho libera.

ESTRELLA
Resuenan cuerdas de guitarras;
las flores lucen en todo su esplendor;
flotan en la atmósfera aromas balsámicos,
pero mi corazón está envuelto
por las tinieblas de la noche.

CORO
¡A la caza, a la caza!
La alegre cacería el pecho libera.

ESTRELLA
¡Ah! Lo que desea mi alma
es amistad, dulzura y calma,
que jamás me serán dispensadas
entre esta acuciante multitud.

CORO
¡A la caza, a la caza!
La alegre cacería el pecho libera.

8. Recitativo y Aria

ADOLFO
¡No te vayas, princesa!
El rey aparecerá
y las banderas de los moros
podré extender a tus pies,
pues regreso del campo de batalla
coronado nuevamente de gloria.

ESTRELLA
¡Bienvenido seáis, General!

ADOLFO
En el fragor de la batalla,
rodeado de horror y sangre,
no fue el honor ni el coraje
el que derrotó a tan feroz enemigo.
Sólo tu dulce imagen,
que durante la batalla se me apareció,
me lanzó con fuerza irresistible
sobre el amenazador enemigo de la patria.
Sólo tu encantadora mirada
me dio la fuerza necesaria para vencer.
Sólo tu mirada adorada
me dio recompensa y felicidad.

9. Dúo

Sí, dadle, dadle oído a mi clamor,
concédeme tu amor.
Escucha mi súplica,
concédeme tu amor.

ESTRELLA
¡Oh, no insistas Adolfo,
me presionas injustamente!
Puedo darte mi afectuoso respeto,
pero no puedo ofrecerte amor.

ADOLFO
¡Ábrete ya mismo, sepulcro mío;
apágate, luz de mi vida!

(Adolfo y Estrella repiten los versos
anteriores reiteradas veces)

ADOLFO
¡Ábrete ya mismo, sepulcro mío,
apágate, luz de mi vida!
¡Oh, tú vas a arrepentirte!

ESTRELLA
¡Nunca, nunca!

ADOLFO
¡Oh, sí, seguro que lo lamentarás!
Lo que te niegas a darme libremente,
¡lo tomaré por la fuerza!

ESTRELLA
Así sólo lograrás que mi odio se incremente.
El amor no puede lograrse por la fuerza.

ADOLFO
El amor fue una breve ilusión,
quiero tu mano.

ESTRELLA
De ti, espantoso tirano,
mi padre sabrá protegerme.

ADOLFO
Su propio juramento me garantiza
cualquier gracia que yo le pida.

ESTRELLA
¡Oh, entonces solamente el cielo
podrá escuchar benévolo mi súplica!
Sí, escucha mi plegaria,
sólo él me puedes salvar,
de lo contrario,
pereceré en esta angustia terrible.

ADOLFO
Tú preferiste despreciarme
cuando con dulzura te imploré,
nada ahora te puede salvar.
Tú preferiste despreciarme
cuando por las buenas te rogué.

10. Final

CORO DE GUERREROS
Las relucientes arma al guerrero hacen feliz,
las armas relucientes y las brillantes armaduras,
pero en el pecho que ellas protegen,
pero en el pecho ruge una rabia feroz.
La feroz batalla trae el deseo de la victoria.
¡La batalla, la batalla!
La feroz batalla proporciona la victoria.
Pero del horror de la sangre
brota el mayor de los bienes:
el brillante honor y la fama duradera
el brillante honor y la fama del valiente.

(Entra Mauregato)

ADOLFO
A cada uno de los enemigos
pondré pronto a vuestros pies,
así como al osado
que pretende venceros.
Ningún pagano agita ya
su espada en estas tierras;
disueltas fueron sus escuadras
y aplastado su ejército.

MAUREGATO
Gracias te doy por tu fidelidad,
¿cómo puedo recompensar tus méritos?

ADOLFO
Podéis hacerlo, señor.

ESTRELLA
¡Ay de mí! Él no me protegerá.

MAUREGATO
¡Pide sin reparos!

ADOLFO
¿Puede atreverse a ello un siervo?

MAUREGATO
Mi juramento es la prenda
que garantiza tu demanda.

ESTRELLA
¡Ay de mí! ¡El juró,
echada está mi suerte!

ADOLFO
¡Oh, no te enfades mi señor
por lo desmesurado de mi demanda!
Se trata de Estrella, quiero la mano de tu hija.

MAUREGATO
¡Estrella, habla!
¿Has escuchado sus palabras?

ESTRELLA
La hora de mi infortunio ha llegado.

ADOLFO
Ahora su vana terquedad, no servirá para nada.

MAUREGATO
¡Estrella, habla!

ESTRELLA
¡Ay! si tengo que decirte la verdad,
tu desventurada hija te suplica
que la liberes de este hombre,
que ante mí aparece tosco y espantoso,
siempre envuelto en el fragor de la batalla.
Acostumbrado sólo a combatir,
su frío corazón jamás podrá comprender
lo que un tierno amor quiere y desea.

MAUREGATO
¿Cómo debo proceder ahora?
¡Qué terrible es mi dilema!
Quisiera eludir la sentencia,
pero el tormento se apodera de mí.

ESTRELLA
¿Qué es lo que va a decidir?
¿Cuál será su decisión?
Mi mente se extravía,
mi corazón no resiste esta agonía.

ADOLFO
Desechemos ahora todo tipo de temor,
mi corazón está cubierto de acero,
ella no puede escapárseme:
a él sólo le queda una opción.

MUJERES, GUERREROS
¡Oh, espantoso dilema!
¡Oh, terrible elección!
¡Oh, espantoso dilema!
¡Oh, terrible elección!

MAUREGATO
¡Osado caballero
no insistas en tu demanda!

ADOLFO
Vos pronunciasteis un juramento real,
¡mantenedlo ahora!

MAUREGATO
Toma todos mis tesoros, mi corona,

(señalando a Estrella)

esta es la única joya
de la que no puedo desprenderme.

ADOLFO
¡No pido otra cosa que la mano de vuestra hija!

MAUREGATO
No puedo evitarlo,
siento como mi corazón late temeroso,
tengo que decidirme de inmediato,
estoy comprometido por mi juramento.

ESTRELLA
En profunda y mortal angustia
me siento palidecer
abandonada por todos,
¿dónde puedo hallar salvación?

ADOLFO
La veo cada vez más pálida,
enrojecen las mejillas del rey,
pero pronto deberá tomar una decisión,
atado está a su juramento.

ESTRELLA
¿Qué estará pensando mi padre?

ADOLFO, CORO
¿Qué estará pensando el rey?

MAUREGATO
Existe un medio que puede ser nuestra salvación.
A ti no te será negada la mano de Estrella,
porque existe un sagrado juramento que la ata:
Sólo quien pueda traer la cadena de San Eurico,
que falta todavía
de las posesiones de la antigua realeza,
podrá desposar solemnemente a Estrella.

ESTRELLA
La dulce sensación de esperanza
me devuelve la felicidad.
¡El sentimiento de esperanza
vuelve a hacerme feliz!

ADOLFO
Ya veo lo que se propone
con esa maliciosa treta:
diferir a un distante futuro
lo que ya tenía en mis manos.

MAUREGATO
Ha fracasado su jugada
se malogró su perfidia.

ESTRELLA, MAUREGATO
Deja que eleve al cielo
mi alma llena de alegría,
toda pena desaparece ahora
cuando tú me has sido devuelto/a

Concertante

ADOLFO
Os arrepentiréis del mal que me hacéis,
osado me alzaré contra vosotros,
la venganza ruge en mi corazón,
vais a temblar ante mí.
¡A la lucha! La reluciente espada
me dará nuevas fuerzas!

CORO DE GUERREROS
¡A la lucha! La feroz batalla
nos dará la feliz victoria!

ESTRELLA
¡A la caza! ¡Ella dará a mi corazón
nuevas alegrías!

MAUREGATO
¡Oh, la alegría y la paz
regresan nuevamente!

CORO DE MUJERES
¡A la caza! ¡A la caza!
¡La alegre cacería libera el corazón!



ACTO SEGUNDO


11. Recitativo yAria

ALFONSO
¡Oh, cántame, padre mío, una vez más
la bella canción de la muchacha de las nubes!

FROILA
Ya es tiempo de que la cantes tú mismo.

ALFONSO
Bien que la sé,
pero me falta habilidad para cantarla
de manera conmovedora.

FROILA
¡Escucha, entonces!:

Descansaba el fatigado cazador,
pensativo en la verde pradera,
cuando a él se acercó
bañada por la luz del crepúsculo
la más bella muchacha que jamás viera.
Lo atrajo con palabras lisonjeras
y lo invitó afectuosa para que se aproximara
"tienes junto a ti la más prometedora felicidad
¿Quieres ser mi amigo y servidor?
¿Ves allí elevarse sobre la montaña
mi dorado castillo lleno de torres?
¿Ves allí, flotando en el aire,
un tropel de cazadores con ricos atuendos?
Las estrellas te darán la bienvenida,
las tormentas acatarán tus órdenes,
y al anochecer, a tus pies yacerán
las vanas ilusiones de los sufrimientos terrenos"
Obedeció el cazador la llamada de la voz
y comenzó a trepar por el áspero sendero.
Ella danzaba sobre los escalones rocosos
guiándolo a través de oscuros despeñaderos.
Y cuando alcanzaron al fin la cumbre
donde el palacio aparecía en todo su esplendor,
con gesto de silencioso respeto
un enjambre de servidores se inclinó ante el mozo.
En un arranque de felicidad él pretendió abrazarla
pero, asombrado, se sintió clavado al rocoso suelo
viendo como ella se disipaba entre la niebla
y el castillo se disolvía, asimismo, en el éter azul.
Sintió que perdía el sentido
y que la negra noche envolvía su cabeza;
entonces, desesperado,
desde las escarpadas alturas
se precipitó en el mortal abismo.

12.  Recitativo y Dúo

ALFONSO
Cómo me emociona tu magnífico canto
que convierte para mí los familiares contornos,
las ásperas quebradas y los bosques,
en algo súbitamente vivo y maravilloso.

FROILA
Pero ahora, Alfonso, déjame ir,
mis enfermos me aguardan.
Deja que a los pobres les lleve alivio y consuelo.

ALFONSO
¡Que Dios te bendiga por tus buenas obras!
No puedo regresar a mi humilde cabaña;
pues mi corazón esta pleno, y aquí, al aire libre,
me siento despreocupado y feliz.

(Llega Estrella que se ha perdido)

ESTRELLA
Rodeada de rocas y bosques
¿quién me indicará el camino?
¿quién me indicará el camino
Rodeada de rocas y de bosques...

ALFONSO
¡Lo que describía la canción,
veo ahora realizado ante mí!

ESTRELLA
¡Un joven! ¿Debo huir?
Mas... parece amable y gentil.

ALFONSO
¡Ojalá no te desvanezcas,
dulce visión celestial!

ESTRELLA
Sus rasgos me inspiran
valor y esperanza.

ALFONSO
Un sueño no puede engañar así,
no, debe ser real.

13.  Recitativo y Aria

¿Quién eres, hermosa criatura,
que deslumbras mis débiles ojos
con tus maravillosos encantos?

ESTRELLA
En lo más intenso de la larga cacería
he perdido en las montañas
a mi retrasado séquito.
A través de barrancos, sobre rocas y peñascos,
buscando la tortuosa senda
vine a parar a este valle.
¡Oh, muéstrame el camino
de regreso a la ciudad real!

ALFONSO
¡Oh, no, no disimules ni finjas!
Desde las luminosas alturas, en amable actitud,
has descendido hasta aquí.

ESTRELLA
¿Quiere burlarse de una pobre muchacha,
que lejos de su hogar
se angustia en extraño país?

ALFONSO
Al verte así, tan encantadora,
no puedo creer que estés sufriendo,
incluso tu mera presencia
enajena mi corazón.
Los sufrimientos que alguna vez
atormentaron mi alma se disipan,
y un millar de soles brillan
sobre este mundo inundándolo de delicias;
Nuevas fuerzas nacen
en mi embriagado corazón;
¡sí, yo te protegeré,
yo seré tu caballero!

14.  Dúo

ESTRELLA
Pareces ser un buen muchacho,
muéstrame el camino de regreso a mi hogar.

ALFONSO
Poder ayudarte, ser capaz de servirte,
¡qué alegría, cuanta delicia!

ESTRELLA
¡Ah! ¿Cómo podré retribuirte
lo que tan gentilmente haces por mí?

ALFONSO
Con gusto renunciaría hasta a una corona
si me miras afectuosamente.

AMBOS
¡Oh, qué desconocida sensación
siento crecer en mi pecho excitado
con un nuevo vigor,
una alegría como ésta jamás sentí!

ESTRELLA
¡Pero, amigo, debemos darnos prisa!

ALFONSO
¿No puedes permanecer más tiempo aquí?

ESTRELLA
Con temor y angustia
debe estar mi padre esperándome.

ALFONSO
¡
Ah, entonces este hermoso valle se transformará
de inmediato en un desierto para mí!

AMBOS
¡Oh, qué desconocida sensación
siento crecer en mi pecho excitado
con un nuevo vigor,
una alegría como ésta jamás sentí!

15.  Aria

ESTRELLA
¡Si yo pudiera permanecer para siempre aquí,
en la densa espesura del bosque,
con las horas huérfanas de aflicción
pasando felices y rápidas!
Con mirada cordial el cielo contempla
los silenciosos campos y bosques;
y los dulces cantos de los pájaros
siguen tus huellas en el monte.
Sin embargo, entre las murallas de la ciudad
habitan la astucia y la violencia,
allí debo sufrir y lamentarme,
y mi corazón permanece callado y frío.
¡Ah, y sin embargo me tengo que ir,
alejarme de este silencioso refugio,
prescindir de estas hermosas flores
y marcharme con tristeza a la ciudad!

16.  Dúo

ALFONSO
Llévate como recuerdo
de estos hermosos momentos
esta cadena que te ofrezco amigablemente.

ESTRELLA
Sí, la usaré con agrado.
¡Oh, cuán a gusto me quedaría aquí!
Sí, llevaré con gusto esta cadena,
y cada vez que la mire,
lamentaré mi perdida felicidad...
¡Pero ahora, vamos!

ALFONSO
¿Tan pronto?

ESTRELLA
¡Te lo ruego!

ALFONSO
¡No me ruegues, ordéname!

ESTRELLA
¡Te lo ruego!

ALFONSO
¡No me ruegues, ordéname!

ESTRELLA
¡Oh, con cuánto gusto me quedaría!

ALFONSO
¡Oh, cuánto gusto me ha dado servirte!
Pero ahora lamentaré mi perdida felicidad.

AMBOS
De repente, desde lo alto de los cielos,
se asomó sonriente la felicidad,
pero antes de que pudiéramos disfrutarla,
desapareció.
Para revelarme la dicha
te cruzaste silenciosamente mi camino.
¡Ah! ¿Tan pronto quieres desaparecer
dulcísima ilusión?
¿Alguna vez volveré a encontrarte?
¿Cuándo, oh, cuándo, cuándo
voy a encontrarte de nuevo?

(Cambio de escena)

17. Coro

CORO (de conspiradores)
¡Silencio, amigos sed precavidos!
¡Silencio, amigos sed precavidos!
Llenos de terror en esta secreta hora
reunámonos en formal asamblea.
¡Sed precavidos, cerrad la puerta,
contened la lengua, aguzad el oído!
¿Oís como llaman? Quién será?
¿Quién está allí fuera?

CONSPIRADORES
(Externos desde afuera)
¡Amigos, amigos!

CONSPIRADORES
(dentro)
¿Cuál es vuestro santo y seña?

CONSPIRADORES
(externos)
¡Venganza!

CONSPIRADORES
¡Son amigos, dejadlos entrar!

CONSPIRADORES
¡Silencio, amigos sed precavidos!
¡Silencio, amigos sed precavidos!
Llenos de terror en esta secreta hora
reunámonos en formal asamblea.
¡Sed precavidos, cerrad la puerta,
contened la lengua, aguzad el oído!
Solamente falta Adolfo ¿dónde estará?
¡Adolfo! ¡Aquí está!

ADOLFO
Mis fieles seguidores ¿Ya estáis todos?
¿Habéis establecido ya el santo y seña?

CONSPIRADORES
¡Venganza!

ADOLFO
¡Venganza!
¡Sí, mi venganza quiero descargar,
ardo por emprender la sangrienta acción!
¡Contra tu corona me alzaré,
orgulloso e insolente Mauregato!
¡Sobre mis hombros quiero llevar
la púrpura que tú mismo has sustraído!
Y tu cetro quiero llevar
en mi poderosa mano vencedora.
Y a ti, Estrella, a ti dulce serpiente,
que me escarneciste cuando fui tierno contigo,
ahora te he de arrastrar por la fuerza
hasta el aborrecido altar.
¡Oh, dulce serpiente
que me escarneciste!
¡Venganza! ¡Sí, venganza!
Si, mi venganza quiero descargar.
¡Amigos míos, que sois mi refugio,
que me brindáis vuestra ayuda,
escuchad, mis palabras,
que os impulsen a tomar venganza!

CONSPIRADORES
¡Escuchamos tus palabras,
que nos impulsan a tomar venganza!

ADOLFO
En el trono se sienta un traidor,
que usurpó la corona.
El buen rey Froila fue derrocado,
y nunca más fue visto.
Reposa hace mucho tiempo en la tumba,
pues nadie ha vuelto a verle jamás.

CONSPIRADORES
En silencio y emocionados hemos quedado;
sigue contándonos lo ocurrido.

ADOLFO
Y entonces Mauregato se apoderó
del trono de Oviedo;
en la hora de su victoria
toda la felicidad se perdió.
¡Yo he venido a rescatarla!

CONSPIRADORES
¡Tú has venido a rescatarla!

ADOLFO
¿Quién dirigió las batallas?

CONSPIRADORES
¡Tú!

ADOLFO
¿Quién consiguió la victoria?

CONSPIRADORES
¡Tú!

ADOLFO
Sí, mías fueron todas las acciones,
mientras él calla en cobarde silencio.

CONSPIRADORES
Sí, tuyas fueron todas las acciones,
mientras él calló cobardemente.

ADOLFO
Y aún tuvo la vileza de engañarme
con sus hipócritas palabras.
¿Debo humillarme rebajándome ante él?
¡Ah, jamás! ¡La maldición caiga sobre él!

CONSPIRADORES
¡Que la maldición caiga sobre él!

ADOLFO
¿Podéis consentirlo, vosotros,
a quienes tan a menudo llevé a la victoria!
¿Debo ahora ser humillado
mientras que el orgulloso triunfa?

CONSPIRADORES
¡Él debe morir! ¡Debe morir! ¡Debe morir!

ADOLFO
Mis valientes y leales hombres,
¡vosotros sois dignos de Adolfo!
¡En testimonio de venganza,
jurad conmigo sobre esta espada!

CONSPIRADORES
¡Juramos! ¡Juramos!

ADOLFO
El pacto quedó sellado,
partamos ahora con rapidez a la acción.
¡Que su sangre sea derramada!
¡Que caiga Mauregato!

CONSPIRADORES
¡Que caiga Mauregato!

(Cambio de escena)

18. Coro y Aria

MAUREGATO
¿Dónde está ella?
¿Qué es lo que venís a informarme?

CORO
No la hemos podido encontrar.

MAUREGATO
¡Destruida está mi felicidad!

CORO
¡Tened fe, ella regresará!

MAUREGATO
¡Oh, mi hija! ¡Oh, mi única alegría,
retorna a los brazos de tu padre!

(a unos pocos)

Decidme, ¿ha regresado ya?

CORO
Ninguna búsqueda ha dado resultado.

MAUREGATO
¡
Soportad el peso de mi furor,
soportad el peso de mi ira!

CORO
¡Oh, rey, no te enfurezcas!
¡Confía en que ella volverá!

MAUREGATO
¡Oh, hija mía! ¡Oh mi única alegría,
retorna a los brazos de tu Padre!
¡Oh, hija mía, vuelve a mis brazos!
Sólo admirado por los envidiosos
estoy instalado en el trono
sin la menor alegría,
completamente solo en el mundo.
Porque llevo esta corona
todos me creen dichoso.
¡Ah, no pueden escuchar el lamento
que mi corazón oprimido lanza en silencio!
Los enemigos y los traidores
ya los terribles puñales alzan sobre mí.
Rodeado sólo por la mentira y el odio,
la felicidad nunca florece para mí.
Sólo las dulces caricias de Estrella
fueron para mí una bendición.
Ella esparció rosas de amor
a lo largo de mi sendero espinoso.
Sin embargo las rosas han desaparecido
y con ellas, se ha ido mi felicidad.
Jamás sanarán estas heridas.
¡Oh, Estrella, vuelve!

19.  Concertado

CORO
¡La princesa ha aparecido!

MAUREGATO
¿La princesa?

CORO
¡Sí, la princesa!

MAUREGATO
¿Ha aparecido? ¿Es cierto que ha aparecido?

CORO
¡
Sí, ha aparecido, está llegando al palacio!

MAUREGATO
¿Está llegando...?

CORO
¡Está llegando al palacio!

MAUREGATO
¿Aquí...?
¡Por allí viene!

CORO
¡Allí viene!

MAUREGATO
¡Amargo sufrimiento, aléjate de mi,
pues de nuevo resplandece la alegría!
¡Amargo sufrimiento, aléjate de mi!
¿Porqué se retrasa tanto?

CORO
¡Veo como llega corriendo!

MAUREGATO
¿Por qué se retrasa tanto?
Todas las heridas sanarán
cuando vea a mi querida niña.

CORO
¡Ya está muy cerca, la veo llegar corriendo!

ESTRELLA
¡Oh, padre!

MAUREGATO
¡Oh, Estrella!

20.  Dúo

ESTRELLA
¿Puede tu hija abrazarte?

MAUREGATO
¡Ven junto al pecho de tu padre!

ESTRELLA
¡Oh, acercarme al cálido
pecho de mi padre!

MAUREGATO
¡Tú, cielo, tuviste piedad de mí
enviándome un nuevo placer!

ESTRELLA
¡Oh, acercarme al cálido
pecho de mi padre!

MAUREGATO
¡Tú, cielo, tuviste piedad de mí
enviándome un nuevo placer!

CORO
¡Con cuánta alegría se abrazan!
¡Oh, dulce amor paternal!
¡Con cuánta alegría se abrazan!

ESTRELLA
¡Cómo me embriaga la felicidad
de estar nuevamente,
de estar nuevamente
bajo tu paternal mirada!

MAUREGATO
¡Cómo me embarga la felicidad
de tenerte de nuevo conmigo
y poder volver a disfrutar
de tu encantadora mirada!

ESTRELLA
¡Cómo te he echado de menos!

MAUREGATO
¡Cuanta angustia me ha atormentado!

ESTRELLA
¡Oh, padre! ¿Me perdonas?

MAUREGATO
¡Estás junto a mí de nuevo!
¡Cómo me embarga la felicidad
de tenerte de nuevo conmigo
y poder volver a disfrutar
de tu encantadora mirada!
Pero ¿qué es lo que veo?
¿Qué cadena es la que luce sobre tu pecho?

ESTRELLA
¿Esta cadena? ¿Por qué me lo preguntas?

MAUREGATO
Es la cadena de San Eurico
que con él desapareció,
y que el hombre que quiera desposarte
deberá devolverme.

ESTRELLA
¡Oh, qué esperanza, qué alegría!
¡Ojalá se cumpla lo que dices!

MAUREGATO
¡Cómo se agita mi conciencia
a causa de esa cadena!
¡Oh, hija mía, hazme saber,
dime sin ocultarme nada!
¿Quién te dio la cadena?

ESTRELLA
No sé su nombre,
pero su atractiva imagen
siempre vive en mí corazón.

21.  Aria

Soberano en las cumbres de las montañas,
le vi brillar en un halo de luz.
Sus dorados cabellos al viento,
sus mejillas deliciosamente sonrosadas,
su frente trasuntaba valor.
La mirada decidida
y el ardiente amor de sus labios
eran promesa de un éxtasis encantador.
Cuando con celestial melodía
resonaban sus dulces canciones,
el oscuro bosque escuchaba inmóvil
y las estáticas rocas devolvían el eco.
Desde que experimenté esa dicha,
vivo sólo de su recuerdo,
y su radiante faz veo por doquier
flotando luminosa a mi alrededor.

22.  Final

MAUREGATO
Dime, ¿qué ha sido de ese hombre,
a quien con tanto fuego alabas?

ESTRELLA
En la cumbre de la montaña
tuvo que despedirse tristemente de mí,
pues está obligado por una ley
que le prohíbe abandonar el valle.

CAPITÁN DE LA GUARDIA DEL REY
(llegando de improviso)
¡Huye, o gran rey!
Una furiosa traición
pretende acabar con tu preciosa vida.
La monstruosa sublevación
que se ha alzado por las calles de Oviedo
se acercar a tu palacio.
¡Adolfo es su caudillo!

MAUREGATO
¿Adolfo? ¡Jamás!
¡Estás mintiendo! ¡No puede ser!

CAPITÁN
¡Créeme, es verdad!

MAUREGATO
¿Tú, Adolfo, infiel?

ESTRELLA, HOMBRES
¡Vergonzosa traición!

MAUREGATO
¿Tú, Adolfo, infiel?
¿Tú a quien recogí en el arroyo
para elevarte hasta mi trono?
¡Apártate de mí ingrato desleal,
porque la lealtad es una vana ilusión!

ESTRELLA, CAPITÁN
Padre / Rey ¡no te dejes atrapar
por esta terrible desesperación!

HOMBRES
¡Te seguiremos siendo fieles por siempre!

MUJERES
¡Pobre de nosotras! ¿Quién nos ayudará?

ESTRELLA
¡Padre mío, a tu lado
estaré para protegerte!

MAUREGATO
¡No, serás el botín de la muerte,
tú no debes ir al combate, no!

ESTRELLA
¡El amor nos dará fuerza en la lucha!
Querido padre, ¡déjame ir!

MAUREGATO
¡No debes ir a la batalla!

CONSPIRADORES
(fuera de escena)
¡Venganza! ¡Venganza!

MAUREGATO

¡Amigos, yo os guiaré!
¿Oís como se acercan los traidores?
¡Sí, vamos a triunfar,
el coraje y el amor nos guiarán!

CONSPIRADORES
(fuera de escena)
¡Venganza! ¡Venganza!

CORO
(Dentro del castillo)
¡Nuestro rey nos conduce!
¡Sí, vamos a triunfar,
el coraje y el amor nos guían!

CORO DE MUJERES
Los hombres gritan,
entrechocando las espadas
¡Oh, quién cuidará de nosotras?

ESTRELLA
, MAUREGATO
¡El rey nos conduce,
sí, vamos a triunfar!
el coraje y amor nos guían!



ACTO III


(En parajes salvajes y rocosos vecinos a
la ciudad de Oviedo)

23.  Introducción

24.  Dúo

UNA JOVEN
¿Oyes esos gritos, oyes ese alboroto?

UN JOVEN
¿Ves esas hordas que se amontonan?

AMBOS
¡Ay de nosotros, nos llega la desgracia!

LA JOVEN
Desde lo alto vi con horror
cuan furiosa avanza la multitud.
Vi la sangre y las armas,
y escapé tan rápido como pude.

EL JOVEN
¡Yo vi como huía una multitud,
y como otra avanzaba con furia!
¡Por todas partes se veían cadáveres,
y se elevaban gritos de dolor!

LA JOVEN
¡Si pudiera prevenir
a mis hermanas!

EL JOVEN
¡Si pudiera prevenir a mis compañeros!

AMBOS
Pero, ¡ah, estamos solos!

LA JOVEN
¿No has visto a nadie?
Me siento asustada y desesperada.

EL JOVEN
Todos están allá, en las alturas,
hasta donde Alfonso los ha conducido.

AMBOS
¡Ay, la desgracia cae sobre nosotros
y nosotros, pobres infelices, estamos solos!

CORO DE MUJERES
¡Pobre de nosotras! ¡Huyamos!

(Llega Adolfo persiguiendo a Estrella)

25.  Dúo

ADOLFO
¡No escaparás de mi!

ESTRELLA
¿Qué quieres hacer conmigo?

ADOLFO
¿Aún no te me vas a entregar?

ESTRELLA
¡Toma mi atormentada vida,
mátame y libérame de una vez!

ADOLFO
¡Mira, una vez más te lo ruego,
confía, sí, en mi juramento,
apacigua mi ardiente amor!
¡Sólo tú puedes reinar en mi corazón,
sólo ante ti se doblega mi espíritu!

ESTRELLA
¡No te atrevas a tocarme,
tu mano, está manchada de sangre!
¡No juegues, impío, con los juramentos,
refrena tu ciega furia!

ADOLFO
Mira, tu padre está derrotado,
mía es ahora su gloria y majestad,
tú puedes llevar su corona
que el triunfador te ofrece generosamente.

ESTRELLA
¡Oh, padre mío! ¡Mira cómo tiemblo!
¡Ay! ¿Adónde está él ahora?
¡Toma, bárbaro, mi pobre vida,
tómala y déjalo en libertad!

ADOLFO
¡Basta ya de lágrimas, basta ya de quejas,
y dame tu amor!

ESTRELLA
¿Cómo, traidor, te atreves a pedirlo?
¡Cuanto te doy es odio y maldición!

ADOLFO
¡Mi paciencia se agota aquí!

ESTRELLA
¡Ay de mí! ¿Qué pretendes?

ADOLFO
(Saca un puñal)
¡Elige, la vida o la muerte!

ESTRELLA
¡Contempla, oh cielo, mi angustia,
que tu clemencia me socorra!

ADOLFO
Elige la vida o la muerte.
Nadie oye tus gritos,
¡debes ceder a mi ira!

ESTRELLA
¡Ayuda, ayuda!

26.  Terceto y Coro

ESTRELLA
¡Auxilio!

ALFONSO
(apareciendo por un risco)
¿Esa voz?

(dirigiéndose a Adolfo)

¡Monstruo, retrocede!
He aquí el acero de la venganza,
¡llegó la hora de tu destino!

ADOLFO
El furor de su mirada me paraliza
más que la punta de su espada.

CAZADORES
(que llegan en ese momento)
¡Ahora has de pagar tus villanías!

ESTRELLA
Para proteger a una desdichada
te envió mi buena estrella.

ALFONSO
¡Adorable princesa,
que haya podido salvarte,
ha sido para mí una fortuna!

ADOLFO
¡Ah, mutable fortuna!
¡Ah, veleidosa suerte!

CAZADORES
¡Expía ahora,
expía tus villanías!

ALFONSO
(a los cazadores que atan a Adolfo)
¡Atadlo fuertemente!
¡Arrojadlo a la negra oscuridad de la cárcel!

CAZADORES
¡Cumpliremos fielmente tus órdenes!

ESTRELLA
¡El cielo me ha enviado un salvador,
reconocida, alabo tu poder!

ALFONSO
¡Atadlo fuertemente!
¡Arrojadlo a la negra oscuridad de la cárcel!

ADOLFO
A punto de alcanzar la felicidad
me veo caer en la más sombría desgracia.

CORO DE LA CAZADORES
¡Cumpliremos fielmente tus órdenes!

27.  Dúo

ALFONSO
Deja que tu salvador vea ahora
la alegría que te embriaga.
Mira como se dispersan las tormentosas nubes,
y hasta el cielo sonríe claro y brillante.

ESTRELLA
¡Ah, todavía tiembla conturbado
este atormentado corazón!
Con el dulce sabor de la alegría,
se mezcla aún el amargo dolor.

ALFONSO
Desecha ahora tus lamentos,
¿Qué es lo que aún perturba tu ánimo?

ESTRELLA
Sí, a ti te lo puedo decir todo,
pues mi pensamiento es sólo tuyo.

AMBOS
El secreto de un alma bella
sólo lo barrunta un corazón lleno de amor;
a través del poder del amor
se desposan la alegría y el dolor.

28.  Recitativo y Dúo

ESTRELLA
Sí, yo estoy a salvo, pero
¿y mi padre? ¡Oh, padre mío!

ALFONSO
¡Oh! ¿Dime quién es el afortunado padre
de semejante hija?

ESTRELLA
Es el rey de León.

ALFONSO
¿Tu padre, el rey? ¿Tú, la princesa?
¡Oh, pobre de mí, qué desdichado soy!
Mírame ahora, oh señora, arrodillado en el polvo
reconociendo tu dignidad.

ESTRELLA
No recuerdes esa dignidad
que es la fuente de mi sufrimiento
y el sufrimiento de mi padre.

ALFONSO
Dime, ¿dónde está el rey?

ESTRELLA
¡Oh, bien quisiera saberlo yo!
El feroz caballero a quien capturaste,
me arrancó impíamente
de su amada compañía;
rodeada de hachas y muerte,
lo perdí en el fragor del combate.
Tal vez ya ha sido abatido por un golpe traidor,
o tal vez su destino lo ha salvado.

ALFONSO
¡Surge un nuevo rayo de esperanza!
¡Intentaré salvarlo!
¡Bello y majestuoso surge un nuevo día!
¡Voy a ser digno de tu amor!

ESTRELLA
¿Qué significa esa expresión en tu rostro?
¡Estás alegre y radiante!

ALFONSO
Ayuda y salvación voy a llevar
tu padre en la batalla.

ESTRELLA
Nunca lo lograrás
pues te envolverán las tinieblas de la muerte.

ALFONSO
¿Aunque yo cayera en la lucha,
podría haber mayor recompensa,
que hundirme por la pureza del amor
en el fondo de una tumba?

ESTRELLA
Sí, ya te veo en el combate
avanzando al resplandor de la gloria.

ALFONSO
Avanzando en medio del caos de la lucha
al resplandor de la esperanza.

AMBOS
Para merecer el laurel que el cielo
concede a los que triunfan por amor.

29.  Dúo con Coro

ESTRELLA
¡Ay de mí! ¡Mira, las huestes de mi padre
vienen huyendo hacia aquí!

ALFONSO
Cuando vean llegar la inesperada ayuda,
recuperarán su coraje.

CORO DE GUERREROS
(aproximándose, huyendo)
¡Hay hermanos, huyamos!
¡Hay hermanos, huyamos!

ALFONSO
¡Alto ahí! Si sois guerreros,
¿por qué huís como cobardes?

CORO
Nos persigue el sanguinario vencedor
¡No detengas nuestra desesperada fuga!

ALFONSO
¡Mirad, vuestros hermanos aún resisten!
Sed valientes y regresad al combate,
yo seré vuestro caudillo

GUERREROS
El enemigo es fuerte.
¡Tú estás solo!

ALFONSO
¡Mirad, Adolfo fue capturado!
Renovad vuestro coraje.
Además, no estoy solo.
Bastará con que haga sonar esta trompa
y su vibrante sonido traerá
rápidamente aquí a mis compañeros.

CORO
¡Escuchad, parece que es cierto!

(Alfonso toca su cuerno de caza.

Otros cuernos responden a la distancia)

30. Conjunto

GUERREROS
¡Ellos han oído la llamada,
su auxilio ayudará nuestra desgracia!

CAZADORES
(Fuera de escena)
¡Estamos llegando! Estamos llegando!
¡Estamos llegando!

ALFONSO
¡Han oído mi llamada!

CAZADORES
¿Cuáles son las órdenes
de nuestro caudillo?

ALFONSO
¿Veis la espada de vuestro jefe?
¿Reconocéis su poder?
¿Tal como refulge ahora frente a vosotros
os conducirá a la victoria en la batalla!

CAZADORES
¡Te seguiremos hasta la muerte!
¡Hasta la muerte!

ALFONSO, CAZADORES
¡Nuestra ayuda aliviará su desgracia!

CAZADORES
¡Te seguiremos hasta la muerte!
¡Hasta la muerte!

31.  Recitativo y Conjunto

FROILA
(aproximándose al grupo)
¿Qué está pasando aquí?
¿Qué vais a hacer?

ALFONSO
¡Oh, padre, el cielo te ha enviado!
Sólo en tus manos puedo dejar a mi amada
hasta que libere a su padre.

FROILA
¿Quién es la bella desconocida,
que dejas bajo mi custodia?

ALFONSO
La princesa de León.

FROILA
¿De León?
¿Y tú la amas?

ALFONSO
Con todas las fuerzas de mi alma.

FROILA
¿Y vas a combatir por su padre?

ALFONSO
Espero lograr rescatarlo.

FROILA
¡Detente!

(para sí)

¡Serénate corazón mío
para librar una última batalla!

(a Estrella)

¿Sois la hija de Mauregato,
amable y angelical criatura?

ESTRELLA
¡Sí, lo soy!
¿Conoces a mi padre?

FROILA
¡Lo conozco muy bien!
¡Ojalá pudiera olvidarlo!
Pero dejemos los recuerdos de lado:
La más hermosa victoria es
perdonar a los enemigos.

(dirigiéndose a Alfonso)

¡Sí, combate por él,
yo cuidaré mientras tanto a su hija!

(para sí)

Ahora todo está claro para mí.
El cielo nos brinda su bendición.
¡Oh, Señor! ¡Cuán maravilloso
eres en tus propósitos!

ESTRELLA
Ya se marchan al combate
que pronto va a librarse,
mi corazón tiembla en secreto
de gozo y ansiedad.

ALFONSO
Con este forjado yelmo
me cubriré la cabeza,
seguro de que lograré mi propósito.
¡A dar la batalla estoy dispuesto!

FROILA
Con regios atavíos
voy a vestirme;
todo ha de resolverse ahora.
¡Ha llegado, ha llegado el momento!

CORO
Todo ha de resolverse ahora,
estamos listos para la batalla.

ESTRELLA
En tus tropas se enciende
la llama del coraje.
Vas al combate
y mi esperanza va contigo.

ALFONSO
Voy al combate
y conmigo va tu bendición.
El amor me enseñará a vencer
a pesar de las dificultades.

FROILA
He de vencer el odio,
el amor se despertará en mí,
la benevolencia ha de prevalecer
sobre la falta que él cometió.

CORO
En el combate hemos de vencer,
un gran valor se ha despertado en nosotros.

(Cambio de escena)

32.  Aria

MAUREGATO
¿Dónde puedo encontrar un lugar adecuado
para descansar mi cabeza?
Algo me impulsa hacia delante
a mi alrededor la desgracia acecha.
En los grandes salones de palacio
me erguía como el árbol celestial
y alegres canciones oía resonar.
¡Ah, fue un sueño muy hermoso!
Ahora, la venganza me está llamando
y el árbol está deshojado,
y la dorada corona se desploma
con estrépito desde mi cansada cabeza.
¡Y las fosas de abren,
y los fantasmas surgen de ellas
y sus gritos resuenan en el aire
lanzando maldiciones contra mí!
¡Oh, Froila, oh mi señor,
contra ti he delinquido,
más la venganza es una carga pesada!
¡Mírame, estás vengado!

(aparece Froila a quien Mauregato
toma por un fantasma)

¡Ay de mí! ¿Quién es? ¡Ah! ¡Su espíritu!
¡Perdóname!... ¡La corona!
¡La corona que te robé! ¡Basta ya!
¡Te la devuelvo!

33.  Dúo

FROILA
¡No soy un espíritu, soy yo en carne y hueso!
¡Levántate y escúchame!
Vengo a perdonarte,
el odio ha quedado atrás.

MAUREGATO
¡Cuanto agradezco tu magnanimidad!
¡Eres grande y bondadoso!

FROILA
¡El amor ha florecido, renueva tu coraje!
Ya he sido suficientemente vengado,
ya expiaste bastante tus culpas.

AMBOS
Es la suprema alegría
que este mundo nos ofrenda
cuando abrazando al enemigo
todo lo perdonamos con amor.

34.  Terceto y Final

FROILA
¡Recibe ahora de mi mano
la promesa de una nueva alianza!

(Estrella sale de la cabaña)

¡Aquí tienes a tu hija!

MAUREGATO
¡Mi ánimo vacila, mi mente se turba!

ESTRELLA
¡Te tengo conmigo, padre, otra vez!
Los ángeles nos miran
entonando canciones festivas
para celebrar nuestra dicha.

MAUREGATO
¡Te tengo conmigo, querida hija, otra vez!
Los ángeles nos miran
entonando canciones festivas
para celebrar nuestra dicha.

FROILA
De nuevo tiene consigo a su hija.
Los ángeles los miran
entonando canciones festivas
para celebrar nuestra dicha.

MAUREGATO
¿Qué es lo que oigo a lo lejos?

ESTRELLA
¡Alfonso ha triunfado!

CAZADORES, GUERREROS
¡Blandiendo en alto nuestras espadas
hemos logrado la victoria,
el enemigo ha sido derrotado
y es nuestro el campo de batalla!
¡Y a aquél que nos condujo en la batalla,
con juvenil ardor,
lo traemos triunfalmente en hombros!
¡Larga vida a nuestro héroe!

ALFONSO
¡Oh, rrey! ¡Esta victoria deposito a tus pies!

MAUREGATO
(señalando a Froila)
No a mí, ¡él es el rey!

ESTRELLA
¡Tú! ¿El rey?

ALFONSO, ADOLFO, CORO
¿El rey?

FROILA
¡Sí, yo soy el rey Froila!

ALFONSO
¡Sí, él es Froila!

ADOLFO
(que sigue maniatado)
¡Sí, él es Froila!

GUERREROS
¡Viva el rey!

LUGAREÑOS, CAZADORES
¿Vas a abandonarnos ahora?

FROILA
¡Jamás os abandonaré,
siempre estaré junto a vosotros!

LUGAREÑOS
¡Jamás nos abandonará!

CORO DE GUERREROS
¡Viva Froila, viva Froila!

ADOLFO
¡A ti quería vengarte yo!

FROILA
(señalando a Mauregato)
Dictar tu sentencia
es el derecho de ese noble señor.

MAUREGATO
(A Adolfo)
¡La libertad te otorgo!

ADOLFO
¿Cómo podré aceptar su benevolencia?

CORO
La clemencia anula la culpa.

ESTRELLA
(señalando a Alfonso)
Padre, permíteme presentarte
a quien me regaló la cadena de San Ulrico.

MAUREGATO
La providencia es quien gobierna aquí,
déjame cumplir mi palabra.

(dirigiéndose a Alfonso)

Recibe, querido hijo,
mi más valiosa posesión,
que ella sea para ti el premio por tu victoria.

FROILA
Y yo te concedo
el santo trono de nuestros antepasados,
que seas digno de ellos, Alfonso de León.

ALFONSO
¡Cuán vertiginosamente me veo exaltado,
la gloria me deslumbra!

ESTRELLA
Mi corazón está a punto de estallar,
aquél a quien más amo me pertenece.

FROILA, MAUREGATO
Alabar la benevolencia del Señor,
a todos nos llena de alegría.

ADOLFO
¿Cuándo terminará todo esto
y podré descansar tranquilo?

UNA MUCHACHA Y UN MUCHACHO
Después del salvaje furor de la tormenta
brilla apacible el sol.

ESTRELLA, ALFONSO
FROILA. MAUREGATO
Alabar la benevolencia del Señor,
a todos nos llena de alegría.

ADOLFO
Hago la solemne promesa
de ser el más fiel de tus súbditos.

TODOS
Alabar la benevolencia del Señor,
a todos nos llena de alegría.

CORO FINAL
El amor ha trazado su arco de paz
sobre este mundo,
todo dolor se ve compensado
cuando el corazón se exalta.
¡Viva, viva la joven pareja, viva!
Junto al trono de los amables reyes,
luce el dorado sol de la gracia,
que con vida, gloria y alegría,
derrama sus dones por el mundo entero.
¡Viva, viva la joven pareja real, viva!
¡Viva, viva la joven pareja real, viva!



Digitalizado y Traducido por:
José Luís Roviaro 2012